Camping mit Kids: die besten Travel-Tipps für Zelt, Wohnmobil und Co.

Camping mit Kids
So wird der Outdoor-Trip mit den Kleinen großartig

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.04.2026
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Ein Vater schaut mit seinem kleinen Sohn und seiner kleinen Tochter aus einem Zelt heraus
Foto: Getty Image /Oliver Rossi

Ob grillen am Lagerfeuer oder schlafen unterm Sternenhimmel: Mit Kids kann Camping richtig Spaß machen. Hier sind unsere Top-Tipps für den Campingurlaub mit den Kleinen.

Reisevorbereitungen: Wie lange und wohin?

Eigentlich ist es ganz einfach: Damit euer erstes Campingabenteuer mit Kids ein Erfolg werden kann, startet ihr am besten Schritt für Schritt. Lieber ein Wochenende oder ein paar Tage planen als gleich 2 Wochen. Sucht euch einen Platz, den ihr in maximal 2 Stunden mit dem Auto erreicht. So seid ihr im Notfall, wenn es dauerregnet oder ihr Lagerkoller bekommt, auch schnell wieder zuhause.

Gerade mit kleinen Kindern ist Camping im Wohnwagen oder Wohnmobil übrigens meist entspannter als klassisch im Zelt. Packen müsst ihr nur einmal und habt so alles Wichtige griffbereit. Außerdem könnt ihr schnell weiterziehen, wenn es euch vor Ort doch nicht gefällt. Grundsätzlich gilt: Bleibt flexibel! Sei es, dass das Baby zahnt oder euer Kitakind doch das Heimweh packt - mit Kids kommt ohnehin alles oft anders als geplant. Stellt euch also am besten von vornherein darauf ein.

Tagesplanung: Was alles unternehmen?

Schlafen im Zelt oder Wohnwagen, dazu die ungewohnte Umgebung und viele neue Eindrücke: Das ist alles aufregend genug. Als Gegengewicht bieten Rituale von Zuhause wie die Gute-Nacht-Geschichte oder auch das Lieblingskuscheltier Sicherheit und helfen gerade abends, dass beim Einschlafen alles glattgeht. Außerdem gut: Gebt euren Kids kleine Aufgaben, die sie über den Tag verteilt übernehmen können. Den Tisch decken, Geschirr spülen gehen, Feuerholz sammeln oder das Zelt mit aufbauen macht sie stolz und hält alle beschäftigt.

Als Eltern braucht ihr euch kein Dauerprogramm zu überlegen: Stöcke, Steine, Sand und Wasser sind das beste Spielzeug. Schleppt also lieber weniger Gepäck mit – eure Kids haben unterwegs genug draußen zu entdecken. Kleine Auszeiten für euch Erwachsenen bringen darüber hinaus Entspannung. Das kann die Siesta am Nachmittag sein oder auch der Ausflug zum Dorfladen, den ihr als Eltern abwechselnd begleitet. Schafft euch ein Stück Alltag im Urlaub. Alles Neue ist aufregend genug!

Podcast-Tipp: Familienurlaub war auch schon mehrmals Thema in unserem Papa-Podcast, zum Beispiel in dieser Folge:

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Mistwetter: Was tun bei Regen?

Zwei Wochen Dauerregen? Der Alptraum aller Camper. Und schon ein oder zwei Tage schlechtes Wetter können dafür sorgen, dass es in Zelt oder Wohnwagen klamm und ungemütlich wird. Nehmt daher auf jeden Fall wetterfeste Kleidung mit, also Matschhosen, Gummistiefel und eine Regenjacke, am besten im Schichtenlook, und genügend Wechselkleidung. Kinder vergessen im Spiel oft, dass ihnen kalt ist. Spätestens beim Grillen am Lagerfeuer ist eine warme Jacke dann aber top.

Bei Gewitter solltet ihr übrigens unbedingt offene Gewässer und freistehende Bäume meiden und auch euer Zelt verlassen – plant dafür von vorne herein eine Alternative ein, zum Beispiel eine Jugendherberge in der Nähe oder ein überdachtes Gebäude auf dem Campingplatz-Gelände. Gerade im Frühjahr und Herbst ist ein Campingplatz mit Indoor-Spielplatz Gold wert. So sind eure Kids auch bei Regenwetter gut beschäftigt.

Sicherheit: Was kann schiefgehen?

Trotz Abenteuer: Bringt euren Kids spielerisch die Sicherheitsbasics beim Campen bei. Ihr solltet klare Regeln kommunizieren, was den Umgang mit Feuer angeht, aber auch, wie sie sich an offenen Gewässern verhalten sollen ("Nur mit Mama oder Papa ins Tiefe gehen, nicht kopfüber in unbekannte Gewässer springen") oder wie weit sie sich allein von eurem Zeltplatz entfernen dürfen. Beim Camping mit Baby solltet ihr außerdem darauf achten, dass euren Jüngsten nicht zu heiß wird: Nie allein über die Mittagszeit im Zelt oder Wohnwagen lassen. Beides kann in der Sonne zur Hitzefalle werden.

Wichtig auch: altersgerechter Sonnenschutz, Zeckenzange, Reiseapotheke mit Fieber- und Schmerzmittel, Wundspray und Pflastern sowie für den Notfall Krankenkassenkarte, Impfausweis und die wichtigsten Notfallnummern. Beim Camping am Wasser solltet ihr an ein Moskitonetz sowie an ein wirksames Insektenschutzmittel oder einen Insektenstichheiler denken – Stechmücken können euch sonst leicht den Urlaub vermiesen.

Buch-Tipp: Dieser Ratgeber muss unbedingt mit auf Reisen: "Camping mit Kindern".

Packliste: Was muss mit?

Apropos Campingzubehör: Neben Schlafsack, einer hochwertigen Isomatte oder Luftmatratze und Kissen oder Decken aus schnell trocknendem Stoff ist beim Camping mit Kids ein Sonnensegel oder eine Strandmuschel als Sonnenschutz sehr zu empfehlen. Außerdem wasserdichte Packsäcke, damit eure Kleider bei Regen trocken bleiben, genügend Toilettenpapier und/oder Feuchttücher, eine Wäscheleine und Clips zum Trocknen feuchter Wäsche, Taschenlampen für die Kids und einige Indoor-Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten, zum Beispiel ein Kartenspiel, Malsachen oder Hörbücher.

Für die Eltern können Ohrstöpsel abends ein Segen sein, wenn es rund ums Zelt doch lauter sein sollte. Auch eine Thermoskanne oder eine bruchfeste Flasche, mit der ihr immer etwas zu trinken dabei habt, ist sinnvoll. Als Essen für unterwegs bieten sich einfache Gerichte an wie Nudeln, Tütensuppen oder Eintöpfe in der Dose. Und denkt an Reisewaschmittel in der Tube, mit dem ihr einzelne Kleidungsstücke auch mal mit der Hand waschen könnt. Auch ein gutes Taschenmesser ist unschlagbar. Alles, was euch Arbeit abnimmt und leicht zu transportieren ist, ist beim Camping top.

Familienfreundlichkeit: Welche Campingplätze?

In Deutschland und im nahen Ausland gibt es inzwischen zahlreiche Campingplätze, die explizit als familienfreundlich ausgezeichnet sind. Meist ist ein Badesee oder das Meer mit flachem Stand direkt in der Nähe, sie verfügen außerdem über tolle Spielplätze für jedes Alter oder sogar extra Kinderprogramm. Hier ein paar Vorschläge:

Ganz wichtig bei Camping: die gelassene Grundhaltung

Auch wenn mal was schiefgeht, es zwei Tage durchregnet oder eins eurer Kids von einer Wespe gestochen wird oder plötzlich Heimweh bekommt: Versucht gelassen zu bleiben. Es geht nicht darum, den perfekten Urlaub zu erleben, sondern vielmehr, viele tolle Momente zu sammeln.

Stockbrot am Lagerfeuer, gemeinsames Frühstück im Freien, abends die aufregende Nachtwanderung am Strand – das sind die Momente, die euch und euren Kindern in Erinnerung bleiben werden. Vielleicht plant ihr eure Campingreise ja gleich gemeinsam mit einer befreundeten Familie? Dann können eure Kids miteinander spielen und ihr habt als Erwachsene auch mal eine Auszeit – das hebt auf jeden Fall die Stimmung.

Fazit