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So gelingt das Abenteuer Van Life
Urlaub mit dem Camper privat

Die große Freiheit So erholsam ist Urlaub mit dem Camper

Anja Baumgarten, stellv. Chefredakteurin von Women's Health, hat sich getraut: Statt Pauschalurlaub fand der Familienurlaub diesen Sommer auf 4 Rädern statt. Hier erzählt sie, wie sie auf 5 Quadratmetern die große Freiheit fand.

Jahrelang war ich eher der Pauschalreisen-Typ. 10 Tage Kanaren, am Strand dösen, lesen, entspannt zurückfliegen – herrlich. Dann kamen die Kinder und mit ihnen die Kinderhotels. Zum Glück nur 2 Sommer lang, denn der Erholungsfaktor in einer Anlage mit Kitalautstärke ist quasi gleich Null.

Dass wir diesen Sommer mit dem Camper unterwegs waren, verdanken wir dem besten Freund meines großen Sohnes. Seine Familie hat nämlich einen und der Große war davon so begeistert, dass er uns so lange damit in den Ohren lag, bis wir auch einen gebucht haben. Probehalber nur für 1 Woche, um zu sehen, ob wir es zu viert auf knapp 5 Quadratmetern überhaupt aushalten. Spoiler: Es war der beste Urlaub ever!

Dieses charakteristische Gefühl von Freiheit, von dem alle Camper so schwärmen, bekamen wir schon vor der Abfahrt. Ursprünglich wollten wir in die Alpen, unseren Flachland-Kindern die Berge zeigen. Der Wetterbericht verhieß jedoch nichts Gutes: Eine Woche Dauerregen inklusive Unwetterwarnungen. Das war keine Option, so schön die 5 Quadratmeter Innenraum auch sein mögen. Ein Blick aufs Europawetter verriet am Vorabend der Reise: Sonne satt gibt’s in Holland, Belgien und Schweden. Okay, dann streichen wir Bayern und fahren eben nach Schweden. Da waren wir auch noch nie.

Mit dem Boot auf die Schären
privat
Angeln am Steg, eine Tour mit dem Boot - Südschweden war das Paradies zum Entspannen

Der Weg ist das Ziel. Was so abgedroschen klingt, war das Motto unseres Urlaubs, denn da wo es schön war blieben wir, da wo die Kinder Freunde fanden, blieben wir eine Nacht länger und da wo die Mücken uns zu sehr stachen reisten wir früher wieder ab. Auf dem Campingplatz Getnö Gård in Südschweden fanden wir alles, was wir wollten. Einen Stellplatz direkt am See Åsnen, drumherum der Nationalpark mit seinem Urwald und den unberührten Schären. Für die Jungs der größte Abenteuerspielplatz der Welt, für uns Erwachsenen das Paradies zum Runterkommen.

Morgens per Rad zum Brötchenholen an die Rezeption, tagsüber per Boot auf den Schären unterwegs, Käfersuchen im Wald oder Angeln auf dem Steg direkt vor unserem Bulli. Abends Feuerholz suchen, den Grill anschmeißen, am Lagerfeuer essen und dort sitzen bleiben, bis nur noch die Glut in der alten LKW-Felge brannte, die zu jedem Stellplatz gehörte - Camperidylle pur. Niemand vermisste ein richtiges Bett (im Zeltdach schläft es sich urgemütlich), eine vollständige Küche (man kann sehr gut mit 2 Töpfen und einem Gasgrill auskommen) oder den Fernseher (draußen gab’s so viel Spannenderes. Elche. Echte Elche! Nicht die aus dem Wildpark).

Für uns war am Ende des Urlaubs klar: Das machen wir nächstes Jahr wieder. Aber länger. Und auf jeden Fall mit dem eigenen Camper.

 

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