Falsche Gesundheitstipps: 15 Regeln, die Sie brechen sollten

Mythos:
1 / 15 | Mythos: "8 Stunden Schlaf braucht der Mensch"

Als Kind mussten Sie auf Ihre Mutter hören. Später dann auf die Ärzte. Beide lagen häufig falsch. 15 Regeln, die Sie jetzt endlich brechen dürfen

13. Mythos: "8 Stunden Schlaf braucht der Mensch"

Wachen Sie auf: Ein Drittel des Lebens zu verschlafen, erscheint einfach nicht richtig. Eine US-Studie der University of California in San Diego hat tatsächlich nachgewiesen, dass Menschen, die

8 Stunden schlafen, eine niedrigere Lebenserwartung haben als jene, die 6 bis 7 Stunden schlafen. Am längsten lebt man danach offenbar, wenn man sich regelmäßig 7 Stunden Ruhezeit gönnt. „Zumindest für einen kurzen Zeitraum genügt im Prinzip sogar ein Minimum von 6 Stunden Schlaf, um sowohl körperlich als auch geistig frisch zu sein“, erklärt Privatdozent Dr. Ingo Fietze, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin.

Bleiben Sie wachsam Hören Sie auf Ihren Körper. Jeder Mensch hat sein eigenes Schlafbedürfnis – die so genannte Wohlfühl-Schlafmenge. „Je kürzer wir schlafen, desto weniger bekommen wir an Traumschlaf, der unter anderem fürs Gedächtnis wichtig ist“, erklärt Fietze. Für sensible Schläfer ist auch Schlafhygiene relevant, also: kein Alkohol, kein fettes Essen und kein Hochleistungssport vor dem Schlafengehen sowie regelmäßige Bettzeiten. Für Normalschläfer dagegen gilt vor allem eine Regel: Pro Woche sollten Sie mindestens 4-mal ausreichend Schlaf bekommen. 1 oder 2 Tage können auch aus dem Rhythmus fallen. Wenn  die Nacht mal zu kurz war, hilft ein Nickerchen am Nachmittag.

Mythos:
2 / 15 | Mythos: "Essen nach 18 Uhr macht dick"

9. Mythos: "Essen nach 18 Uhr macht dick"

Warum es dafür keinen Grund gibt: „Es gibt nicht eine Studie, die das seriös untersucht hat“, sagt Professor Joachim Mössner, Gastroenterologe und Leitlinienbeauftragter der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Ob Sie sich abends eine Tüte Chips oder kurz vorm Schlafengehen einen Döner reinziehen, die Uhrzeit ändert nichts an der Kalorienzahl. Es ist nur ein Problem, wenn Sie späte Snacks zusätzlich zum Abendbrot verputzen. Wann Sie etwas essen, ist also egal – es kommt nur die Gesamtmenge an.

Was dennoch gilt: Spätes Essen kann schwer im Magen liegen, da sich der Nahrungsspeicher im Schlaf langsamer entleert. „Ein Gesundheitsrisiko ist das nicht“, sagt Mössner, aber eventuell träumen Sie schlecht. Um Einschlafproblemen nach der Spätmahlzeit vorzubeugen, halten Sie sich am besten beim Alkohol zurück und verzichten auf fettreiche Nahrung. Auch ein kurzer Nachtspaziergang kann Ihnen helfen, rasch einzuschlafen.

Mythos:
3 / 15 | Mythos: "Fett macht fett"

5. Mythos: "Fett macht fett"

Vergessen Sie’s: Es zählt nicht, woher Kalorien kommen, sondern nur, wie viele Sie zu sich nehmen. In Fett stecken zwar doppelt so viele Kalorien wie in Kohlenhydraten und Proteinen, aber Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger, der außerdem für ein stärkeres Sättigungsgefühl sorgt. In einer US-Studie des Limestone Medical Center in Delaware erhielten die übergewichtigen Probanden 1 Jahr lang Nahrung, deren Kalorien zu 50 Prozent aus Fett stammten (normal sind 30 Prozent). Die Testpersonen verloren trotzdem Gewicht, da sie sich mit einem Drittel weniger Kalorien satt fühlten. Darüber hinaus verbesserten sich sämtliche Blutfettwerte.

Aber seien Sie achtsam: Denken Sie jetzt nicht, dass Sie so viel Fett essen dürfen, wie Sie wollen. Wie gesagt, es zählen die Gesamtkalorien. Achten Sie außerdem darauf, die tendenziell ungesünderen tierischen Fette öfter durch pflanzliche zu ersetzen – zur Abwechslung also mal Margarine statt Butter aufs Brot, und als Snack gibt’s ein paar Nüsse statt einer Mini-Salami.

4 / 15 | Mythos: "Gehe nicht in die pralle Sonne"

6. Mythos: "Gehe nicht in die pralle Sonne"

Wann das übertrieben ist: Keine Sorge, Sie müssen sich nicht wie eine Folienkartoffel einwickeln lassen, um vor Sonnenschäden geschützt zu sein. Gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit, sollten Sie stattdessen viel an die frische Luft gehen und alle verfügbaren Sonnenstrahlen auf so viele Körperteile wie nur möglich einwirken lassen. Ohne die im Sonnenlicht enthaltene UV-B-Strahlung kann Ihr Körper nämlich in der Haut kein Vitamin D bilden – es sei denn, Sie legen sich auf Sonnenbänke mit UV-B-Anteil. Außerdem beeinflusst Licht die Stimmung in positiver Art und Weise.

Vorsichtig bleiben: In der prallen Mittagssonne des Sommers genügt bereits ein 10-minütiger Spaziergang, damit der Körper in ausreichender Menge Vitamin D produziert. Übermäßige Sonnenstrahlung, also stundenlanges Braten am Strand – schwächt dagegen Ihr Immunsystem, fördert die Hautalterung und Hautkrebs. Im Winter sollten Sie zusätzlich darauf achten, genügend Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen (5 Mikrogramm täglich). Die besten Quellen: Seefisch wie Hering oder Lachs, Eier, Margarine, Champignons.

5 / 15 | Mythos: "Gehe niemals mit nassen Haaren nach draussen"

10. Mythos: "Gehe niemals mit nassen Haaren nach draussen"

Die Unwahrheit „Dass man sich erkältet, nur weil man das Haus mit nassen Haaren verlässt, ist totaler Blödsinn“, so der Bielefelder Hals-Nasen-Ohren-Arzt Ulf Reineke. So ein Schnupfen wird nämlich nicht durch die Kälte ausgelöst, sondern durch Viren. Im Winter treten Erkältungskrankheiten nur deswegen vermehrt auf, weil sich die Menschen häufig in ungelüfteten Räumen aufhalten, denn dort fühlen sich die Krankheitskeime sauwohl. Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhaut aus, macht sie anfällig für Krankheitserreger.

Das Körnchen Wahrheit: Bei nassen Haare kommt es durch die Verdunstungskälte zu einer Kühlungsreaktion. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen, der Transport von Abwehrstoffen durch den Kör-per wird dadurch erschwert. „Und das kann die Entstehung eines Infektes begünstigen“, sagt der Experte. Ob Sie sich tatsächlich erkälten, hängt also davon ab, wie empfindlich Sie sind. Kräftigen Sie Ihr Immunsystem etwa dadurch, dass Sie in die Sauna gehen.

6 / 15 | Mythos: "Light macht schlank"

8. Mythos: "Light macht schlank"

Warum Sie sich täuschen: Nicht immer garantiert die Aufschrift „light“ tatsächlich weniger Kalorien. Es kann zwar zucker- oder fettreduziert bedeuten, manchmal aber ist lediglich weniger Kohlensäure oder Alkohol enthalten. Und häufig steckt in fettreduzierten Lebensmitteln sogar mehr Zucker – und umgekehrt. Oft enthalten sie auch eine Ex-traportion Salz oder sonstige Zusatzstoffe – irgendwoher muss schließlich Geschmack kommen. Süßstoffe werden von vielen Experten ebenfalls kritisch gesehen: „Sie können die natürliche Regulation von Hunger und Sättigung kaputt machen, denn die zuvor gelernte Verknüpfung von Süßgeschmack und nachfolgender Zuckerzufuhr wird durcheinandergebracht“, so Professor Thomas Ellrott vom Institut für Ernährungspsychologie der Universität Göttingen.

Trotzdem bewusst essen: Forschungsergebnisse zeigen, dass Sie durch den Austausch von normal fetten Lebensmitteln gegen Light-Produkte in der Tat einige Kilos abnehmen können. Allerdings ist dafür eine Gesamtstrategie nötig: „Sie müssen in der Breite Fett einsparen, nicht nur bei einzelnen Produkten. Wählen Sie auch natürlich fettreduzierte Lebensmittel wie Magerquark oder teilentrahmte Milch“, rät Ernährungs-Experte Ellrott. Und machen Sie sich klar: Nur weil Sie heute Morgen Light-Käse aufs Brot gelegt haben, ist das noch lange kein Freibrief für die Chips am Abend.

7 / 15 | Mythos: "Mikrowelle Macht krank"

12. Mythos: "Mikrowelle Macht krank"

"FALSCH" ist die Lösung auf die Motivationskalender-Frage vom 25. Januar 2015. Hier geht's zum Motivationskalender-Tagespreis.

Ignorieren Sie den Spruch: Solange Sie ein technisch einwandfreies Gerät benutzen und es sachgerecht ein-setzen, besteht nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) keine Gefahr für die Gesundheit. Denn die Gehäuse der Mikrowellengeräte sind so gebaut, dass die Strahlung nicht austreten kann. Es gehen auch nicht mehr Nährstoffe verloren, teilweise sogar weniger als bei herkömmlichem Erwärmen oder langem Warmhalten.

Aber beachten Sie einige Regeln Beim Erhitzen in der Mikrowelle kann es zu ungleichmäßiger Temperaturentwicklung und -verteilung auf dem Teller kommen (so genannte Hot Spots und Cold Spots). Wenden Sie Lebensmittel deshalb während des Erhitzens oder rühren Sie ab und zu um. Und lassen Sie das Essen vorm Verzehr ein oder zwei Minuten stehen, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilen kann. Auch in der Mikrowelle gelten die meisten Regeln für schonende Zubereitung, etwa: Gemüse nur in wenig Flüssigkeit garen.

8 / 15 | Mythos: "Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen"

7. Mythos: "Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen"

Warum das nicht stimmt: Es sind nicht Essensreste, die den Zähnen Schaden zufügen, sondern Säuren, die aus Lebensmitteln wie Obst und Softdrinks stammen oder von Bakterien im Mund aus Essensresten produziert werden. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an. "Putzen Sie gleich nach dem Essen die Zähne, schrubben Sie die oberste, angeätzte, entkalkte Schicht weg", warnt Professor Peter Eickholz, Direktor der Poliklinik für Parodontologie der Uni Frankfurt/Main. Geht das so über Jahre hinweg, kann es zu erheblichen Defekten am Zahnschmelz kommen. Direkt nach dem Essen sollten Sie lieber den Mund mit Wasser ausspülen, um die Säure zu verdünnen und den Erosions-effekt zu mildern. »Oder putzen Sie die Zähne vorm Essen, dann werden Bakterien für einige Stunden entfernt und können keine Säure produzieren“, empfiehlt Eickholz.

Extratipp „Beim Zähneputzen kommt es auf Gründlichkeit, nicht auf Häufigkeit an“, sagt Eickholz. Putzen Sie 2-mal täglich mindestens 2 Minuten. Einmal am Tag sollten Sie zudem die Zwischenräume mit Zahnseide reinigen. Wenn Sie abends weggehen und schon ahnen, dass Sie die Zähne später nicht putzen wollen, tun Sie es vorher.

9 / 15 | Mythos: "Ohne Schweiß keinen Preis"

3. Mythos: "Ohne Schweiß keinen Preis"

Wann dieser Satz nicht gilt: Sie haben seit Wochen nicht trainiert? Sparen Sie sich das schlechte Gewissen! Forscher der University of Belfast (Nordirland) fanden heraus, dass auch 30-minütige Spaziergänge in zügigem Tempo an 5 Tagen die Woche den Blutdruck senken und das Lungenvolumen steigern.

Entscheiden Sie selbst: Ob Alltagsaktivitäten ausreichen oder Sport angesagt ist, hängt von Ihren Zielen ab. Geht es Ihnen "nur" um Ihre Gesundheit, genügen Spaziergänge. "Um die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit zu verbessern, muss die Intensität höher sein", sagt Professor Klaus Völker, Direktor des Instituts für Sportmedizin des Uniklinikums Münster. Sie müssen also 3-mal pro Woche 45 Minuten richtig ran – Studio, Laufen oder Ähnliches.

10 / 15 | Mythos: "Trinken Sie keinen Alkohol"

4. Mythos: "Trinken Sie keinen Alkohol"

Wieso das veraltet ist: In Maßen genossen kann Alkohol für die Gesundheit sogar förderlich sein, wie diverse Untersuchungen gezeigt haben. In der so genannten Zutphen-Studie haben niederländische Wissenschaftler herausgefunden, dass ein alkoholisches Getränk täglich das Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 34 Prozent senkt. Unter Rotweintrinkern sind es sogar 48 Prozent.

Aber nicht übertreiben: Alkohol ist für den Körper Gift und schadet nahezu allen Organen. Wer Alkohol trinkt, muss ein erhöhtes Risiko für andere Krankheiten – beispielsweise Speiseröhrenkrebs – in Kauf nehmen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Männern deshalb als Obergrenze für ihren Alkoholkonsum
30 Gramm pro Tag – das entspricht zirka 0,7 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein.

11 / 15 | Mythos: "Trinken Sie nicht so viel Kaffee!"

14. Mythos: "Trinken Sie nicht so viel Kaffee!"

Lassen Sie es sich schmecken: Kaffee besitzt in Wirklichkeit jede Menge gesundheitsfördernde Eigenschaften. US-Wissenschaftler der Harvard School of Public Health (HSPH) in Boston fanden heraus, dass 4 Tassen täglich das Risiko für Dickdarmkrebs um 24 Prozent senken. Eine weitere Studie der HSPH ergab, dass Männer, die regelmäßig 2 bis 3 Tassen Kaffee trinken, ein um 40 Prozent niedrigeres Risiko für Gallensteine tragen. Tee und entkoffeinierter Kaffee zeigten diesen Effekt nicht. Weitere Untersuchungen weisen darüber hinaus auf die präventiven Wirkungen des Kaffees gegen die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ II), Parkinson und Erkrankungen der Leber hin.

Allerdings: Trotz der oben genannten positiven Eigenschaften des Kaffees dürfen die negativen nicht verleugnet werden: Er macht nervös und hemmt die Entscheidungsfähigkeit, fördert die Entstehung von Osteoporose und Bluthochdruck und kann außerdem zu Magengeschwüren führen. 3 bis 4 Tassen Kaffee am Tag können Ihre Gesundheit schützen, größere Mengen jedoch das Gegenteil bewirken.

12 / 15 | Mythos: "Waschen Sie sich am besten jeden Morgen die Haare"

15. Mythos: "Waschen Sie sich am besten jeden Morgen die Haare"

Warum das überflüssig ist: „Zu häufiges Waschen kann Haare austrocknen, stumpf werden lassen und die Kopfhaut reizen“, warnt Professorin Ulrike Blume-Peytavi, die Leiterin des Clinical Research Center for Hair and Skin Science (CRC) an der Charité in Berlin. Besonders die tägliche Anwendung von Anti-Fett-Shampoo entzieht Ihrem Haar alle natürlichen Öle. „Nur alle 2 bis 3 Tage die Haare zu waschen, ist in der Regel vollkommen ausreichend“, sagt die Haar-Expertin.

Aber denken Sie an Pflege: Selbstverständlich sollten Sie die Haare auch nicht zu selten waschen. Würden Sie es beispielsweise nur 1-mal die Woche tun, sammelten sich abgestorbene Hautzellen (Schuppen), Fett und Rückstände von Pflegemitteln an – alles zusammen ein optimaler Nährboden für Bakterien und Pilze, die unter anderem starken Juckreiz und Entzündungen der Kopfhaut hervorrufen können.

13 / 15 | Mythos: "Zieh Schnodder nicht hoch, das gehört sich nicht"

2. Mythos: "Zieh Schnodder nicht hoch, das gehört sich nicht"

Was daran falsch ist: Gewöhnliches Schnäuzen kann gefährlich sein: "Durch den hohen Druck wird Schleim in die Nasennebenhöhlen gepresst – das kann zu einer Nebenhöhlenentzündung führen", erklärt Dr. Ulf Reineke, Oberarzt an der Hals-Nasen-Ohren-Klinik Bielefeld. Unsere Nase ist anatomisch so geformt, dass es besser ist, Schleim hochzuziehen. Der dabei entstehende Sog reinigt so ganz nebenbei Ihre Nasennebenhöhlen. Der Schleim gelangt in den Rachen und wird dann entweder ausgespuckt oder heruntergeschluckt. Keine Angst, Ihre Magensäure neutralisiert die infektiösen Anteile im Schleim komplett.

Vorsicht! Anders als in Teilen Asiens gilt das Hochziehen bei uns als ordinär. Halten Sie sich in Gesellschaft anderer also lieber etwas zurück. Wenn Sie sich dennoch lieber schnäuzen möchten, dann mit wenig Kraft und viel Gefühl.

14 / 15 | Ernährung-Mythos: "Zweimal die Woche Fisch für dich ist gut"

Ernährung-Mythos: "Zweimal die Woche Fisch für dich ist gut"

Warum Sie diese Regel brechen dürfen: Der Verzehr von fettreichem Seefisch wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. Er liefert reichlich Omega-3-Säuren – wichtig für das Gehirn und das Herz – und Jod für die Schilddrüse. Darüber hinaus enthält er sehr hochwertiges Protein. Sie kriegen Fisch trotzdem nicht runter? Dann verwenden Sie beim Kochen nur noch jodiertes Speisesalz, und Proteine holen Sie sich aus Fleisch, Eiern oder Hüttenkäse. Die gesunden Omega-3-Fettsäuren sind in vergleichsweise großen Mengen auch in Leinöl enthalten.

Aber Achtung! Um ohne Fisch auf Ihrem Teller genug davon zu bekommen, müssen Sie Ihre Ernährung konsequent umstellen. Für die empfohlene Tageszufuhr von Omega-3-Fettsäuren genügen beispielsweise 30 Gramm Hering oder Lachs. 10 Gramm (=1 Esslöffel) Leinöl müssten Sie ersatzweise schlucken – geschmacklich auch kein Genuss. Das Öl darf nicht erhitzt werden, rühren Sie es am besten in Müsli oder Saft ein. Weiterer Nachteil: Die Omega-3-Fettsäuren in Leinöl sind nicht so hochwertig wie die in Fisch.

15 / 15 | Mythos: „Essen Sie weniger rotes Fleisch“

11. Mythos: „Essen Sie weniger rotes Fleisch“

Essen Sie ruhig weiter: Rinderfilet, Lammkotelett & Co. in Maßen zu essen, schadet Ihnen nicht. Im Gegenteil: „Fleisch ist sehr wichtig für die Versorgung mit Eisen. Und rotes Fleisch – also Schwein, Rind und Lamm – ist dafür besser geeignet, weil der Eisengehalt höher ist“, sagt Professor Klaus Eder, Ernährungswissenschaftler an der Universität Halle. Außerdem steckt in Fleisch genau der richtige Mix aus Aminosäuren, den Ihr Körper für den Muskelaufbau braucht. Ideale Proteinquelle für dünne Männer, die fettfreie Masse zulegen wollen.

Aber bitte mit Verstand: „Der Verzehr von rotem Fleisch in großen Mengen erhöht das Risiko für Dickdarmkrebs“, so Eder. Das zeigen etwa aktuelle Ergebnisse der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). „Deshalb sollte man pro Tag im Durchschnitt nicht mehr als 80 Gramm rotes Fleisch essen“, empfiehlt Experte Eder. Verschiedene Studien zeigen übrigens auch, dass Ballaststoffe und Fisch das Darmkrebsrisiko senken. Bestellen Sie also im Restaurant entweder gleich eine Portion Sushi statt des Wiener Schnitzels oder ordern Sie als Ballast-Beilagen statt Pommes frites eher Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte oder Vollkornnudeln.

 
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