Sommeranzüge für Männer: Das liegt 2026 im Trend

Sommeranzüge 2026
Leicht, weit und vielseitig: Diese Anzüge sind diesen Sommer angesagt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.04.2026
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Leicht, weit und vielseitig: Diese Anzüge sind diesen Sommer angesagt
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Der Sommeranzug 2026 ist raus aus dem Büro und angekommen im Alltag. Früher bedeutete Sommer vor allem: dünner Stoff, helle Farbe und ansonsten der gleiche Business-Look wie im Winter. Jetzt darf es deutlich entspannter zugehen.

Hosen werden weiter, Sakkos weicher. Und auch farblich kehrt Ruhe ein: Statt knalliger Farben setzen Sand, Taupe, Navy und vor allem Braun den (neuen) Ton. Gleichzeitig lösen sich die Grenzen zwischen Anzug und Casual Wear auf. Mal mit T-Shirt, mal mit Shorts, mal als Mismatch getragen. Wir zeigen die wichtigsten Trends der Saison und wie man sie richtig trägt.

Relaxed Tailoring: Der Anzug wird wieder weiter

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Der vielleicht wichtigste Trend der Saison betrifft nicht die Farbe, sondern die Form. Nach Jahren schmaler Schnitte kehrt das Tailoring zu mehr Volumen zurück. Sakkos sitzen lockerer an Schultern und Brust, Hosen fallen weiter, bieten mehr Raum im Oberschenkel und wirken entspannter. Das sorgt nicht nur für einen moderneren Look, sondern auch für deutlich mehr Komfort - gerade bei sommerlichen Temperaturen.

Neben klassischen Anzughosen gibt’s bei Drykorn zum Beispiel die Hose "Leek". Der Vorteil: Statt nur mit klassischem Sakko funktionieren die neuen, weiten Hosen genauso gut mit kürzeren, kastig geschnittenen Jacken oder mit dem 2026 Trend schlechthin: Hemdjacken - halb Jacke, halb Hemd. Leichter als ein Sakko, meist ungefüttert, mit aufgesetzten Taschen und Hemdkragen.

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Für wen geeignet? Besonders gut funktioniert der Trend bei größeren Männern oder bei sportlicher Statur. Die weitere Silhouette bringt Balance in die Proportionen.

Anlässe: Business Casual, Städtereisen oder sommerliche Abendveranstaltungen.

Styling: Die Hose wirkt besonders modern mit Strickpolo und schlanken Sneakern mit dünner Sohle – die gab‘s zuletzt bei Prada, Dries Van Noten oder auch Jacob Elordi zu sehen. Die Jackenform funktioniert separat zu Jeans und als Layer über einem Hemd.

Achtung! Entscheidend ist die richtige Länge: Der Saum sollte leicht auf dem Schuh aufliegen, aber keine großen Falten werfen. Außerdem lebt der Look davon, dass Ober- und Unterteil dieselbe entspannte Haltung teilen – zu schmale Sakkos wirken zu weiten Hosen schnell aus der Zeit gefallen.

50 Shades of Brown: Die wichtigste Anzugfarbe der Saison

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Während Navy und Grau lange die klassischen Sommeranzugfarben waren, rückt jetzt eine andere Farbe in den Mittelpunkt: Braun. Allerdings nicht nur als Schokoladenbraun, sondern auch in helleren Varianten wie Karamell, Sand oder Taupe. Oder kombiniert zum braunen Hemd. Diese Töne wirken elegant, ohne schwer zu erscheinen.

Der fein gemusterte Boss-Anzug zeigt genau das: eine leichte Stoffstruktur und einen warmen Ton, der mit Weiß, Braun oder Hellblau harmoniert. Gleichzeitig steht der Zweiteiler exemplarisch für den Trend zu mehr Volumen – und verbindet damit Farbe und Form der Saison in einem Look.

Für wen geeignet? Der helle, fein gemusterte Ton wirkt besonders sommerlich auf gebräunter Haut, lässt sich aber auch von helleren Hauttypen tragen.

Anlässe: Sommerhochzeiten, Business Casual oder Abendveranstaltungen.

Styling: Besonders modern wirkt Braun mit cremefarbenem T-Shirt oder Strickpolo und Wildleder-Loafern.

Don’t! Schwarze Schuhe wirken zu hart. Unbedingt Schuhe in Braun, Cognac oder Beige tragen.

Für heiße Tage: Der Sommeranzug mit Shorts

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Ein Trend, der immer häufiger auch auf den Laufstegen auftaucht: Tailoring mit Shorts. Was früher vor allem in warmen Klimazonen eine elegante Alternative zum klassischen Anzug war, wird jetzt auch hierzulande - Achtung, Wortspiel: immer heißer.

Das karierte Set von Dressler zeigt, wie stilvoll und lässig das aussehen kann. Das Sakko bleibt klassisch, die Shorts bringen Leichtigkeit, entscheidend ist die Balance! Und wenn der Anlass mehr Form verlangt, wird das Sakko einfach mit langer Hose getragen.

Für wen geeignet? Am besten für Männer mit sportlichen Beinen und/oder mittlerer Körpergröße.

Anlässe: Sommerpartys, Urlaubsdinner oder Events mit lockerem Dresscode.

Styling: Espadrilles oder Loafer passen zu den Temperaturen, während Sonnenbrille und Einstecktuch für die nötige Eleganz sorgen können.

Achtung! Shorts sollten knieumspielend sein. Zu kurze Modelle wirken schnell nach Strand statt nach Anzug.

Mismatch-Tailoring: zwei Teile, ein Look

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Ein weiterer Trend der Saison: Mismatch-Tailoring. Dabei werden Sakko und Hose bewusst aus unterschiedlichen Stoffen oder Farben kombiniert. Das wirkt weniger formell und macht den Anzug deutlich vielseitiger.

Ein klassisches Beispiel ist der navyfarbene Blazer von Hackett mit Goldknöpfen, kombiniert mit einer hellen Chino - British Heritage at its best!

Für wen geeignet? Dieser Look funktioniert bei fast allen Körperformen und wirkt besonders gut bei breiteren Schultern.

Anlässe: Business Casual, Reisen oder Sommerdinner.

Styling: Der Blazer funktioniert auch zu Jeans oder Leinenhose, während die Chino mit Polo oder Hemd einen entspannten Sommerlook ergibt.

Don’t! Sakko und Hose sollten unterschiedlich sein, aber farblich harmonieren. Zwei fast identische Blautöne wirken schnell wie ein missglückter Anzug.

Der moderne Business-Anzug: klar, leicht, unkompliziert

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Nicht jeder Sommeranzug muss nach Urlaub aussehen. Auch ein neu interpretierter Business-Anzug wie der von CG – Club of Gents eignet sich für beinahe jede Gelegenheit – klar geschnitten, aber sommerlich gedacht.

Für wen geeignet? Ideal für Männer, die einen vielseitigen Anzug suchen, der sowohl im Büro als auch auf Veranstaltungen funktioniert.

Anlässe: Business-Termine, Sommerhochzeiten oder Abendveranstaltungen.

Styling: Modern wirkt der Look mit offenem Hemdkragen, Loafern und einem Einstecktuch.

Achtung! Zu formelle Kombinationen – etwa mit steifer Krawatte und schwarzen Oxfords, lassen den Look schnell wieder wie einen Büroanzug wirken.

Klassische Eleganz: Doppelreiher und Drei-Knopf-Sakkos

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Neben entspannten Silhouetten kehren auch klassische Tailoring-Details zurück. Der Doppelreiher, ursprünglich im 19. Jahrhundert als informellere Alternative zum Frack gedacht, erlebt aktuell ein Comeback. Aber statt strenger Konstruktion setzen viele Labels auf weichere Schultern und entspannte Materialien.

Ein schönes Beispiel ist der Anzug von Tiger of Sweden, der Sommerleinen und Drei-Knopf-Design verbindet. Der dritte Knopf verleiht mehr Struktur und eine dandyhafte Lässigkeit.

Für wen geeignet? Besonders gut für größere Männer oder für Männer mit schmaler Taille.

Anlässe: Sommerhochzeiten, elegante Abendveranstaltungen oder formellere Business-Anlässe.

Styling: Am besten mit offenem Hemdkragen, Loafern oder leichten Derbys. Eine Sonnenbrille im Retro-Stil unterstreicht den klassischen Look.

Don’t! Der Doppelreiher wirkt nur geschlossen richtig. Offen getragen verliert er seine Silhouette.

Leinen – der Sommerstoff schlechthin

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Wenn die Temperaturen steigen, bleibt Leinen der beste Stoff für Sommeranzüge. Die offene Faserstruktur sorgt dafür, dass die Luft zirkulieren kann, und macht den Stoff deutlich angenehmer zu tragen. Entscheidend ist die richtige Balance: Leinen muss entspannt sitzen, aber nicht zu weit wirken, sonst verliert die Silhouette schnell Struktur.

Ein gutes Beispiel ist der Leinen-Blazer von Hackett mit passender Chino. Farblich funktionieren Naturtöne wie Beige oder Sand, aber auch weichere Grüntöne, die dem Look genau wie beinahe jedem Hauttyp Frische verleihen.

Für wen geeignet? Ideal für Männer, die schnell schwitzen oder einen besonders luftigen Sommeranzug suchen.

Anlässe: Urlaub, Sommerhochzeiten, Gartenpartys oder Dinner im Freien.

Styling: Leinen wirkt besonders gut mit Leinenhemd, Strickpolo oder T-Shirt und Loafern oder Espadrilles.

Achtung! Leinen knittert – das gehört zum Look. Wer absolut glatte Stoffe erwartet, sollte lieber zu Baumwollmischungen greifen.

Die Krawatte ist zurück

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Fast unbemerkt taucht ein Detail wieder auf, das viele längst abgeschrieben hatten: die Krawatte. Seit dem Winter ist sie auf den Laufstegen zurück - von Saint Laurent über Drôle de Monsieur bis Emporio Armani oder Hackett, allerdings entspannter interpretiert als früher.

In der Freizeit eignen sich vor allem schmale Seidenkrawatten oder Strickvarianten, die wirken weniger steif. Aber auch das gestreifte Businessmodell ist wieder en vogue.

Für wen geeignet? Der Trend funktioniert besonders gut bei schlanken bis mittelbreiten Körperformen, weil eine Krawatte die Silhouette streckt.

Anlässe: Sommerhochzeiten, Business-Events oder elegante Abendveranstaltungen.

Styling: Am modernsten wirkt die Krawatte mit einem leicht geöffneten Sakko und einem Hemd ohne steifen Kragen. Auch Kombinationen mit Leinenanzügen oder Mismatch-Looks funktionieren gut.

Don’t! Der Knoten sollte nicht zu streng gebunden sein. Zu perfekt sitzende Krawatten wirken schnell wieder nach klassischem Büro-Look. Und auch die Länge zählt: Idealerweise endet sie etwa auf Höhe des Hosenbunds – weder zu kurz noch zu lang.

Zum Schluss: 5 Regeln für Sommeranzüge

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1. Sommeranzüge brauchen weniger Perfektion. Ein leicht zerknittertes Leinenhemd, ein offener Kragen oder ein lockerer Knoten gehören zum Look. Zu perfekte Kombinationen sehen schnell nach Büro statt nach Sommerabend aus.

2. Die Teile eines guten Sommeranzugs funktionieren auch separat. Wenn Hose, Hemd oder Polo auch alleine gut aussehen, ist der Anzug richtig gewählt. Moderne Tailoring-Pieces sollten gerade bei heißen Temperaturen immer auch separat funktionieren.

3. Weniger ist mehr. Im Sommer bitte lieber zu einfachen Kombinationen greifen: T-Shirt oder Polo statt Hemd, Loafer statt Oxfords. Auch bei Details gilt: lieber ein oder zwei gezielte Akzente – etwa eine Uhr oder ein Einstecktuch – statt zu vieler Elemente.

4. "Hell yes!" oder No. Bei jedem Anzug gilt die einfache Regel: Entweder er ist ein klares Ja, oder, wie die Amerikaner sagen, ein: "Hell yes!". Fehlt dieses Gefühl, ist er es meist nicht. Wirklich gute Modelle überzeugen sofort und tragen sich ganz selbstverständlich.

5. Der Stoff entscheidet alles. Leinen, Baumwollmischungen oder leichte Wollstoffe sorgen dafür, dass der Anzug luftdurchlässig bleibt. Businessstoffe sind im Sommer fast immer zu warm.

Fazit