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Bart wachsen lassen Die besten Profi-Tricks, um sich einen coolen Vollbart stehen zu lassen

Du willst dir einen coolen Bart stehen lassen? Das ist schwieriger als du denkst. Halt dich an unsere Tipps, dann wirst du nach ein paar Monaten mit einem prächtigen Vollbart belohnt

Was einen guten Bart von einem großartigen Bart unterscheidet, ist die Form: Er sollte den Kiefer akzentuieren und ihn quadratischer wirken lassen. Und während die Gene entscheiden, wie schnell und wie dicht dein Bart wächst, gibt's ein paar Schritte, die jeder Mann unternehmen kann, damit sein Bart am Ende der Reise – ob sie nun 2, 3 oder vier Monate dauert – großartig aussieht:

Die ersten Wochen: Hör auf dich zu rasieren

Ja, das ist offensichtlich. Aber, wenn du je probiert hast, dir einen Bart stehen lassen (und daran gescheitert bist), weißt du, dass es lange nicht so leicht ist, sich nicht zu rasieren, wie es klingt. Die meisten Männer hadern nicht etwa mit Ungeduld, sondern mit den "Nebenwirkungen" eines neuen Bartes: Die Haare pieksen erstmal ganz schön und können Hautirritationen hervorrufen. Und selbst, wenn dein Bart am Anfang noch lückenhaft aussieht, lohnt es sich dranzubleiben: Sobald die Haare länger werden, schließen sich die Lücken (optisch). Versuch unbedingt erstmal 2 Monate durchzuhalten. Dann wirkt der Bart schon recht voll und die Anfangs-Wehwehchen legen sich.

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Ab jetzt täglich: mit Bartöl den Juckreiz lindern

Bartöl lindert den Juckreiz
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Ein Bartöl lindert den Juckreiz in den ersten Wochen

Ein Bartöl pflegt die Haut unter dem Bart, was gerade für Männer, die beginnen, sich einen Bart wachsen zu lassen, interessant ist, weil es das Jucken – das bei einigen auftritt, bis sich die Gesichtshaut an die neue Pracht gewöhnt hat – lindert. Die Anwendung ist denkbar einfach: 2-3 Tropfen in den Handflächen verreiben, damit durch den Bart fahren und in Haut und Barthaareinmassieren. Am besten zweimal am Tag, morgens und abends. 

Kauf-Tipp: Leg dir am besten ein Bartöl auf Basis von Argan-, Traubenkern – oder Jojobaöl zu. Diese Öle ziehen besonders flott ein und hinterlassen keinen Fettglanz in den Haaren. Finger weg von stark parfümierten Pflege-Cremes, die können die Poren verstopfen und den Juckreiz noch verschlimmern.

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Den Bart regelmäßig bürsten

Ebenso wie es zum täglichen Morgenritual gehört, sich die Haare zu kämmen, sollte auch der Bart jeden Tag gebürstet werden. So kannst du eventuelle Lücken im Bart kaschieren und erkennst sofort, ob das Barthaar gleichmäßig gewachsen ist oder vielleicht bald wieder gestutzt werden muss. Dafür am besten keinen Kamm, sondern eine Bürste benutzen. Bart-Kämme ziehen zu doll an den Haaren. Das ist praktisch, um einen Schnurrbart in Form zu bringen, aber nicht dafür gedacht, den ganzen Bart zu entwirren. Mit Pech rupft man sich nämlich einen Teil der mühsam gezüchteten Haare wieder heraus. Viel sanfter: eine spezielle Barber-Bürste mit Naturborsten. Damit zu bürsten, stimuliert obendrein die Durchblutung, wodurch die Haare optimale Wachstumsbedingungen bekommen.

Wöchentlich nur die Konturen trimmen

Ja, du solltest erstmal wachsen lassen. Aber zwei Monate gar nicht rasieren, ist auch nicht angesagt. Wenn du dir aus dem Nichts einen Bart stehen lässt und die Haare rundum gleichlang wachsen, lässt das dein Gesicht im ersten Moment runder statt markanter wirken. Und das will doch keiner. Viele Männer geben deshalb die Aufzucht auf und greifen zum Rasierer. Dabei bräuchte der Bart nur etwas Form.

Der einfachste Weg, mehr Kontur in den Bart zu tricksen: Gerade in den Spiegel schauen und nur die Haare mit einem Trimmer stutzen, die jetzt unterhalb des Kinns sichtbar sind – ohne, dass du den Kopf hebst. Also etwa ab halber Höhe des Adamsapfels rasieren.

Den neuen Bart täglich richtig reinigen

Nur weil man die Haut unter einem Bart nicht mehr sieht, heißt das nicht, dass du sie nicht mehr pflegen solltest. Denn je gepflegter die Haut, desto gesünder wächst auch dein Bart. Am besten lässt sich der Bart bei der täglichen Dusche mitreinigen. Aber bitte nicht mit Duschgel, das würde die Barthaare austrocknen und schnell spröde aussehen lassen. Besser: Mit einem milden Bartshampoo waschen und einmal pro Woche ein Peeling benutzen, um tote Hautschüppchen zu lösen, die sich zwischen den Haaren verfangen.

Übrigens: Genau wie für die Haare, gibt es auch für den Bart Conditioner. So eine Bart-Spülung macht die rauen Haare etwas weicher, so kratzen sie nicht mehr so stark und lassen sich später leichter stylen. Einfach eine kleine Menge in den noch feuchten Bart einmassieren, ausspülen, fertig. Beim Trocknen bitte nicht zu stark mit dem Handtuch rubbeln oder heiß föhnen – beides macht die Barthaare kaputt. Und: Erst im trockenen Zustand mit der Bürste entwirren. Sonst können die Barthaare brechen.

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Form in den Bart stylen statt zu schneiden

Gerade in der Anfangsphase, wenn noch kein Profi-Schnitt im Bart ist, steht dieser schnell mal seltsam ab und sieht ungepflegt und nicht cool aus. Statt jetzt selber darin rumzuschneiden, solltest du dir eine Bart-Styling-Creme zulegen. Die kannst du wie Haarwachs in den Händen verreiben. Dann mit flachen Händen und der Bart-Bürste die Seiten anlegen. Anschließend die Haare an Oberlippe und Kinn in Form zupfen.

Zwischendurch niemals einfach selbst trimmen

Die Konturen deines Bartes kannst du während der Aufzuchtphase gern säubern. Das "Innere" solltest du aber niemals selbst stutzen. Wenn du dafür den Trimmaufsatz deines Elektrorasierers benutzt, scherst du nämlich alles wieder auf eine einheitliche Stoppellänge und der Bart soll schließlich mal eine markante Form bekommen, die (leider) nur ein Barber hinbekommt. Also ab zum Profi!

Den Bart nur beim Profi schneiden lassen
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Den Bart solltest du nur beim Profi schneiden lassen

Nach 2 Monaten ab zum Barber

Wenn dein Bart etwa 2-3 cm Länge erreicht hat, braucht es einen anständigen Schnitt. Das solltest du auf keinen Fall selbst in die Hand nehmen, denn jetzt gilt es die Form für die Zukunft zu ebnen: eine markante Kontur. Das schafft nur ein Profi. Ein Barber kann außerdem mit der Länge an den Seiten tricksen, damit der Bart zu deiner individuellen Gesichtsform passt und dir auch wirklich schmeichelt. So oder so sollten die Haare an den Seiten später kürzer als am Kinn sein – auch, damit der Bart gut in deine Koteletten und damit in deine Frisur übergeht.

Ein guter Bart-Schnitt hält bis zu 3 Monate, wenn du deine Hausaufgaben machst. Das heißt: Einmal pro Woche (nur) die vorgegebenen Konturen nachrasieren, täglich gründlich waschen und die Haare mit Öl und Bürste pflegen.

Es kann Monate dauern, die eigenen #beardgoals zu erreichen. Und diese Zeit kann ganz schön nervig sein. Sicher wirst du öfter Mal darüber nachdenken, den Bart einfach abzurasieren. Aber durchzuhalten lohnt sich:  Die ersten Monate sind nämlich die pflegeaufwändigsten, mit der Zeit wird's für Bartträger immer entspannter. Dann geht's nämlich nur noch darum mit etwas Pflege den Status-quo zu erhalten.

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