Mehr als ein Gewürz: Die Wahrheit über Salz

Die Wahrheit über Salz
Auch, wenn Ihnen nicht schmeckt: Burger und Sandwiches enthalten besonders viel Salz

Ohne können wir nicht leben, aber zuviel davon schadet dem Körper. So leben Sie gesund mit wenig Salz

Früher galt Salz als besonders wertvoll. Vor allem in Hungerszeiten konservierte man Fleisch und Fisch damit und konnte so überleben. Kühlschrank und Konservendosen sei Dank sind wir heute nicht mehr auf das Pökeln (Konservieren mit Kochsalz) angewiesen. Ob und wie viel Salz wir tatsächlich brauchen, sagen wir Ihnen hier.

Was ist Speisesalz?
Speisesalz besteht fast zu hundert Prozent aus den beiden Mineralstoffen Natrium und Chlor. Zusammen bilden sie Natriumchlorid (NaCl). Außerdem enthalten die meisten Salze Spuren weiterer Mineralien wie Calcium oder Magnesium. Damit das Salz nicht klumpt, werden ihm Trennmittel – zum Beispiel Kieselsäure oder Calciumcarbonat – zugegeben, die auf der Verpackung angegeben werden müssen.

Wofür braucht der Körper Salz?
Die Hauptaufgabe des Natriums besteht darin, zusammen mit dem Mineralstoff Kalium den Wasserhaushalt im Körper konstant zu halten.

Wie viel Salz ist gesund?
Eine Menge von 10 g Kochsalz täglich sollte nicht überschritten werden.

Was passiert, wenn man zuviel Salz zu sich nimmt?
Lange hieß es, zuviel Salz in der Nahrung erhöhe den Blutdruck und sei damit ungesund. Diese Behauptung wurde widerlegt, denn wenn der Körper wenig Salz bekommt, verringert er automatisch die Salzausschüttung. Der Salzpegel bleibt also immer gleich. Erhöht sich trotzdem der Blutdruck, muss es andere Ursachen, zum Beispiel genetische, dafür geben.

Dennoch sollte man mit übermäßigem Salzkonsum vorsichtig sein, da er den Organismus belastet. Bei entsprechender Veranlagung und bei Störung der Nierenfunktion kann es sogar zur Bildung von Ödemen und zu Herz- und Kreislaufstörungen kommen.

In welchen Lebensmitteln ist Salz enthalten?
Jedes tierische und pflanzliche Lebensmittel enthält von Natur aus in geringen Mengen Natrium und Chlorid. Bei der Verarbeitung, zum Beispiel Getreide zu Brot, Milch zu Käse, Fleisch zu Wurst oder frisches Gemüse zu Konservengemüse, werden den Lebensmitteln große Mengen an Kochsalz hinzugefügt. Den größten Salzanteil haben Fleisch und Fleischwaren sowie Brot und Backwaren. Danach folgen Milch und Milchprodukte, Fisch und Fischwaren und Gemüseprodukte. Genaue Angaben finden Sie außerdem in unserer Salz-Tabelle.

Essen Sie lieber was Frisches!
Essen Sie lieber Gemüse als Fleisch und Fisch. Damit senken Sie effizient den Salzkonsum

Wie reduziere ich meinen Salzkonsum?

  • Ernähren Sie sich am besten vollwertig. Das heißt, essen Sie mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel. Verwenden Sie vor allem frische Lebensmittel, die Sie mit wenig Fett zubereiten. Die Hälfte der Nahrungsmenge sollte Rohkost sein. Verzichten Sie außerdem auf Zusatzstoffe wie Glutamat, Farbstoffe, Zuckerstoffe.
  • Sparen Sie Salz ein, indem Sie erst nach dem Garen würzen. Benutzen Sie zuerst frische Kräuter und Gewürze und erst danach Salz. Meist ist es gar nicht mehr nötig, intensiv zu salzen, wenn das Essen schon Kräuter und Gewürze enthält.
  • Bevorzugen Sie wasserarme Garmethoden wie Dünsten, Dämpfen oder Garen in Folie. Dadurch bleibt der Eigengeschmack der Speisen am besten erhalten und Sie müssen weniger salzen.
  • Verwenden Sie am besten Jodsalz. Zu wenig Jod in der Nahrung oder dem Trinkwasser führt zu einer Vergrößerung der Schilddrüse.

Quelle: Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen e. V. (2001): Gesundheitskost – gesunde Kost?

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