Jeans-Trends 2018/2019: Diese 6 Hosen trägt Mann jetzt so

Jeans mit Logo-Print wie die "HI-Ball Roll von Levi's" sind Trend
Jeans mit Logo-Print wie die "Hi-Ball Roll" von Levi's sind Trend

Die Jeans-Trends 2018/2019 sind geprägt von den Fits der Neunziger-Jahre. Welche Hosen jetzt angesagt sind und was dazu passt

Während die Hosenmode in den letzten Jahren recht beständig, aber auch ziemlich eintönig war, zeigt sie sich jetzt facettenreich wie lange nicht mehr. Die Denim-Trends für den Herbst 2018 und Winter 2019 bieten eine breite Vielfalt an Schnitten, Waschungen und Designs – allesamt inspiriert von den Streetstyles der Neunziger-Jahre. Diese 6 Trendjeans sind in den kommenden Monaten angesagt.

1. Skinny-Jeans gehen, weite Jeans kommen

Grundsätzlich gilt: Die Hosen werden wieder weiter. Sogar extraweite Baggy-Pants mit neunzigertypischer Hammerschlaufe sind zurück. Skinny-Jeans hingegen haben ausgedient! "Zum Glück! Die Hautengen Stretch-Hosen, die man teilweise noch immer auf der Straße sieht, sehen an Männern einfach fürchterlich aus. Das sind nämlich keine Slim-Fit-Styles mehr, sondern schon Jeggins (=Jeans+Leggins). Vor allem muskulöse Beine sehen darin aus wie reingequetscht", sagt Yilmaz Aktepe, Fashion Director von Men’s Health. Sein Rat: Eine Hose ist zu eng, wenn sie am Knie hauteng sitzt und wohlmöglich sogar spannt. Das verzerrt die Proportionen und sorgt dafür, dass die Jeans aussieht wie eine Strumpfhose. Weite Hosen im Loose-Fit-Cut hingegen lassen die Muskeln noch erahnen, ohne sie übertrieben zu inszenieren. Auch schlanke Typen können weite Jeanshosen tragen und in Kombi mit einem schmalen, hineingesteckten Oberteil einen angesagten Oversize-Look stylen. 


So trägt man das: Anders als vor der Jahrtausendwende tragen wir weite Hosen nicht unterhalb der Hüften, sondern darüber. Keiner will Ihre Boxershorts sehen! Dazu passen schmal geschnittene Oberteile. Sie mögen es lieber weit? Dann stecken Sie das Shirt in die Hose. Das betont nämlich die Taille, also die schmalste Stelle der Figur und sorgt dafür, dass Sie im Oversize-Look nicht untergehen.

2. Tapered Jeans setzen die Sneakers in Szene

Loose-Fit-Jeans sind Ihnen zu extrem? Dann sind Tapered-Cuts ideal. Diese Jeans haben einen tiefen Schritt, sitzen an den Oberschenkeln betont locker und laufen nach unten hin schmal zu. Durch den Weit-Eng-Mix wirkt die Hose insgesamt eher schmal. Weil Sie im oberen Teil weit ist, werden Knie und Oberschenkel aber nicht hineingequetscht. Kennen Sie schon aus den vergangenen Saisons? Neu ist jetzt allerdings ein verkürzter Saum, der die Sneaker freilegt, wie beim Modell Hi-Ball Roll von Levi’s. "Die stoffgewordene Übersetzung vom Neunziger-Trend, die Hose in die Socken stecken, damit man die Sneaker besser sieht. Dass die Hersteller das nun aufgreifen ist ein cleverer Schachzug. Denn was Handtaschen für Frauen sind, sind die Sneaker für Männer", weiß Yilmaz Aktepe.


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So trägt man das: Natürlich mit auffälligen Sneakern. Funktioniert mit High- und Low-Tops gleichermaßen. Dazu passen weiße Socken. Flanking, also die blanken Knöchel zu zeigen, ist hingegen voll 2017, also out. 

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3. Überlange Jeans kommen zurück

Das krasse Gegenteil zu knöchelfreien Jeans sind überlange Modelle, die sich am Knöchel stauchen. Auch wenn’s erstmal widersprüchlich erscheint: Auch das betont den Sneaker. Denn der auffällige Knitterwurf am Knöchel lenkt den Blick auf die Füße. Und auch das ist eigentlich nicht neu, sondern ein Relikt aus den späten Neunzigern: "Kurz vorm Millenium hat zum Beispiel Andrew Mackenzie seine Models in Jeans mit krassem Faltenwurf über den Laufsteg geschickt. Und wir haben unsere Hosen extra zu lang gekauft, um den Effekt zu imitieren", sagt Yilmaz Aktepe.


So trägt man das: Anders als damals tragen wir jetzt aber nicht extraweite Jeans mit XL-Falten, sondern tapered zulaufende Beine, die nur einen Tick zu lang sind. Dadurch entsteht nur ein leichter Knitter-Look. Besonders gut zur Geltung kommt der Effekt mit High-Tops, dann fällt die Stauchung nämlich noch extremer aus.

4. Weiß ist die Trend-Jeans-Farbe für Männer

Ganz klar: Die Jeans-Farbe des Sommers 2018 war Weiß. Der Trend bleibt uns auch für warme und trockene Herbsttage erhalten. Allerdings nicht reinweiß, sondern dunkleres Off-White. Die Farbe des ungefärbten Original-Jeans-Stoffs sieht im Gegensatz zu gebleichten Modellen ultra-lässig und nicht nach Zahnarztpraxis aus.



So trägt man das: Weiße Jeans sind besonders tragbar im Alltag und bei Tageslicht. Abends, vor allem zu förmlichen Anlässen, sollten Sie helle Hosen lieber im Schrank lassen: Auch wenn es schick aussieht, ist weißes Denim zu leger für das Business-Dinner am Abend.  

5. Raw Denim löst krasse Waschungen ab

Nach Nieten, Löchern und krassen Waschungen zeigt sich Denim jetzt ganz pur. Neben der weißen Variante ist vor allem tiefblaues Raw Denim angesagt. Wie der Name verrät, wird es nach dem Färben nicht weiter verarbeitet. Erst durchs Tragen und Waschen bekommt die Hose mit der Zeit einen ganz individuellen, persönlichen Look.



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So trägt man das: Je dunkler die Jeans, desto eher kann man sie auch am Abend und zu eleganteren Anlässen anziehen. Dunkles Denim macht sich gut zu Sakko und Rollkragen. Sie können es aber auch ganz schlicht in Kombi mit T-Shirt und Sneakern tragen. Aber Vorsicht: Weil der Stoff nicht vorgewaschen ist, färbt er auf weiße Schuhe und Shirts ab. Also am Anfang lieber mit dunklen Tönen kombinieren. 

6. Logo-Jeans liegen voll im Trend

Nach T-Shirts und Sweatern kommt der Logo-Trend nun bei den Hosen an. An der Seite oder am Saum prangen jetzt Logo-Schriftzüge in XL-Buchstaben. Understatement? War gestern! Heute dürfen wir wieder zeigen, was wir haben. Aber bitte nicht zu protzig.


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So trägt man das: Damit der Logo-Look cool und nicht prollig wirkt, auf ein Highlight-Piece, in diesem Fall die Hose, beschränken. Ansonsten auf auffällige Marken-Logos verzichten und dazu lieber dezente Basics kombinieren. Ein weißes Shirt, ein schlichter Schuh, fertig!

Vielfältig und individuell: Das sind die Jeanstrends für Männer

Jeans zeigen sich 2018 und 2019 so vielfältig wie lange nicht mehr: weiß oder dunkel, schlicht oder mit Logoprint, kurz oder überlang. Bei all den Trends sollte der eigene Stil natürlich weiterhin im Vordergrund stehen. Ziehen Sie an, was Ihnen gefällt – ob das nun angesagt ist oder nicht. Hauptsache, Sie fühlen sich wohl.

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