Abtauchen und relaxen: Entdecken Sie mit uns das Traumziel Curacao

Karibikflair pur: Curacao
Curacaos bunte Hauptstadt Willemstad ist einen Besuch wert

Cocktails, Wassersport und knappe Bikinis wohin das Auge reicht. Klingt wie das Paradies? Ist es: Willkommen auf Curacao

In diesem Artikel:

Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 27° C, angenehm erfrischenden Nordost-Passat-Winden und der Lage außerhalb der Hurricane Zone, ist Curacao ganzjährig eines der beliebtesten Reiseziele. Auf der Karibik-Insel erwarten Sie das ganze Jahr über tropische Temperaturen und weiße Sandstrände. Doch die mit 444 Quadratkilometern größte der "ABC-Inseln" (Aruba, Bonaire, Curacao) hat noch viel mehr zu bieten – und nein, damit ist nicht der gleichnamige blaue Likör gemeint: In dem kulturellen Schmelztiegel leben um die 150.000 Menschen aus rund 50 verschiedenen Nationen zusammen, was sich aus Curacaos spannender sowie trauriger Geschichte ergibt. 

Back to the roots: Die Geschichte Curacaos

Heutzutage kaum noch vorstellbar, aber wahr: Lange Zeit galt der Hafen in Willemstad als eine Art Hochburg des Menschenhandels, denn im 17. Jahrhundert fand man hier den größten Sklavenhandelsplatz der Karibik. Und spätestens seit Tarantinos „Django Unchained“ wissen wir alle, dass Sklaven nicht einfach „nur“ unbezahlte Arbeitskräfte mit schlechten Lebensbedingungen waren. Gefangene aus aller Welt – vorrangig aus Afrika – wurden in Curacaos Hafen von den Holländern verkauft. Curacao wurde 1634 eine Kolonie der Holländer und gehörte später lange Zeit zu den sogenannten "niederländischen Antillen". Erst 1863 schaffte die niederländische Regierung den Sklavenhandel ab. Seit 2010 gilt Curacao als autonomes Land mit eigener Währung ("Antillen Gulden) und Regierung – die Insel gehört aber dennoch zum „Niederländischen Königreich“. Viele Holländer leben mittlerweile auch auf der Insel. Zudem gibt es einen regen Austausch von Studenten zwischen Curacaos Hauptstadt Willemstad und Amsterdam. 

Auf Curacao ist einfach alles "dushi" – © Darryl Brooks / Shutterstock.com

Niederländisch gilt offiziell als "Amtsprache" auf Curacao, doch auch Englisch und Papiamentu (oder auch Papiamento) sind überall auf de Insel zu hören. Fast alle der Einheimischen sprechen Papiamentu und das hat einen ganz besonderen Grund: Sie wurde im 17. Jahrhundert von den Sklaven erfunden. Diese durften die Amtssprache Niederländisch damals nicht lernen und entwickelten aus der Not heraus ihre eigene Ausdrucksart, die sich nach und nach als anerkannte Sprache durchsetzte. Das wohl bekannteste Wort in Papiamentu ist "dushi" und prangt in großen Lettern mitten in Willemstad. Auf Curacao ist quasi alles dushi, man hört es an jeder Straßeneck, doch was bedeutet dushi überhaupt? Dushi heißt soviel wie süß oder niedlich. Aber es kann auch als Ansprache benutzt werden im Sinne von "Hey dushi" also "Hey Liebling/Schatzi". Übrigens: Nur rund 6 Prozent der hier lebenden Menschen sind weiß – nicht weiter verwunderlich, denn ein Großteil der Bewohner stammt von ehemaligen Sklaven ab.

Noch heute ist die grausame Geschichte Curacaos allgegenwärtig und spiegelt sich zum Beispiel in den rund 55, auf der Insel verteilten „Landhuizen“ wieder. Diese Landhäuser sind ein Überbleibsel aus der Zeit der Sklaverei und können zum Teil auch besichtigt werden. Solch ein Landhaus bildete den Mittelpunkt einer Plantage, in dem der „Master“ mit seinen Haussklaven wohnte. Die Villen wurden meist auf einem kleinen Hügel errichtet, denn von dort aus konnte der Besitzer all seine Felder und natürlich die Sklaven, die dort arbeiteten, gut im Auge behalten. 

Alles in „oranje“

Keine Sorge, wir reden hier nicht von unseren geliebten Hass-Gegnern beim Fußball, sondern von den Traditionen auf der Karibik-Insel. Die orientieren sich nämlich noch immer stark an denen der Niederlande – und das sieht man auch, zum Beispiel anhand der farbenfrohen, holländischen Kolonialbauten im Kern von Willemstad. Es heißt ja nicht umsonst „Klein Holland in der Karibik“, denn Willemstad erinnert in Struktur und Stil stark an die niederländische Hauptstadt Amsterdam.

Auch einige Brücken in Willemstad tragen die Namen von bekannten, niederländischen Königinnen wie die Königin-Emma-Brücke, die die beiden großen Stadtteile Punda und Otrabanda verbindet. Die Einheimischen nennen die Königin-Emma-Brücke auch „Swinging old lady“ (schwingende alte Dame), denn die Brücke kann tatsächlich hin und her schwingen, um Schiffe durchzulassen. Und das kann man sich nicht nur anschauen, sondern auch selbst miterleben, denn während die Brücke schwingt, kann man als Fußgänger weiterhin darüber spazieren. Ist die Brücke komplett jedoch offen um größeren Schiffen Einlass zum Hafen zu gewähren, wird man kostenlos mit einer kleinen Fähre übergesetzt. Übrigens: 1997 erklärte die UNESCO einen Großteil des Stadtkerns von Willemstad zum Weltkulturerbe.

Grüner Leguan auf Curacao
Leguane in allen Größen und Farben gibt es auf der Insel massenhaft

Eidechsen, Kakteen & Co: Flora und Fauna

Die Tickets sind gebucht und Ihre Liebste träumt schon von einem grünen Inselparadies voller bunter, exotischer Blumen und Pflanzen? Den Zahn sollten Sie ihr lieber vorher ziehen, denn sonst könnte es eine bittere Enttäuschung geben: Grün ist die Insel die meiste Zeit des Jahres nämlich nicht, dazu fehlt es schlicht und einfach an ausreichend Regen. Dafür gedeihen in dem trockenen, heißen Klima andere Pflanzen besonders gut: Akazienbüsche, Kakteen, die aus Kosmetikprodukten bekannte Aloe Vera, Divi-Divi-Bäume und – immerhin! – ganze Blumenmeere von Orchideen. Ihre Liebste kann sich also doch noch eine Blume ins Haar stecken. Und auch für eine Vielzahl tierischer Lebewesen bietet Curacao den idealen Lebensraum: Auf der Insel tummeln sich Eidechsen, grüne Leguane, Schlangen, Meeresschildkröten und über 160 unterschiedliche Vogelarten. 

Einfach abtauchen: Taucherparadies Curacao 

Den imposanten Lion Fish (Rotfeuerfisch) können Sie auf Curacao nicht nur unter Wasser bewundern, sondern auch auf Ihrem Teller – © Luiz Felipe V.Puntel / Shutterstock.com

Viel beeindruckender als die Artenvielfalt an Land ist aber die Unterwasserwelt: Korallen, Anemonen, Schwämme, Seepferdchen, Wasserschildkröten, Rochen, Skorpionfische, Barakudas – hier gibt es kaum ein exotisches Wasserlebewesen, dass es nicht gibt. Tauchschulen gibt es zur Genüge (z.B. Atlantis Diving oder Ocean Encounters), so dass sich auch unerfahrene Taucher ins Getümmel stürzen können. Und es gibt natürlich jede Menge – um genau zu sein über 60 ausgewiesene – Tauchspots, die es zu erkunden gilt, wie zum Beispiel die Bucht von Vaersenbaai am Kokomo Beach, circa 20 Minuten von Willemstad entfernt. Hier erwarten Sie alte Auto-Wracks auf dem Meeresgrund, wobei niemand genau weiß wie und woher die "Amischlitten" gekommen eigentlich sind. Um zu den Wracks zu gelangen, muss man erst einmal einige Kilometer rausschwimmen, bevor es in 25 bis 50 Meter Tiefe geht – denn auf dieser Höhe (bzw. Tiefe) erstrecken sich die Wracks. Der sogenannte „Mushroom Forest“ ist einer der bekanntesten Tauchspots der Insel – und zudem einer der schönsten der Welt. Er liegt am Santu Pretu oder auch Black Sand Beach genannt. Nach dem Einstieg ins Wasser erwartet Sie zunächst ein spektakuläres Schiffswrack, das mit Korallen & Co. überwachsen ist. Wer geradeaus weiterschwimmt erreicht bald den Rand des Riffs und gelangt von hier aus den Eingang zum „Pilz-Wald“. Die Korallen erinnern aufgrund ihrer eigenwilligen Wuchsrichtung und Form an riesengroße Pilze– daher der Name. Unter den einzelnen „Pilzhüten“ leben zahlreiche kleine Fischarten. Am „Ende“ des Waldes wartet noch ein weiteres Highlight auf die Taucher: the cave (oder auch Blue Room genannt). In dieser luftgefüllten „Kammer“ bricht sich das Sonnenlicht in verschiedensten Blautönen, da es von dem mit weißem Sand bedeckten Plateau gegenüber des Eingangs reflektiert wird. Übrigens: Nicht nur Taucher können das Farb- und Lichspiel im „Blauen Zimmer“ bewundern, auch Schnorchler erreichen die Kammer ohne Probleme. 

Weitere Tauchplätze: Hier finden Sie eine Auflistung über die Top-Tauchspots der Insel.

Top 5: Die schönsten Strände auf Curacao

Der Grote Knip ist einer der beliebtesten Strände auf Curacao – © Gail Johnson / Shutterstock.com

In Curacao erwarten Sie über 35 traumhaft schöne Karibik-Strände, die sich größtenteils an der Südwest-Küste der Insel befinden. Weißer Sand, türkisfarbenes Meer und Palmen sind dabei natürlich Pflicht. Die meisten Strände sind übrigens kostenfrei und jederzeit zugänglich. An einigen Stränden müssen Sie jedich Eintritt zahlen und sich an die Öffnungszeiten halten. Diese Strände locken meist mit schicken Restaurants und Bars, wo sich viele Touristen tummeln – der Strand selbst ist hier meist sauberer als an den kostenlosen Spots. Dafür erwartet sie dort aber wiederum Natur pur – für jeden ist auf Curacao etwas dabei. Hier eine (kleine) Auswahl der schönsten Strände auf Curacao: 

1. Grote Knip und Kleine Knip: Der Strand „Grote Knip“ ist nicht nur bei Touristen beliebt, auch Einheimische chillen hier relaxt am Strand oder veranstalten mit der ganzen Familie ein BBQ. Türkisgrünes Wasser und feiner Sand werden hier umringt von Felsen und Bäumen, die Schatten spenden. Der „Grote Knip“ ist übrigens auch unter den Namen Playa Kenepa oder Playa Abou bekannt. Nur wenige Kilometer entfernt vom „Grote Knip“ liegt der „Kleine Knip“ – der kleine Bruder sozusagen. Die Bucht ist zwar wesentlich kleiner und ohne Liegestühle, Bars oder Toiletten ausgestattet, doch dadurch nicht weniger beliebt. Taucher finden vor diesem Strand ein wundervolles Riff.

2. Mambo-Beach: Am Mambo-Beach, in der Nähe des Sea-Aquariums im Süden der Inseln, tummeln sich sowohl Einheimische als auch Touristen. Kein Wunder, denn der Mambo-Beach ist der Party-Strand Curacaos. Hier gibt es chillige Strandbars, gemütliche Liegen und zahlreiche Geschäfte, die zum Shoppen einladen. Der puderzuckerweiße Strand ist natürlich auch nicht zu verachten. Und nicht nur tagsüber zieht es die Menschen hierher, sondern auch am Abend wo gefeiert, gelacht und getanzt wird.

3. Jan Thiel Beach: Der kostenpflichtige Strand „Jan Thiel“ ist besonders bei Touristen mit gehobenem Anspruch sehr beliebt. Der breite weiße Sandstrand ist gesäumt von schicken Restaurants und coolen Bars mit  Lounge-Charakter, die Tag und Nacht zum Relaxen und Genießen einladen. Es gilt: sehen und gesehen werden! Das ist nicht für jeden etwas, aber wer exklusive Bach-Clubs liebt, wird sich am Jan Thiel Beach wohl fühlen. Zusätzlich zu den Bars gibt es auch einen Tauchshop und diverse Wassersport-Möglichkeiten wie Jet Ski fahren oder Flyboarding. 

4. Playa Lagun: Auch am Playa Lagun herrschen paradiesische Zustände. Ganz anders als beispielsweise am Jan Thiel Beach steht hier die Nähe zur Natur im Vordergrund. Die kleine Bucht ist umgeben von Felsen, das Wasser ist ruhig und lädt zum Schnorcheln und Tauchen ein. Das Wasser ist so klar wie an keinem anderen Strand und die Sicht unter Wasser ist bombastisch. Auch Wasserschildkröten lassen sich hier gerne mal im Wasser blicken. 
  
5. Playa Kalki: Der Playa Kalki (Kalki bedeutet Kalkstein in der Landessprache) liegt an der Westküste Curacao und gilt als einer der schönsten Schnorchel-und Tauchplätze auf der Insel, denn hier wimmelt es von unglaublichen Unterwasser-Felsformationen und wunderschönen Riffen. Der kleine Strand liegt direkt unterhalb des Kura Hulanda Lodge & Beach Clubs, ist aber dennoch öffentlich zugänglich. In der oberhalb des Strands gelegenen Beach-Bar des Clubs können nicht nur Hotelgäste einen Snack zu sich nehmen.

Weitere Traumstrände finden Sie hier.

Must-See & Do: Die Top 10 der schönsten Spots auf Curacao

Schöne Plätze gibt es auf Curacao wie ... nun ja, Sand am Meer. Gewisse Ecken müssen Sie aber gesehen haben - hier kommen unsere Top 10:

Leuchtturm Little Curacao
Der ehemalige Leuchtturm auf Klein Curacao

1. Klein (Little) Curacao:

Eine kleine, unbewohnte Insel etwa 25 km südöstlich von Curacao. Hier befindet sich nichts außer einem ehemaligen Leuchtturm. Klein Curacao ist besonders bei Tauchern beliebt: Faszinierende Korallenriffe und Unterwasserhöhlen machen den Tauchgang zu einem unvergesslichen Erlebnis. Übrigens: Nichts für Langschläfer - die Bootstouren beginnen früh am Morgen.

Dolphin Academy Curacao
In der Dolphin Academy erleben Sie Delphine in einer natürlichen Lagune

2. Curacao Dolphin Academy (Willemstad):

In einer natürlichen Delphinlagune können Sie mit den Meeressäugern schwimmen, sie streicheln oder ihnen Signale geben, woraufhin die Delphine singen, sich drehen oder Ihnen freundlich zuwinken. Und das Ganze in einer kleinen Gruppe von höchstens 6 Personen! Allerdings verpflichten Sie sich, Schwimmflossen zu tragen, wenn Sie dieses einzigartige Ereignis erleben wollen. 

Brandung im Shete Boka National Park
Raue Brandung: Das Wasser zerschläft an den Felsen und spritzt bis zu 10 m in die Höhe

3. Sheta Boka National Park (Willemstad):

Ein kleiner Nationalpark (200 Hektar) an der Nordküste Curacaos. Bekannt für seine raue Brandung, die an den zerklüfteten Felsen zerschlägt und bis zu 10 m in die Höhe spritzt. Der Park ist außerdem für die Meeresschildkröten bekannt, die hier ihre Eier legen. Übrigens: Der Name bedeutet "Sieben Buchten National Park" - und ist hier Programm!

Handelskade: Wunderschöne Häuserfront in Willemstad
Die wunderschöne Häuserzeile der Inselhauptstadt

4. Handelskade (Willemstad):

Im Ortsteil Punda zeigt sich die wunderschöne bunte Häuserzeile im karibischen Kolonialstil. Die Häuser dienten einst niederländischen Kaufleuten als Verwaltungs- und Lagerhäuser für den Handel mit dem Mutterland und sind bereits mehrere Jahrhunderte alt. Eine tolle Sicht bekommen Sie von den nebeneinanderliegenden Brücken "Queen Emma Bridge" und "Queen Juliana Bridge".

Christoffel Nationalpark
Mount Christoffel: Der höchste Punkt der Insel

5.Mount Christoffel/ Christoffel Nationalpark:

Curacaos größtes Naturreservat ist im Gegensatz zum Großteil der Insel wirklich grünund bietet eine tolle Vegetation (seltene Orchideenarten, riesige Kakteen, etc.) sowie viele Tiere (Leguane, Hirsche, Falken, Schleiereulen, Pelikane, Flamingos und ca. 250 Vogelarten). Der Mount Christoffel ist mit 372 m der höchste Punkt der Insel. Der Aufstieg ist auch für Sportler eine Herausforderung.

Sklavenhandel auf Curacao
Traurige Vergangenheit: Curacao war eine Hochburg des Sklavenhandels 

6. Kura Hulanda Museum (Willemstad):

Das 2001 gegründete Museum erinnert an die dunkle Vergangenheit der Insel und zeigt die Geschichte der Sklaverei und des Menschenhandels, der im 17. Jahrhundert sehr stark auf Curacao betrieben wurde. Der Name ist auf der Verkehrssprache der Karibik-Insel (Papiamentu) und bedeutet "Holländischer Garten". Das Museum liegt sehr zentral direkt am Stadthafen von Willemstad.

Floating Market
Willemstads Floating Market

7. Floating Market (Willemstad):

Ein Obst-, Gemüse- und Fischmarkt der besonderen Art: Hinter den Ständen sehen Sie die Boote, mit denen die Händler ihre Ware frisch aus Venezuela hergebracht haben. Für wenig Geld gibt es eine große Auswahl an Produkten. Der Markt ist jedoch nichts für Pingelige, da die Ware für europäische Maßstäbe teilweise unter unhygienischen Verhältnissen angeboten wird (z.B. Fisch in der Sonne).

Strauß in Curacaos Ostrich Farm
Ein Strauß wird bis zu 2,8 m groß

8. Curacao Ostrich Farm:

Die Straußenfarm mit ihren mehr als 600 Tieren ist eine der größten außerhalb Afrikas. Hier können Sie die Härte der Schale und das Gewicht von Straußeneiern testen, mit den kleineren Vögeln füttern oder die älteren beobachten. Natürlich lernen Sie auch alles über die Tiere. Führungen dauern etwa 40 Minuten und werden auf Englisch und Niederländisch angeboten.

Tropfsteinhöhle Curacao
Die Tropfsteinhöhle ragt rund 240 m in den Berg hinein

9. Hato Caves (Willemstad):

Die Hato Caves entstanden vor Jahrmillionen und wurden von den Ureinwohnern und - später - Sklaven als Unterschlupf genutzt. Heute leben hier unzählige Fledermäuse. Highlights sind der unterirdische See und "La Veneta", eine Felsspalte, durch die Sonnenlicht einströmt. Tipp: Pullover zuhause lassen, das Klima ist nicht zu vergleichen mit europäischen Tropfsteinhöhlen!

Karneval auf Curacao
Curacaos Karneval steht dem in Rio um nichts nach

10. Karneval auf Curacao

Auf Curacao findet jedes Jahr eines der größten Karnevalsspektakel der Karibik statt. Schon im Januar wird die Karnevalssaison hier offiziell eingeläutet und wird dann über Wochen mit diversen Paraden zelebriert. Der Hauptmarsch "Gran Marcha" ist das jährliche Highlight: Tanz auf den Straßen, Musikbands und natürlich die große Parade mit ihren eindrucksvollen Wagenzügen, bunten Kostümen und Figuren.

Karibische Küche: Essen auf Curacao

Die Küche Curacaos ist fast genauso vielfältig wie die Bewohner der Insel. Denn genau die, haben die typisch kreolische Küche geprägt. Sie ist ein Mix aus vielen verschiedenen Einflüssen, zum Beispiel aus der afrikanischen Küche. Da auf Curacao aufgrund des Klimas und der wenigen Regenfälle kaum Landwirtschaft im großen Stil betrieben werden kann, wird so gut wie alles an Lebensmitteln importiert. Auf dem berühmten Floating Market – dem „Schwimmenden Markt“ in Willemstad kommen Händler aus dem nur rund 70 Kilometer entfernten Venezuela sowie auch von Haiti herüber und bieten Fisch, Gemüse, Obst und vieles mehr an. Vor noch 10 Jahren erfolgte der Verkauf direkt vom Boot aus – daher der Name „Floating Market“. Mittlerweile haben die Händler kleine Stände an Land.

Obst und Gemüseauswahl auf dem "schwimmenden Markt" – © Kathleen Schmidt

Der Nähe zum Meer ist es zu verdanken, das auf Cucarao besonders gerne Fisch und Meeresfrüchte zubereitet werden. Doch auch Rind und vor allem Ziegenfleisch steht bei den Einheimischen hoch im Kurs. Serviert wird das Fleisch vorzugsweise „Stewed“ (stewed beef, stewed goat, stewed chicken etc.), also langsam geschmort bzw. gedünstet. Als Beilage gibt es fast immer „Funchi“, eine Art karibische Polenta aus Maismehl. Auch „Kassave“ (Maniok) sind beliebt und werden wie Kartoffeln verarbeitet, also zum Beispiel gekocht oder frittiert, ebenso wie weiße Süßkartoffeln („batata doci“). Auch Weißkohl und auch Kürbisse – wer hätte es gedacht – haben hier lange Tradition. Auf dem Markt finden sich zudem viele verschiedene getrocknete Bohnensorten, riiiiesige Avocados, feurige frische Habaneros und zahlreiche Gewürze.

Schleimige Angelegenheit: Suppe aus Okraschoten
Original Okraschoten-Suppe aus den Garküchen Curacaos

In der alten Markthalle – der Marshe Bieuw – im Stadtteil Punda in Willemstad kann man täglich zur Mittagszeit die kreolische Küche kosten – große Portionen, zu kleinen Preisen. Früher diente die Halle zum Verkauf von Obst, Gemüse & Co., bis einige der Händler anfingen nebenbei für sich und ihre Familien dort zu kochen. Dann hieß es immer wieder: „Mach doch morgen noch ein wenig mehr, dann kann ich mitessen…“. So wurde die Markthalle zur traditionellen Fressmeile. Hier sitzen Einheimische und Touristen aller Altersklassen an langen Bänken zusammen und genießen die traditionelle kreolische Küche – bei der ganz typisch über Holzkohle gekocht und gegrillt wird, das gibt dem Essen ein ganz besonderes Aroma. Als besondere Delikatesse gilt übrigens die „Iguana-Soup“, die sie auch in den Garküchen der Markthalle bekommen. Iguana heißt übersetzt Leguan. Dreimal dürfen Sie also raten, was in der legendären Suppe verarbeitet wurde. Wem das dann doch zu gewagt ist, greift vielleicht zu anderen typisch-kreolischen Suppen die (sehr schleimige!) Suppe Guiambo aus Okraschoten oder die Kaktussuppe Kaduschi. Doch Achtung: Für Vegetarier ist das Essen der Einheimischen eher ungeeignet, denn selbst in den meisten Suppen findet sich allerlei Tierisches, wie Schweineschwänze, Teile von Meeresfrüchten oder Stücke von gesalzenem Fisch.

Doch keine Panik: Curacao hat neben der traditionellen Küche noch wesentlich mehr zu bieten – denn auch in Willemstad und Umgebung gibt es zahlreiche hervorragende Restaurants. Wie zum Beispiel das absolut gemütliche und bunte Mundo Bizarro in einer kleinen Seitenstraße. Im Restaurant De Governeur gibt es neben leckeren Fisch- und Fleischgerichten auch noch einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Willemstad. Ein Insider-Tipp für alle Feinschmecker: Das Avila Hotel veranstaltet einmal im Jahr ein exklusives 5-Gänge-Dinner und lässt dafür die besten Sterneköche der Welt einfliegen. Das nächste „Avila Culinary Event“ findet am 04.11.16 statt. Gleich vormerken.

Local-Tipp: Hinter unscheinbaren, weißen Bauwagen oder in einer kleinen Baracke verstecken sich viele kleine lokale Restaurants. Lassen Sie sich von dem Äußeren nicht abschrecken: Hier gibt es meist den frischesten Fisch und die beste Limonade aus frischen „Key Limes“.  

Nonstop ins Paradies: Beste Reisezeit und Flugverbindung

Vom Tauchen einmal abgesehen, müssen Sie sich übrigens keine Sorgen machen, auf Curacao nass zu werden: Die offizielle Regenzeit auf Curacao ist von November bis Februar. Doch keine Panik: Regenzeit auf Curacao bedeutet so viel wie: Maximal ein kleiner Schauer von 10 Minuten am Nachmittag, danach wieder strahlender Sonnenschein. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, packt seine Koffer am besten im Zeitraum Februar bis Mai. Hier gibt es so gut wie keinen Regen, kaum Moskitos und sogar die ein oder andere frische Brise. Der Haken an der Reisezeit im Frühjahr: Sie finden eine eher karge Insel – denn richtig grün wird es nur in der Regenzeit. Dafür werden Sie aber vom Massentourismus weitgehend verschont: Den gibt es hier ohnehin (noch) nicht, doch in den Wintermonaten legen häufiger Kreuzfahrtschiffe an, sodass die Insel an einigen Tagen von Reiselustigen geflutet wird.

Inzwischen können Sie ganz ohne lästiges Umsteigen und Zwischenlanden direkt von Düsseldorf nach Curacao fliegen – und zurück, wenn Sie sich jemals wieder von der Insel verabschieden können. Jeden Dienstag startet eine Airberlin-Maschine und bringt Sie innerhalb von 10,5 Stunden non-stop nach Curacao – und dafür müssen Sie nicht einmal Ihr Konto plündern: Flüge gibt es bereits ab etwa 630 Euro. Und wenn Sie den Rückflug weglassen und einfach dort bleiben, wird’s nochmal günstiger. Sie sehen: Win-Win-Situation! Also, worauf warten Sie noch?

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