Verschleißgefahr: Das schadet Ihrem Auto

Wie Sie Verschleißteile schonen
Bei zu wenig Öl im Motor reißt der Schmierfilm ab. Ein Totalschaden droht

Was Sie Ihrem Wagen durch schlechte Angewohnheiten, Fehlbedienung und Nachlässigkeit alles antun können

Wir schicken Sie noch einmal in die Fahrschule und erklären Ihnen, wie Sie mit ein paar Veränderungen in punkto Fahrverhalten und Autopflege Ihren Wagen vor zu schnellem Verschleiß schützen können. Das senkt nicht nur Ihre nächste Werkstatt-Rechnung, sondern erhöht gleichzeitig auch Ihre Sicherheit! Zehn Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten:

  1. Zu schnelles Schalten: Sparen Sie sich künftig das Kickstart-Wettrennen mit dem Wagen auf der Parallelspur, wenn die Ampel auf Grün springt. Ihr Getriebe braucht eine gewisse Zeit für einen verschleißfreien Gangwechsel. Wer zu schnell die Gänge durchreißt, verkürzt die Lebensdauer des Getriebes.
  2. Auf der Bremse stehend lenken: Nehmen Sie Ihren Fuß vom Bremspedal, wenn Sie im Stehen einlenken wollen. Denn sonst muss die Servo-Unterstützung gegen das blockierte Rad arbeiten, was Bauteile von Lenkung und Vorderachse unnötig belastet und schneller abnutzt.
  3. Kupplung schleifen lassen: Natürlich macht das niemand extra. Wer aber den Kupplungsfuß beim Fahren nicht vom Pedal nimmt, kann unbemerkt genügend Druck ausüben, um die Kupplungsbeläge zu belasten.
  4. Ölstand zu niedrig: Fehlt Öl im Motor, kann der Schmierfilm nicht mehr aufrecht erhalten werden. Folge: Die Bauteile werden nicht ausreichend gekühlt, es droht ein Totalschaden. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig den Ölstand – besonders vor längeren Fahrten!
  5. Wagen mit Automatik abschleppen: Bei den meisten Autos mit Automatikgetriebe muss zur Schmierung der Motor laufen. Wer das beim Abschleppen vergisst, riskiert vor allem bei längeren Strecken oder hohem Tempo Schäden. Am besten zum Transport einen Anhänger nutzen.
  6. Eiskratzen mit dem Scheibenwischer: Diese Bequemlichkeit verursacht schnell unnötige Kosten. Nutzen Sie lieber Enteisungsspray und Eiskratzer, denn die weiche Gummilippe des Wischers verformt sich bei einem so harten Widerstand schnell. Ergebnis: Die Scheibe wird nicht mehr schlierenfrei sauber und die Wischer müssen ausgetauscht werden.
  7. Falsch auf den Bordstein fahren: Setzen Sie keinesfalls zu flach an, sonst könnte der Unterbau des Reifens beschädigt werden – und das lässt sich nur schwer bemerken. Im schlimmsten Fall platzt der Reifen irgendwann. Besser: Den Kantstein möglichst langsam und frontal hochfahren.
  8. Hohe Drehzahl nach Kaltstart: Ein kalter Motor braucht eine Weile, bis genügend Öldruck für die Motorschmierung aufgebaut ist. Bevor Sie also das obere Drehzahldrittel angehen, fahren Sie die ersten Kilometer zurückhaltend, bis sich das Öl auf etwa 80 Grad erhitzt hat.
  9. Nur Kurzstrecke fahren: Hier besteht die Gefahr, dass sich Kondenswasser und Kraftstoff im Öl sammeln, da der Motor nie richtig warm wird. Die Öl-Qualität nimmt ab, teure Teile verschleißen. Wer die Kurzstrecke nicht vermeiden kann, lässt in kürzeren Intervallen als vorgeschrieben das Öl komplett austauschen. Etwa alle 10.000 Kilometer.
  10. Falscher Reifendruck: Bei zu wenig Luft steigen nicht nur die Spritkosten. Der Reifen kann durch die geringere Stabilität auch platzen. Deshalb regelmäßig und gerade vor längeren Fahrten den Reifendruck überprüfen – und lieber 0,2 bar mehr als zu wenig.

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