Der Januar ist die Hochphase für Fitness-App-Downloads – Neujahrsvorsätze wie "mehr Sport" und "endlich abnehmen" treiben Millionen in die App-Stores. Doch genau hier lauert die Abo-Falle: Automatische Verlängerungen und Premium-Features, die du nicht brauchst. Wir entlarven die größten Fallstricke und zeigen dir die 3 Apps, die sich lohnen.
Der Game-Changer: Nike Training Club macht die meisten Abos überflüssig
Seit März 2020 hat Nike Training Club (kurz NTC) sein komplettes Premium-Angebot kostenlos freigeschaltet: über 200 hochwertige Workouts von Nike Master Trainern, gratis. Von Kraft über HIIT bis Yoga ist alles dabei.
NTC setzt den Standard für alle anderen Apps. Wenn Nike bereit ist, erstklassige Workouts kostenlos anzubieten, warum solltest du dann 10, 20 oder 40 Euro pro Monat zahlen? Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer ist NTC die perfekte Lösung.
Diese 3 Apps lohnen sich wirklich – aber nur unter diesen Bedingungen
Freeletics Coach: Für Konsistenz-Kämpfer
Freeletics unterscheidet klar zwischen Gratis-Version und bezahltem Coach. Die kostenlose Variante bietet nur einen Vorgeschmack, während der Coach (zwischen 6 bis 11 Euro monatlich abhängig von Abodauer) vollen Zugang zu allen Workouts freischaltet.
Der echte Mehrwert: Der Coach ist eine adaptive KI, die auf dein Feedback reagiert und das nächste Workout anpasst. Du eliminierst den Planungsaufwand komplett. Wenn du aus Zeitmangel oder mangelnder Selbstdisziplin keine eigenen Pläne erstellst, ist der Freeletics Coach sein Geld wert.
Achtung Kündigungsfalle: Ohne Bestätigungsmail (auch im Spam-Ordner checken!) gilt die Kündigung als nicht erfolgt.
Athlean-X: Der smarte Ausweg aus der Abo-Falle
Athlean-X von Physiotherapeut Jeff Cavaliere setzt auf Einmalkauf statt Abo. Die 90-Tage-Programme (3 bis 6 Trainings pro Woche) kosten einmalig und beinhalten Trainings- und Ernährungspläne.
Der Fokus liegt auf Biomechanik, Verletzungsprävention und athletischer Leistung. Keine automatische Verlängerung, keine versteckten Kosten. Für ambitionierte Kraftsportler die beste Alternative zum Abo-Zwang.
Strava Premium: Nur für ambitionierte Wettkampfziele
Strava ist das soziale Netzwerk für Ausdauersportler. Die kostenlose Version reicht für grundlegendes Tracking und Community-Interaktion völlig aus.
Strava Premium (49,99 Euro jährlich/7,99 Euro monatlich) lohnt sich erst bei ambitionierten Wettkampfzielen. Die detaillierte Leistungsanalyse und erweiterte Routenplanung sind essentiell für Marathon-Vorbereitung. Für Casual-Läufer ist das Abo überflüssig. Die Faustregel: Strava monetarisiert deine Ambition, nicht den Content.
Von diesen Abos solltest du lieber die Finger lassen
Peloton App+ ohne Hardware: Die Peloton App+ kostet 28,99 Euro monatlich. Klingt gut, ist aber die größte Abo-Falle: Ohne Peloton-Hardware (Bike, Tread) hast du keinen Zugriff auf Leistungsmetriken und Leaderboard-Tracking. Du zahlst Premium-Preis für Video-Streaming, das du bei NTC kostenlos bekommst.
WHOOP und Oura: Bei WHOOP zahlst du je nach Abo zwischen 200 und 400 Euro jährlich (Hardware inklusive), aber ohne laufendes Abo sind deine Gesundheitsdaten gesperrt. Oura Ring setzt auf doppelte Monetarisierung: teure Hardware plus Abo-Pflicht für den Datenzugriff. In beiden Fällen gilt: Ohne Abo wird die Technologie nutzlos – die aggressivste Form der Abo-Falle.
Die häufigsten Fragen zu Fitness-Abos
Ja, in den meisten Fällen absolut. Nike Training Club bietet über 200 professionelle Workouts komplett kostenlos an – von Kraft über HIIT bis Yoga. Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer, die strukturierte Bodyweight-Workouts suchen, ist das mehr als ausreichend. Ein bezahltes Abo brauchst du erst, wenn dir spezielle Features wie adaptive Trainingsplanung oder detaillierte Leistungsanalyse fehlen.
Ein Abo ist nur dann sinnvoll, wenn es einen konkreten Mehrwert bietet, den kostenlose Apps nicht liefern. Das kann sein: adaptive KI-Trainingsplanung (Freeletics Coach), wenn du Konsistenzprobleme hast; detaillierte Leistungsanalyse (Strava Premium), wenn du auf Wettkampfziele trainierst; oder medizinisch fundierte, spezialisierte Programme (Athlean-X Einmalkauf), wenn du Performance-Ziele verfolgst.
Trage dir das Ende deiner Testphase oder Abo-Laufzeit sofort im Kalender ein. Kündigungen müssen meist aktiv in deinem Account oder über den App Store erfolgen. Bei Freeletics beispielsweise musst du eine Bestätigungsmail erhalten. Ohne diese gilt die Kündigung als nicht erfolgt. Prüfe auch deinen Spam-Ordner und speichere die Kündigungsbestätigung ab.





