Nackt schlafen mindert Stress fühlt sich gut an. Probieren Sie's aus. Estrada Anton/ Shutterstock.de

Nackt schlafen Darum solltest du im Bett ab sofort auf Kleidung verzichten

Nur knapp jeder zehnte Deutsche tut es: auf Schlafanzug oder Klamotten im Bett verzichten. Darum solltest auch du ab sofort nackt schlafen

Nur 10 % der Bevölkerung schläft nackt. Die meisten stehen dem Nacktschlafen also eher skeptisch gegenüber. Warum eigentlich? Wir haben den Schlafforscher Dr. Hans Günter Weeß, Autor des Buches  "Schlaf wirkt Wunder", gefragt, warum man überhaupt nackt schlafen sollte. Das sind die 7 Gründe, warum Nacktschlafen einen Versuch Wert ist:

1. Nacktschlafen ist gesund und hygienisch

Fakt ist: "Nacktschlafen kann einen Vorteil für die Haut haben", so der Experte. Wenn du zu der Fraktion der Nacktschläfer gehörst, schwitzt du nachts weniger als Schlafanzug-Schläfer, vor allem in den intimen Zonen des Körpers. Somit wird der Nährboden für gefährliche Bakterien und Pilze entzogen. 

Die Pyjamafraktion argumentiert hingegen, dass es unhygienisch sei, textilfrei zu schlafen. Stimmt nicht ganz. Nacktschlafen ist unter einer Bedingung hygienischer: Wenn du deine Bettwäsche häufiger wäschst. Schlafforscher Weeß: "Nacktschläfer sollten ihre Bettwäsche mindestens zwei Mal pro Woche wechseln. Nachts schwitzt man und verliert bis zu 0,75 Liter an Flüssigkeit. Diese sammelt sich natürlich in der Bettwäsche."  Aber mal ehrlich: Wie oft wäscht du deinen Pyjama, der sich jede Nacht mit Schweiß vollsaugt?

Nackt schlafen reduziert Körpergerüche.
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Nacktschlafen reduziert Körpergerüche

 2. Nacktschläfer sind selbstbewusst

Ein weiteres Argument, um im Bett blank zu ziehen: Du bekommst ein besseres Körpergefühl. "Wer nackt schläft, fühlt sich sexy", betont der Schlafforscher. Zugegeben: Du wirst nicht zum Adonis, nur weil du im Adamskostüm schläfst. Aber Nacktschlafen wirkt sich positiv auf dein Selbstbewusstsein aus. Fühlst du dich wohl in deiner Haut, gibt es kaum ein besseres Gefühl als frische Bettwäsche auf der nackten Haut zu spüren. Und dieses Selbstbewusstsein strahlst du dann aus, auch auf Frauen.

3. Nacktschläfer haben mehr Sex

Liegen zwei Menschen nackt nebeneinander, erhöht sich die Chance auf gegenseitigen Körperkontakt. Denn die Wahrscheinlichkeit für erotische Momente ist höher, wenn deine Liebste nackt ist, als wenn sie im Oma-Pyjama neben dir liegt, oder? Was wiederum eure Beziehung verbessert. 

Nackt Schläfer haben mehr Sex.
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Nacktschläfer haben mehr Sex

4. Nacktschlafen mindert Stress

"Wenn Menschen sich gegenseitig berühren, wird das Bindungshormon Oxytozin ausgeschüttet", erklärt Weeß. Das führt dazu, dass beide Partner sich entspannen. "Durch die Ausschüttung von Oxytozin wird die Bildung des Stresshormons Cortisol minimiert. Das sorgt dafür, dass beide Partner sich beruhigen", erklärt der Experte.

Doch nicht nur das: Durch das Bindungshormon Oxytozin wird dein Immunsystem gestärkt. Der Blutdruck verlangsamt sich und sogar depressiven Stimmungen kann durch das Kuschelhormon vorgebeugt werden. Vorausgesetzt natürlich, dass man sich gegenseitig attraktiv findet. Liegen zwei Menschen nebeneinander, die sich nicht riechen können, bleibt der Effekt aus.

5. Nackt zu schlafen kann dein Sperma verbessern

Generell gilt: Ziehe enge Slips vor dem Zubettgehen aus! Spermien mögen weder Wärme noch Kleidung, die dich untenrum einengt. Hier kann es durchaus von Vorteil sein, nackt ins Bett zu gehen. Aber wenn nicht, dann trägt man am besten einen weitgeschnittenen Pyjama. "So haben die Genitalien genug Platz. Man sollte aus diesem Grund auch darauf achten, dass es unter der Decke stets kühl genug ist", so der Experte. Deshalb sollte die Außentemperatur des Schlafzimmers nicht über 21 Grad liegen.

Nackt Schläfer haben eine stärkere Bindung zum Partner.
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Nacktschläfer haben eine stärkere Bindung zum Partner

6. Nacktschlafen heizt den Stoffwechsel an

Während du schläfst, verbrauchst du fast so viele Kalorien wie im Wachzustand. Driftest du ins Reich der Träume ab, gehen in deinem Gehirn nicht die Lichter aus. Schläfst du zusätzlich nackt, kann sich der Kalorienverbrauch erhöhen. Vorausgesetzt, du liegst nicht unter der Decke, oder die Umgebungstemperatur beträgt weniger als 21 Grad. Der Grund ist plausibel: Ist es kälter, benötigt der Körper mehr Aufwand, um seine Kerntemperatur aufrecht zu erhalten und sich der Umgebungstemperatur anzupassen. Doch Vorsicht: Zu kalt sollte dein Schlafzimmer nicht sein. Sonst wirst du nicht schlank, sondern krank.

Tipp: Dein Schlafzimmer sollte eine Temperatur von 16-21 Grad haben. Dann kannst du ohne Sorge nackt schlafen.

7. Nacktschlafen reduziert Körpergerüche

"Schläft man im Pyjama, bleiben Körperflüssigkeiten wie Schweiß länger auf der Haut und sammeln sich in den Hautfalten, wie zum Beispiel im Genitalbereich," erklärt der Experte. Deshalb ist es wahrscheinlicher, dass man im Pyjama unangenehmer riecht als nackt. Aber auch hier gilt: Textilfrei ins Bett zu gehen, ist natürlich kein Ersatz für die Dusche.

Nackt oder nicht? Das muss jeder für sich selbst beantworten. Aber: Viele Argumente sprechen dafür, es zumindest einmal auszuprobieren. Nacktschlafen mindert Stress und sorgt für ein sexy Körpergefühl – die besten Voraussetzungen für guten Schlaf!

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