Haare färben für Männer: So fällt's nicht auf sanneberg / Shutterstock.com

Haare färben für Männer: So fällt's keinem auf

Haare färben für Männer So fällt keinem auf, dass deine Haare gefärbt sind

Gefärbt oder nicht? Wenn's gut gemacht ist, kann das keiner so genau sagen. Wie gefärbte Haare natürlich aussehen und welche Haarfarben für Männer Trend sind

Dürfen Männer sich die Haare färben? Das ist wahrscheinlich keine viel diskutierte Frage in deinem Freundeskreis, oder? Wohl deswegen, weil die meisten Herren es lieber für sich behalten, wenn sie es tun. Unsere Antwort ist ein klares: Ja – wenn du es richtig machst!

Warum sollte ich meine Haare färben?

Die Gründe fürs Färben sind vielfältig: Manche Männer wollen mal etwas Neues ausprobieren, die meisten schlicht graue Haare vertuschen und länger jung aussehen. Beides ist legitim. "Zwar gelten graue Haare in Zeiten des neuen Gentlemans à la George Clooney wieder als super cool und sexy. Doch wer sich seine Jugendlichkeit ein bisschen länger erhalten will – nur zu!", sagt auchStefan Desczyk, Top-Stylist bei Wella. Und es gibt noch ein ureigenes Männeranliegen bei der Haarfarbe: Geht das Haupthaar langsam aus, kann eine etwas hellere Coloration das kaschieren. Weil sich helle Haare und die Kopfhaut farblich weniger voneinander abheben. Ob du deine Haare färbst, bleibt letztlich aber Geschmacksache.

Aus welchem Grund auch immer: Wer sich fürs Färben entscheidet, sollte unbedingt einige wichtige Tipps beachten, damit der neue Ton natürlich und nicht "gefärbt" wirkt. Worauf es dabei ankommt, verraten wir im Folgenden.

Wie fällt keinem auf, dass ich meine Haare färbe?

Du hast dich entschieden, deine Haare zu färben? Aber am besten soll das niemand mitkriegen? Keine Sorge, es gibt Färbemethoden, die für Männer zugeschnitten sind und garantiert nicht auffallen:

  • Grundsätzlich gilt: Färbe bloß nicht zu dunkel! "Sonst wirkt es zu plastisch und damit künstlich", weiß Färbe-Profi Stefan Desczyk. Statt Pechschwarz also lieber Mittelbraun wählen, das Ergebnis wirkt meist eh dunkler.
  • Deine Haare werden langsam grau? Dann empfiehlt der Experte für den Einstieg ein transparent wirkendes 'Grey Shading'. Das ist eine leichte Tönung, die deine Grauen nicht vollständig abdeckt. So wirkt das Ergebnis natürlicher.
  • Auch gut: Nicht gleich alle Haare in Farbe tunken, sondern ergraute Stellen mit Kammsträhnen im Naturton kaschieren. "So siehst du frischer aus, aber nicht gefärbt", rät Desczyk. Wichtig: Behalte so viel natürliche Haarfarbe wie möglich, dann fällt beim Rauswachsen auch kein Ansatz auf.
  • Du willst ein bisschen heller werden? Dann sind Highlights ideal. Der Profi warnt: "Blonde Strähnen müssen unbedingt wie selbstverständlich gefärbt und dürfen auf keinen Fall künstlich wirken." Idealerweise sieht es so aus, als würdest du gerade aus dem Sommerurlaub kommen.
  • Wichtig bei Strähnen, ob hell oder im Naturton: Die Haare vor dem Färben schneiden, nicht danach. Wenn man es bei kurzen Haaren andersrum macht – erst färben, dann schneiden – kann das Ergebnis fleckig aussehen.
  • Lasse zwischen den Terminen nicht zu viel Zeit verstreichen, um den Ansatz so gering wie möglich zu halten. Wird er sichtbar, fällt die Mogelei sofort auf.
  • Erwarte keinen Wow-Effekt, wenn du das erste Mal zum Färben gehst. Sonst könntest du enttäuscht sein. Denn erinnerst du dich selbst: Du wolltest, dass es niemandem sofort auffällt. Es sollte daher keine Überraschung sein, dass weniger mehr ist.

Gibt es einen Unterschied beim Färben von Frauen- und Männerhaar?

"Rein wissenschaftlich unterscheiden sich die Haare von Frauen und Männern nicht. Das Färben funktioniert deshalb genau gleich", erklärt Desczyk. Man kann sie komplett colorieren oder strähnen, blondieren, dunkler färben oder in eine Extrem-Nuance tönen. ABER: Männerhaare sind von Natur aus aschfarbener als Frauenhaare. Soll das Ergebnis so natürlich wie möglich ausfallen, solltest du deshalb auch beim Färben kühle und matte Nuancen wählen. Finger weg von Schokobraun und Goldblond! Diese Farben kommen offensichtlich aus der Flasche.

Welche Haarfarben für Männer sind Trend?

"Es gibt immer mehr Modemutige, die Blond oder sogar Pastell-Farben wünschen. Vor allem extrem helles Platinblond ist bei den Trendtönen nicht mehr wegzudenken", sagt Desczyk. "Angesagt sind aber auch Töne wie Neon-Orange, Türkis und Ultraviolett." Dafür braucht es natürlich Mut – und vor allem den passenden Job. Der Profi weiß: "Die meisten Männer wünschen sich nach wie vor zeitlose, natürliche, eher dunkle Nuancen." Damit liegst du immer goldrichtig.

Kann ich meine Haare auch zu Hause färben?

Theoretisch schon. Allerdings ist dafür gerade bei kurzem Haar viel Geschick gefragt. Es ist nämlich a) schwierig, den richtigen Ton zu finden und b) beim Nachfärben immer nur den Ansatz zu treffen. Desczyk warnt: "Wenn es schlecht läuft, kann es passieren, dass die Farbe in den Haarspitzen durch häufiges Überfärben immer dunkler wird. Im schlimmsten Fall hat man dunkelblonde Ansätze und schwarze Spitzen. Keine so sexy Vorstellung, oder?" Beim Friseur gibt es hochwertige Colorationen für eine gleichmäßige und einheitliche Farbe vom Ansatz bis in die Spitzen. So sieht das Ergebnis ganz sicher natürlich aus. Wenn du es selbst probierst und zwischen zwei Tönen schwankst: Nimm den helleren. Außerdem solltest du auf einen aschigen Unterton achten. Und hol dir Hilfe beim Nachfärben.

Wie pflegt man gefärbte Männerhaare?

Am besten mit speziellen Shampoos und Spülungen für gefärbtes Haar. Damit sich die Farbe langsamer ausspült, sind Pflegeprodukten für gefärbtes Haar besonders sanft. Außerdem schleusen sie Feuchtigkeit ins Haar. Das ist wichtig, weil jede Färbung – egal, wie professionell sie gemacht ist – das Haar leicht austrocknet.

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Fazit: Haare färben kann dein Geheimnis bleiben – muss es aber nicht

Es ist legitim, dass du nicht willst, dass jeder auf den ersten Blick sieht, dass du deine Haare färbst. Aber: Steh dazu, wenn du doch mal darauf angesprochen wirst. Denn warum solltest du es auch nicht tun?

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