15 Effektive Brustübungen für Männer: Muskelaufbau mit und ohne Geräte

Mehr Muskeln durch gezieltes Brusttraining
Mehr Brustmuskeln aufbauen: 15 effektive Übungen – mit und ohne Geräte

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 30.10.2026
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Übungen für Brusttraining
Foto: gettyimages/Halfpoint

Du trainierst regelmäßig deine Brust, aber bei Gewicht und Muskelumfang tut sich wenig? Dann brauchst du nicht unbedingt mehr Übungen. Häufig lohnt es sich zuerst, Technik, Trainingsumfang und Steigerung zu überprüfen.

Bankdrücken und Liegestütze bilden bereits eine starke Grundlage. Weitere Übungen können sie sinnvoll ergänzen – sofern sie zu deinem Trainingsstand und deiner Ausstattung passen. Hier erfährst du, welche Bewegungen deine Brust fordern, wie du daraus ein Workout zusammenstellst und welche vermeintlichen Muskelaufbau-Tricks du dir sparen kannst.

Mehr Druckkraft: Darum lohnt sich Brusttraining

Die Brustmuskulatur arbeitet immer dann mit, wenn du etwas von dir wegdrückst oder die Oberarme vor dem Körper zusammenführst. Du brauchst sie beispielsweise beim Schieben schwerer Gegenstände und bei vielen sportlichen Druck- und Wurfbewegungen.

Gezieltes Training kann deine Kraft und Belastbarkeit bei solchen Aufgaben verbessern. Zusammen mit Rücken-, Schulter- und Rumpftraining trägt es zu einem leistungsfähigen Oberkörper bei.

Wichtig: Eine kräftige Brust allein verhindert weder Fehlhaltungen noch Verletzungen. Trainiere deshalb nicht nur die Vorderseite, sondern ergänze regelmäßig Zugübungen wie Rudern und Klimmzüge.

Welche Muskeln bestimmen die Form deiner Brust?

Für das sichtbare Brustvolumen ist vor allem der große Brustmuskel, der Musculus pectoralis major, verantwortlich. Er liegt fächerförmig über dem Brustkorb und zieht unter anderem von Schlüsselbein und Brustbein zum Oberarmknochen.

Er führt den Oberarm zum Körper, bewegt ihn nach vorn und unterstützt die Drehung nach innen. Seine verschiedenen Anteile lassen sich durch unterschiedliche Bewegungswinkel unterschiedlich stark beanspruchen.

Sobald du einen Gegenstand wirfst, kommt er ebenfalls zum Einsatz, genau wie wenn du etwas wegschieben musst: die Tür im Einkaufszentrum zum Beispiel oder den Schlitten beim CrossFit.

Brust-Übungen
shutterstock.com/SciePro

Unter dem großen Muskel versteckt sich der kleinere Musculus pectoralis minor. Er verbindet mehrere Rippen mit dem Schulterblatt und wirkt vor allem an dessen Bewegung und Stabilisierung mit.

Wie breit und ausgeprägt deine Brust aussieht, hängt neben dem Muskelaufbau auch von Körperbau, Muskelansätzen und Körperfettanteil ab. Diese Voraussetzungen kannst du nicht durch eine bestimmte Übung beliebig verändern.

Brust aufbauen: Diese Trainingsregeln machen den Unterschied

Wer mehr Brustmuskeln aufbauen möchte, braucht nicht ständig neue Übungen, sondern eine saubere Technik, eine passende Belastung und ausreichend Erholung.

1. Kontrollierte Technik statt möglichst viel Gewicht

Wähle ein Gewicht, das du ohne Schwung und unkontrolliertes Absenken bewegen kannst. Brust, vordere Schulter und Trizeps arbeiten bei Druckübungen zusammen – du kannst und musst die Brust dabei nicht vollständig isolieren.

Nutze einen möglichst großen kontrollierbaren und beschwerdefreien Bewegungsumfang. Erzwinge keine zusätzliche Tiefe, wenn du dafür die Schulterposition verlierst oder Schmerzen entstehen.

Ein starkes Brennen ist übrigens kein zuverlässiger Beweis für einen besonders wirksamen Trainingsreiz.

2. Anspruchsvolle Sätze statt starrer Wiederholungsregeln

Für den Einstieg sind häufig 2 bis 3 Arbeitssätze pro Übung sinnvoll. Bei Druckübungen sind etwa 6 bis 12 Wiederholungen praktikabel, bei Flys häufig 10 bis 20. Muskelaufbau ist auch außerhalb dieser Bereiche möglich.

Die letzten Wiederholungen sollten anstrengend bleiben, ohne dass deine Technik auseinanderfällt. Etwa 1 bis 3 saubere Wiederholungen in Reserve sind eine gute Orientierung. Anfänger können zunächst mehr Abstand zur Belastungsgrenze lassen.

3. Ausreichend Pause statt pauschal 40 Sekunden

Pausiere bei schweren Druckübungen meist etwa 2 bis 3 Minuten, bei Flys und anderen weniger fordernden Übungen häufig 1 bis 2 Minuten. Sehr kurze Pausen können dazu führen, dass deine Leistung im nächsten Satz unnötig einbricht.

4. Regelmäßig steigern statt ständig wechseln

Dokumentiere Gewicht, Wiederholungen und Sätze. Erreichst du das obere Ende deines Wiederholungsbereichs in allen Sätzen mit sauberer Technik, erhöhe die Belastung in einem kleinen Schritt.

Du musst dafür nicht jede Woche neue Übungen ausprobieren. Behalte passende Varianten mehrere Wochen bei, damit du deine Fortschritte beurteilen kannst.

Mythos: Häufigeres Brusttraining verhindert MuskelaufbauDas stimmt so nicht. Zwei Einheiten pro Woche sind für viele ein sinnvoller Ausgangspunkt. Auch eine andere Verteilung kann funktionieren. Entscheidend sind vor allem der gesamte Trainingsumfang, die Belastung und deine Erholung.
Zwischen zwei fordernden Brusteinheiten sind häufig etwa 48 bis 72 Stunden sinnvoll – aber nicht als starre Vorschrift.

So trainierst du die verschiedenen Bereiche der Brustmuskulatur

Am besten heißt hier: so abwechslungsreich wie möglich. Für eine breite Brust ist es wichtig, aus verschiedenen Winkeln zu trainieren, um die maximale Anzahl von Muskelfasern zu erreichen. Du kannst zum Beispiel Bankdrücken auf einer geraden Trainingsbank wie dieser hier von WINNOW ausführen oder diese nach schräg oben beziehungsweise unten stellen. Zudem dürfen (und müssen) sich unter die Übungsauswahl auch Bewegungen für die Schultern und den Trizeps mischen. Die arbeiten nämlich eng mit der Brust zusammen.

Brusttraining ohne Geräte: So machst du Liegestütze effektiver

Liegestütze können ein wirksamer Muskelaufbaureiz sein, solange sie ausreichend anspruchsvoll sind. Wenn du viele Wiederholungen problemlos schaffst, brauchst du eine passende Steigerung.

Du kannst zum Beispiel einen sicher sitzenden Gewichtsrücksack verwenden, ein Widerstandsband ergänzen oder die Füße moderat erhöhen. Höher ist dabei nicht automatisch besser: Eine sehr steile Position verschiebt die Belastung zunehmend in Richtung Schulter.

Für Anfänger sind Liegestütze mit erhöhten Händen oft geeigneter. Eine stabile Erhöhung reduziert die Belastung und erleichtert eine kontrollierte Ausführung.

Diese 10 Geräte und Tools brauchst du für das Brust-Workout

Bevor wir dir die Übungen vorstellen, bekommst du einen Überblick über praktische Geräte und Tools für dein Brusttraining. So kannst du das meiste aus deinem Training herausholen. Und keine Sorge: Du brauchst nicht alle davon – wähle die Ausstattung, die zu deinem Trainingsort und deinen Zielen passt.

Diese Geräte und Tools bieten dir alles, was du für ein effektives Brust-Workout mit Geräten brauchst, um sowohl Masse als auch Definition zu steigern.

Die 15 besten Übungen für die Brust

Egal ob du Masse aufbauen oder deine Brust definieren möchtest: Diese Übungen helfen dir dabei, deine Ziele zu erreichen und deinen Oberkörper kraftvoll zu formen. Egal ob im Gym oder Zuhause.

1. Liegestützsprünge von eng nach breit

Power-Variante: Heb ein Bein vom Boden. Dann hast du weniger Halt und musst den Rumpf stärker anspannen, um nicht umzukippen.

2. Kurzhanteldrücken auf dem Boden

Power-Variante: Drück die Kurzhanteln nicht gleichzeitig nach oben, sondern immer im Wechsel

3. Liegestütze mit Schulterklopfen

Power-Variante: Friere die Antipp-Position 2 bis 3 Sekunden lang ein – das brennt mächtig!

4. Bankdrücken mit Armdrehung, einarmig

Power-Variante: Profis benutzen statt der Hantelbank einen Swiss Ball als Unterlage – dann muss nämlich auch die Haltemuskulatur hart arbeiten.

5. Liegestütze mit gedrehtem Körper

Power-Variante: Stütze deine Hände weit vor dem Kopf ab. In der Endposition 5 Sekunden halten.

6. Flys mit Kurzhanteln auf dem Swiss Ball

Power-Variante: Die Arme beim Senken so drehen, dass die Handinnenflächen unten angelangt zueinander zeigen.

7. Frontdrücken mit Ausfallschritt

Power-Variante: Führe eine Kniebeuge durch, sobald du den Ausfallschritt eingenommen hast.

8. Seitlich wechselnde Liegestütze über eine Erhöhung

Seitlich wechselnde Liegestütze über eine Erhöhung

In der Liegestütz-Position die linke Hand auf eine Erhöhung setzen und beide Arme anwinkeln, bis der (Hinter-)Kopf auf Höhe der linken Hand ist. Explosiv abdrücken und den Körper dabei nach links bewegen. Je nach Größe und Form der Erhöhung kannst du entweder gleich mit der linken Hand auf der anderen Seite neben der Erhöhung landen, oder die linke Hand auf der Erhöhung lassen, die rechte Hand links davon aufsetzen, dann die linke Hand lösen und links neben der Erhöhung auf den Boden setzen.

9. Dips

Dips

Zwischen zwei einen halben Meter hohe Erhöhungen (zum Beispiel zwei Tische oder Boxen) stellen und die Handflächen darauf platzieren. Die Arme sind gestreckt, die Finger zeigen nach vorn. Den Rumpf anspannen, die Füße vom Boden lösen und die Unterschenkel überkreuzen. Die Arme langsam beugen und den Körper absenken, bis die Ellenbogen etwa einen rechten Winkel bilden. Kurz halten, dann wieder hochdrücken.

10. Handtuchziehen mit schnellen kurzen Rumpfrotationen

Handtuchziehen mit schnellen kurzen Rumpfrotationen

Aufrecht etwas weiter als schulterbreit hinstellen. Ein Handtuch in einem mehr als schulterbreiten Griff fassen. Die Arme vor dem Körper waagerecht ausstrecken und das Handtuch unter Spannung halten. Leicht in die Knie gehen. Drehe den Rumpf in kleinen, schnellen Bewegungen hin und her. Die Arme gehen lediglich mit, halten aber eine intensive Spannung im Handtuch.

11. Bankdrücken mit Kurzhanteln im Obergriff auf der Schrägbank

Bankdrücken mit Kurzhanteln im Obergriff auf der Schrägbank

Rücklings auf eine Schrägbank legen und die Füße flach auf den Boden stellen. In jeder Hand eine Kurzhantel im Obergriff halten und die Arme nach oben strecken. Die Ellenbogen beugen und die Hanteln langsam auf Brusthöhe senken. Halten, dann wieder in die Startposition hochdrücken.

12. Flys am Kabelzugturm im Ausfallschritt von oben

Flys am Kabelzugturm im Ausfallschritt von oben

In Schrittstellung zwischen zwei Kabelzugtürme stellen. Die Arme seitlich strecken und die Seilzüge im Hammergriff unter Spannung halten. Die Arme diagonal nach vorn ziehen, bis sich die Hände vor dem Bauch überkreuzen. Im nächsten Satz die Seiten wechseln.

13. Brustpresse

Brustpresse

An eine Brustpresse setzen, die Bügel im Obergriff fassen und das Gerät so einstellen, dass die Ellenbogen im 90-Grad-Winkel gebeugt sind. Kopf und Rücken liegen vollständig am Polster. Die Bügel in einer gleichmäßigen Bewegung nach vorn drücken, bis die Arme fast gestreckt sind. Halten, anschließend zurück in die Startposition kommen.

14. Bankdrücken mit Langhantel auf der Schrägbank im weiten Griff

Bankdrücken mit Langhantel auf der Schrägbank im weiten Griff

Rücklings auf eine Schrägbank legen und die Füße flach auf den Boden stellen. Eine Langhantel etwas mehr als schulterbreit im Obergriff halten und die Arme senkrecht nach oben strecken. Die Hantelstange langsam nach unten senken, bis sie fast den Brustkorb berührt. Kurz halten, dann wieder in die Startposition hochdrücken.

15. Reverse-Flys mit Schlingensystem

Reverse Flys mit Schlingensystem

Den Schlingentrainer befestigen und mit fast gestreckten Armen die Griffe im Obergriff auf Brusthöhe halten. Den Oberkörper leicht in Vorlage bringen, die Fersen heben dabei vom Boden ab. Beuge den Oberkörper vor, die Arme dabei in Verlängerung der Schultern seitlich nach außen vom Körper strecken. Kurz halten, wieder hoch in die Ausgangsposition.

Welche Brustübungen passen am besten zu deinem Training?

Du kennst jetzt die Übungen – doch welche solltest du auswählen? Kombiniere eine grundlegende Druckübung wie Bankdrücken oder Liegestütze mit einer ergänzenden Variante, etwa Schrägbankdrücken oder Flys. Entscheidend ist, dass du die Bewegungen kontrolliert und in einem möglichst großen, beschwerdefreien Bewegungsumfang ausführst.

Ob zu Hause oder im Gym: Wähle Übungen, bei denen du die Belastung langfristig steigern kannst. Ständige Wechsel, zusätzliche Handgelenksdrehungen oder instabile Unterlagen sind dafür nicht nötig. Behalte passende Übungen lieber mehrere Wochen bei und dokumentiere deine Fortschritte.

5 Übungen von unserem Coach Nico, die du wahrscheinlich noch nie gemacht hast!

Du möchtest dein Training gezielt ergänzen? Im Video zeigt dir Coach Nico fünf Übungsvarianten, die du wahrscheinlich noch nie gemacht hast. Prüfe, welche zu deinem Trainingsstand passen – du musst nicht alle in deinen Plan aufnehmen.

Brust dehnen: Diese 5 Varianten kannst du ausprobieren

Dehnübungen sind ein wichtiger Bestandteil jedes Trainings, um die Flexibilität zu erhöhen und Verletzungen vorzubeugen. Besonders für die Brustmuskulatur können gezielte Dehnungen helfen, die Beweglichkeit zu verbessern und Verspannungen zu lösen.

1. Armstrecken nach schräg oben

Armstrecken nach schräg oben

Aufrecht und schulterbreit aufstellen. Die linke Hand in die Hüfte stemmen. Den rechten Arm schräg nach oben strecken und leicht nach hinten ziehen, bis du eine Dehnung in der Brustmuskulatur spürst. Im nächsten Durchgang Arm wechseln.

2. Beidarmiges Brustdehnen mit gestreckten Armen an der Wand

Beidarmiges Brustdehnen mit gestreckten Armen an der Wand

Aufrecht und schulterbreit vor eine Wand stellen. Die Arme schräg nach oben strecken und mit den Handflächen an der Wand abstützen. Den Oberkörper so weit vorbeugen, bis du eine Dehnung in der Brustmuskulatur spürst.

3. Einarmiges Brustdehnen mit angewinkeltem Arm an der Wand

Einarmiges Brustdehnen mit angewinkeltem Arm an der Wand

In Schrittstellung, der linke Fuß ist vorn, mit der linken Körperseite vor eine Wand stellen. Den linken Arm auf Schulterhöhe zur Seite strecken. Den Ellenbogen rechtwinklig beugen und die Handfläche gegen die Wand drücken. Die rechte Hand in die Hüfte stemmen. Den Oberkörper leicht nach rechts drehen, bis du eine Dehnung in der Brustmuskulatur spürst. Im nächsten Satz Seite wechseln.

4. Rückwärtiges Armstrecken mit vorgebeugtem Oberkörper

Rückwärtiges Armstrecken mit vorgebeugtem Oberkörper

Aufrecht und schulterbreit aufstellen. Die Finger greifen hinter dem Rücken ineinander, die Handflächen zeigen zur Decke. Die Arme sind hinter dem Rücken gestreckt. Den Oberkörper vorbeugen, die Arme bleiben gestreckt. Die Handrücken zeigen zur Decke.

5. Seitliches Armstrecken im Knien

Seitliches Armstrecken im Knien

Auf den Boden knien und den Oberkörper so weit vorbeugen, bis der Kopf fast den Boden berührt. Den linken Arm beugen und mit der Hand auf dem Boden abstützen, die Finger zeigen in Richtung Kopf. Den rechten Arm möglichst weit zur Seite strecken und die Schulter Richtung Boden drücken, bis du eine Dehnung in der Brustmuskulatur spürst. Im nächsten Durchgang Seite wechseln.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu den besten Brustübungen für Männer

Fazit