Symptome, Diagnose & Co.: Alles zum Thema Testosteronmangel

Mehr Mukkis? Checken Sie Ihren Testosteron-Wert!
Mehr Mukkis? Checken Sie Ihren Testosteron-Wert!

Lustlosigkeit, Leistungsverlust oder wenig Muskelzuwachs. Testosteronmangel kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Was Sie darüber alles wissen sollten, finden Sie hier.

In diesem Artikel:

Dass Testosteron eines der wichtigsten Hormon für den Mann ist, zeigt sich vor allem, wenn es fehlt. Produzieren die Hoden zu wenig Testosteron, leiden Körper und Geist ganz erheblich – man spricht dann von einem Testosteronmangel oder in der Fachsprache vom Hypogonadismus.  

Was versteht man unter einem Testosteronmangel genau und was bewirkt er?

Wie der Name schon verrät, verfügt der Körper beim Testosteronmangel an zu wenig Testosteron. Im gesamten Körper verteilt sich dieser Botenstoff über den Blutkreislauf und wirkt auf viele Organe. Dementsprechend vielfältig können die Anzeichen für einen Mangel sein: Unter anderem allgemeine Kraftlosigkeit und geringe Leistungsfähigkeit beim Sport. Ohne oder mit nur wenig Testosteron werden kaum Muskeln aufgebaut. Zudem sinkt die Knochen- dichte, es besteht Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, das Risiko von Knochenbrüchen steigt. Beim Sex wird’s schwerer, eine Erektion zu bekommen. Irgendwann klappt es gar nicht mehr. Und: Das Risiko, an Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken, steigt bei Testosteronmangel. „Am schlimmsten jedoch wiegt der Verlust des männlichen Selbstwertgefühls“, so Professor Dieter Hesch, Endokrinologe und Männerarzt aus Landschlacht. „Depressionen sind häufig die Folge eines Testosteronmangels.“

Testosteronmangel bei jungen Männern
Berufliche Belastung als möglicher Grund für mangelndes Testosteron

Sind nur ältere Männer von einem Testosteronmangel betroffen?

Diese Frage lässt sich klar beantworten: Nein. Vielen Menschen ist bekannt, dass der Hormonspiegel beim alternden Mann auf natürliche Art sinkt. Dieser altersbedingte Testosteronmangel wird auch als Andropause oder als Altershypogonadismus bezeichnet. Bei einem Wert von unter 12 nmol/l erwägen Ärzte meist eine Substitutionsbehandlung. Spätestens bei weniger als 8 nmol/l sollten Sie handeln. Das Ersatz-Testosteron bekommen Sie als Creme oder Gel, Spritze oder Pflaster. Eine solche Testosteronersatz-Therapie sollte allerdings gut überlegt sein. Denn jede medikamentösen Therapie, also eine Behandlung bei der Medikamente eingesetzt werden, kann es zu Risiken und Nebenwirkungen kommen. Sprechen Sie also in jedem Fall mit einem Facharzt!

Aber davon abgesehen: Ein Testosteronmangel kann auch jüngere Männer betreffen. „Bei beruflicher Hochbelastung erleiden diese Männer den so genannten biografischen, komplexen Testosteronmangel“, erklärt Dr. Hesch. Wie in einem Teufelskreis wird hier das Leiden durch den Mangel noch verstärkt. „Dem ist oft schwer beizukommen, denn es gelingt nicht immer, den Lebens- und Arbeitsstil in ein sinnvolles Gleichgewicht zu bringen“, warnt der Experte. „In diesem Fall hilft oft ein vorübergehender Hormonersatz, der aber leider viel zu selten angeboten wird.“ Das liegt auch daran, dass kein Mann weiß, wie sein individueller Normalwert war, als er in der Pubertät zum Mann wurde. 

Dr. Heschs' Empfehlung: „Alle gesunden 18-Jährigen sollten einmal ihren Testosteron-Wert ermitteln lassen, damit sie später wissen, wann ihr Wert niedrig ist. Das würde die Debatte, ob man Testosteron verschreiben soll, beenden.“

Andropause beim Mann vs. Menopause bei der Frau: Wo liegt der Unterschied?

Die Andropause (altersbedingter Testosteronmangel) wird oft mit der Menopause der Frau – also deren Wechseljahren – verglichen und dementsprechend auch als "Wechseljahre beim Mann" bezeichnet. Im Gegensatz zur Menopause, die den Zeitpunkt der letzten Regelblutung im Leben einer Frau beschreibt, nimmt der Testosteronspiegel bei der Andropause des Mannes mit zunehmendem Alter sehr langsam und kontinuierlich ab. Die Andropause kann Beschwerden mit sich bringen, wenn der Testosteronspiegel einen bestimmten Grenzwert im Blut erreichen sollte. Das ist aber nicht bei jedem Mann der Fall. Viele Experten und Wissenschaftler halten den Begriff "männliche Wechsejahre" daher für nicht korrekt.

Ungesunder Lebensstil kann Testosteronmangel bedingen
Eine mögliche Ursache: Ungesunder Lebensstil.

Testosteronmangel-Ursachen: Woran kann's liegen?

Vorab sei noch einmal gesagt: Es ist völlig normal, dass die Produktion von Geschlechtshormonen im Laufe des Lebens abnimmt. Also kein Grund zur Panik, wenn Ihr Arzt feststellen sollte, dass Ihr Testosteronspiegel gesunken ist. Zirka 12% aller Männer zwischen 40 und 70 Jahren leiden an Beschwerden eines Testosteronmangels. Gründe für diesen Mangel können – neben dem Alterungsprozess – in einer ungesunden Ernährung, einem gestörten Schlafrhytmus, in Krankheiten oder im Gebrauch von bestimmten Medikamenten liegen.

Testosteronmangel-Symptome: 11 mögliche Anzeichen

Zu den Symptomen von zu wenig Testosteron im Körper zählen unter anderem folgende:

  1. Muskelabbau bzw. wenig Muskelmasse und/oder Muskelkraft
  2. Gewichtzunahme, vor allem mehr Fettmasse (also Bauchfett)
  3. Abnahme der Sekundär-Behaarung, also Bart-, Achsel- und Schambehaarung
  4. Schlaffe Haut und weiches Haar
  5. Osteroporose (Knochenschwund)
  6. Leistungsverlust / Antriebslosigkeit (zum Beispiel im Job)
  7. Wenig Libido (Sexlust) und /oder Erektiosstörungen/Impotenz (hier erfahren Sie mehr zu Libido)
  8. Generelle Abgeschlagenheit / Müdigkeit
  9. Schlafstörungen
  10. Depressionen und Anämie (Blutarmut)
  11. Hitzewallungen und (starkes) Schwitzen

Viele der oben genannten Anzeichen werden jedoch oftmals nicht einem Testosteronmangel zugeordnet, sondern beruflichem oder alltäglichem Stress zugeschrieben. Außerdem können sich die Ausprägungen der Symptome bei jedem individuell unterscheiden.

Diagnose: So können Sie einen Testosteronmangel erkennen

Knapp 20% aller deutscher Männer haben einen Testosteronwert, der unter 3ng/ml liegt. Dies ergab 2009 eine Studie des Clinical Endocrinology Journals, die mehr als 2700 Männer auf ihren Testosteronspiegel untersuchte. Der Testosteronspiegel alleine reicht jedoch nicht, um die Diagnose eines Testosteronmangels festzustellen. Dafür müssen auch die entsprechenden Beschwerden (siehe Testosteronmangel-Symptome) auftreten und selbst diese können auch Indikatoren für andere Krankheiten sein. Haben Sie also den Verdacht an einem Testosteronmangel zu leiden, sollten Sie am besten das persönliche Gespräch mit Ihrem Hausarzt aufsuchen. Dieser kann dann per Blutanalyse feststellen, ob Sie tatsächlich an einem Mangel leiden.

Im Vorfeld des Arztbesuches können Sie außerdem unseren Testosterontest machen, der Ihnen erste Aufschlüsse geben kann.

Osteoporose, Diabetes & Co.: Mögliche Folgen von Testosteronmangel

Wenn Ihr Körper einen Mangel an Testosteron aufweist, kann ein hohes Risiko bestehen, an folgenden Krankheiten zu erkranken:

  • Osteoporose – also Knochenschwund
  • Diabetes Typ 2
  • Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Metabolisches Syndrom (Eine Erkrankung, die einen hohen Blutdruck; einen sich vom Normalwert abweichenden Cholesterinwert; einen hohen Blutzuckerspiegel und Fettleibigkeit, mit sich bringt

Weitere Testosteronmangel-Auswirkungen (im Alter): Erektile Dysfunktion

Wenn Mann nicht mehr kann – also an Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion) leidet – kann das an einem Mangel von Testosteron liegen. In der Medizin wird auch von "Andropause" gesprochen. Charakteristische Eigenschaften von der Andropause in Verbindung mit einem Testosteronmangel können unter anderem folgende sein:

  • Sinkende Lust auf Sex (Libidoverlust) 
  • Zunehmder Haarausfall
  • oder Gewichtszunahme

Testosteronspiegel steigern: Wir zeigen Ihnen 2 Strategien 

Um Ihren Testosteronspiegel zu erhöhen, gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder – und das sollten Sie zu allererst probieren – können Sie versuchen Ihren Testosterongehalt auf natürliche Weise zu erhöhen. Oder aber Sie greifen zu Medikamenten auf Testosteron-Basis. Wir stellen Ihnen hier beide Strategien vor.

Strategie #1: Testosteron natürlich steigern: So kann's gehen!

Unsere erste Strategie zum Steigern von Testosteron basiert grundsätzlich auf 3 Schlüsselbegriffen:

  1. Sport
  2. Ernährung
  3. Lebensstil

1. Sport: "Trainieren Sie lieber kurz, aber dafür heftig!"
Extremer Ausdauersport senkt den Testosteron-Wert. "Entscheidend dabei ist nicht die Kilometerzahl, sondern die Dauer der Einheit", sagt Frank Sommer. Also, teilen Sie Ihr Wochenpensum lieber in mehrere kürzere Strecken, jede davon sollte in maximal 90 Minuten zu schaffen sein. Oder versuchen Sie es mit Krafttraining. Das hebt den Testosteron-Spiegel, besonders, wenn Sie kurz, aber intensiv mit hohem Gewicht arbeiten. "Eine maximale Steigerung erzielen Sie durch erzwungene Wiederholungen, bei denen Sie nur kurz über das muskuläre Versagen hin-ausgehen", erklärt Sommer. Trotzdem nicht übertreiben: 1 Stunde im Kraftraum reicht!

2. Ernährung: "Essen Sie vor allem viele Proteine!"
Männer brauchen Fleisch. Englische Forscher der University of Worcester haben herausgefunden: Je proteinärmer sich Männer ernähren, desto mehr Globuline (spezielle Eiweißverbindungen) schwimmen in ihrem Blut – und das sind genau jene, die das Testosteron aus dem Verkehr ziehen. Wirken können im Körper lediglich freie Hormonmoleküle und nicht die an Globulin gebundenen.

3. Lebensstil: "Halten Sie sich rundum fit!"
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und viel Sport sind das Eine. Aber auch der gesunde Lebensstil spielt eine große Rolle und kann sich auf Ihren Testosteronspiegel auswirken: Vermeiden Sie daher übermäßigen Alkoholkonsum und verzichten Sie aufs Rauchen! Außerdem: Stress im Alltag und im Beruf können sich negativ auf Ihr Testosterongehalt auswirken. Wirken Sie dem entgegen! Beispielsweise mit regelmäßigem Ausdauertraining oder Yoga.

Strategie #2: Testosteronzufuhr bzw. Hormonersatztherapie durch Medikamente

Testosteron lässt sich im Labor herstellen und bei der so genannten Testosteron-Substitution (Hormonersatztherapie) als Medikament verabreichen. Früher erhielten Patienten das Hormon im Abstand von mehreren Wochen per Spritze. Nachteil: Der Hormonspiegel ist nach der Injektion mehrere Tage extrem hoch, später sinkt er auf sehr niedrige Werte ab.

Um die Extreme zu vermeiden, entwickelten Pharma-Unternehmen ein Testosteron-Pflaster, das der Patient auf den Hodensack klebt. Noch praktischer sind Cremes, die jedoch nur wenige Apotheken handgerührt anbieten. Sie ziehen schnell ein, rufen keine Irritationen hervor. Diese Vorteile haben auch die Gels, die seit 2003 erstmals in Deutschland angeboten werden.

Testosteron erhöhen mit 6 einfachen Tipps!

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