Statt mit großen Vorsätzen ins neue Jahr zu gehen, versuchen viele Menschen zum Jahresbeginn auch bewusst neue Routinen zu entwickeln, die sie langfristig beim Erreichen ihrer Ziele und Pläne unterstützen können. Das ist nicht nur eine nachhaltigere Strategie, um Neujahrsziele besser umzusetzen, sondern schützt auch ein Stück weit vor Enttäuschung und Frustration weil wieder einmal die gesteckten Neujahrsziele bereits im Januar zu scheitern drohen.
Ein wichtiges Stichwort dafür, das sich weltweit zum Trendthema entwickelt, heißt "Mental Reset". Dafür gibt es verschiedene Taktiken – vom Festhalten von Gedanken, Aufgaben, Zielen und Plänen, bis hin zum Auftanken durch Sport oder Meditation.
Die richtigen Methoden für deinen "Mental Reset" – So findest du deinen Reset-Knopf
Der Gedanke, der sich hinter dem "mentalen Neustart" verbirgt, ist dass uns – genau wie bei den Geräten, die wir im Alltag nutzen – hin und wieder ein Betätigen des imaginären Reset-Knopfes gut tut. Die größte Herausforderung dabei ist es, seinen eigenen Reset-Knopf zu finden. Vielleicht bist du der Typ, der dafür einfach nur mal kurz einen Tapetenwechsel braucht und generell nach der Mittagspause wieder Vollgas gibt, vielleicht musst du aber auch zu anderen Mitteln greifen.
Welche Form von Mental Reset bei dir am besten und nachhaltigsten funktioniert, ist stark typabhängig und erfordert möglicherweise erstmal einige Experimente. Dabei kommt es zum Beispiel darauf an, ob du eher der kommunikative Typ bist, der kreative oder vielleicht auch jemand, der viel Bewegung braucht.
Verschiedene Techniken für den "Mental Reset": Was beim Runterkommen hilft, ist typabhängig
Typ Kommunikativ: Versuch’s mit einem ausgiebigen Gespräch mit einer anderen Person, oder sammle deine Gedanken in Notizentechniken wie einem "Brain Dump"
Typ Kreativ: Schalte ab bei einer Tätigkeit, die dir Spaß macht – leg dir ein Album im Hintergrund auf, nimm dir eine kurze Auszeit zum Doodeln oder greif in einer Pause zur Gitarre
Typ Bewegung: Gönn dir eine kurze Pause an der frischen Luft oder schiebe eine Stunde Sport ein. Auch den Tag beim Training zu starten oder zu beenden, kann beim Mental Reset helfen. Falls du nicht sonderlich sportlich bist, aber trotzdem merkst, dass Bewegung dir gut tut, kann auch eine kurze Stretching-Routine oder eine Atemübung helfen.
Umgang mit Alltagsstress und Chaos: Was den Mental Reset überhaupt notwendig macht
Der Grund, dass Techniken wie diese bei vielen von uns überhaupt notwendig sind: In unserem Alltag sammeln sich in unseren Köpfen Unmengen an Ideen und Gedankenfetzen, Aufgaben und Dingen an, die wir auf gar keinen Fall vergessen dürfen. Das kann auf Dauer überwältigen, unsere Kreativität und Produktivität bremsen und sogar dafür sorgen, dass wir anfälliger für mentale Tiefs wie depressive Phasen oder Burnout sind.
Solche Phasen können sogar körperliche Folgen wie allgemeines Unwohlsein, Schlafprobleme oder Appetitlosigkeit hervorrufen und sich deutlich auf deine Stimmungslage auswirken. Vielleicht bist du gereizt oder hast das Gefühl, dass dir Antrieb und Spaß bei deinen Aufgaben und Hobbys fehlen. All das kann ein Zeichen dafür sein, dass ein Betätigen deines eigenen Reset-Knöpfchens vielleicht gar keine schlechte Idee ist.
Selbstfürsorge als wichtige Basis: Warum ein gesunder Körper deine halbe Miete ist
Ein genereller Tipp, der dir den Umgang mit dieser Art von Druck leichter macht, ist laut Experten übrigens ein ganz allgemeiner Rat: Gib deinem Körper was er braucht. Achte auf gesunde Schlafroutinen, nimm dir regelmäßige Auszeiten, trinke genug…
Mit diesen Grundlagen sorgst du dafür, dass du Stress generell besser wegsteckst und nicht erst handeln musst, wenn deine Probleme bereits akut sind.

Körperliche und mentale Gesundheit gehen oft Hand in Hand. Um dich ganzheitlich gesund zu fühlen, reicht es also nicht, nur auf eine der beiden einzugehen. Du kannst sie auch gemeinsam angehen, zum Beispiel mit einer Meditation vor dem Sport.
Mental Reset für Anfänger: Mit diesen Techniken erleichterst du dir den Alltag
Atemübungen oder Meditation
Nimm dir einige Minuten und konzentriere dich ganz auf deine Atmung. Dabei kannst du eine App oder Techniken wie die 4-7-8-Methode nutzen. Vier Sekunden durch die Nase ein, sieben Sekunden anhalten, acht Sekunden durch den Mund aus.
Bewegung und Sport
Ob du spazieren oder Joggen gehst, eine Runde mit dem Rad fährst oder eine kleine Session in Fitness-Studio oder beim Yoga-Kurs einlegst, ist ganz dir überlassen. Danach geht’s mit frischem Elan zurück in den Alltag.
Notizentechnik: Brain Dump
Überwältigt von allem was auf deinen diversen To-Do-Listen steht? Schnapp dir einen Stift und Notizblock oder Tipp in deine Notiz-App einfach alles was dir in den Sinn kommt. Gib dir dafür etwa die Länge eines langen Songs wie dem Led Zeppelin-Klassiker "Achilles Last Stand", um dich nicht in Gedanken zu verlieren. Als wöchentliches Ritual schafft das nach und nach mehr Ordnung in den Gedanken.
Austausch mit anderen
Ob bei der Mittagspause mit den Lieblings-Teammitgliedern oder ein kurzes Telefonat können dich erstaunlich schnell zurücksetzen und beliefern dich vielleicht sogar mit neuen Ideen. Beliebte Technik bei Haustierbesitzern im Homeoffice: Kurze Spiel- oder Knuddelphase mit dem Vierbeiner einlegen… Die wirkt Wunder!
Zeit für Hobby & Kreativität
Ähnlich wie ein Urlaub im Großen kann auch ein kurzes Abschalten etwa für etwas Kreatives oder ein Hobby für eine schnelle Hilfe im Alltag sorgen. Stelle dir einen Timer und gönne dir eine halbe Stunde genau das zu tun, was dir am meisten Spaß macht.
Reset statt Optimierung im Jahr 2026: Wie kleine Anpassungen im Alltag Großes Bewirken
Statt dir für 2026 etliche Vorsätze in Sachen Selbstoptimierung zu machen kann es also tatsächlich helfen, mit regelmäßigen "Resets" Problemen vorzubeugen, die dich vielleicht bislang beim Erreichen deiner Ziele gebremst haben. Nimm dir dafür Zeit und suche nach den Techniken, die dir dabei besonders gut helfen. Mach dir in extra-stressigen Zeiten Kalendererinnerungen, um dir erst Recht dein Reset zu gönnen.
Häufige Fragen zu Mental Reset und den Techniken dahinter
Überleg dir, was dir generell gut tut. Kannst du beim Sport besonders gut abschalten, versuch dich zu bewegen. Vielleicht helfen dir aber auch kreative Auszeiten oder einfache Atemübungen weiter.
Auch das hängt vor allem von deiner individuellen Situation ab. Wenn du einfach nur vorbeugend etwas für deine mentale Klarheit tun willst, können zweimal zehn Minuten pro Woche reichen. Bei akuten Problemen, die dich bremsen, ist vielleicht eine halbe Stunde pro Tag sinnvoll.
Wie beim Reset deines Computers kann ein gelungenes Zurücksetzen deines mentalen Zustands sprichwörtlich den Arbeitsspeicher aufräumen und für mehr Klarheit im Kopf sorgen





