Selbstmanagement: Wie du im Jahr 2026 mit weniger Anstrengung mehr erreichen kannst

Produktiver ins neue Jahr
Selbstmanagement: Wie du im Jahr 2026 mit weniger Anstrengung mehr erreichen kannst

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.01.2026
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Es klingt im ersten Moment völlig absurd, wird aber immer wieder von Coaches und Experten, in Büchern und Artikeln als möglicher Weg zum Erfolg verkauft: mit weniger Aufwand mehr erreichen. Dazu empfehlen die, die behaupten, dass es klappt, etwa Techniken wie Time-Blocking oder Offloading, Deep-Work-Strategien oder Achtsamkeitsroutinen. Aber was ist dran am Versprechen, dass man seine Zeit künftig effizienter nutzen kann? Und was musst du tun, um es im neuen Jahr selbst auszuprobieren?

Einfluss der inneren Einstellung: So lässt sich mit weniger Aufwand mehr erreichen

Der Gedanke, dass man mit weniger Aufwand mehr erreichen kann, geht oft auf Konzepte zurück, die mit der inneren Einstellung zu tun haben. So geht es etwa darum, seine Ziele besser an seinen individuellen Werten auszurichten und an der Frage wie man sich seine Arbeitstage so vorstellt. Das hat auch eine Studie des US-Psychologen Doug Newburg ergeben, der erfolgreiche Persönlichkeiten aus Medizin, Sport und Musik zu ihren Erfolgsstrategien befragt hat. Dabei fand er heraus, dass viele von ihnen zwar ein klares Ziel haben, darauf allerdings eher reflektiert und besonnen statt verbissen hinarbeiten und Rückschläge auch als Chance nutzen, um Kurskorrekturen vorzunehmen.

Auf Basis von Newburgs Forschung unterscheidet die kanadische Psychologin Bethany Butzer zwischen zwei Arten von Anstrengung, die sie mit dem Paddeln eines Bootes stromaufwärts und stromabwärts vergleicht. Stromaufwärts sind für sie alle Aufgaben, die einigen Aufwand und Rückschläge mit sich bringen und in vielen Gesellschaften als normal gelten. Butzer rät dazu, sich stattdessen allerdings auf die Stromabwärts-Aufgaben zu fokussieren und genau wie Newburgs Testpersonen Ziele vielmehr aus innerem Antrieb zu verfolgen, um sich langfristig das Leben zu erleichtern.

Die Philosophie hinter "mehr schaffen mit weniger Aufwand" liegt im Daoismus

Auf ähnliche Gedanken greifen seit vielen Jahrhunderten auch viele gängige Lebensphilosophien zurück. So gibt es im chinesischen Daoismus das Prinzip des "Wu Wei", das besagt, dass man dem Fluss des Lebens folgen und lediglich nach einem natürlichen Reaktionsprinzip handeln muss. Die Denkweise wird auch gern als "die Kunst des Nichtstuns" bezeichnet und hat Einflüsse auf den Buddhismus. Im Hinduismus gibt es mit der "Bhagavad Gita" eine ähnliche Form von "Aktion in Inaktion". Übertragen auf unsere Alltagsziele lehren beide Leitsätze, dass uns authentische Ziele, die mit unseren Werten im Einklang sind, deutlich leichter fallen.

Was ebenfalls häufig dafür sorgt, dass du für denselben Effekt weniger Anstrengung benötigst, sind Strategien, die dir helfen, achtsam und organisiert an deine Aufgaben heranzugehen. Indem du dir aktiv Auszeiten etwa für Reflexion und Kurskorrekturen gönnst, schaffst du für dich selbst wichtige Klarheit, und gehst danach wieder gestärkt in deine Alltagsaufgaben. Um dabei wirklich langfristig deine Anstrengung zu reduzieren, ist aber oft nicht nur ein Kurswechsel in Sachen deiner Ziele nötig. Auch ein Umdenken bei deinen Strategien kann hilfreich sein, falls du dir für 2026 vorgenommen hast, deine Ziele künftig mit weniger Aufwand zu erreichen.

Strategien für 2026: Mit diesen Schritten optimierst du dein Selbstmanagement

Priorisierung und Time-Blocking

Plane deine Tage bewusst anhand deiner wichtigsten Aufgaben. In Produktivitäts-Apps kannst du Blöcke für bestimmte To-Dos festlegen und deinen Tagen eine neue Struktur verleihen. Nutze dafür zum Beispiel die Pomodoro-Technik, die 25-minütige Arbeitsfenster regelmäßig mit Fünf-Minuten-Pausen unterbricht.

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Offloading-Strategien

Schreibe dir in regelmäßigen "Brain Dumps" alle wichtigen Gedanken und Ideen in eine Liste. Indem du Aufgaben dabei in kleinere Schritte unterteilst, werden dabei schneller Erfolge sichtbar.

Grenzen setzen für den Fokus

Plane Zeiten ein, in denen du ungestört arbeiten kannst. Das erfordert, dass du Grenzen setzt und für einen Moment auch mal weder erreichbar bist noch von Benachrichtigungen gestört wirst.

Auszeiten besser nutzen

Studien belegen, dass bewusstes Nichtstun Kreativität und Produktivität fördert. Plane regelmäßige Pausen ein, in denen du dich bewusst von deinen Aufgaben distanzierst.

Deep-Work-Strategien

Plane regelmäßige Deep-Work-Sessions von 60 bis 90 Minuten, in denen du Ablenkungen reduzierst und konzentriert deine wichtigsten Aufgaben angehst. Dabei kann es deinem Workflow helfen, wenn du ähnliche Aufgaben gruppierst.

Achtsame Aufgabenplanung

Indem du deine To-Dos bewusster planst, lernst du zu erkennen, ob du Aufgaben delegieren oder eventuell sogar komplett streichen kannst. So bleibt mehr Zeit und Energie für deine Prioritäten.

Mit Strategien wie Time-Blocking zu mehr Produktivität: Das sagen Studien

Auf Basis dieser Strategien versprechen viele Experten und Produktivitätscoaches ein nachhaltig erfolgreicheres Leben. Gerade Maßnahmen wie bewusstes Time-Blocking sind in den vergangenen Jahren auch häufig in Studien untersucht worden. Dabei fand etwa eine wissenschaftliche Untersuchung, der US-Universität Harvard heraus, dass Probanden ihre tägliche Produktivität durch Time-Blocking um rund 30 Prozent steigern konnten. Zu den Gründen dafür zählten, dass man sich weniger leicht ablenken lässt und seltener Fehler macht, die oft wichtige Zeit kosten.

Häufige Fragen zu besserem Selbstmanagement und Erfolgsstrategien

Fazit