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Die besten Outdoor-Spots in Deutschland
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Bucket-List Ab ans Wasser – diese 10 Sportarten sollten Sie unbedingt ausprobiert haben

Wellenreiten mitten in der Stadt, Wakeboarden mit bis zu 30 km/h oder Quadfahren an der Küste – Deutschland hat im und am Wasser viele sportliche Herausforderungen zu bieten

Der Winter liegt in den letzten Zügen und immer mehr Menschen freuen sich jetzt auf wärmere Temperaturen im Frühling und Sommer. Endlich wieder Sonne satt und alles blüht – kein Wunder, dass alle raus an die frische Luft strömen und sich bewegen möchten. Und wo geht das besser als am Wasser?

Der Blick auf den See oder die Wellen des Meeres beruhigt und macht vor allem im Sommer Lust, einfach ins kühle Nass zu springen. Wem schwimmen zu langweilig ist, der findet bei den folgenden Sportarten in und am Wasser auf jeden Fall sein persönliches Abenteuer und vielleicht sogar ein neues Hobby:

Wakeboarden: Mit 30 km/h über das Wasser
Was für Winterfans das Snowboard ist, ist für Frühlingsmenschen das Wakeboard. Sobald die ersten Sonnenstrahlen das Wasser erwärmen, zieht es Liebhaber dieser Sportart in die Wakeboard-Parks. Und dann heißt es: Neoprenanzug an und ab aufs Brett! Wer auf dem Board seine Runden drehen möchte, sollte körperlich unversehrt und ein sicherer Schwimmer sein, denn gerade Anfänger haut es bei bis zu 30 km/h gerne mal aus der Kurve. Diese actiongeladene Wassersportart trainiert nicht nur das Gleichgewicht, sondern beansprucht auch Arme, Schultern, sowie Bauch-, Gesäß- und Beinmuskeln. Das perfekte Ganzkörpertraining!
Wakeboardfahren können Sie z.B. im Wasserskipark Aschheim bei München. Eine Bahn für 12 Personen kostet dort pro Stunde 250 Euro, 8 Euro zahlen Sie für den Wakeboard-Verleih: www.wasserskipark-aschheim.de 

>>>  Beliebte Wassersportart: Windsurfing

Mit dem Kanu durch die Kanäle 
Wer sich gerne entspannter am Wasser betätigt, der schnappt sich ein Kanu und fährt über den Fluss. Während Sie Ihr Paddel immer wieder ins Wasser eintauchen, zieht am Ufer die blühende Landschaft vorbei. Hinter jede Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken und das motiviert, immer weitere Strecken zurückzulegen. Ihr Körper wird es Ihnen danken, denn hier werden vor allem Arme, Schultern und Rücken trainiert. Auf den Muskelkater am nächsten Tag können Sie stolz sein!
Tolle Kanutouren gibt es im Oberen Spreewald südöstlich von Berlin. Die 10 km lange Barzlin-Tour führt durch ein Netz aus Kanälen, Flüssen und Seen rund um Lübbenau und dauert ca. 3,5 Stunden: www.reiseland-brandenburg.de 

Skimboarden: Aktiv in flachen Gewässern
Diese Wassersportart ist hierzulande eher unbekannt. Völlig zu unrecht! Schließlich ist sie optimal für alle, denen eine komplette Windsurf-Ausrüstung entweder zu viel Geld kostet oder einfach zu viel Platz im Auto wegnimmt. Das handliche Skimboard sieht ein wenig aus, wie ein zu kurz geratenes Surfbrett aus Holz. Und so funktioniert’s: Skimboarder machen sich Aquaplaning zu Nutze, in dem sie das Brett über flaches Wasser (z.B. die Ausläufer der Wellen am Strand) gleiten lassen, dann darauf springen und über das Wasser fahren. Diese Sportart ist für jeden geeignet, der auch mal ein paar blaue Flecken verschmerzen kann. Trainiert werden hier vor allem die Beine, aber ganz besonders das Gleichgewicht. Sobald Sie einmal so über das Wasser gesurft sind, wollen Sie nichts anderes mehr tun!
Der Ostesee-Strand von Warnemünde ist der perfekte Spot um sich aufs Skimboard zu wagen. Hier können Sie sich ein Board leihen: www.hw-shapes.de

>>>  Das steckt hinter dem Skimboarding-Trend

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Sanchik / Shutterstock.com
SUP trainiert den gesamten Körper

Stand Up Paddling – Wellenreiten ganz entspannt
Ein wahrer Fitnessallrounder für jedermann ist das sogenannte Stand Up Paddling (SUP). Das Beste: Es bedarf keinerlei Voraussetzungen für diesen Trendsport – ein gutes Gleichgewichtsgefühl kann aber durchaus hilfreich sein, da Sie auf einem etwas breiteren Surfbrett stehen werden. Mit einem Paddel in der Hand geht es dann vorwärts über Flüsse und Seen. Dabei wird der Körper auf gesunde Weise beansprucht, vom Nacken bis zu den Zehen bleibt kein Muskel außen vor. Das Ausblancieren spricht vor allem die feine und sonst schwer zu trainierende Tiefenmuskulatur an. Ob gemütliches Treiben oder kraftvolles Paddeln bei Gegenwind, SUP bringt Spaß und hält dabei noch fit. Und wem das Ganze zu langweilig wird, der sollte unbedingt mal einen SUP -Yoga-Kurs besuchen.
Auf der Alster in Hamburg verspricht dieser Trendsport eine einzigartige Aussicht auf die Stadt. Beim SUP Club Hamburg können die Bretter ausgeliehen werden und es gibt auch Yoga-Kurse auf dem Wasser: www.supclubhamburg.de

>>>  Ganzkörpertraining mit SUP

Nach versunkenen Tempeln und Schiffswracks tauchen
Die Welt aus einer ganz neuen Perspektive sehen und dabei versunkene Wracks entdecken – tolle Tauchreviere gibt es nicht nur in entfernten Urlaubsländern, sondern auch hier in Deutschland. Tauchen kann grundsätzlich jeder, der körperlich fit ist und sich im Wasser wohlfühlt. Bei diesem Sport verhält es sich letztlich wie mit dem Schwimmen: Um das Wasser zu verdrängen, werden vor allem Arm- und Beinmuskeln beansprucht, doch auch Bauch- und Rumpfmuskulatur kommen beim Vorarbeiten in die Tiefe nicht zu kurz. Die Tauchreviere lassen sich mittlerweile immer originellere Settings einfallen, um ihren Kunden Abwechslung und Spannung zu bieten. Im NaturaGart-Unterwasserpark in Ibbenbüren wartet z.B. ein 300 Meter langes Höhlensystem auf Sie, in dem es unter anderem einen versunkenen Tempel, ein Schiffswrack und riffähnliche Felswände zu entdecken gibt: www.naturagart-tauchpark.de

Surfabenteuer in der City: Die Münchner Eisbachwelle
Surfer sind immer auf der Suche nach der perfekten Welle – und in München werden sie fündig. In München? Richtig gehört! Denn für ein geniales Surfvergnügen braucht es kein Meer, stattdessen zieht es Surfer aus aller Welt zu Eisbachwelle im Englischen Garten. Die Welle wurde durch eine künstliche Erhebung im Boden des Eisbachs geschaffen. Und das bringt einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu den Surfspots am Meer, herrscht hier Wellen-Garantie! Etwas Surferfahrung sollte man für diese Welle aber schon mitbringen. Beansprucht werden beim Surfen vor allem Beine und Rumpf, zudem entwickeln Sie schnell Flexibilität, ein gutes Gleichgewicht und Kondition. Mehr Infos zur berühmten Welle unter www.eisbachwelle.de

>>>  Eisbach: Wellenreiten für Fortgeschrittene

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Beim Hydrofoiling fliegen Sie regelrecht über das Wasser

Hydrofoiling: Die neue Art des Kitens
Hydrofoiling ist Next Level Kiten: Sie stehen wie gewohnt auf dem Board, doch dieses gleitet nicht über die Wasseroberfläche, es befindet sich in der Luft! Unter dem Brett ist eine spezielle Konstruktion befestigt, das Hydrofoil. Es sieht aus wie eine Art Segelflugzeug aus Carbon und ist an einer 60 bis 110 cm langen Finne montiert. Für Auftrieb sorgen die Druckunterschiede an Ober- und Unterseite der „Flügel“. So ragt das Board über die Finne aus dem Wasser und Sie fliegen förmlich über die Wellen. Dabei werden vor allem Schultern, Rücken und Oberschenkel trainiert. Den Knackpo gibt’s inklusive! Empfehlenswert ist diese Variante vor allem für Menschen, die bereits Kite-Erfahrung haben.
In Kiel finden sich tolle Spots, um Hydrofoiling zu testen. Beim Surf Depot Kiel können Sie für 39 Euro pro Tag ein Hydrofoil leihen: www.surfdepotkiel.de

>>> Beim Kitesurfen so richtig abheben

Ganzkörpertraining auf vier Rädern: Quadfahren an der Küste
Hier packt Sie garantiert der Rausch der Geschwindigkeit. Ob am Strand, hinterm Deich oder um den See – mit einem Quad sind Sie schnell unterwegs und erleben zugleich ein völlig neues Fahrgefühl: Den Wind im Gesicht, den brummenden Motor unter ihnen, geht es ab auf die Strecke. Dabei legen Sie sich auf dem Quad in die Kurve und ihr Körper ist ständig in Bewegung – das optimale Ganzkörpertraining also. Wer sich schon immer mal diesem motorisierten Adrenalin-Kick hingeben wollte, der ist bei der Ostsee-Tour ab Grevesmühlen genau richtig (3 Stunden ab 149 Euro): www.ostsee-quads.de

Beim Rafting wartet ein wildes Flussabenteuer
Wer es actionreich mag und nicht schnell seekrank wird, sollte unbedingt Rafting testen. Hier fahren Sie mit einem Team in einem Schlauchboot spannende Flusstrecken mit reißender Strömung ab, werden ordentlich durchgeschüttelt und vor allem nass! Bei diesem Sport die Spur zu behalten, kostet ordentlich Armkraft, während Sie sich zeitgleich mit den Beinen ins Boot stemmen müssen, um auf ihrem Platz sitzen zu bleiben. Je nach Schwierigkeitsgrad werden Sie sich dabei ordentlich verausgaben. Spektakuläre Rafting-Touren gibt es z.B. bei Augsburg (2 Fahrten für 50 Euro): www.raftingcanyoning.com 

Mit dem Longboard einmal um den See
Longboarden ist die lässige Variante des Skateboardens, denn auf dem verlängerten Brett (ca. 90 bis 150 cm) lässt sich wesentlich besser das Gleichgewicht halten und entspannt durch die Kurven cruisen. Zudem sind die Rollen größer und absorbieren so Stöße - optimal für Anfänger. Die besten Longboard-Strecken führen um den See: den Blick aufs Wasser gerichtet, während der Asphalt unter Ihnen vorbeizieht, so fühlt sich Freiheit an! Das Cruisen auf dem Longboard verbrennt pro Stunde knapp 350 Kalorien, während gleichzeitig Koordination, Gleichgewicht und Oberschenkel trainiert werden.
Lust bekommen? Wie wäre es mit einer Runde um den Kemnader See in Bochum? Hier können von April bis Oktober auch Longboards geliehen werden (ab 7,50 Euro/Stunde): www.westufer-kemnade.de 

Ob entspannt im Kanu oder auf dem Longboard oder lieber actionreich beim Rafting oder Quadfahren – in und um Deutschlands Gewässer lässt sich so viel Sportliches erleben. Also runter von der Couch und auf ins Abenteuer!

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Anja Baumgarten, stellv.

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