Die besten Tipps gegen Rasurbrand Patrick Coddou / unsplash.com

Rasurbrand: Das hilft gegen Hautreizungen

Rasurbrand Das hilft gegen Hautreizungen nach der Rasur

Nach dem Rasieren brennt deine Haut? Nervig, aber kein Grund zur Sorge. 7 Tipps, wie du Rasurbrand vorbeugen und lindern kannst

Was ist Rasurbrand und wie entsteht er?

Wenn die Haut nach der Rasur anfängt zu brennen oder leuchtet wie ein Feuerlöscher, spricht man von Rasurbrand. Schuld sind oft stumpfe Klingen oder der Verzicht auf Rasierschaum. Ist der Bart ungenügend vorbereitet, oder die Klinge stumpf, gleitet der Rasierer nur mit Druck durch das Haar. Das Ziehen kann zu Entzündungen an der Haarwurzel führen – dem so genannten Rasurbrand.

Die Hautreaktion klingt meist innerhalb von einem Tag wieder ab. Manchmal bildet sich aber auch ein richtiger Ausschlag, der tagelang anhalten kann. Am heftigsten ist der Rasurbrand meist am Hals. Denn hier ist die Haut besonders empfindlich und wird noch schneller durch die Klinge gereizt und verletzt. Wer sich erneut rasiert, obwohl die Haut bereits brennt, macht es noch schlimmer. Dabei lässt sich Rasurbrand ganz einfach vermeiden und auch mildern, wenn es bereits zu spät ist. Diese 7 Tipps gegen Rasurbrand helfen garantiert.

Rasierschaum lässt die Klingen besser gleiten
Patrick Coddou / unsplash.com
Schäume deine Haut vor der Rasur gründlich ein, um Rasurbrand zu vermeiden

Wie kann man Rasurbrand vermeiden?

1. Wärme bereitet die Haut auf die Rasur vor

Wasche dein Gesicht vor der Rasur mit möglichst heißem Wasser. Das macht raue Barthaare weicher, so lassen sie sich leichter kappen. Wer sich schon einmal in einem professionellen Barber-Shop rasieren lassen hat, wird dieses Hausmittel gegen Rasurbrand kennen: Im Anschluss an die Reinigung ein feuchtes, warmes Handtuch für 1 bis 2 Minuten auf die Haut legen. Übrigens: Falls du das Rasieren eigentlich satt hast, findest du hier die besten Bartfrisuren. Rasurbrand ist dann erstmal kein Thema mehr für dich!

2. Gut geseift, ist halb rasiert

...heißt es schon immer unter Barbieren. Deshalb solltest du nun die Haut und Stoppeln gründlich einschäumen. Am besten mit Rasiercreme und Pinsel – und das mindestens für 2 bis 3 Minuten. Ja, das ist lang, lohnt sich aber. "Studien haben gezeigt, dass das Einmassieren des Schaumes die Barthaare aufrichtet und somit das Risiko eingewachsener Haare signifikant verringert", erklärt Kristina Vanoosthuyze, wissenschaftliche Expertin bei Gillette. Falls doch mal ein Härchen stecken bleibt, kannst du unter folgendem Link nachlesen, was gegen eingewachsene Haare hilft.

3. Rasiere dich sanft und mit dem Strich

Wer (zunächst) in Wuchsrichtung der Haare rasiert, schont die Haut. Die Expertin empfiehlt, den Rasierer dabei ohne Aufzudrücken über die Haut gleiten zu lassen. Das Ergebnis ist dir nicht glatt genug? Dann kann im Anschluss noch einmal gegen den Strich rasiert werden. Weil die Stoppeln jetzt schon ultrakurz sind, kann das nicht mehr ziepen. Wichtig: Beim ersten Rasierzug hast du bereits den Schaum von der Haut geschabt. Wenn du jetzt erneut über die Stelle rasierst, kann das die Haut reizen. Es empfiehlt sich also vor jedem weiteren Zug, erneut Schaum auf der Haut zu verteilen.

4. Am Hals anzufangen, lindert das Rasurbrand-Risiko

"Starte mit der Rasur an den Wangen. Dort sind die Haare feiner und brauchen nicht so lange zum Aufweichen", empfiehlt die Rasur-Expertin. Am Kinn und auf der Oberlippe sind die Haare besonders dick. Diese Stellen solltest du entsprechend länger einweichen und zum Schluss rasieren.

5. Achte auf scharfe, saubere Klingen

Wechsele den Aufsatz regelmäßig – in der Regel nach jeder zehnten Rasur. "Nicht scharfe, sondern stumpfe Klingen reizen die Haut mehr und führen eher zu Verletzungen", so die Expertin. Auch Schmutz ist ein Thema. Verunreinigungen auf alten Klingen sorgen für Entzündungen und erzeugen somit ebenfalls Rasurbrand. Unser Tipp: Spüle die Klingen während der Rasur mehrfach mit warmem Wasser aus, damit sie nicht verstopfen und im ersten Zug möglichst viele Haare erwischen.

6. Kaltes Wasser löscht Rasurbrand

Jetzt gilt es, die Schaumreste mit kaltem Wasser abzuspülen. Das erfrischt nicht nur, sondern adstringiert die Haut (bedeutet: schließt die Poren). Trockne dein Gesicht anschließend mit einem frischen, weichen Handtuch ab. Ist das Tuch bereits benutzt, können Bakterien in Mikroverletzungen der Haut eindringen und Entzündungen auslösen.

7. Die richtige Pflege nach der Rasur

Finger weg von alkoholhaltigen After-Shaves. Damit brennt die Haut nur noch mehr. Besser: eine After-Shave-Creme oder eine Feuchtigkeitspflege für empfindliche Haut. "Beides entspannt die Haut vom Stress der Rasur. Produkte wie ein Rasurbalsam mit Aloe Vera spenden Feuchtigkeit und wirken rückfettend", so Vanoosthuyze. Wir empfehlen dafür diesen beruhigenden Balm von Lavera.

Und was tun, wenn die Haut trotz unserer Tipps brennt? Für schlimme Fälle von Rasurbrand gibt es auch Anti-Rasurbrandgels, die mit Calendula, Urea und Vitamin E die Haut beruhigen. Übrigens: Wenn es bei dir kein Brennen, sondern eher ein Jucken ist, helfen diese Anti-Juckreiz Tipps.

Wie du Rasurbrand vorbeugen kannst, weißt du jetzt. Und auch wenn die Gesichtsenthaarung dadurch deutlich länger dauert als gewohnt, lohnt es sich, die Zeit zu investieren. Denn was sind schon 10 Minuten mehr am Morgen im Vergleich zu brennender Haut den ganzen Tag über? 

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