Schweißfüße: Die 7 ultimativen Tipps gegen üblen Fußgeruch

Stinkende Füße: Was Sie gegen Schweißfüße tun können
Peinlich, wenn es unten müffelt – Wie Sie Schweißfüße dauerhaft loswerden

Käsefüße, Schweißpropeller, Stinkstiefel – für stinkende Füße gibt es viele lustige Worte. Wer aber vom unangenehmen Fußgeruch betroffen ist, hat wenig zu lachen. So werden Füße wieder frühlingsfrisch

"Was mieft hier so?" Hören Sie diesen Kommentar häufig, wenn Sie die Schuhe ausziehen? Ganz schön peinlich! Wer an Käsefüßen leidet, behält deswegen in Anwesenheit anderer oft lieber die Schuhe an – und das fördert den Mief noch. Aber warum stinken Füße überhaupt? Und was kann man gegen Schweißfüße tun? Dr. Christoph Schick, Chirurg vom Deutschen Hyperhidrosezentrum (DHHZ) in München erklärt, wie Sie den strengen Käse-Geruch an den Füßen dauerhaft loswerden.

Warum stinken Schweißfüße?

Der Schweiß allein verursacht den Gestank nicht: "Erst durch das Zersetzen des Schweißes kommt es zu unangenehmen Gerüchen an den Füßen. Bakterien verstoffwechseln die im Schweiß enthaltenen Fettsäuren", so Schick. Käsefüße haben übrigens selten etwas mit mangelnder Hygiene zu tun: "Wie viel man schwitzt, ist hauptsächlich genetisch bedingt. Menschen, die viel schwitzen, haben häufiger auch streng riechende Füße – aber dafür können sie nichts", sagt der Experte. Dennoch können Fuß- und Nagelpilz sowie Hornhaut zum Gestank beitragen. Sie sind den ganzen Tag in Schuhen unterwegs? Auch das kann Käsefüße verursachen, erklärt Schick: "Dann gedeihen Bakterien besonders gut."

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Schweißfüße sind für Betroffene belastend
Schuld am Gestank sind Bakterien, die den Fußschweiß zersetzen

Wie vermeide ich stinkende Füße?

Keine Sorge, Sie müssen nicht Ihr Leben lang Angst davor haben, die Schuhe auszuziehen. Gegen Schweißfüße und stinkende Füße gibt es eine Menge Mittel und Methoden. "Wichtig ist es, gegen den Schweiß anzugehen", sagt Schick. Dann reduziert sich meist auch der üble Geruch. Fußbäder und Fußsprays sind hingegen nur kurzfristige Lösungen. Mit diesen 7 Tipps werden Sie das lästige Camembert-Aroma an den Füßen garantiert los!

1. Wechseln Sie häufig die Schuhe

Gehen Sie Schuhe shoppen! "Wenn Sie immer wieder dieselben Schuhe tragen, sammeln sich hier umso mehr Bakterien. Besser ist, wenn Sie 4 bis 5 Paar Schuhe haben und täglich wechseln", rät der Experte. Nachdem Sie ein paar Schuhe getragen haben, sollten Sie sie in eine Tüte stecken und einfrieren. Klingt unkonventionell, ist aber effektiv. "Bei Kälte werden die für den Gestank verantwortlichen Bakterien größtenteils abgetötet", erklärt Schick. Auch ein Waschgang kann helfen, sofern die Schuhe waschmaschinentauglich sind. In weniger stark ausgeprägten Fällen von Käsefüßen können gelochte, atmungsaktive Schuhe die Schweißproduktion an den Füßen reduzieren.

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2. Spezielle Einlegesohlen reduzieren den Gestank

Besonders mit Zedernholz-, Kork- und Aktivkohlesohlen können Sie gut gegen Käsefüße angehen. Sie nehmen den Schweiß auf und haben eine antibakterielle Wirkung. Jedoch ist der Erfolg nur von kurzweiliger Natur: "Die Geruchsstoffe sind erfahrungsgemäß recht schnell erschöpft." Eine langfristige Lösung sind sie zwar nicht, aber durchaus hilfreich, wenn sich das strenge Aroma der Füße verbreitet. 

Mit Pediküre gegen stinkende Füße angehen
Runter mit Hornhaut: Je gepflegter die Füße sind, desto weniger Bakterien tummeln sich

3. Mit der richtigen Fußpflege geben Sie Bakterien keine Chance

"Immer wieder werde ich gefragt, ob eine spezielle Fußpflege bei stinkenden Füßen sinnvoll ist", so Schick. Er antwortet mit einem klaren "Ja". Denn bei kaputten Nägeln, Fußpilz und viel Hornhaut halten sich umso mehr Bakterien an den Füßen fest. Grund genug, Nagelschere und Hornhautentferner regelmäßig in die Hand zu nehmen!

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4. Die richtigen Socken gegen Schweißfüße

Wollsocken sind bei Schweißfüßen nützlich, da Wolle den Schweiß aufsaugt, bevor Bakterien ihn abbauen können. Problem: Wolle ist bei heißen Temperaturen untragbar. "Alternativ sind Kunststoffsocken geeignet, da Sie Schweiß ebenfalls absorbieren", so Schick. Um diese Funktion beizubehalten, sollten Sie beim Waschen jedoch aufpassen: Viele Waschmittel (insbesondere Weichspüler) haben Inhaltsstoffe zur Oberflächenveredelung, die den Schweißaufnahme-Effekt zerstören. 

5. Mit Strom gegen das Schwitzen: die Iontophorese

Diese Methode eignet sich für sehr starkes Schwitzen. Die Füße werden dabei in flache Wasserbecken getaucht, anschließend wird ein Stromfluss (etwa 15 Minuten) erzeugt. "Das bewirkt, dass sich die Schweißdrüsenaktivität an den Füßen reduziert", erklärt der Experte. Nachteil: Diese Wirkung bleibt nur, wenn man das kontinuierlich wiederholt. Gelegentlich kann es zu Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder Muskelkontraktionen kommen, im Normalfall wird diese Behandlung aber gut vertragen.

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Fußsprays haben kurzzeitigen Effekt bei Fußschweiß
Geruchssprays taugen wenig. Aluminiumsprays helfen gegen Schweiß

6. Sprüh-Kur: Aluminiumsprays gegen den Fußschweiß

Aluminiumchlorid kennen Sie vielleicht von Deos und Anti-Transpirantien. Es bildet Salzkristalle, die an den aufgetragenen Stellen die Gänge der Schweißdrüsen verstopfen – so schwitzt man weniger.  „Anfangs sollten Sie die Füße abends einsprühen und eintüten – dadurch bleibt das Aluminium länger dran. Wiederholen Sie das 4 Nächte lang. Wenn Ihre Füße durch diesen Trick nicht mehr so streng riechen, dann können Sie es mit weniger Spray versuchen. Benutzen Sie aber nur so viel, wie Sie brauchen", so Schick. Das klingt aufwendig, doch es hilft nicht, lediglich das Aluminiumspray auf die Füße zu sprühen, da die Haut dort sehr dick und abweisend ist.

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7. Schweißfüße mit Botox behandeln

Sie hinterlassen barfuß Schweißabdrücke? Für solche Härtefälle gibt es Botox, das der Arzt in die Füße spritzt. Das Nervengift eignet sich also nicht nur zur Bekämpfung von Falten. "Botox blockiert den Nervenübergang, der den Fuß beschwitzt", sagt Schick. Resultat: Die Füße bleiben trocken und riechen weniger übel. 

Fazit: Erst das Schwitzen verhindern!

Bei stinkenden Füßen ist der erste Impuls, etwas gegen den üblen Geruch tun zu wollen. Doch Fußbäder oder -sprays wirken nur kurzfristig. Stattdessen sollten Sie dem Fußschweiß den Kampf ansagen. Am effektivsten ist es, wenn Sie die Schuhe häufig wechseln oder ein Aluminiumspray anwenden. Diese Methoden reduzieren Schweiß und Bakterien an den Füßen. Bei starken Problemen zahlt sich ein Besuch beim Dermatologen aus.

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