Rasurbrand: Das hilft wirklich gegen Hautreizungen nach der Rasur

Die besten Tipps gegen Rasurbrand
Rötungen nach der Rasur kennt jeder Mann, dabei lässt sich Rasurbrand ganz einfach vermeiden

Nach dem Rasieren brennt Ihre Haut, wird rot und gereizt? Nervig, aber kein Grund zur Sorge. Die 7 besten Tipps, wie Sie Rasurbrand vorbeugen und lindern können

Was ist Rasurbrand und wie entsteht er?

Wenn die Haut nach der Rasur anfängt zu brennen oder leuchtet wie ein Feuerlöscher, spricht man von Rasurbrand. Schuld sind oft stumpfe Klingen oder der Verzicht auf Rasierschaum. "Ist der Bart ungenügend vorbereitet, oder die Klinge stumpf, gleitet der Rasierer nur mit Druck durch das Haar. Das Ziehen kann zu Entzündungen an der Haarwurzel führen – dem so genannten Rasurbrand", erklärt Andreas Müller, Geschäftsführer der Rasurmarke MÜHLE.

Die Hautreaktion klingt meist innerhalb von einem Tag wieder ab. Manchmal bildet sich aber auch ein richtiger Ausschlag, der tagelang anhalten kann. Am heftigsten ist der Rasurbrand meist am Hals. Denn hier ist die Haut besonders empfindlich und wird noch schneller durch die Klinge gereizt und verletzt. Wer sich erneut rasiert, obwohl die Haut bereits brennt, macht es meist noch schlimmer.

Manchmal liegt es aber auch an der Haut selbst. Wer sehr empfindliche Haut hat, wird leider immer wieder mit nervigen Rückmeldungen konfrontiert werden – egal wie sanft er rasiert. Dann empfehlen wir, sich einen lässigen Drei- oder Zehn-Tage-Bart stehen zu lassen. Für alle anderen gilt: Rasurbrand lässt sich ganz einfach vermeiden und auch mildern, wenn es bereits zu spät ist. Diese 7 Tipps gegen Rasurbrand helfen garantiert.

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1. Wärme bereitet die Haut auf die Rasur vor

Waschen Sie Ihr Gesicht vor der Rasur mit möglichst heißem Wasser. Das macht raue Barthaare weicher, so lassen sie sich leichter kappen. Wer sich schon einmal in einem professionellen Barber-Shop rasieren lassen hat, wird dieses Hausmittel gegen Rasurbrand kennen: Im Anschluss an die Reinigung ein feuchtes, warmes Handtuch für 1 bis zwei Minuten auf die Haut legen.

2. Gut geseift, ist halb rasiert

"... heißt es schon immer unter Barbieren", weiß Rasurprofi Müller. Deshalb sollten Sie nun die Haut und Stoppeln gründlich einschäumen. Am besten mit Rasiercreme und Pinsel – und das mindestens für 2 bis 3 Minuten. Ja, das ist lang, lohnt sich aber! "Studien haben gezeigt, dass das Einmassieren des Schaumes die Barthaare aufrichtet und somit das Risiko eingewachsener Haare signifikant verringert", so der Experte.

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Rasierschaum lässt die Klingen besser gleiten
Schäumen Sie die Haut vor der Rasur gründlich ein, um Rasurbrand zu vermeiden

3. Rasieren Sie sanft und mit dem Strich

Wer (zunächst) in Wuchsrichtung der Haare rasiert, schont die Haut. Müller emfpiehlt, den Rasierer dabei ohne aufzudrücken über die Haut gleiten zu lassen. Das Ergebnis ist Ihnen nicht glatt genug? Dann kann im Anschluss noch einmal gegen den Strich rasiert werden. Weil Die Stoppeln jetzt schon ultrakurz sind, kann das nicht mehr ziepen. Wichtig: Beim ersten Rasierzug haben Sie bereits den Schaum von der Haut geschabt. Wenn Sie jetzt erneut über die Stelle rasieren, kann das die Haut reizen. Es empfiehlt sich also vor jedem weiteren Zug, erneut Schaum auf der Haut zu verteilen.

4. Am Hals anzufangen, lindert das Rasurbrand-Risiko

"Starten Sie mit der Rasur am Hals. Dort sind die Haare feiner und brauchen nicht so lange zum Aufweichen“, empfiehlt der Experte. Am Kinn und auf der Oberlippe sind die Haare besonders dick. Diese Stellen sollten Sie entsprechend länger einweichen und zum Schluss rasieren.

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5. Achten Sie auf scharfe, saubere Klingen

Wechseln Sie den Aufsatz regelmäßig – in der Regel nach jeder zehnten Rasur! "Nicht scharfe, sondern stumpfe Klingen reizen die Haut mehr und führen eher zu Verletzungen", so Müller. Auch Schmutz ist ein Thema. Verunreinigungen auf alten Klingen sorgen für Entzündungen und erzeugen somit ebenfalls Rasurbrand. Unser Tipp: Spülen Sie die Klingen während der Rasur mehrfach mit warmem Wasser aus, damit sie nicht vertopfen und im ersten Zug möglichst viele Haare erwischen.

6. Kaltes Wasser löscht Rasurbrand

Jetzt gilt es, die Schaumreste mit kaltem Wasser abzuspülen. Das erfrischt nicht nur, sondern adstringiert die Haut (bedeutet: schließt die Poren). Trocknen Sie Ihr Gesicht anschließend mit einem frischen, weichen Handtuch ab. Ist das Tuch bereits benutzt, können Bakterien in Mikroverletzungen der Haut eindringen und Entzündungen auslösen.


7. Die richtige Pflege nach der Rasur

Eine After-Shave-Creme ist ein Muss. Die Pflege entspannt die Haut vom Stress der Rasur. Produkte wie ein Rasurbalsam mit Aloe Vera spenden Feuchtigkeit und wirken rückfettend. Was tun, wenn die Haut trotz unserer Tipps brennt? Für schlimme Fälle von Rasurbrand gibt es auch Anti-Rasurbrandgels, die mit Calendula, Urea und Vitamin E die Haut beruhigen.

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Wie Sie Rasurbrand vorbeugen, wissen Sie jetzt. Und auch wenn die Gesichtsenthaarung dadurch deutlich länger dauert als gewohnt, lohnt es sich, die Zeit zu investieren. Denn was sind schon 10 Minuten mehr am Morgen im Vergleich zu brennender Haut den ganzen Tag über? 

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