- Aufwärmen
Kaltstart vermeiden! Wer sofort die Beine in die Hand nimmt, der riskiert Zerrungen und Muskelverhärtungen. "Dehnen im Warmen macht die Muskeln und Sehnen zwar geschmeidiger. Um sich auf Minusgrade einzustimmen, wärmen Sie sich jedoch besser draußen auf", empfiehlt Professor Jürgen Metz
vom Sportärztebund Baden. Im Vergleich zum Sommer sollten Sie das Warm-up verlängern – die Muskulatur braucht mehr Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. - Aufpassen
Der Untergrund birgt Tücken. "Auch unter dem Laub eines Waldbodens verstecken sich oft Eisflächen. Umknicken, Bänderrisse oder gar Brüche können die Folgen sein", sagt Metz. Laufen Sie auf ebenen Böden und planierten Wegen. Durch Schnee zu joggen bringt Spaß und trainiert die Fuß- und Wadenmuskulatur zusätzlich. Gegen Matsch und Nässe schützen Sie sich durch wasserdichte Schuhe mit rutschfestem Profil. Ist der Boden dagegen gefroren und glatt, sollten Sie pausieren. - Anziehen
Wenden Sie beim Ankleiden das Zwiebel-Prinzip an, das heißt: Sie tragen mehrere dünne Schichten übereinander. Wenn Sie rausgehen, sollten Sie eher leicht frösteln als schwitzen – dadurch senken Sie das Erkältungsrisiko. Funktionskleidung aus Mikrofaser weist Wind und Nässe ab und transportiert den Schweiß nach außen, so dass die Haut nicht zu sehr auskühlt. Übrigens: Ein Großteil der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben. Sie sollten also unbedingt ein Stirnband oder eine Mütze tragen. - Austrinken
Ein Sportler verspürt gerade bei Kälte kaum Durst. "Im Winter braucht der Körper allerdings genauso viel Wasser wie im Sommer", sagt Sportmediziner Metz. Der Richtwert: Trinken Sie alle 20 Minuten 200 Milliliter, am besten Wasser. - Auffallen
Tragen Sie Kleidung mit Leuchtstreifen, die Autofahrer bei Dunkelheit leicht und schnell erkennen können. Wichtig, wenn Sie im Dunkeln trainieren: Bleiben Sie auf befestigten Straßen oder setzen Sie eine Stirnlampe auf. - Ausatmen
Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen droht Gefahr durch die kalte Zugluft. Langsames Luftholen entlastet die Bronchien. Wenn es richtig eisig wird, atmen Sie am besten nicht mehr durch den Mund. Grund: Der Weg durch die Nase wärmt und befeuchtet die Luft, bevor sie in die Lunge gelangt. Im Allgemeinen stärkt Laufen Ihr Immunsystem, da sich dann vermehrt Antikörper bilden; zu intensive Laufeinheiten können den Körper jedoch schwächen. - Anwärmen
Eines der Hauptprobleme beim Laufen im Winter ist die Achillessehne. "Die Belastbarkeit dieser Sehne hängt von der Konsistenz der sie umgebenden Gewebsflüssigkeit ab", so Metz. Problem: Kälte macht diese zäher, das führt zu mehr Reibung und erhöht das Verletzungsrisiko. Der Experte: "Besonders bei einer Vorschädigung kann es Probleme geben." Tragen Sie Winter-Laufsocken, die Ihre Sehnen vollständig bedecken – dann haben Sie auch bei Kälte stets einen guten Lauf.
Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Ausdauer verbessern können. Sie wollen bei Kälte nicht nur Laufen, sonder im Winter auch biken? Dann lesen Sie unsere Tipps! Noch mehr Lust auf Wintersport? Wir haben für Sie die fünf trendigsten Eissportarten zusammengestellt.













































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