Dead Hang statt Curl: Warum passives Hängen deine Schultern entlastet

Entlastung durch passives Schulterhängen
Dead Hang statt Curl: Warum passives Hängen deine Schultern entlastet

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.03.2026
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Mann hängt mit gestreckten Armen an einer Klimmzugstange in einem Fitnessstudio, im Hintergrund trainieren weitere Personen.
Foto: Ben Pipe Photography, Getty Images

Du hast starke Arme, aber deine Schultern zahlen einen schmerzhaften Preis? Das muss nicht sein, wenn du eine Übung in dein Training integrierst: Das Aushängen von Schultern und Wirbelsäule an der Klimmzugstange, der sogenannte Dead Hang.

Damit erreichst du ein sanftes Auseinanderziehen der Schultergelenke zur Entlastung – und das tut richtig gut. Wir zeigen dir, wie es geht.

Was bringt der Dead Hang?

Der Dead Hang, oder auch Brachial Hang genannt, kann Schultergelenke und Wirbelsäule durch einfaches Hängen entlasten. Das zeigen auch Studien: Hängen reduziert die Druckbelastung auf den Schultern und kann die Beweglichkeit verbessern.

Zudem sorgt das Hängen an der Klimmzugstange für eine angenehme Wirbelsäulen-Dekompression und verbessert die Griffkraft. Besonders wenn du viele Curl-Übungen machst, die Muskeln eher zusammenziehen: das Dead Hang zieht Muskeln und Bänder wieder in die Länge – ein spürbarer Ausgleich.

Was heißt das für dein Training?

  • Sanftes Hängen kann die Schultergelenke dehnen, entlasten und mobilisieren.
  • Du kannst – musst aber nicht – zusätzliches Gewicht verwenden, um dein Körpergewicht zu erhöhen und so mehr Zugkraft auf die Schultern zu erzeugen.

So funktioniert der Dead Hang

Dead Hang bedeutet nicht, dass du – wie der Name vermuten ließe – wie ein Toter an der Trainingsstange baumeln solltest, ein wenig Körperspannung ist dennoch dabei. Beim Dead Hang hängst du passiv an einer Klimmzugstange, die Füße berühren nicht den Boden. Arme gestreckt, Griff geschlossen, Schultern locker, aber kontrolliert. Kein Kipping, kein Mitziehen. Ziel ist Entlastung durch Zug, nicht Kraftproduktion.

Einsteiger können mit 3-mal 20 bis 30 Sekunden anfangen, Fortgeschrittene 3-mal 30 bis 60 Sekunden, Profis hängen länger als eine Minute und verwenden etwaige Zusatzgewichte. Wichtig: Abbrechen, bevor der Griff versagt – Technik geht vor Zeit.

Die Hängeübung ist ein schönes Add-on in deinem Krafttraining. Besonders, wenn du zuvor viele Druck- und Curl-lastige Übungen absolviert hast, die kaum Entlastung bieten.

3 Griffmöglichkeiten und Varianten für den Dead Hang

1. Für Einsteiger

  • Beidarmig hängen, mit Obergriff
  • Optional: Füße leicht am Boden abstützen
  • Schultern bleiben möglichst passiv

2. Für Fortgeschrittene

  • Beidarmig hängen, aber mit wechselnden Griffbreiten
  • Handtuch-Hang: Wickel ein Handtuch um die Stange, damit steigerst du Umfang und Intensität deiner Griffkraft, denn Hände und Unterarme müssen mehr arbeiten, um einen sicheren Halt zu finden
  • Kurze Scapula-Pulls vor dem Hang: Zunächst Schultern locker lassen, sodass die Oberarme Richtung Ohren wandern. Anschließend Schultern nach unten ziehen und Schulterblätter nach hinten unten aktivieren. Der Körper hebt sich dabei leicht an, die Arme bleiben gestreckt.

3. Für Profis

  • Einarmiger Dead Hang
  • Zusatzgewichte verwenden, etwa durch einen Dip Belt (Gürtel), um dein Körpergewicht und damit die Zugkraft auf die Schultern zu steigern
  • Wechselgriffe: beidarmig hängen, aber im Wechsel eine Hand aktiv, eine passiv

Am besten, du baust den Dead Hang am Ende deines Trainings ein. Er ist eine prima Übung im Cooldown und zur Dehnung nach dem Krafttraining, der hilft, die Schulter wieder "neutral" zu positionieren.

FAQ: Was du zu Dead Hangs im Training wissen solltest

Fazit