Minimalismus lernen: Wie Sie in 7 Tagen ein einfacheres Leben führen

Minimalismus für Anfänger
Minimalismus für Beginner: wie Sie sich in 7 Schritten von Altlasten befreien

Sie haben kaum Zeit für Dinge, die Spaß machen? Am Monatsende ist das Geld oft knapp und Aufräumen geht Ihnen auf den Geist? Holen Sie sich Ihr Leben zurück! Die Anleitung für ein einfaches Leben in 1 Woche

Haben Sie schon einmal von Minimalismus gehört? Das sind doch diese Spaßbremsen, die auf alles Schöne im Leben verzichten, denken Sie? Von wegen! Eines stimmt, Minimalisten lassen gern los – und zwar Dinge, die sie getrost entbehren können. Dafür ernten sie (Stress-)Freiheit. Wie auch Sie in nur einer Woche Ihre Zeit und das Maß an Zufriedenheit verdoppeln, indem Sie unnützes Lebensgepäck halbieren.

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Die 10 besten Gründe für den minimalistischen Lebensstil

Stellen Sie sich vor, morgen stände nur noch die Hälfte aller Gegenständen in Ihrer Wohnung. Das verunsichert Sie? So geht es vielen Menschen. Aber vielleicht kennen Sie auch das Gefühl, wenn Sie Dinge weggeworfen haben, die Sie längst loswerden wollten. Es fühlt sich nämlich verdammt gut an, das Leben zu entrümpeln. Denn das schafft nicht nur Platz in Ihrer Wohnung, sondern gibt Ihnen im Leben auch mehr Luft zu Atmen. Die größten Vorteile vom Leben als Minimalist im Überblick:

1. Dank Minimalismus haben Sie weniger Geldsorgen

Minimalisten kaufen nur, was sie wirklich brauchen. Wieso sollten Sie sich ein paar Schuhe zulegen, wenn Sie schon 9 gute Paar im Schrank haben? Oft erwerben wir Dinge aus dem bloßen Spaß am Konsumieren. Und das geht unnötig ins Geld. Minimalisten leben zudem oft auf kleiner Wohnfläche und zahlen weniger Instandhaltungskosten. Schöner Nebeneffekt: Wer Minimalist wird, verdient sogar. Durchs Verkaufen von Dingen, die doppelt oder ungenutzt im Haushalt vergammeln, kommt Kohle rein.

Nie wieder Unordnung dank Minimalismus!
Nie wieder aufräumen: Minimalismus verhindert Chaos (auch im Kopf)

2. Minimalisten müssen seltener aufräumen

Es ist ganz einfach: Wer wenig besitzt, kann weniger unordentlich machen. Hohe Papier- oder Zeitschriftenstapel und Chaos im Kleiderschank kennen Minimalisten nicht. Staubfänger – was ist das?

3. Ein einfaches Leben bedeutet weniger Stress

Wer viel hat, muss sich ständig darum Gedanken machen, wie er seinen Besitz schützt. Die Verlustangst kann auf Dauer stressen. Wer nur wenige Kostbarkeiten besitzt, schläft ruhiger. Übrigens nicht nur im übertragenen Sinne: Es ist erwiesen, dass Menschen in einem cleanen Schlafzimmer besser schlafen als in einem vollgestopften Schlafgemach.

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4. Minimalisten haben mehr Zeit

Minimalisten konzentrieren sich auf Dinge, die sie mit Sinn erfüllen. Sie tun lieber weniger und das dafür enthusiastisch als viele Angelegenheiten halbherzig. Sie sparen außerdem Zeit, weil Sie sich weder um die Pflege von Gegenständen (zum Beispiel Auto waschen) noch ums ständige Aufräumen kümmern müssen. Da der Minimalist einen überschaubaren Kleiderschrank hat, kann er morgens getrost 10 Minuten später aufstehen, weil er nicht erst überlegen muss, was er anzieht.

5. Sie können sich besser entscheiden

Auf dem Weg zum Minimalisten lernen Sie zu verstehen, was Ihnen wirklich wichtig ist. Beispiel: Angenommen, Sie müssten wählen, ob Sie lieber im Chefsessel oder in einen rückenfreundlichen Stuhl sitzen. Wenn Ihnen Ihre Gesundheit lieb ist, fällt Ihnen die Entscheidung leicht. Je öfter Sie darauf hören, was Sie (nicht andere!) wollen und entsprechende (Bauch-)Entscheidungen treffen, desto leichter tun Sie sich in Wahlsituationen.

6.Wenn Sie Ihr Leben entrümpeln, sind Sie flexibler

Ist ein Umzug für Sie stets mit Stress verbunden? Minimalisten sehen einem Wohnungswechsel entspannt entgegen. Sie müssen wenige Kisten packen und schleppen. Durch weniger Hab und Gut sind Minimalisten meist ungebundener. Sie machen sich generell weniger abhängig von äußeren Umständen.

7. Minimalismus macht zufriedener

Minimalisten definieren ihr Glück nicht durch das, was sie haben, sondern durch das, was sie tun. Wer mit sich selbst im Reinen ist, braucht keine Dinge anhäufen, um sich vollständig oder wertvoll zu fühlen. Das Gefühl, loslassen zu können und sich selbst Freiheit zu schaffen, erfüllt viele Menschen mit einer inneren Ausgeglichenheit und einem hohen Maß an Selbstwirksamkeit.

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8. Ein einfaches Leben fördert Konzentration und Kreativität

Wer nicht ständig von externen Dingen abgelenkt ist, sucht nach Inspiration im Inneren. Klingt komisch? Dann überlegen Sie mal, wo Sie fokussierter trainieren? In einer vollen Muckibude oder auf der freien Trainingsfläche. Und wo arbeiten Sie konzentrierter: im chaotischen Großraumbüro oder im aufgeräumten Workspace?

Immer gut angezogen: Die Kleiderwahl macht Minimalisten keinen Stress

9. Sie machen einen guten Eindruck

Minimalistisch zu leben, bedeutet nicht, dass Sie nur noch in verlotterten Klamotten herumlaufen sollten oder sich in eine 10-Quadratmeter-Wohnung einquartieren müssen. Im Gegenteil: Minimalisten setzen auf Qualität, die lange hält und ordentlich aussieht. Minimalisten wirken auf andere meist gut organisiert, entschlusskräftig und dennoch entspannt: "Wie macht der das bloß?"

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10. Als Minimalist tun Sie etwas für die Umwelt

Minimalisten verursachen wenig Müll, weil sie sich nicht ständig neue Dinge kaufen und alte dafür wegwerfen – sie treffen bewusstere Kaufentscheidungen. Ein einfacher Lebensstil geht oft auch mit einem niedrigen Energieverbrauch einher – das schont nicht nur den Gedbeutel, sondern auch die Umwelt. Minimalismus ist also nachhaltig.

Wie Sie in nur 7 Tagen zu Mr. Minimalist werden

Ausmisten klingt nach Arbeit. Doch das ist gar nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Im Gegenteil: Es kann sogar Spaß machen. Im Idealfall gehen Sie eine Baustelle nach der anderen an. Wenn Sie sich an die folgenden Tipps halten, haben Sie in nur einer Woche mehr Zeit, mehr Kohle und weniger Stress.

Montag: Was ist Ihnen im Leben wichtig?

Für den ersten Schritt zum Minimalisten müssen Sie keinen Finger krumm machen. Sie sollten sich nur eine Frage stellen: Was ist Ihnen im Leben am wichtigsten? Ist es freie Zeit, Sport, Reisen, Ihre Arbeit oder eine gut dekorierte Wohnung? Vielleicht hängen Sie an Ihrer Sneaker-Sammlung – auch das schließt einen minimalistischen Lebensstil nicht aus. Denn es geht darum, an den Stellen aufzuräumen, die Ihnen nicht wichtig sind, im Vergleich zu Dingen, mit denen Sie sich gern beschäftigen. Heißt: Sie reduzieren Gegenstände und Angelegenheiten, die Sie eher stressen als weiterbringen.

Dienstag: Werden Sie Datenmüll los

Der Speicher vom Handy ist mal wieder voll? Kennen Sie jedes Foto auf Ihrem Handy oder auf Ihrer Festplatte? All die Datenleichen tragen wir jeden Tag mit uns herum. Bewahren Sie nur wichtige Erinnerungen auf (an einem festen Ort abspeichern!) und löschen Sie den Rest. Jedes Bild, das Sie seit Jahren oder Monaten nicht angeschaut haben, kann weg. Dasselbe gilt für Dokumente auf dem Desktop oder Kontakte im Telefonbuch. Und haben Sie noch einen toten Account bei einem sozialen Netzwerk? 

Daten-Minimalismus: Misten Sie Ihren Speicher aus!
Digitaler Minimalismus: Misten Sie Daten auf Ihrem Smartphone aus

Mittwoch: Welche Gegenstände hatten Sie letzten Monat in der Hand?

Es ist der einfachste Trick, um zu erkennen, welche Gegenstände Sie in Ihrem Leben wirklich brauchen: Was hatten Sie im letzten Jahr in der Hand, was haben Sie benutzt? Alles, was seit über einem Jahr in Kisten oder im Keller steht, scheint unnötig zu sein. Trennen Sie sich von Dingen, die nur rumstehen oder kaputt sind. Es sind Gegenstände auf einer früheren Zeit, Sie passen nicht mehr in Ihr aktuelles Leben.

Donnerstag: Belüften Sie den Terminkalender

Um selbstbestimmter durchs Leben zu gehen, sollten Sie auch bei in Ihrer Freizeitgestaltung minimalistischer werden. Gibt es Termine, die Sie nur wahrnehmen, um anderen einen Gefallen zu tun? Reduzieren Sie diese Pflichttermine und schaffen Sie sich so mehr Zeit für Beschäftigungen, die Ihnen guttun. Das heißt nicht, dass Sie ein egoistischer Einzelgänger werden sollen. Es ist tatsächlich umgekehrt: Je mehr Bekanntschaften Sie in sozialen Netzwerken haben, desto oberflächlicher die Beziehungen. Konzentrieren Sie sich auf maximal 15 wichtige Personen in Ihrem Leben, statt für jeden da zu sein.

Freitag: Finden Sie für alles einen Platz

Nie wieder aufräumen! Klingt gut, oder? Damit Sie fortan seltener Sachen zusammensuchen müssen, bestimmen Sie nach dem Aussortieren einen festen Platz für jeden wichtigen Gegenstand. Ihr Besteck liegt schließlich auch immer in der Besteckschublade. Auch an Ihrem Schreibtisch, in Ihrem Kleiderschrank und im Wohnzimmer sollten Dinge feste Ablageorte haben. Nach Benutzung legen Sie es einfach dorthin wieder zurück. Diese Methode sorgt auch dafür, dass Sie sich intensiver mit jedem Gegenstand auseinandersetzen – das schult Ihre Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Samstag: Kaufen Sie nur, was Sie brauchen

Überlegen Sie vor jedem Kauf, ob Sie den Gegenstand wirklich brauchen. Ist ihr Überleben oder Ihr Glück davon abhängig? Haben Sie nicht schon 5 coole (und gut erhaltene) Paar Sportschuhe im Schrank? Wenn die alten Treter tatsächlich ausgelatscht sind, dürfen Sie zuschlagen – und die alten sofort wegschmeißen! Für Lebensmittel gilt das nicht – dennoch lohnt es, auch mal im Küchenregal zu schauen, ob Sie die alten Konserven oder die angebrochenen Reiscracker, die dort seit Monaten stehen, nicht aussortieren können (das Risiko, dass eine Hungersnot ausbricht, ist sehr gering).

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Minimalisten schlafen besser!
Ein minimalistischer Lebensstil schult den Blick fürs Wesentliche und reduziert Stress

Sonntag: Nehmen Sie sich Zeit fürs aufgeräumte Ich

Wenn Sie aussortiert haben, sehen Sie erst, wie viel Sie besitzen. Denn selbst wenn die Hälfte fehlt, steht da immer noch eine Menge. Und das macht Sie dankbarer für das, was Sie haben. Es ist ein gutes Gefühl, wenn Sie sich aktiv darum kümmern, dass Sie mehr Zeit und Raum haben, um sich Angelegenheiten zu widmen, die Ihnen guttun, statt sich um Dinge zu kümmern, die nicht mehr in Ihr Leben passen. Sie können stolz auf sich sein, Sie haben sich eine Woche für ein bewussteres Leben ins Zeug gelegt – und es war gar nicht mal so schlimm, oder?

Fazit: Minimalismus ist nicht bloß ein Trend, sondern ein Lebensgefühl

In welchem Grad Sie Ihr Leben minimieren, bestimmen Sie selbst. Sie müssen nicht Ihren kompletten Haushalt verhökern, um ein einfacheres Leben zu führen. Es reicht, wenn Sie sich immer mal wieder darüber Gedanken machen, was für Sie im Leben gerade zählt. Alles, was Sie behindert oder keinen Nutzen hat, können Sie getrost gehenlassen. Denn Loslassen tut nicht nur gut, es zeigt Ihnnen auch, was Ihnen wirklich am Herzen liegt.

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