Kalte Ohren: 6 Tipps für gesunde, warme Ohren im Winter

Im Winter gehört draußen immmer eine Mütze über die Ohren
Unsere Ohren besitzen eine besonders dünne Haut und kühlen bei Kälte extrem schnell aus. Deshalb: Mütze auf bei Kälte!

Einen Satz heiße Ohren gefällig? Kalte Ohren tun nicht nur weh, sie bergen auch schmerzhafte Gesundheitsrisiken. Mit diesen Tipps kommen Sie gesund durch den Winter

Wenn es draußen kalt wird und ein eisiger Wind weht, greift man zu dicker Jacke und gefütterten Boots – aber Mützen kommen oft nur zu Einsatz, wenn sie optisch zum Look passen. Keine gute Entscheidung! Denn die Haut an den Ohren ist besonders dünn. Die Nerven im Gehörgang verlaufen direkt unter der Haut, eine isolierende Fett- oder Muskelschicht gibt es nicht.

Die Folge: Die Ohren werden besonders schnell eiskalt und schmerzen. Kalte Ohren sind aber nicht nur verdammt unangenehm, sondern bergen auch gesundheitliche Risiken. Warme Ohren fühlen sich nur besser an, sie schützen auch vor ernsthaften Gesundheitsschäden.

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Gesundheitliche Risiken durch kalte Ohren im Winter:

  • Die geringere Durchblutung am und im Ohr macht es Bakterien und Viren leichter, sich festzusetzen und Ohrenentzündungen, z.B. Mittelohrentzündungen, auszulösen.
  • Wer gleich nach dem Duschen oder der Sauna mit Wasserresten im Ohr in die Kälte geht, steigert das Infektions-Risiko zusätzlich, denn im feuchten Klima fühlen sich Bakterien und Viren besonders wohl.
  • Kälte und Wind reizen die Gehörgänge. Das führt oft zu neuralgischen Schmerzen im äußeren Teil des Ohres.
  • Ein kalter Kopf mit kalten Ohren kann zu dauerhaften Muskelanspannungen im Kopf- und Nackenbereich führen, die im tiefen Kopfgelenkbereich zu Hörstörungen wie Tinnitus führen können.
  • Bei Minusgraden kann es an den Ohrmuscheln leicht zu Erfrierungen kommen.
  • Wer ein Hörgerät trägt, muss wissen, dass die Batterien bei Kälte sich schneller entleeren. Entsteht durch den schnellen Wechsel vom warmen Innenraum in die Kälte Kondenswasser, kann das die Elektronik stören.

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    6 Tipps für gesunde, warme Ohren in der kalten Jahreszeit:

    1. Ob mit Mütze, Stirnband, Ohrenschützer oder einem gepolsterten, ohrumschließenden  Kopfhörer: Halten Sie Ihre Ohren in der kalten Jahreszeit immer warm. Dadurch bleiben die Schleimhäute besser durchblutet, die Infektionsgefahr (z.B. Mittelohrentzündung) reduziert sich und Sie beugen Kälteschmerzen und Erfrierungen an der Ohrmuschel vor.
    2. Nach dem Duschen, dem Schwimmbad- oder Saunabesuch sollte der Gehörgang immer möglichst gut getrocknet werden. Vorsichtiges Föhnen kann helfen, wenn Sie ein Eile sind.
    3. Bei Ohrinfektionen und stärkeren Erfrierungen sollte zügig der Haus- oder HNO-Arzt aufgesucht werden. Unbehandelt können sie zu Gehör-Schädigungen führen.
    4. Lassen Sie sich von Ihrer Partnerin in einem beheizten Raum leicht die kalten Ohren massieren. So kommt der Blutstrom wieder im Gang und leichte Kälteschäden gehen dann meist wieder von allein weg.
    5. Um die Durchblutung anzuregen, sollte besonders in der kalten Jahreszeit auf gesunde Ernährung und viel Bewegung geachtet werden. Dies kommt auch der Ohrgesundheit zugute.
    6. Metall nimmt Kälte schnell auf und kann die Körperstellen, mit denen es in Kontakt ist, rasch auskühlen. Deswegen: Raus mit Ohrringen!

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    Achtung: Zu den beliebtesten Tipps gegen Ohrenentzündungen im Winter gehört, Watte in die Ohren zu stecken. Doch dieses Hausmittel bietet keinen Schutz vor Kälte und birgt zudem ernsthafte Gefahren. Denn Watte im Ohr kann Entzündungen im Gehörgang hervorrufen. Durch die Watte wird der Gehörgang nur schlecht belüftet, was ein feuchtwarmes Milieu schafft, in dem sich Krankheits-Erreger gut entwickeln können.

    Fazit: Halten Sie im Winter Ihre Ohren warm, egal wie!

    Denken Sie daran: Auch über In-ear-Kopfhörer gehört eine Mütze. Wie bei der Watte kann die Kombination aus Kälte und schlechter Belüftung schnell Entzündungen im Ohr hervorrufen. Mit einer Mütze oder Kaputze geschützt kann dagegen klirrende Winterkälte Ihren Ohren nichts anhaben.

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