Teebaumöl für reine Haut Agave Studio / Shutterstock.com

Wunderwaffe Teebaumöl 7 geniale Anwendungsmöglichkeiten von Teebaumöl

Teebaumöl gilt als Allheilmittel, hilft gegen Pickel und Mundgeruch. Was es sonst noch kann und wie Sie es richtig verwenden

Teebaumöl – davon haben Sie bestimmt schon gehört oder auf Kosmetikprodukten oder Medikamenten gelesen. Keine Ahnung, was das sein soll? Teebaumöl ist sowas wie ein Allheilmittel aus der Natur, das Pickel, Schuppen und Pilzinfektionen bekämpfen kann.

Was ist Teebaumöl und wo kommt es her?

Teebaumöl hat nichts mit Tee zu tun. Es ist ein ätherisches Öl, das mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern des Teebaums gewonnen wird. Die Pflanze wächst zum Beispiel in Australien, wo ihre Blätter schon seit Ewigkeiten von Ureinwohnern, den Aborigines, als traditionelles Heilmittel verwendet werden.

Teebaumöl killt Bakterien
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Teebaumöl hat antibakterielle Eigenschaften

Kleiner Ausflug in die Geschichte: Im Kolonialismus entdecken die Besetzer, dass die Aborigines mit Wickeln aus den Blättern Wunden, Insektenstiche und Hautinfektionen behandelten. Sie bereiteten Tee und Aufgüsse, die Halsschmerzen und Husten lindern sollten. Weil das tatsächlich funktionierte, wurde die Heilpflanze nach und nach in westliche Arztpraxen weitergegeben – ehe das daraus gewonnene Öl um 1920 schließlich auch für den Heimbedarf angeboten wurde. Heute steckt Teebaumöl in zahlreichen Kosmetikprodukten – vom Shampoo bis zur Anti-Pickel-Creme. Und man kann es noch immer in der puren Form kaufen. Denn so ist es besonders beliebt.

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Wie wirkt Teebaumöl?

Die Wissenschaft belegt, was die Aborigines schon lange wissen: Teebaumöl ist eine Art natürliches Antibiotikum. Verantwortlich für seine heilenden Eigenschaften sind vor allem die enthaltenen "Terpinene", die etwa 40 Prozent des reinen Öls ausmachen. Terpinene wirken…

  • …entzündungshemmend,
  • …antibakteriell,
  • …pilzabtötend
  • und unterstützen die Wundheilung.

Aufgrund seiner heilenden Eigenschaften gehört Teebaumöl in jede gut sortierte Hausapotheke. Es hilft aber nicht nur gegen Entzündungen. Man kann es zum Beispiel auch zur Behandlung von Pickeln, fettiger Kopfhaut, Schuppen und Mundgeruch benutzen. Aber: Teebaumöl ist mit Vorsicht zu genießen. Weil es so stark ist, kann es die Haut reizen, deshalb müssen Sie es richtig anwenden und das richtige Produkt auswählen.

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Woran erkennt man gutes Teebaumöl?

Auch heute noch kommt qualitativ hochwertiges, reines Teebaumöl überwiegend aus Australien und Neuseeland. Günstige Produkte aus anderen Ländern, meist Indonesien, sind mit Vorsicht zu genießen. Oft sind sie mit minderwertigen Ölen gepanscht, weil pures Teebaumöl sehr teuer ist.

Zur Erklärung: Eine Tonne Teebaumblätter ergeben nur etwa 10  Liter reines Öl – daher der hohe Preis. Handelt es sich aber um kein reines Produkt mehr, ist die heilende Wirkung entsprechend vermindert. Reines Teebaumöl vom Australischen Teebaum gibt es zum Beispiel hier:  » Baaders Teebaumöl, 30 ml für 21 Euro bei amazon.de

Teebaumöl klärt die Haut
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Teebaumöl kann die Heilung von Pickeln beschleunigen

Für was kann man Teebaumöl verwenden?

Für Teebaumöl gibt es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Aber: Wenn Sie es noch nie benutzt haben, sollten Sie es immer erst an einer unauffälligen Hautstelle, zum Beispiel auf der Innenseite vom Unterarm, testen. Keine Rötungen, kein Brennen und keine trockene Haut? Dann können Sie’s benutzen! Und zwar so:

  1. Gegen ölige, unreine Haut: Manchmal muss man Feuer mit Feuer bekämpfen – und manchmal eben Öl mit Öl. Bei fettiger Haut hilft Teebaumöl, die Talgproduktion in Schach zu halten. Was zusammen mit den antiseptischen Eigenschaften des ätherischen Öls dazu beitragen kann, Pickelausbrüche zu reduzieren. Aber: Tragen Sie das Öl niemals pur auf das ganze Gesicht auf. Besser: Mit einem anderen Öl, zum Beispiel Jojoba oder Arganöl verdünnen. Mischen Sie in einer dunklen Glasflasche zwei Teelöffel Trägeröl mit 15 Tropfen Teebaumöl, um eine Konzentration von etwa fünf Prozent zu erreichen. Das ist die perfekte Dosis für die Pflege unreiner Haut.
  2. Als SOS-Pickel-Mittel: Tränken Sie ein Wattestäbchen in Wasser, tröpfeln Sie anschließend einen Tropfen Teebaumöl auf die Spitze und tippen Sie damit direkt auf den Pickel. Durch die antibakteriellen Eigenschaften des ätherischen Öls klingt die Entzündung schneller ab.
  3. Gegen Mundgeruch: Weil Teebaumöl Bakterien killt, können Sie es auch prima als Zutat für ein selbstgemachtes Mundwasser gegen üble Gerüche benutzen. Mischen Sie eine kleine Menge (ein oder zwei Tropfen reichen) mit einem Schluck warmem Wasser und gurgeln Sie ein- bis zweimal täglich etwa 30 Sekunden lang.
  4. Für frische Haare: Es gibt gute Gründe, warum Teebaumöl in zahlreichen Shampoos steckt. Es ist ein natürliches Reinigungsmittel, hilft gegen Juckreiz, Schuppenbildung und löst Rückstände von Pflege- und Stylingprodukten von der Kopfhaut. Mixen Sie 2 Tropfen mit dem Shampoo in der Handfläche und waschen Sie die Haare damit wie gewohnt. Prickelt angenehm und fördert die Durchblutung.
  5. Als natürliche Hand-Desinfektion: Die meisten Desinfektionsmittel basieren auf Alkohol und Chemikalien, welche die Haut reizen können. Dabei können Sie auch einfach ein paar Tropfen Teebaumöl in den Handflächen verreiben, um Bakterien den Garaus zu machen.
  6. Um die Wundheilung zu beschleunigen: Teebaumöl ist aufgrund seiner Fähigkeit, Pilze und Bakterien zu bekämpfen, eine gute Wahl für die Behandlung von kleineren Kratzern und Wunden. Einfach zwei bis drei Mal täglich direkt auf die gereinigte Haut auftragen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.
  7. Gegen Fuß- und Nagelpilz: Teebaumöl wirkt fungizid, bekämpft also Pilzerkrankungen. Daher ist es ein beliebtes Hausmittel bei Fuß- und Nagelpilz. Das können Sie unterstützend zu verschriebenen Salben und Tinkturen probieren, sollten aber auf jeden Fall trotzdem einen Arzt aufsuchen.

Was muss man bei der Anwendung von Teebaumöl beachten?

Auch wenn es wie ein Wundermittel klingt, ist Teebaumöl leider nicht für jeden geeignet. Vor allem Menschen mit sensibler Haut sollten vorsichtig sein. Nur weil etwas natürlich ist, heißt das nämlich nicht, dass es wirksamer oder sogar sanfter ist als ein chemisches Produkt. In der Tat kann Teebaumöl die Haut sehr irritieren, in manchen Fällen sogar noch mehr als chemische Anti-Pickel-Produkte. Trockene Haut, die sich schält, Brennen und Jucken können die Folgen sein.

Vorsicht Suchtgefahr: Wer einmal Teebaumöl probiert hat und es gut verträgt, wird es wahrscheinlich für immer und für alles benutzen wollen. Schon der Geruch macht süchtig.

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