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Die Men’s-Health-Siegel
Sportliche Männer sollten bei der Wahl ihrer Krankenkasse auf Zusatzangebote für Sportler achten ESB Professional / Shutterstock.com

Die besten Krankenkassen für Sportler

Krankenkassen-Vergleich Die besten Krankenkassen für Sportler

Men’s Health hat 68 gesetzliche Krankenkassen verglichen und verrät, wie du mit der richtigen Wahl viel Geld sparst und in den Genuss der optimalen Behandlungen kommst

Sicher ist sicher: Im vergangenen Jahr hat Men’s Health erstmals eine Übersicht der besten Krankenkassen für aktive Männer veröffentlicht – nun gibt’s das Update mit neuen Zahlen und Fakten.

Die Corona-Pandemie war teuer für die Versicherungen, sollte man meinen. Aber das stimmt nicht unbedingt. Zeitweilig wurde sogar Geld gespart, da Menschen seltener zum Arzt gingen, teure Operationen oder Reha-Maßnahmen oft verschoben wurden. Dennoch klaffte Ende 2021 ein 5-Milliarden-Euro-Loch in der Bilanz. Grund sind vor allem teurere Medikamente. Einige Anbieter haben deswegen ihre Beitragssätze angehoben.

Unsere exklusive Übersichts-Tabelle zeigt die aktuellen Unterschiede und hilft dir bei der Auswahl des besten Angebotes für deine Bedürfnisse:

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Was müssen Krankenkassen für Sportlern bieten?

Sehr spannend für sportaffine Männer ist beispielsweise das Kriterium besondere Versorgung (siehe Tabelle oben). Hinter dieser Rubrik verbirgt sich die Kostenübernahme von ärztlichen Behandlungen, die normalerweise durch gesetzliche Krankenkassen nicht abgedeckt werden. Dazu gehören eine ganze Reihe von orthopädischen Therapien oder Eingriffen, die ansonsten Spitzensportlern oder Privatpatienten vorbehalten sind, zum Beispiel bei Bänderrissen, Rückenbeschwerden oder bei typischen Problemen mit Gelenken wie dem Knie oder der Schulter.

Solche exklusiven Behandlungen werden ermöglicht, indem Krankenkassen Verträge mit Kliniken abschließen, um entstehende Kosten in Grenzen zu halten und Leistungen für die Kunden attraktiver zu machen.

Für Sportler:innen kann es sich lohnen, zusätzliche Therapie-Angebote in ihrer Krankenversicherungspolice zu haben
Mladen Zivkovic / Shutterstock.com
Für Sportler:innen kann es sich lohnen, zusätzliche Therapie-Angebote in ihrer Krankenversicherungspolice zu haben

Das sind die 6 Kategorien des Krankenkassen-Vergleichs

Neben den besonderen Formen der Versorgung finden sich in unserer Vergleichstabelle noch viele weitere Kriterien. Damit sämtliche Aspekte in eine einzige Tabelle hineinpassen, verwenden wir für unseren großen Vergleich von 68 Krankenkassen ein Punktesystem, nach dem die Kassen bewertet werden. Um das Ganze nicht zu zahlenlastig zu machen, findest du in der Spalte ganz rechts zudem eine Gesamtbewertung in Form von Sternen. Insgesamt wurden 6 Kategorien bewertet:

1. Bonusprogramme

Damit unterstützen die Kassen zum Beispiel Aktivitäten wie die Mitgliedschaft im Sportverein oder im Fitness-Studio, Leistungsnachweise wie Sport-, Wander- und Schwimmabzeichen oder das Erreichen bestimmter Gesundheitsziele mit Hilfe von Fitness-Trackern und Apps. Das Ziel kann dabei zum Beispiel sein, eine vorgegebene Menge an Kalorien zu verbrauchen oder eine Mindestzahl an Schritten zu gehen. Je nach Kasse kannst du jährlich auf eine Gesamtprämie von über 200 Euro kommen, wenn du entsprechend aktiv bist.

2. Gesundheitsförderung

Hier geht es um Kurse, die als Online-Inhalt oder Präsenzveranstaltung angeboten werden und deren Kosten die Kassen anteilig oder sogar vollständig übernehmen. Typische Inhalte solcher Kurse sind Gewichtsabnahme, gesunde Ernährung, Stressbewältigung, aber auch Rauchentwöhnung oder Reduktion des Alkoholkonsums.

3. Besondere Versorgung

Diese Kategorie umfasst Verträge zwischen Krankenkassen und medizinischen Einrichtungen. Solche Kooperationen können entweder innerhalb des gesamten Versorgungsgebiets der Kasse verfügbar sein oder von dieser nur regional angeboten werden. Je mehr Kooperationen eine Kasse im gesamten Versorgungsgebiet offeriert, desto mehr Punkte bekommt sie.

4. Zusatzleistungen

In dieser Kategorie kommen für die Bewertung 2 Angebote in Frage: erstens Check-ups für unter 35-Jährige und zweitens sportmedizinische Untersuchungen. Prinzip: Je häufiger und früher diese Angebote von Versicherten wahrgenommen werden können, desto mehr Punkte bekommt die jeweilige Krankenkasse dafür.

5. Service

Hierunter fallen zum Beispiel Dinge wie spezielle Social-Media-Angebote und Informations-Hotlines, aber auch die Vermittlung von ärztlichen Terminen, eine eigenständige App für das Smartphone, die Funktionen der Geschäftsstelle übernimmt, und Reha-Beratung.

6. Naturheilverfahren

In dieser Kategorie zählen zum Beispiel auch Angebote in den Bereichen Homöopathie und Osteopathie. Je höher die Bezuschussung dieser Behandlungen, desto besser schneidet die jeweilige Krankenkasse ab.

Sportliche Männer sollten bei der Wahl ihrer Krankenkasse auf Zusatzangebote für Sportler achten
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Sportverletzungen sollte man nicht verschleppen, sondern frühzeitig ärztliche Hilfe suchen

Neben diesen 6 Kategorien gibt es übrigens ganz links in der Tabelle noch eine Spalte mit der Bezeichnung Verfügbarkeit. Die Angabe regionalbedeutet hier, dass die betreffende Krankenkasse nur in bestimmten Bundesländern zugänglich ist. Um Mitglied zu werden, muss man in dem Bundesland entweder wohnen oder dort einen Arbeitsplatz haben.

Wie wurde getestet?

In unseren Test wurden alle allgemein zugänglichen Krankenkassen aufgenommen, zu denen aktuelle Daten vorlagen. Die Rohdaten lieferte das Vergleichsportal www.gesetzlichekrankenkassen.de. Das unabhängige Deutsche Finanzservice-Institut (DFSI) hat die Angebote von 68 Krankenkassen bewertet und gewichtet (auf dfsi-institut.de werden Methodik und Gewichtung der Leistungen erklärt).

Die besten 25 Krankenkassen für Sportler:innen haben wir wie gesagt in der Tabelle oben aufgeführt. 5 Sterne erhielten dort all jene Kassen, die mindestens 90 Prozent der Punktzahl erreicht haben, die die am besten bewertete Kasse erzielt hat; 4 Sterne gab es ab 80 Prozent der höchsten Punktzahl. Übrigens: Die ausgezeichneten Kassen haben die Möglichkeit, für ihre Außendarstellung ein Men’s-Health-Siegel zu erwerben.

Wie wurden die Kassen bewertet?

Für die Gesamtbewertung der Krankenkassen fielen die Bonusprogramme mit ungefähr 25 Prozent Anteil am stärksten ins Gewicht, gefolgt von der Gesundheitsförderung mit zirka 20 Prozent. Jeweils rund 15 Prozent Gewichtung entfielen auf die Kategorien Zusatzleistungen, Service und Naturheilverfahren, wohingegen die Rubrik besondere Versorgung mit einem Anteil von etwa 10 Prozent in das Gesamtergebnis eingeflossen ist.

Unter den 25 besten Krankenkassen gibt’s übrigens 3 Anbieter, die es erstmals in dieses Ranking geschafft haben: energie-BKK, KKH Kaufmännische Krankenkasse und AOK Bayern. Zudem gibt es gegenüber dem Vorjahr einige Verschiebungen innerhalb der Top 25. So hat sich etwa die Securvita Krankenkasse deutlich gesteigert, von rund 36 auf über 41 Punkte.

Das sind die Ergebnisse im Detail

Spannend ist jedoch nicht nur die Gesamtpunktzahl, auch ein genauer Blick in einzelne Bewertungskategorien lohnt sich. Könnte ja sein, dass dir zum Beispiel die Kostenübernahme von Naturheilverfahren besonder wichtig ist. Oder die Prämien für Gesundheitsmaßnahmen. Oder die Erstattung von Kursgebühren. In jedem Fall lohnt sich ein genauerer Blick in die Versicherungspolice, denn manche Kassen sind auf bestimmte Gebiete spezialisiert, und es gibt deutliche Unterschiede zu den Mitbewerbern. Einige über die Tabelle hinausgehende Daten haben wir hier für dich zusammengestellt.

So stark variieren Mindesterstattungen von Kursgebühren im Rahmen der Gesundheitsförderung

Möchtest du beispielsweise an einem so genannten "Fremdkurs" teilnehmen, also zum Beispiel einem Kurs zur Stressbewältigung bei einem Anbieter, der nicht die Krankenkasse selber ist, sondern ein nach §20 SGB zertifizierter, externer Dienstleister, stehen dir je nach Krankenkasse für maximal 2 Kurse jährlich diese Zuschüsse zu:

  • 280 Euro übernimmt die Bergische Krankenkasse
  • 275 Euro die die Viactiv Krankenkasse
  • 250 Euro die BKK Wirtschaft & Finanzen
  • 200 Euro die BKK VBU
  • 150 Euro die SECURVITA Krankenkasse, Bahn-BKK und AOK Hessen
  • 125 Euro die BKK SBH und BKK24
  • 100 Euro die HKK Krankenkasse, AOK Reinland-Pfalz/Saarland und Mobil Krankenkasse
  • 90 Euro die IKK gesund plus
  • 80 Euro die SBK, KKH Kaufmännische Krankenkasse, AOK Baden-Württemberg, energie-BKK
  • 75 Euro die pronova BKK, TK, HEK, AOK Bayern, IKK Südwest, DAK Gesundheit
  • 70 Euro die mhplus Betriebskrankenkasse
Erfahrene Osteopathen können mit den Händen körperliche Dysbalancen erkennen und behandeln
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Manche Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten einer Osteopathie-Behandlung

So unterscheiden sich die Erstattungen bei Osteopathie

Auch Kostenübernahmen für Osteopathie und Naturheilverfahren werden sehr unterschiedlich gehandhabt. Wer häufig unter Rückenschmerzen leidet oder eine den Rücken belastende Sportart wie Golf oder Tennis ausübt, für den ist zum Beispiel ein Blick ins Kleingedruckte der Versicherungspolice in Bezug auf Osteopathie sinnvoll.

Zahlreiche Studien weisen inzwischen die Wirksamkeit dieser sanften, manuellen Therapie bei Rückenschmerzen nach. Auch wenn du länger schon beim oder nach dem Sport mit körperlichen Problemen und Schmerzen kämpfst, kann der Besuch beim Osteopathen eine gute Option sein. Erfahrene Osteopathen können oft allein mit ihren Händen körperliche Dysfunktionen aufspüren und Blockaden und Gewebespannungen lösen.

Wer an dieser Heilmethode interessiert ist, sollte sich informieren, wieviel seine aktuelle Krankenkasse zu einer Behandlung dazuzahlt. Denn da gibt es große Unterschiede: Die Höhe des jährlichen Gesamt-Erstattungsbetrags für Osteopathie reicht von 0 bis 360 Euro jährlich. Hier ein Überblick im Detail unserer 25 besten Krankenkassen für Sportler:

    • 360 Euro erstattet die BKK Wirtschaft & Finanzen, BKK VBU, Viactiv Krankenkasse und BKK24
    • 300 Euro die SECURVITA Krankenkasse (304 Euro) und BKK SBH
    • 240 Euro die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und IKK gesund plus
    • 200 Euro die Bahn-BKK und AOK Baden-Württemberg
    • 180 Euro die AOK-Plus und SBK
    • 160 Euro die HKK Krankenkasse und Pronova BKK
    • 150 Euro die IKK Südwest und AOK Hessen
    • 120 Euro die TK, mhplus Betriebskrankenkasse, DAK-Gesundheit, Mobil-Krankenkasse, HKK Kaufmännsiche Krankenkasse
    • 90 Euro die energie-BKK
    • 0 Euro die Bergische Krankenkasse

Bei manchen Krankenkassen ist sogar eine Kostenübernahme von bis zu 500 beziehungsweise 750 Euro möglich, dies aber nur in Form eines so genannten Gesundheitskontos. Das bedeutet, dass für diverse Leistungen eine bestimmte Gesamtsumme zur Verfügung steht und du entscheiden musst, ob du dieses Budget für Osteopathie, Homöopathie oder vielleicht doch eher für etwas ganz anderes nutzen möchtest.

So verschieden fallen die durchschnittlichen Prämien für Gesundheitsmaßnahmen aus

Fast alle Krankenkassen bonifizieren Maßnahmen, die ein Kassenmitglied nachweislich für seine Gesundheit unternimmt, doch in unterschiedlicher Höhe. Wenn du Mitglied in einem Sportverein oder Fitness-Studio bist, ein Sportabzeichen anstrebst oder ein vorgegebenes Gesundheitsziel erreichen willst, könnte das für dich ein zusätzlicher finanzieller Anreiz sein. Die Einzel-Maßnahmen im Rahmen der Bonusprogramme müssen bei den Kassen in der Regel angemeldet, eingereicht und genehmigt werden.

Die Prämien variieren von Krankenkasse zu Krankenkasse. So unterschiedlich hoch sind die Durchschnittsprämien (je Maßnahme) unserer Top 25:

  • Mit exakt 56 Euro ist die HKK Krankenkasse Spitzenreiter, gefolgt von der DAK-Gesundheit (50,66 Euro) und HEK Hanseatische Krankenkasse (50 Euro)
  • 40 Euro Prämie und mehr gibt es bei der Bergischen Krankenkasse (42,86 Euro) und der SECURVITA Krankenkasse (40 Euro)
  • Über 30 Euro Bonus bieten die BKK VBU (36,67 Euro), AOK Plus (35,71 Euro) und die Bahn-BKK (30 Euro)
  • Etwas mehr als 20 Euro gibt es bei der Viactiv Krankenkasse (27,50 Euro), Pronova BKK (24 Euro), bei der Mobil Krankenkasse (23,18 Euro) und der AOK Hessen (20,63 Euro)
  • 20 Euro rund offerieren die TK, die BKK Wirtschaft und Finanzen, die IKK Südwest, die BKK SBH sowie die KKH Kaufmännische Krankenkasse
  • 10 Euro und mehr gibt es im Durchschnitt bei der IKK Gesund Plus (16,15 Euro), der BKK24 (16 Euro), der AOK Baden-Württemberg (15,47 Euro), der mph Betriebskrankenkasse (13,33 Euro), der energie-BKK (12,50 Euro), der AOK Bayern (10,42 Euro) sowie runde 10 Euro bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
  • Schlusslicht unserer Top 25 in Bezug auf Prämien ist die SBK mit 9,76 Euro

So liest du die Ergebnisse der Tabelle richtig

Einige Krankenkassen verlangen weniger Beitrag als andere. Aus diesem Grund gibt es neben dem Gesamtergebnis eine Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Die günstigste der 25 Sieger-Kassen verlangt derzeit einen Mitgliedsbeitrag von 15,29 Prozent, der höchste Satz liegt bei 16,20 Prozent. Dies kann sich allerdings im kommenden Jahr ändern. Prognosen zufolge droht nämlich ein Defizit von 25 Milliarden Euro, davon 17 Milliarden allein auf Grund des Krieges in der Ukraine.

Wie kann ich die Krankenkasse wechseln?

Die Krankenkasse wechseln kannst du jederzeit, unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Kündigungsfrist von 2 Monaten ab Monatsende. Wenn du also zum Beispiel Ende September kündigst, kannst du vom 1. Dezember an Mitglied in einer anderen Kasse werden. Einzige Voraussetzung: Du musst vorher mindestens 12 Monate in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert gewesen sein. Achte darauf, wie sich dein Beitragssatz Ende dieses Jahres entwickelt, und nimm gegebenenfalls ein besseres Angebot wahr. Du hast die freie Wahl.

Nimm dir Zeit und wähle dir gezielt nach deinen Bedürfnissen das Angebot aus, das für dich am besten geeignet ist. Ändern sich deine Lebensumstände, macht oft ein vorheriger Krankenkassenwechsel Sinn. Informieren lohnt sich, es spart Geld und hilft dir, in jedem Lebensabschnitt gut versichert zu sein.

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