Luststeigernd: Natürliche Potenzmittel

Onanieren schützt vor gefäßbedingten Potenzproblemen
Hier werden Sie wohl keine Aphrodisiaka brauchen

Vergessen Sie Viagra: Es gibt eine Menge natürlicher Potenzmittel, die Ihr Sexleben mindestens ebenso sehr anregen.

Aphrodisiaka, da wissen Sie schon alles drüber? Weit gefehlt! Denn die Naturmittel werden neu entdeckt und zunehmend wissenschaftlich untersucht. Wir haben Studien ausgewertet und Forscher befragt, zu welchen Mitteln Sie in welcher Lage greifen können. Allheilmittel sind sie aber nicht: Aphrodisiaka können immer nur unterstützend wirken. Nur wenn das Umfeld stimmt, können die Aphrodisiaka ihren Zweck erfüllen.

Natürliche Potenzmittel – 11 Alternativen zu Viagra & Co.

Wenn die Erektionsfähigkeit nachlässt, greifen viele Männer häufig zu Potenzmitteln: Viagra, Levitra und Cialis gehören zu den bekanntesten Medikamenten zur Potenzsteigerung – also der Steigerung der Erektionsfähigkeit des Penis. Aber welche natürlichen Alternativen gibt es? Wir haben Ihnen hier ein paar zusammengestellt.

1. Kieferrindenextrakt 

Auch der deutsche Wald hat ein natürliches Potenzmittel zu bieten: Die Rinde der Kiefer soll in puncto Lust, Sex und Potenz auf natürliche Weise der Bringer sein. Hier lesen Sie, ob's wirkt.

Das verspricht das Potenzmittel
Das schreibt der Hersteller eines bekannten Produkts, in dem das natürliche Potenzmittel Kiefernrinde enthalten ist: "Androxan ist eines der nachweislich erfolgreichsten Potenzmittel auf rein natürlicher Basis" und "fördert dauerhafte und harte Erektionen". Die Substanz, vom Hersteller blumig "Androcyanidin" getauft, kommt auch in Traubenkernextrakt vor.

So wirkt das Potenzmittel
Dass der Hersteller den Namen beim Patent- und Markenamt in Deutschland eintragen ließ, sollte man nicht als Beweis für Wirksamkeit gegen Erektionsstörungen werten, sondern für Geschäftstüchtigkeit. Im Produkt finden sich auch die alten Bekannten L-Arginin, Maca und Zink. Nichts davon, auch nicht die Kiefernrinde wurde auf direkte Wirkung auf die Erektion erforscht. Was stimmt: Kiefernrinde enthält tatsächlich oligomere Proanthocyanidine (OPCs), Polyphenole, die auch in Traubenkernextrakt enthalten sind. Die Substanz ist entzündungshemmend und antioxidativ.

Vorteile des Potenzmittels
Ein natürliches Potenzmittel, immerhin. Höchstwahrscheinlich schaden Sie sich mit der Einnahme nicht und Nebenwirkungen ruft die Rinde auch keine hervor.

Nachteil des Potenzmittels
Was soll jetzt daran wirken? Gehen Sie besser zum Arzt und lassen sich ein wirksames Mittel gegen Erektionsstörungen verschreiben. Dann wird's auch was mit mehr Potenz und Lust auf Sex.

Fazit
Teuer und wahrscheinlich wenig zielführend.

2. Alraune

Die Wurzel enthält ein in hoher Dosierung giftiges Alkaloid. Sie wurde schon im Mittelalter gegessen oder in Wein eingelegt, der dann getrunken wurde. Gilt als stark enthemmend und lustanregend.

3. Guarana

Die Samen dieser Lianenart werden zu einem Getränk aufgebrüht oder in Kaubonbons und Schokoriegeln verarbeitet. Durch den hohen Koffeingehalt wirkt es stark stimulierend.

4. Muira Puama

Das Holz dieses südamerikanischen Baums ist bei uns unter der Bezeichnung Potenzholz bekannt geworden. „Zur Stärkung der Potenz, zur Beseitigung erotischer Verklemmungen oder Traumata, zur Behebung der Unfruchtbarkeit und zur Steigerung des Lustempfindens werden Innenrinde und zerraspeltes Holz von indianischen Medizinkundigen verwendet“, erklärt Dr. Christian Rätsch, Ethnopharmakologe aus Hamburg und ehemaliger Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Ethnomedizin. In einer Untersuchung an 262 Männern, die zwei Wochen lang täglich ein bis eineinhalb Gramm Muira puama einnahmen, sollen 51 Prozent bessere Erektionen gehabt haben. 62 Prozent der Testpersonen gaben an, das Präparat steigere ihre Lust auf Sex.

5. Yohimbin

Yohimbin, das aus der Rinde des afrikanischen Yohimbe-Baums gewonnen wird, ist in zahlreichen Aphrodisiaka (so benannt nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite) enthalten. „Yohimbin ist eines der ältesten Aphrodisiaka. Schon die Ägypter haben es zur Potenzsteigerung eingesetzt“, erklärt der Urologe Dr. Wolfram Haas aus Waldkirch. „Von allen in Deutschland erhältlichen Aphrodisiaka ist Yohimbin wahrscheinlich das wirkungsvollste.“ In einer placebokontrollierten Studie, die an der TU München durchgeführt wurde, profitierten 71 Prozent der insgesamt 83 Versuchspersonen mit Erektionsstörungen von der Einnahme der Yohimbin-Extrakte. Die Wirkung beruht wahrscheinlich auf einer Erweiterung der Blutgefäße und einer dadurch verbesserten Durchblutung des Beckens. Zudem wird offenbar auch die Nervenübertragung in den unteren Abschnitten des Rückenmarks verbessert. Das ist für die sexuelle Stimulation notwendig. Auch ein stimmungsaufhellender Effekt wird dem Yohimbin zugeschrieben. Doch keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Und die können bei Yohimbin durchaus beträchtlich sein. Deshalb sind Präparate mit einem höheren Yohimbin-Gehalt rezeptpflichtig.

Nebenwirkungen: Zittern, bei Überdosierung Herzrasen, Halluzinationen, Bewußtlosigkeit, Blutdruckanstieg, Schlaflosigkeit.

6. Ginkgo

Ginkgo, einer der am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffe, entspannt die Arterien und verbessert dadurch die Durch­blutung aller Organe. Da auch die Erektion von einer optimalen Blutzufuhr abhängt, hilft Ginkgo vor allem bei Potenzstö­rungen, die durch eine schlechte Durchblutung verursacht werden. In einer deutschen Pilot-Studie hatten 50 Prozent der Männer innerhalb von sechs Monaten wieder normale Erektionen durch die Einnahme von nur 60 Milligramm Gingko-Extrakt täglich. Die Ergebnisse konnten in einer späteren Studie unter Placebo-Kontrolle aber nicht bestätigt werden. Bis zu 240 Milligramm Ginkgo pro Tag gelten als unbedenklich. Dennoch empfehlen Urologen, zunächst mit Dosen von 60 bis 80 Milligramm zu beginnen und bei Bedarf zu steigern. „In Japan werden die unreifen Ginkgo-Samen gegrillt und gelten als ein sehr gutes Aphrodisiakum für Männer. Sie sollen Kraft in den Unterleib bringen“, berichtet Dr. Rätsch. „Wer öffentlich Ginkgo-Samen isst, deutet damit an, dass er erotischen Abenteuern nicht abgeneigt ist.“

Nebenwirkungen: Obwohl Gingko als relativ sicheres Me­dikament gilt, wurden in einer geringen Zahl von Fällen Komplikationen bei der gemeinsamen Einnahme von Aspirin und Ginkgo beobachtet. Selten können Bauch- oder Kopfschmerzen auftreten. Deshalb sollte Gingko nicht mit Aspirin oder anderen blutverdünnenden Mitteln verwendet werden.

7. Betelnuss

Ein paar Stücke werden zerrieben, mit Gewürzen und Kalk vermischt, in ein Blatt eingerollt und gekaut. Auch als Tee oder Gewürz erhältlich. Der Genuss soll Streß abbauen, stimulierend und erregend wirken.

8. Spanische Fliege

Cantharidin, der Inhaltsstoff der Spanischen Fliege, wird aus einer Laufkäferart (Kanthariden) gewonnen und schon seit Jahrhunderten zur Steigerung der Lust eingesetzt. Doch die therapeutische Breite, also der Abstand zwischen der wirkungsvollen und der gesundheitsschädlichen oder tödlichen Dosis, ist bei diesem Aphro­­disiakum schmal. „Die Spanische Fliege wurde auch als Gift für Hinrichtungen, Morde und sonstige Schandtaten verwendet“, warnt Dr. Rätsch. „Im Laufe der Geschichte sind sicher viele Menschen, die die starke Wirkung auf das Geschlecht genießen wollten, in den Armen ihrer Geliebten kläglich umgekommen.“ Aufgrund der zum Teil ernsten Nebenwirkungen ist die Spanische Fliege in den westlichen Ländern inzwischen verboten worden. Anderswo (Mexiko, Marokko) wird das heikle Aphrodisiakum jedoch durchaus noch verwendet.

Nebenwirkungen: Hodenentzündungen, starke Bauchkoliken, Mundbrennen, Erbrechen, Blu­tun­gen, Verätzungen und Schmerzen beim Wasserlassen.

9. Ginseng

Die Ginseng-Wurzel enthält neben zahlreichen anderen Wirkstoffen vor allem Ginsenoside. Diese bewirken wahrscheinlich eine Freisetzung körpereigener Hormone, unter anderem von Testosteron, das langfristig lust- und potenzsteigernd wirkt. „Bei der Wahl der Präparate ist aber Vorsicht geboten“, warnt Dr. Rita Rothmaler, Pflanzenexpertin aus Plön. „Die Droge wird häufig durch andere, wenig oder keine Ginsenoside enthaltende Ginseng-Arten verfälscht.“ Eine Zubereitung sollte mindestens 15 Prozent Ginsenoside enthalten. Ginseng ist kein Aphrodisiakum für den Notfall. Nur die regelmäßige Einnahme bewirkt eine Steigerung der Potenz.

Nebenwirkungen: bei Über­dosierung Spannungsgefühl im Brustbereich, Hautausschläge, Bluthochdruck

10. Sägepalmextrakt

Dieser Wirkstoff (Sabal serrulata) ist kein Aphrodisiakum im eigentlichen Sinne, sondern in erster Linie ein wirksames Medikament zur Therapie einer vergrößerten Pro­stata, unter der sehr viele Männer leiden – nicht nur solche über 50. Durch eine Störung der Nerven und Blutgefäße, die den Penis versorgen, kann eine vergrößerte Prostata auch zu sexuellen Problemen führen. In diesen Fällen können Sägepalmenextrakte die Symptome lindern und die Erektion verbessern. „Selbst in der Ho­möopathie werden Sabal-Präparate als Aphrodisiaka verschrieben“, sagt Rätsch.

Nebenwirkungen: bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine

11. Bienenpollen, Gelée Royale

Einige Aphrodisiaka enthalten Bienenpollen oder Gelée royale, ein Extrakt, das von den Bienen zur Ernährung ihrer Königin produziert wird. In Asien werden diese Bienenprodukte verwendet, um die Leist­ungsfähigkeit und die Potenz zu steigern. Auch in westlichen Ländern werden Bienenpollen und Gelée royale gegen allerlei Gebrechen eingesetzt. „Bei wissenschaftlichen Versuchen hat sich gezeigt, dass die Spermaproduktion durch das Gelée royale angeregt und gesteigert wird“, sagt Dr. Rätsch. „Dadurch verstärkt sich die Libido, und das sexuelle Interesse nimmt allgemein zu.“ Dennoch steht nicht zweifelsfrei fest, wie sehr die Einnahme der blütenpollenhaltigen Präparate die sexuelle Leistungsfähigkeit beeinflusst. In manchen Fällen führte die Einnahme der Bienenprodukte aber sicherlich nicht zu sexuellen Höchstleistungen, sondern zu einem Aufenthalt in der Notaufnahme der nächsten Klinik. Vor allem Allergiker können auf die Präparate, die einen mehr oder weniger hohen Pollenanteil enthalten, mit Asthmaanfällen, Hautausschlägen und schweren allergischen Symptomen reagieren – bis hin zu einem anaphylaktischen Schock.

Nebenwirkungen: vor allem allergische Reaktionen. Bei bekannten Pollenallergien sollten Sie besser auf diese Produkte verzichten.

Natürliche Potenzmittel: Wie Lebensmittel die Erektion verbessern können

Knabbern Sie Haselnüsse und Mandeln. Sie fördern die Produktion von Endorphinen, die lösen Glücksgefühle aus und bringen Ihr Sexleben in Schwung. Selbst Schokolade macht nicht nur happy, sondern auch – durch den Erotikstoff Phenylethylamin – sinnlich. Aromastoffe und ätherische Öle (zum Beispiel in Sellerie und Muskat) sind an einer Reihe von Stoffwechsel-vorgängen beteiligt, die unser Sexualleben beeinflussen.

Lammfleisch gehört ebenfalls zu den erotischen Speisen. Es enthält Stoffe wie Mangan, die im Körper das Sexualhormon Testosteron aktivieren. Dieses Hormon macht selbstbewusster und aktiviert die sexuelle Hochspannung.

Die Vitamine E (ist in großen Mengen in Kürbiskernen enthalten) und C (steckt in Spargel) erhalten die Leistungsfähigkeit, damit Sie nicht schlappmachen.

Auf alle Fälle gehören Meeresfrüchte, vor allem Austern, auf Ihren Teller. Sie enthalten das Dopingmineral Zink, das fördert nicht nur die Ausschüttung von Testosteron, sondern auch die Spermienproduktion.

Lieben Sie im Sommer Tomaten mit Mozzarella und Basilikum? Wunderbar, denn das ätherische Öl im Basilikum kann die Harnröhre stimulieren – und so sogar eine schwache Erektion verursachen.

Auch die hässliche Sellerie-Knolle hat’s in sich. Sie gilt seit der Antike als Aphrodisiakum. Sellerie enthält ätherische Öle, die den Kreislauf und den Stoffwechsel anregen. Außerdem hilft er Ihnen mit dem Fruchtbarkeitshormon E erotisch auf die Sprünge.

Natürliche Potenzmittel – rezeptfrei vs. verschreibungspflichtig?

Zahlreiche Studien bestätigen den Erfolg von Potenzmitteln und auch die Nebenwirkungen von diesen Medikamenten sind bei den meisten Männern überschaubar. Doch was steckt hinter den rezeptfreien Potenzmitteln aus der Apotheke oder dem Internet? Nichts. Denn häufig enthalten vor allem die Mittel aus dem Internet nur Vitamine und Mineralstoffe, dessen Wirkung gegen Erektionsprobleme aber nicht bestätigt ist. Falls Sie ein Potenzmittel ausprobieren und kaufen möchten, sollten Sie zunächst einen Arzt um Rat fragen. Bei einer Behandlung, kann Ihnen gesagt werden, welche Potenzpille die richtige für Sie ist. Es ist nachgewiesen, dass Medikamente wie Viagra, Levitra oder Cialis die Potenz langfristig steigern können – diese Pillen sind aber nur mit einem Rezept vom Arzt erhältlich.

Die 3 klassischen Potenzmittel im Vergleich 

Die klassischen Potenzmittel sind Viagra, Levitra und Cialis. Sie werden eingesetzt, um eine erektile Dysfunktion zu vermeiden. Diese Potenzpillen enthalten PDE-5-Hemmer – Substanzen, die die Aktivität des Enzyms Phosphodiesterase Typ 3  bremsen. Dadurch wird unter anderem die Durchblutung und Sauerstoffzufuhr des Penis verbessert und eine Potenzsteigerung ermöglicht.

  1. Viagra
    Das wohl bekannteste Potenzmittel überhaupt. Die Potenzpille wird zirka eine Stunde vorm Sex eingenommen und verspricht eine bessere Erektion des Penis. Allerdings ist eine sexuelle Erregung die Voraussetzung für die Wirkung von Viagra. Der in der Viagra-Pille enthaltene Wirkstoff Sildenafil löst eine Muskelentspannung im Schwellkörper des Penis aus, die dazu führt, dass das Blut einfacher in den Penis fließen kann und eine Erektion stattfindet. Sildenafil wirkt zwischen vier bis sechs Stunden.

  2. Levitra
    Levitra wirkt ähnlich wie Viagra und hilft Männern dabei eine Erektion zu bekommen und zu halten. Die Wirkung des Arzneistoffes von Levitra – Vardenafil – unterscheidet sich von Viagra in der Anwendung, Verträglich und Dosierung. Die Levitra-Pille sollte etwa 30-60 Minuten vorm Sex eingenommen werden. Sie wirkt bis zu zwölf Stunden.

  3. Cialis 
    Auch der Wirkstoff von Cialis – Tadalafil – wird zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. Im Gegensatz zu Viagra und Levitra, kann Cialis mehrmals am Tag eingenommen werden. Der Wirkstoff ist demnach rund um die Uhr im Körper, wirkt bis zu 36 Stunden und ermöglicht auch den spontanen Sex.

Nebenwirkungen von Potenzmitteln wie Viagra  & Co.

Männer, die Potenzpillen einnehmen, berichten doppelt so häufig von Hörproblemen wie Männer, die nicht zu solchen Mitteln greifen

Viagra und andere die Potenz steigernde Mittel können Hörschäden verursachen, so eine Studie der Universität Alabama, USA. 11.500 Männer über 40 Jahre, die so genannte Phosphodiesterase-5-Hemmer, kurz PDE-5-Hemmer, einnahmen, wurden untersucht.

Grund für das schlechte Hörvermögen: PDE-5-Hemmer bewirken eine bessere Durchblutung der Schwellkörper. Da das Gewebe im Ohr dem im Penis ähnelt, fördern Potenzmittel vermutlich auch dort die Durchblutung. Das störe das Hörsystem und somit das Hörvermögen, berichten die Forscher.

Vor allem der Wirkstoff Sildenafil, der in Viagra steckt, berge ein hohes Risiko für ein schlechteres Hörvermögen. Die Wirkstoffe Tadalafil und Vardenafil hätten ein geringeres Risiko. Diese stecken zum Beispiel in den Medikamenten Cialis, Levitra und Vivanza.

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  • Scharf essen
    Chilischoten, Austern, Schokolade sollen aphrodisierend wirken. Doch: "Wissenschaftlich ist die anregende Wirkung nicht bewiesen", sagt Professor Uwe Hartmann von der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie aus Hannover. Scharf Gewürztes regt aber den Kreislauf an, fördert die Durchblutung, erhöht die Empfindsamkeit.

  • In Stimmung trinken
    Es gilt: Weniger ist mehr. "Alkohol in Maßen wirkt leicht stimulierend, enthemmend", so Hartmann. Doch: "Zu viel Alkohol macht müde." Okay: 0,5 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Eine 60-Kilo-Frau darf also 30 Gramm Alkohol trinken – entspricht zwei 0,2-Liter-Gläsern Sekt oder Wein.

  • Spitz schlucken
    Potenzmittel für Männer (Viagra, Cialis, Levitra) helfen auch Frauen: "Sie fördern die Durchblutung im Genitalbereich", so der Experte. Problem: hohe Placebowerte. "Frauen, denen man Smarties gab, spürten den Effekt auch." Der Wirkstoff Flibanserin, der ursprünglich als Antidepressivum eingesetzt werden sollte, wird gerade getestet. Er wirkt direkt im Gehirn und soll dort das Sexualverlangen steigern. Finger auf jeden Fall von angeblichen Wundermitteln aus dem Netz lassen. Hartmann: "Solche Pillen sind teuer, haben aber keine nachgewiesene Wirkung."

  • Heiß kleben
    Hormonpflaster werden auf dem Unterbauch getragen, geben Testosteron an den Körper ab. So sollen sie das weibliche sexuelle Verlangen steigern. "Gedacht ist das Pflaster für Frauen, denen die Eierstöcke entfernt wurden", sagt der Experte. "Ihre Hormonproduktion sinkt und sie haben oft weniger Lust auf Sex." Kritiker warnen vor Nebenwirkungen wie Hautirritationen (als einzige wissenschaftlich nachgewiesen), Haarausfall oder Migräne.

  • Willig absetzen
    Die Einnahme der Pille führt zu einer Veränderung des Hormonhaushalts, vor allem Pillen mit antiandrogener Wirkung (gegen Hautunreinheiten) führen zu einer deutlichen Senkung des Testosteronspiegels. "Durch Absetzen der Pille steigt der Testosteronspiegel wieder an. Ob das die Lust anregt, ist individuell unterschiedlich", so Hartmann.

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