Wissen, was man trinkt: Die wichtigsten Infos zu Wasser

Wasser: Elixier des Lebens
Der Rohstoff Wasser ist <br /> überlebenswichtig

Wasser ist das Sinnbild für Leben: Im Wasser nahm die Evolution ihren Anfang. Und bis heute hat es in der Natur die tragende Rolle, wenn es um den Transport von Stoffen und die Funktion von Stoffwechsel-vorgängen geht

Was ist Wasser?
Wasser ist die Quelle allen Lebens und sorgt auch im menschlichen Organismus dafür, dass alles problemlos läuft. Unser Körper besteht im Mittel zu 60 Prozent aus Wasser.

Wozu ist Wasser gut?
Es dient hauptsächlich als Lösungs- und Transportmittel für Nahrung, Enzyme und alle Stoffwechselprodukte. Wasser transportiert Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fette und Eiweiß über das Lymphsystem zu den Orten ihrer Bestimmung, aber auch das Blut durch den Körper.

Alleine im Verdauungstrakt werden täglich neun Liter Wasser umgeschlagen – Flüssigkeit, die nicht verloren geht. Erst wird sie in den Darm abgegeben und danach in andere Verdauungssäfte recycelt.

Die Niere reinigt täglich 1500 Liter Blut. Die Abfälle, wie Harnstoff und Harnsäure, konzentriert sie in einem Hundertstel dieser Menge an Wasser, das der Organismus dann als Urin ausscheidet.

Außerdem spielt Wasser eine zentrale Rolle in der Wärmeregulation des Körpers: Pro Tag verdunstet ein erwachsener Mensch etwa einen Liter über Haut und Atmung. Bei Hochleistungssportlern kann der Wert bis auf das Vierfache ansteigen. Es dringt beim Schwitzen aus den Poren der Haut und entzieht dem Körper durch Verdunstung Wärme.

Wie kommt man an Wasser?
Trinken Sie. Die Menge hängt von vielen Faktoren ab: Wer am Hochofen arbeitet, benötigt mindestens 10 Liter am Tag. Wer einen Bürojob macht dagegen nur ungefähr 2,5 Liter.

Ein wichtiges Signal für die Wasseraufnahme ist Ihr Durst: Hören Sie auf ihn. Durst bekommen Sie, wenn im Körper Wassermangel herrscht. Dann erhöht sich die Mineralkonzentration im Blut, dessen Volumen gleichzeitig abnimmt. Nervenzellen im Durstzentrum des Kleinhirns und spezielle Rezeptoren im Herz registrieren diesen Flüssigkeitsmangel. Daraufhin zieht sich die Speiseröhre zusammen und die Kehle wird trocken. Der Organismus signalisiert damit den Wassermangel und durch Trinken lösen wir den Notstand auf. Auch Hormone spielen dabei eine Rolle.

Wie kann man Wasser verlieren?
Auch wenn der Mensch viel Wasser in sich trägt, reagiert er sehr empfindlich auf Wasserverlust. Verliert der Organismus zum Beispiel nur drei Prozent, reduzieren sich Speichel- und Harnproduktion. Bei fünf Prozent zeigen sich bereits erste Austrocknungserscheinungen: Herzrhythmusstörungen, Steigerung der Körpertemperatur und Leistungseinbußen. Bei zehn Prozent zu wenig Flüssigkeit kann sich der Mensch nicht mehr alleine bewegen und wird orientierungslos. Zwischen fünfzehn und zwanzig Prozent Wasserverlust bedeuten den sicheren Tod.

Der Körper scheidet täglich etwa 1,5 Liter Wasser durch den Harn, jeweils 0,5 Liter über die Haut und die Lunge und 0,15 Liter über den Stuhlgang aus. Diese Menge gilt es wieder zuzuführen – über Nahrung und Getränke. Normalerweise nehmen wir 0,8 Liter über Nahrung auf und 1,5 durch Getränke.

Idealer Durstlöscher
Ob's diese Flasche drin hat

oder nicht, lesen Sie hier

Lebenselixier Wasser

Wasser ist der optimale Durstlöscher – denn es enthält wichtige Mineralien, die dem Körper beim Schwitzen verloren gehen. Doch welches ist das richtige Wasser für Sie? Und wie trinken Sie es am effektivsten? Anja Krumbe, Diplom-Ökotrophologin und Mineralwasser-Expertin aus Niederkassel, klärt auf.

1. Aus der Flasche oder aus dem Hahn?

Reines Leitungswasser enthält vergleichsweise wenig Mineralstoffe und Spurenelemente, dafür darf es mit bis zu 50 Chemikalien aufbereitet werden. Der Schluck aus der Flasche ist also gerade nach starkem Schwitzen effektiver.

2. Aus einer großen oder kleinen Flasche?
Das hängt ganz von Ihrem Durst und Ihren Manieren ab. Denken Sie allerdings an Folgendes: Trinkt man direkt aus der Flasche, können Keime ins Wasser gelangen. Deshalb sollte man angebrochene Flaschen vor allem im Sommer innerhalb eines Tages leeren.

3. Kalt oder lauwarm?
Je nachdem, was Sie besser vertragen. Der beste Durstlöscher ist nicht der, von dem man am wenigsten braucht, sondern das Getränk, mit dem man auf die Mindest-Flüssigkeitsmenge von zwei Litern pro Tag kommt.

4. Mit oder ohne Eis?
Das ist eine reine Geschmackssache. Wenn Sie sich allerdings für Eiswürfel entscheiden, dann am besten für solche aus Mineralwasser. Denn die sind aufgrund der Kohlensäure poröser, das heißt: sie schmelzen schneller und kühlen dadurch effektiver.

5. Mit oder ohne Zitrone?
Auf jeden Fall ohne. Denn über die Zitronenschale gelangen Verschmutzungen und Spritzmittel ins Wasser. Die Alternativen: entweder einen Schnitz Zitrone ins Glas pressen oder auf fertigen Zitronensaft ausweichen.

6. Mit oder ohne Kohlensäure?
Für die Kohlensäure spricht, dass das Wasser länger frisch bleibt und die vielen kleinen Blubberblasen helfen, Speisereste von den Zähnen zu lösen. Doch gibt es auch gute Gegenargumente. Empfindliche Mägen bekommen Probleme, denn man fühlt sich schnell aufgebläht, obwohl der Flüssigkeitsbedarf noch gar nicht gedeckt ist. Ob natürliche oder zugesetzte Kohlensäure ist übrigens Selters wie Sprudel.

7. Während des Trainings oder erst danach?
Schon zu Beginn des Trainings sollten die Wasserspeicher ziemlich voll sein. Je nach Dauer und Intensität müssen Sie dann auch während der Bewegung nachfüllen.
Faustregel: pro Stunde einen Liter zusätzlich zur normalen Tagestrinkmenge. Und danach gilt es, Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste auszugleichen. Stellen Sie sich vor und nach dem Sport auf die Waage. Die Gewichtsdifferenz müssen Sie mit Mineralwasser auffüllen, am besten mit einem, das viel Natrium, dazu Magnesium und Calcium enthält.

8. Zu oder nach dem Essen?
Trinken beim Essen stört die Speichelproduktion nicht, wenn man gründlich kaut. Auf der anderen Seite hilft es beim Abnehmen, denn es füllt den Magen auf die kalorienärmste Art.

Bloß nicht zuviel des Guten!
Trinken Sie täglich etwa 2,5 Liter. Das hilft Ihren, fit zu bleiben

Kann Wasser schädlich sein?

Kann Wasser schädlich sein?
Wasser kann in zwei Situationen gefährlich sein: wenn man erstens einen Wassermangel hat oder zweitens zu viel Wasser im Körper ist.

Wassermangel:
Er kann entstehen, wenn der Körper entweder zu wenig Wasser bekommt, oder zu viel verliert. Etwa durch starkes Schwitzen, Durchfälle, Erbrechen oder Verbrennungen, Blutungen und Nierenschaden.
Wassermangel erkennt man an starkem Durstgefühl, hoher Gewichtsabnahme, Austrocknung von Haut und Schleimhäuten, verminderte Harn- und Speichelproduktion, Blutdruckabfall, Herzrhythmus-Störungen bis hin zu Halluzinationen, Delirium und Krampfanfälle.

Wasserüberschuss:
Exzessive Wasserzufuhr führt zu Gewichtszunahme, Schwellungen besonders im Gesicht oder sogar Ödembildung. Das sind krankhafte Ansammlungen von Flüssigkeit in den Lymphspalten der Gewebe.
Wasserüberschuss kann eine Folge von Psychosen sein oder von Darmspülungen mit mineralfreien Lösungen, Blutverlust, Leberschrumpfung, Herz- oder Nierenschwäche, Lungen- oder Gehirnerkrankungen. Auch verschiedene Medikamente wie Morphine und Barbiturate können Wasser im Organismus zurückhalten.
Die Symptome für Wasserüberschuss sind Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. In fortgeschrittenem Stadium kann es zu Durchfällen, Muskelkrämpfen und -zuckungen kommen, zu Kopfschmerzen oder Verwirrungszuständen.

Wie kann man das verhindern?
Mediziner empfehlen, täglich 2,5 Liter Flüssigkeit zu trinken. Am besten in Form von Leitungswasser, Mineralwasser, Frucht- oder Gemüsesäften ohne Zuckerzusatz und Kräutertees. Das spült die Nieren, Stoffwechselprodukte werden schneller ausgeschieden und die Bildung von Nieren- oder Blasensteinen wird verhindert.
Wer sich sportlich betätigt muss entsprechend mehr trinken: Um die Leistungsfähigkeit zu erhalten, empfiehlt es sich, bereits innerhalb der ersten halben Stunde Flüssigkeit nachzuladen. Am besten in Form von Fruchtsaftschorlen im Verhältnis 1:3 mit Wasser.

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