Zum Start ins neue Jahr wollen die meisten von uns erstmal mehr: mehr finanzielle Stabilität, mehr Sport, mehr bewusste Ernährung, mehr Zeit für die Dinge, die uns wichtig sind. Das kann schon mal regelmäßig dafür sorgen, dass wir direkt überfordert in den Januar starten und die ersten Wochen und Monate des Jahres direkt wieder damit verbringen, gegen alte Windmühlen wie Stress, inneren und äußeren Druck und alles, was uns bremst anzukämpfen. Eine einfache Strategie: Sich einfach mal weniger vornehmen.
Wie Verzicht uns stärker macht: Mental Detox und sein Einfluss auf mentale Gesundheit
Das bedeutet nicht, dass du fürs neue Jahr keine Pläne mitnehmen sollst, sondern, dass du dir wörtlich statt "mehr" einfach mal "weniger" vornehmen kannst. Weniger Stress, weniger Medienkonsum, weniger verlorene Zeit… Die Idee dahinter, die auch Studien stützen: Wenn du öfter weglässt, was dir nicht gut tut, hilfst du damit deiner mentalen Gesundheit und hast darauf aufbauend auch Kraft für jedes "Mehr" das du dir vornimmst.
Der Begriff, den dafür schon griechische Gelehrte wie Sophokles geprägt haben, ist der der Eudaimonie, der sich aus den griechischen Worten für "gut" und "Geist" zusammensetzt. Mit der Frage wie etwa der berüchtigte "Digital Detox" – also eine Entgiftung von übermäßigem Medienkonsum – auf diese Eudaimonie wirklich Auswirkungen hat, haben sich zuletzt etwa Forschende aus Indien bei einer Studie beschäftigt. Diese zeigte, dass zu den positiven Folgen nicht nur Stressreduktion eine verbesserte Selbstreflexion und Aufmerksamkeitssteigerung gehören können, sondern auch eine verbesserte Fähigkeit soziale Verbindungen zu pflegen und neue Routinen und Gewohnheiten zu etablieren.
Trendthema Digital Detox: Wie weniger Bildschirmzeit dich gesünder und kreativer macht
Dabei ist "Digital Detox" zwar nur eine Art, Dinge im Leben wegzulassen, um sich selbst etwas Gutes zu tun, aber in der modernen Welt sicher einer der populärsten. Es gibt Bücher zu dem Thema, Apps sollen helfen, die eigene Bildschirmzeit zu regulieren, und selbst der ein oder andere Arbeitgeber sucht im digitalen Zeitalter nach Wegen, seine Beschäftigten im Alltag von Aufgaben mit digitalem Fokus hin und wieder zu entlasten.
Dabei gelten für einen "Digital Detox" einige einfache Regeln, die du für einen positiven Effekt mehr oder weniger streng befolgen kannst:
- Start in den Tag mit einer Phase ohne digitale Einflüsse: Kein Handy, keine E-Mails, kein Fernsehen
- Schaffe dir Räume ohne Bildschirme und befolge Regeln wie “Kein Handy am Esstisch oder im Schlafzimmer”
- Verwende Apps, die deine Bildschirmzeit regulieren oder überlege dir Gamification-Taktiken, etwa indem du dir für Meilensteine wie Bildschirmpausen eine Belohnung einplanst
- Reduktion von Benachrichtigungen: Deaktiviere unnötige digitale Benachrichtigungen, schalte sie zumindest auf stumm oder wechsle regelmäßig in den Flugmodus
- Mehr zu analogen Hilfsmitteln greifen: Gerade bei Planungsaufgaben bist du mit Stift und Papier nicht nur ähnlich produktiv, sondern vielleicht sogar kreativer

Plane Zeit ohne Smartphone ein und erledige Dinge ohne digitale Hilfe; geh spazieren, plane neue Dinge und fokussiere dich auf dich selbst.
"Entgiften" für die mentale Gesundheit: Welche Form von Detox gibt es neben dem Digital Detox?
Während das regelmäßige "digitale Entgiften" eine Taktik sein kann, deine mentale Gesundheit fürs neue Jahr zu verbessern, ist es aber lange nicht der einzige Weg.
Detox von Alltagsproblemen
Such dir eine Aktivität, bei der Alltagssorgen und Gedanken in den Hintergrund rücken – für den einen ist das Sport, für den anderen Meditation und Achtsamkeitsübungen.
Konsum-Detox
Hol dir mehr Minimalismus ins Leben und plane "No-Spend-Days", also Tage ohne Ausgaben. Viele neue Dinge brauchst du vielleicht gar nicht und schaffst dir sogar Erleichterung, indem du Überflüssiges aussortierst.
Nachrichten-Detox
Ja, es ist wichtig über die aktuellen Weltgeschehnisse auf dem Laufenden zu bleiben, aber du kannst auch nicht immer die Last der Welt auf den Schultern tragen. Nimm dir bewusst Auszeiten, in denen du schlechte Nachrichten nicht an dich heranlässt.
Personen-Detox
Manche Menschen in unserem Leben lösen negative Empfindungen in uns aus – ob das die Schwiegermutter ist oder ein gerne mal schwieriger Kumpel, dessen Probleme du trotz vieler Versuche noch nicht lösen konntest. Lerne, dich aus Situationen mit diesen Personen emotional zurückzuziehen oder sag zu einem Treffen auch mal “Nein”.
Detox von dir selbst
Manchmal gehen wir uns sogar selbst auf die Nerven… Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und hole dir in Zweiergesprächen oder Zeit in einer Gruppe Lieblingsmenschen neue positive Impulse
Mentaler Reset
Beim mentalen Aufräumen kann es helfen, dir ein Zeitfenster von zehn Minuten zu nehmen und konzentriert alle deine Gedanken, Aufgaben und To-Dos in einem "Brain Dump" aufs Papier zu bringen.

Auch Meditation kann ein Weg sein, dein Gehirn neu zu ordnen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit zum "aufräumen" – die neuen Gedanken und Impulse kannst du danach zu Papier bringen.
Mentales Entgiften und seine Auswirkungen: Wie regelmäßiger Detox dich weiterbringt
Ob du nun mit nur einer dieser Techniken oder mehreren davon ins neue Jahr startest: Detox kann ein wichtiger Faktor sein, um in vielen Lebensbereichen Druck zu reduzieren und dir eine Plattform zu schaffen, auf der du neue Aufgaben besser angehen kannst. Gerade beim Start in ein neues Jahr ist man nämlich gerne versucht, sich mehr vorzunehmen und sich damit ohne es zu wollen zu überfordern. Überlege dir stattdessen in welchen Lebensbereichen vielleicht auch ein "Weniger" hilft und gönne dir ein regelmäßiges Entgiften von Dingen, Situationen und Einflüssen, die dir nicht gut tun.
Häufige Fragen zu Detox-Techniken, die unserer mentalen Gesundheit helfen
Das belegen mehrere Studien. Du erkennst die positiven Folgen etwa an einem reduzierten Stresslevel oder verbesserter Aufmerksamkeit.
Schalte zum Beispiel für einige Stunden alle digitalen Benachrichtigungen stumm, gönn dir für fünf Minuten eine bewusste Atempause oder schreibe eine "Brain Dump" Liste.
Das kommt ganz auf deine persönliche Situation an. Wenn dich viel Stress belastet, kann es hilfreich sein, in mehreren Lebensbereichen regelmäßig aufzuräumen





