Selbstbewusstsein stärken: 5 Tipps, die Sie sofort selbstbewusster machen

5 Tipps, die Sie sofort selbstbewusster machen
Selbstbewusste Menschen sind erfolgreich, werden bewundert und wecken Selbstvertrauen in anderen.

Sie leiden an Selbstzweifel? Gelten als Bedenkenträger? Dabei wollen Sie endlich erfolgreich sein. Mit diesen 5 Maßnahmen vom Persönlichkeitstrainer stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein

Jeder kennt Situationen, in denen er im Nachhinein denkt: "Warum bin ich da nicht selbstbewusster aufgetreten?" Die Frau auf der Party, die man nicht angesprochen hat, die Gehaltsverhandlung, das Vorstellungsgespräch – alles Gegebenheiten, in denen sich ein gesundes Maß an Selbstvertrauen positiv auswirkt. Bis zu einem gewissen Grad sind wir eben alle ängstlich. Manche mehr als andere. Denn es gibt Menschen, die im Leben oftmals die Nase vorn haben: Selbstbewusste Menschen sind erfolgreich, werden bewundert und wecken Selbstvertrauen in anderen. Es sind Menschen, die ihre Ängste direkt angehen und oftmals auch risikofreudiger sind. Ganz gleich, welches Problem ihnen im Weg steht, Menschen mit Selbstvertrauen haben die Fähigkeit, Herausforderungen zu überwinden. Neidisch? Wir haben mit einem der erfolgreichsten Persönlichkeitstrainer im deutschsprachigen Raum gesprochen: Christian Bischoff (Live-Seminar Die Kunst, Dein Ding zu machen). Von ihm wollen wir wissen: Wie kann man sein Selbstbewusstsein trainieren?

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Selbstvertrauen heißt, sich selbst in möglichst vielen Lebenssituationen zu vertrauen.
Selbstvertrauen heißt, sich selbst in möglichst vielen Lebenssituationen zu vertrauen.

Was macht Selbstvertrauen aus? 

Selbstvertrauen heißt erst einmal, sich selbst in möglichst vielen Lebenssituationen zu vertrauen. Wer Selbstvertrauen hat, besitzt die innere Sicherheit, einen Weg zu finden, um etwas zu schaffen. So haben Sie etwa den Mut, neue Dinge auszuprobieren. Das Gegenteil von Selbstvertrauen ist meist Angst. Zum besseren Verständnis: Es gibt Angst als Zustand und als Eigenschaft. Die eine mobilisiert, die andere lähmt. Die Zustandsangst ist noch aus der Evolution in uns angelegt: Sie ist etwas gutes, eine Überlebenstechnik, als wir noch vor gefährlichen Tieren weglaufen mussten. Sie lässt uns also vor realen bedrohlichen Situationen fliehen. Dagegen ist die Eigenschaftsangst eher schlecht. Sie lähmt. Menschen mit zu viel Eigenschaftsangst schätzen Situationen als gefährlich ein, obwohl gar keine akute Bedrohung vorliegt. Beispiel: Sie haben Angst, vor Menschen eine Rede zu halten. 

Vor allem diese Form der Angst ist eine Illusion in unserem Kopf, erklärt der Experte. Und sie wird umso größer, je mehr wir über mögliche negative Konsequenzen nachdenken. Die Lösung: Mut! Aber Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Es bedeutet, trotz Angst zu handeln und diese so zu besiegen. Frei nach dem Motto: Springen Sie vom 10 Meter-Turm im Schwimmbad. Wenn Sie fallen, ist das Schlimmste schon vorbei. So besiegen Sie durch Erfahrung mit der Zeit die Angst. Die Belohnung: Selbstvertrauen. Sie wissen jetzt, dass Sie es können, dass Sie keine Angst mehr haben müssen – oder, dass Sie sich selten so frei gefühlt haben, wie in den Sekunden nach dem Sprung vom 10er-Turm.

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Mit Mut und Erfahrung besiegen Sie mit der Zeit die Angst.
Mit Mut und Erfahrung besiegen Sie mit der Zeit die Angst.

Was sind Auswirkungen von zu wenig Selbstbewusstsein?

Hier müssen wir unterscheiden: Selbstbewusstsein ist etwas anderes als Selbstvertrauen. Es heißt, sich selbst bewusst zu sein. Sich selbst zu kennen. Selbstbewusstsein heißt zum Beispiel, Antworten auf die Fragen zu haben: Wer bin ich? Was macht mich aus? Was will ich im und vom Leben? Wofür stehe ich? Was sind meine Stärken und Schwächen? Nach welchen Werten richte ich mein Leben aus? Bischoff: "Wer kein Selbstbewusstsein hat, sich selbst also nicht kennt, kann sein Leben nicht nach den eigenen Bedürfnissen ausrichten. Er erkennt oft nicht die wahren Ursachen für Probleme in seinem Leben – oder die Möglichlichkeiten, die in einem selbst stecken." Selbstbewusstsein ist daher auch ein Baustein für mehr Selbstvertrauen.

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Wie wichtig ist Selbstbewusstsein für (beruflichen) Erfolg? 

Sehr wichtig. "Nur wer seine Stärken kennt, kann sie auch optimal einsetzen", sagt Experte Bischoff. Jeder Unternehmer und Selbstständiger weiß, beruflicher Erfolg entsteht viel leichter, wenn Sie auf Ihre Stärken eingehen können.

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Arbeiten Sie an Ihrer Körperhaltung
Arbeiten Sie an Ihrer Körperhaltung.

Kann man auch zu viel Selbstvertrauen haben?

Selbstvertrauen ist natürlich eine Eigenschaft, die begeistern kann: Viele Menschen reagieren deutlich positiver auf Menschen, die ein selbstbewusstes Auftreten haben. Aber: Man kann es auch übertreiben. Zu viel Selbstvertrauen kann in Arroganz, Selbstverliebtheit oder in überhebliches Verhalten abdriften. Wenn jemand sich für etwas Besseres als seine Mitmenschen hält, ist das für das Umfeld dieser Person oftmals unangenehm. Dieser Mensch wird vielleicht respektiert für seine Leistungen, aber er wird nicht wirklich geliebt werden. Andere Menschen wollen nicht mit jemandem Zeit verbringen, der überheblich ist.

Kann ich Selbstbewusstsein lernen? 

Ja, Sie können Ihr Selbstbewusstsein stärken. Aber: Dies passiert natürlich nicht von heute auf morgen. Sie werden nicht sofort vor Selbstvertrauen strotzen, wenn Sie ein Ziel erreicht haben. Nur weil man ein Kompliment bekommt, steigt das Selbstwertgefühl ja auch nicht ins Unermessliche.

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5 Schritte, um mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen  

Schritt 1: Übernehmen Sie Verantwortung

Nur Sie alleine sind dafür verantwortlich, wie Ihr Leben verläuft. Lassen Sie Ihr Leben nicht durch andere übermäßig bestimmen! Treffen Sie Entscheidungen anhand Ihrer Kriterien. Wenn Sie das verstanden haben, können Sie nach Ihren Zielen streben und Ihr Selbstbewusstsein stärken. Das ist die wichtigste Grundvoraussetzung für alles weitere. 

Schritt 2: Finden Sie Ihre Stärken

Schreiben Sie eine Liste und beantworten Sie dafür folgende Frage: Was sind meine Stärken? Finden Sie heraus, was Sie besonders gut können. Experten Buchtipp: “Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt!: Das Gallup-Prinzip für individuelle Entwicklung und erfolgreiche Führung” (Campus Verlag).

Schritt 3: Suchen Sie Ihre Passion 

Wofür brenne ich? Wann vergesse ich die Zeit? Diese Antwort ist zentral auch für ein glückliches und zufriedenes Leben, weil Sie dadurch die für Sie ideale Tätigkeit herausfinden. Die Formel hier lautet: Wer Spaß an seiner Arbeit hat, der leistet meistens auch gute Arbeit ab. Und gute Arbeit steigert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Es darf, aber muss nicht zwingend der Hauptberuf sein: Wenn Sie einen sicheren Job haben, der für Sie in Ordnung ist, dann finden Sie ein Hobby, für das Sie brennen.  

Positives Denken ist die Grundlage für eine positive Ausstrahlung, die Ihren Mitmenschen sofort auffallen wird.
Positives Denken ist die Grundlage für eine positive Ausstrahlung, die Ihren Mitmenschen sofort auffallen wird.

Schritt 4: Arbeiten Sie an Ihrer Körperhaltung

Warum? Weil die Körperhaltung tatsächlich zwei unterschiedliche Auswirkungen hat: Zum einen beeinflusst sie Ihre innere Selbstsicherheit. Und zum anderen strahlt die richtige Körperhaltung Selbstbewusstsein aus. Strecken Sie Ihren Rücken durch, der Blick sollte nach vorne gerichtet sein, die Schultern nach hinten und die Brust raus. Und: Lächeln Sie! Menschen, die lächeln, wirken positiver und attraktiver auf ihre Mitmenschen. Plus: "Wenn Sie lächeln, erkennt Ihr Gehirn, welche Muskeln genutzt werden. Das sorgt dafür, dass es mehr Glückshormone ausschüttet", sagt Bischoff. Versuchen Sie diese Körperhaltung grundsätzlich zu halten. Sie werden feststellen: Die Welt fühlt sich gleich ganz anders ein. Erobern Sie sie mit einem Lächeln.  

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Schritt 5: Denken Sie positiv

Akzeptieren Sie keine schlechten Gedanken. Sie sehen nicht gut genug aus, sind nicht schlau, sind nicht sportlich genug? Solche Gedanken können zu selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Pessimismus und negative Gedanken sind wie schwarze Löcher im Universum: Sie entwickeln eine so starke Anziehungskraft, dass Sie selbst darin verschwinden. Jeder kennt diesen einen verbitterten Menschen. Wollen Sie mit dieser Person Zeit verbringen? Wohl kaum. Positives Denken ist die Grundlage für eine positive Ausstrahlung. Diese Ausstrahlung wird Ihren Mitmenschen sofort auffallen. Also: Denken Sie an schöne Momente oder etwas, dass Sie aufheitert. Und schon strahlen Sie mehr Selbstsicherheit aus.

Fazit: Sie müssen nur anfangen

Jeder Mensch hat ein Ziel im Leben, sei es mehr Erfolg im Beruf oder, einfach nur glücklich und zufrieden zu sein. Selbstvertrauen ist dafür eine wichtige Eigenschaft, die Sie lernen können. Unsere 5 Schritte zu mehr Selbstvertrauen sind ein guter Anfang. Haben Sie Mut, fangen Sie an!

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