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Orgasmus: Was Sie über den Höhepunkt jetzt wissen sollten
Diese Fakten sollten Sie über den Orgasmus wissen Roman Samborskyi / Shutterstock.com

Orgasmus So kommen Männer zum XXL-Orgasmus

Sie kennen sich aus mit Höhepunkten? Doch Orgasmus ist nicht gleich Orgasmus. Hier erfahren Sie die neusten Fakten über den Gipfel der Lust, die Ihr Liebesleben garantiert explosiver machen

Jeder Mann kommt anders. Wie würden Sie Ihren Orgasmus beschreiben? Wie einen Raketenstart, wie der erste Schluck Kaffee nach einer durchzechten Nacht, wie das Ausdrücken einer bis zum Platzen aufgerollten Zahnpastatube? Oder wie die größte Pyroshow, das die Welt je gesehen hat?

Und was, wenn Sie jetzt erfahren, dass dieses rauschhafte Gefühl noch zu steigern ist? Hier kommen Antworten auf die drängendsten Fragen zum männlichen Orgasmus.

Was passiert bei einem Orgasmus im Körper?

Grundsätzlich lässt sich die Lust in 4 Stufen einteilen: Erregungsphase, Plateauphase, Orgasmusphase und Rückbildungsphase. Zu verdanken haben wir dieses Wissen den US-amerikanischen Forschern William Masters und Virginia Johnson, bekannt aus der TV-Serie "Masters of Sex". Die beiden beobachteten in den 60er-Jahren erstmals ein Paar beim Liebesspiel – aus rein wissenschaftlichem Interesse natürlich – und ihre Erkenntnisse haben bis heute Bestand.

In den ersten beiden Phasen schüttet der Körper verstärkt Sexualhormone wie Testosteron aus, Puls und Blutdruck steigen, die Muskeln spannen sich an. Die Durchblutung der Schwellkörper im Penis löst die Erektion aus.

Aber nicht nur im Genitalbereich herrscht helle Aufregung – auch im Gehirn und im Rückenmark ist Party angesagt: Botenstoffe wie Dopamin und Oxytocin sorgen für einen wahren Gefühlsorkan, Angst und Schmerzen werden ausgeblendet. Der Orgasmus selbst äußert sich in rhythmischen, reflexartigen Muskelkontraktionen, die durchschnittlich zwischen 3 und 12 Sekunden dauern. Etwa 3 bis 5 Milliliter Ejakulat stößt ein gesunder Mann beim Orgasmus aus, darin tummeln sich im Schnitt 300 Millionen Spermien.

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Auch der Standart-Orgasmus will gelernt sein
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Botenstoffe wie Dopamin und Oxytocin sorgen beim Orgasmus für den Rausch

Ist ein Orgasmus gesund?

Ja, der Orgasmus reduziert Stress und stärkt das Immunsystem. Offenbar schüttet der Körper nach dem sexuellen Höhepunkt vermehrt Zellen aus, die körperfremden Angreifern den Garaus machen. Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich fanden im Blut von Versuchspersonen nach einem Samenerguss doppelt so viele Killerzellen wie in ihrem Blut vor dem Höhepunkt. Das ergibt Sinn, da der Körper es nach einem Geschlechtsakt mit einem ganzen Bündel körperfremder Keime, nämlich denen der Frau, zu tun bekommt.

Wie viele Orgasmen hat ein Mann im Leben?

Laut Statistik kommt ein durchschnittlich aktiver Mann in seinem Leben auf 8.000 bis 14.000 Orgasmen und ejakuliert dabei insgesamt 30 bis 50 Liter Sperma – so viel wie in ein Kneipenbierfass passt. Dass Männer nach dem Sex gerne mal wegdösen, ist übrigens hormonell bedingt: Nach dem Orgasmus wird Prolaktin ausgeschüttet, ein Botenstoff, der für ein befriedigendes Gefühl und innige Verbundenheit mit dem Partner sorgt – aber eben auch müde macht. 

Für viele Männer gibt es übrigens beim Sex eine Art Orgasmusgarantie. Laut einer Umfrage kommen 8 von 10 Männern fast immer beim Liebesakt. Zudem sind 68 % der deutschen Männer mit der Intensität ihres sexuellen Höhepunkts zufrieden. Damit liegen sie über dem internationalen Schnitt von 60 %, fand der Kondomhersteller Durex in einer weltweit angelegten Studie heraus. Und: Je häufiger ein Mann Sex hat, desto zufriedener ist er. Täglicher Geschlechtsverkehr macht 83 % der Deutschen glücklich.

Kann ein Mann multiple Orgasmen haben?

Interessanterweise ist für einige Männer nach dem ersten Schuss noch lange nicht Schluss, denn ein multipler Orgasmus ist nicht nur dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Allerdings erlebt nur etwa 1 % der deutschen Männer regelmäßig den Multi-Orgasmus. Sollten Sie zu den übrigen 99 % gehören – kein Problem! Es gibt viele Tricks, um den Orgasmus hinauszuzögern.

Beckenboden-Training heißt das Zauberwort. Trainieren Sie Ihren PC-Muskel (lat. Musculus pubococcygeus). Das ist der Muskel, der kontrahiert wird, wenn Sie den Strahl beim Urinieren unterbrechen. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte "Start-Stopp-Technik": Kurz bevor Sie ejakulieren, stoppen Sie mit der Stimulation. Meist nimmt der Ejakulationsdrang nach rund einer Minute wieder ab. Ziel ist es, den kritischen Punkt ohne Wiederkehr rechtzeitig zu erkennen und ihn konsequent weiter hinauszuschieben – zuerst beim Onanieren. Hat man den Höhepunkt selbst unter Kontrolle, legt die Partnerin Hand an. Wenn die Verzögerungstaktik auch zu zweit klappt, geht's richtig zur Sache.

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Vorzeitiger Samenerguss – was tun?

Medikamente oder betäubende Cremes sind häufig unnötig, um einen vorzeitigen Orgasmus verhindern, da das Problem nicht zwangsläufig körperlicher Natur ist. "Die Ursachen für vorzeitigen Samenerguss liegen meist auf psychischer Ebene: Ängste, Stress und Leistungsdruck, aber auch Partnerschaftsprobleme können schuld sein", sagt Sexualberater und Buchautor Michael Hanel.

Orgasmusschwierigkeiten beim Mann
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Etwa 8 % aller Männer leiden an Orgasmusproblemen – aber es gibt Hilfe

Aber auch die Gene spielen eine Rolle: Französische Forscher konnten nachweisen, dass vorzeitiger Samenerguss die Folge einer Störung im Nervensystem und einer Fehlsteuerung des Hormons Serotonin sein kann. Dieser Botenstoff übernimmt eine wichtige Übermittlerfunktion in der biochemischen Reaktionskette beim männlichen Orgasmus, so die Wissenschaftler um François Giuliano. Bei etwa 30 % aller Männer, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden, sind die Gene schuld, wie eine finnische Studie an eineiigen Zwillingen belegte. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass neben der genetischen Veranlagung weitere Ursachen eine Rolle spielen. Dazu gehören vor allem psychische Faktoren, aber auch chronische Krankheiten wie Diabetes und Multiple Sklerose. Das Alter sei dagegen eher unbedeutend, so die Wissenschaftler. 

Schätzungen zufolge leiden insgesamt rund 30 % aller Männer an vorzeitigen Orgasmen. "Das müsste nicht so sein", sagt der Androloge Frank-Michael Köhn vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI), da bei nicht erblich bedingten vorzeitigem Samenerguss wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden, wie zum Beispiel die klassische sexualmedizinische Therapie oder auch Medikamente. Doch würden sich immer noch zu wenig Männer trauen, das Problem beim Arzt anzusprechen, so der Experte.

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Was hilft bei Orgasmusproblemen beim Mann?

Was, wenn Ihre Rakete nicht (mehr) zündet? Etwa 8 % aller Männer kämpfen gemäß eigener Angabe mit Orgasmusschwierigkeiten: Ein verzögerter oder ausbleibender sexueller Höhepunkt hängt häufig mit dem Alterungsprozess zusammen, insbesondere bei beschnittenen Männern. Laut einer Studie der Universität Gent kann der mit der Beschneidung einhergehende Sensibilitätsverlust der Eichel die Ursache für einen fehlenden männlichen Orgasmus sein. Aber auch psychosomatische Störungen, Ängste, Prostataentzündung oder die Einnahme von Medikamenten wie Viagra oder Antidepressiva kann die Orgasmusfähigkeit des Mannes herabsetzen. Die genaue Ursache kann nur ein Arzt herausfinden. 

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Was ist ein trockener Orgasmus?

Doch nicht immer, wenn das Ejakulat fehlt, ist der Orgasmus komplett ausgeblieben: Manche Männer erleben einen trockenen Orgasmus, etwa wenn keine Samenflüssigkeit gebildet wurde oder diese in die Harnblase zurückgeflossen ist. Mögliche Ursachen für den trockenen Samenerguss sind Veränderungen des Nervensystems oder ein gehemmter Verschluss des Harnblasenschließmuskels. Hier kann ein Arzt helfen: Vor allem bei bestehendem Kinderwunsch sollten Betroffene über eine Therapie nachdenken, die durch Medikamente oder Elektrostimulation erfolgen kann.

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Täuschen auch Männer den Orgasmus vor?

Jeder vierte Mann hat schon mal den Höhepunkt vorgetäuscht, wie eine US-Studie belegt. Der häufigste Grund ist demnach der Wunsch, den Sex zu beenden, ohne den Partner zu verletzen, so die Forscher der Universität von Kansas, die ihre Studie im Journal of Sex Research veröffentlichten. Weiteres Ergebnis: Orgasmusschwindler sind meist sexuell erfahrener als ihre ehrlichen Altersgenossen.

Am häufigsten bluffen Männer, wenn ihnen ein Orgasmus in der jeweiligen Situation unwahrscheinlich erscheint und sie den Akt daher beenden möchten. Schuld sei meist eine Art Drehbuch im Kopf, wie der Sex ablaufen soll und wann der richtige Zeitpunkt für den Orgasmus ist, glauben die Wissenschaftler. Folge: Stress und Leistungsdruck. Um die Partnerin nicht zu enttäuschen, gaukelt der Mann dann den Höhepunkt vor.

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Wie kann ich meinen Orgasmus verbessern?

Mit diesen Tricks erleben Sie den besten Orgasmus Ihres Lebens: Planung, Vorfreude und ein Schuss Unberechenbarkeit sind die essentiellen Zutaten für den XXL-Orgasmus. Von festgelegten Ritualen sollten Sie sich verabschieden. "Sex ist heute vielfach zur Kopfsache geworden", warnt Dr. Rainer Hartwich vom Repotenz-Zentrum der Heinrich-Mann-Klinik in Bad Liebenstein.

Onanieren unter der Bettdecke war gestern
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Selbstbefriedigung kann helfen, den Orgasmus zu verbessern

"Das Voraussehbare ist ein absoluter Lustkiller, der im Bett nichts zu suchen hat. Außerdem setzen sich viele Männer unter Druck, schrauben ihre Erwartungen zu hoch. Sie sind so mit der Befriedigung der Frau beschäftigt, dass die eigene Lust auf der Strecke bleibt." Gehen Sie beim Erklimmen des Lustgipfels am besten langsam vor. "Je länger der Zeitpunkt herausgezögert wird, desto stärker ist die Erregung", sagt Buchautor Dr. Frank Sommer. "Zudem werden die Genitaldrüsen mehr angeregt. Das Ejakulationsvolumen nimmt zu und damit das Gefühl beim Kommen."

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Kann ich durch Onanieren den Orgasmus verstärken?

Wahre Sexperten kennen sich und ihren Körper in- und auswendig: Selbstbefriedigung macht’s möglich! Selbst Hand anzulegen ist nicht etwa ein Zeichen für sexuellen Notstand, sondern eine intelligente Art, fürs Liebesspiel zu trainieren. Und auch beim Onanieren gilt: Bitte keine Routine! Variieren Sie das Spiel mit sich selbst und lassen Sie sich Zeit. Wer bis zum Orgasmus länger als 15 Minuten durchhält, überwindet eine magische Grenze und wird mit einem Feuerwerk der Lust belohnt. Stimulieren Sie Ihren Penis beispielsweise 10 Minuten lang manuell. Haben Sie das Gefühl zu kommen, legen Sie eine Pause ein und warten, bis der Druck abgeklungen ist. Wiederholen Sie das Spiel mit einem Gleitmittel, denn das rutschige Vergnügen intensiviert das Gefühl.

Beobachten Sie auch im Alltag, was Sie sexuell stimuliert und übertragen Sie dies aufs Onanieren: Es kribbelt im Schritt, obwohl keine Hände im Spiel sind und alles nur im Kopf abläuft? Prima! Versuchen Sie das in einem ruhigen Moment noch einmal bis zum Höhepunkt. Mentale Stimulation braucht zwar Zeit, schenkt Ihnen aber ganz neue Eindrücke. Es ist wie beim Sport: Jede Trainingsminute zahlt sich aus!

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Wie gelingt ein gemeinsamer Höhepunkt?

So präpariert können Sie in das Liebespiel mit Ihrer Partnerin starten. Kleine Hilfsmittelchen wie Gleitgel, Sextoys oder ein um Penis und Hodensack getragener Cockring bringen zusätzlichen Spaß. "Der Cockring vermindert den Blutabfluss, sorgt so für eine prallere Erektion und intensivere Gefühle, vor allem in der Eichel," erklärt Buchautor Dirk Ludigs. 

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Jetzt wissen Sie genau, wie Sie sich selbst allein oder gemeinsam mit Ihrer Partnerin Lust bereiten können. Doch auch der weibliche Orgasmus ist kein Buch mit sieben Siegeln! Verführen Sie Ihre Partnerin, küssen Sie sie und gönnen Sie sich beiden ein langsames und intensives Vorspiel.

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Fazit: Der Orgasmus beim Mann kann mehr

Vielleicht fühlt sich Ihr Orgasmus schon jetzt ziemlich großartig an. Aber es geht noch besser! Wie? Indem Sie Ihrem besten Stück mehr Aufmerksamkeit schenken. Statt der schnellen Nummer sollten Sie auf langsame und raffinierte Stimulation setzen. Zögern Sie den Orgasmus hinaus, machen Sie Beckenbodentraining und variieren Sie die Stimulation bei der Selbstbefriedigung. Dann erwartet Sie ein intensiverer und längerer Orgasmus – dagegen sieht jede Pyroshow wie eine müde Wunderkerze aus. 

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