Natürliche Potenzmittel: Die besten Viagra-Alternativen für Männer

Hier werden Sie wohl keine Aphrodisiaka brauchen

Potenz steigern ohne Viagra? Das geht! Mit diesen natürlichen Potenzmitteln setzen Sie Erektionsproblemen ein Ende und regen Ihr Sexleben wieder an

In diesem Artikel:

Was sind natürliche Potenzmittel?

Natürliche Potenzmittel, häufig auch Aphrodisiaka genannt, sind Naturmittel, die zur Steigerung der Potenz und zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt werden. Diese Alternativen zu Medikamenten wie Viagra sind bei Männern besonders gefragt, weil sie meist nur wenige Nebenwirkungen haben. Allheilmittel sind sie aber nicht: Aphrodisiaka können immer nur unterstützend wirken. Nur wenn das Umfeld stimmt, können die Aphrodisiaka ihren Zweck erfüllen. Natürliche Potenzmittel werden aber zunehmend wissenschaftlich untersucht und Sie können durchaus damit Erfolg haben. Wir haben Studien ausgewertet und Forscher befragt, zu welchen Mitteln Sie in welcher Lage greifen können. 

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Was sind die besten natürlichen Potenzsteiger?

Wenn die Erektionsfähigkeit nachlässt, greifen viele Männer häufig zu Potenzmitteln: Viagra, Levitra und Cialis gehören zu den bekanntesten Medikamenten zur Potenzsteigerung – also der Steigerung der Erektionsfähigkeit des Penis. Aber welche natürlichen Alternativen gibt es? Wir haben Ihnen hier ein paar zusammengestellt.

Naturmittel wie Yohimbin, Ginkgo und Co. können Ihr Sexleben wieder anregen

Yohimbin als natürliches Viagra

Yohimbin, das aus der Rinde des afrikanischen Yohimbe-Baums gewonnen wird, ist in zahlreichen Aphrodisiaka (so benannt nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite) enthalten. „Yohimbin ist eines der ältesten Aphrodisiaka. Schon die Ägypter haben es zur Potenzsteigerung eingesetzt“, erklärt der Urologe Dr. Wolfram Haas aus Waldkirch. „Von allen in Deutschland erhältlichen Aphrodisiaka ist Yohimbin wahrscheinlich das wirkungsvollste.“ In einer placebokontrollierten Studie, die an der TU München durchgeführt wurde, profitierten 71 Prozent der insgesamt 83 Versuchspersonen mit Erektionsstörungen von der Einnahme der Yohimbin-Extrakte. Die Wirkung beruht wahrscheinlich auf einer Erweiterung der Blutgefäße und einer dadurch verbesserten Durchblutung des Beckens. Zudem wird offenbar auch die Nervenübertragung in den unteren Abschnitten des Rückenmarks verbessert. Das ist für die sexuelle Stimulation notwendig. Auch ein stimmungsaufhellender Effekt wird dem Yohimbin zugeschrieben. Doch keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Und die können bei Yohimbin durchaus beträchtlich sein. Deshalb sind Präparate mit einem höheren Yohimbin-Gehalt rezeptpflichtig.

Nebenwirkungen: Zittern, bei Überdosierung Herzrasen, Halluzinationen, Bewußtlosigkeit, Blutdruckanstieg, Schlaflosigkeit.

Ginkgo regt die Durchblutung an 

Ginkgo, einer der am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffe, entspannt die Arterien und verbessert dadurch die Durch­blutung aller Organe. Da auch die Erektion von einer optimalen Blutzufuhr abhängt, hilft Ginkgo vor allem bei Potenzstö­rungen, die durch eine schlechte Durchblutung verursacht werden. In einer deutschen Pilot-Studie hatten 50 Prozent der Männer innerhalb von sechs Monaten wieder normale Erektionen durch die Einnahme von nur 60 Milligramm Gingko-Extrakt täglich. Die Ergebnisse konnten in einer späteren Studie unter Placebo-Kontrolle aber nicht bestätigt werden. Bis zu 240 Milligramm Ginkgo pro Tag gelten als unbedenklich. Dennoch empfehlen Urologen, zunächst mit Dosen von 60 bis 80 Milligramm zu beginnen und bei Bedarf zu steigern. „In Japan werden die unreifen Ginkgo-Samen gegrillt und gelten als ein sehr gutes Aphrodisiakum für Männer. Sie sollen Kraft in den Unterleib bringen“, berichtet Dr. Rätsch. „Wer öffentlich Ginkgo-Samen isst, deutet damit an, dass er erotischen Abenteuern nicht abgeneigt ist.“

Nebenwirkungen: Obwohl Gingko als relativ sicheres Me­dikament gilt, wurden in einer geringen Zahl von Fällen Komplikationen bei der gemeinsamen Einnahme von Aspirin und Ginkgo beobachtet. Selten können Bauch- oder Kopfschmerzen auftreten. Deshalb sollte Gingko nicht mit Aspirin oder anderen blutverdünnenden Mitteln verwendet werden.

Libido steigern mit Gelée Royale

Einige Aphrodisiaka enthalten Bienenpollen oder Gelée royale, ein Extrakt, das von den Bienen zur Ernährung ihrer Königin produziert wird. In Asien werden diese Bienenprodukte verwendet, um die Leist­ungsfähigkeit und die Potenz zu steigern. Auch in westlichen Ländern werden Bienenpollen und Gelée royale gegen allerlei Gebrechen eingesetzt. „Bei wissenschaftlichen Versuchen hat sich gezeigt, dass die Spermaproduktion durch das Gelée royale angeregt und gesteigert wird“, erklärt Dr. Christian Rätsch, Ethnopharmakologe aus Hamburg. „Dadurch verstärkt sich die Libido, und das sexuelle Interesse nimmt allgemein zu.“ Dennoch steht nicht zweifelsfrei fest, wie sehr die Einnahme der blütenpollenhaltigen Präparate die sexuelle Leistungsfähigkeit beeinflusst. Doch Vorsicht ist geraten: In manchen Fällen führte die Einnahme der Bienenprodukte aber sicherlich nicht zu sexuellen Höchstleistungen, sondern zu einem Aufenthalt in der Notaufnahme der nächsten Klinik. Vor allem Allergiker können auf die Präparate, die einen mehr oder weniger hohen Pollenanteil enthalten, mit Asthmaanfällen, Hautausschlägen und schweren allergischen Symptomen reagieren – bis hin zu einem anaphylaktischen Schock.

Nebenwirkungen: vor allem allergische Reaktionen. Bei bekannten Pollenallergien sollten Sie besser auf diese Produkte verzichten.

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Mehr Lust auf Sex mit Muira Puama

Das Holz dieses südamerikanischen Baums ist bei uns unter der Bezeichnung Potenzholz bekannt geworden. „Zur Stärkung der Potenz, zur Beseitigung erotischer Verklemmungen oder Traumata, zur Behebung der Unfruchtbarkeit und zur Steigerung des Lustempfindens werden Innenrinde und zerraspeltes Holz von indianischen Medizinkundigen verwendet“, erklärt Dr. Christian Rätsch. In einer Untersuchung an 262 Männern, die zwei Wochen lang täglich ein bis eineinhalb Gramm Muira puama einnahmen, sollen 51 Prozent bessere Erektionen gehabt haben. 62 Prozent der Testpersonen gaben an, das Präparat steigere ihre Lust auf Sex.

Nebenwirkungen: bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine

Langsame Potenzsteigerung dank Ginseng

Die Ginseng-Wurzel enthält neben zahlreichen anderen Wirkstoffen vor allem Ginsenoside. Diese bewirken wahrscheinlich eine Freisetzung körpereigener Hormone, unter anderem von Testosteron, das langfristig lust- und potenzsteigernd wirkt. „Bei der Wahl der Präparate ist aber Vorsicht geboten“, warnt Dr. Rita Rothmaler, Pflanzenexpertin aus Plön. „Die Droge wird häufig durch andere, wenig oder keine Ginsenoside enthaltende Ginseng-Arten verfälscht.“ Eine Zubereitung sollte mindestens 15 Prozent Ginsenoside enthalten. Aber aufgepasst: Ginseng ist kein Aphrodisiakum für den Notfall. Nur die regelmäßige Einnahme bewirkt eine Steigerung der Potenz.

Nebenwirkungen: bei Über­dosierung Spannungsgefühl im Brustbereich, Hautausschläge, Bluthochdruck

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Lammfleisch gehört bei Potenzstörungen ab sofort auf den Teller

So können Lebensmittel Ihre Potenz steigern

Knabbern Sie Haselnüsse und Mandeln. Sie fördern die Produktion von Endorphinen, die lösen Glücksgefühle aus und bringen Ihr Sexleben in Schwung. Selbst Schokolade macht nicht nur happy, sondern auch – durch den Erotikstoff Phenylethylamin – sinnlich. Aromastoffe und ätherische Öle (zum Beispiel in Sellerie und Muskat) sind an einer Reihe von Stoffwechsel-vorgängen beteiligt, die unser Sexualleben beeinflussen.

Lammfleisch gehört ebenfalls zu den erotischen Speisen. Es enthält Stoffe wie Mangan, die im Körper das Sexualhormon Testosteron aktivieren. Dieses Hormon macht selbstbewusster und aktiviert die sexuelle Hochspannung.

Die Vitamine E (ist in großen Mengen in Kürbiskernen enthalten) und C (steckt in Spargel) erhalten die Leistungsfähigkeit, damit Sie nicht schlappmachen.

Auf alle Fälle gehören Meeresfrüchte, vor allem Austern, auf Ihren Teller. Sie enthalten das Dopingmineral Zink, das fördert nicht nur die Ausschüttung von Testosteron, sondern auch die Spermienproduktion.

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Lieben Sie im Sommer Tomaten mit Mozzarella und Basilikum? Wunderbar, denn das ätherische Öl im Basilikum kann die Harnröhre stimulieren – und so sogar eine schwache Erektion verursachen.

Auch die hässliche Sellerie-Knolle hat’s in sich. Sie gilt seit der Antike als Aphrodisiakum. Sellerie enthält ätherische Öle, die den Kreislauf und den Stoffwechsel anregen. Außerdem hilft er Ihnen mit dem Fruchtbarkeitshormon E erotisch auf die Sprünge.

Natürliche Potenzmittel – rezeptfrei vs. verschreibungspflichtig?

Zahlreiche Studien bestätigen den Erfolg von Potenzmitteln und auch die Nebenwirkungen von diesen Medikamenten sind bei den meisten Männern überschaubar. Doch was steckt hinter den rezeptfreien Potenzmitteln aus der Apotheke oder dem Internet? Nichts. Denn häufig enthalten vor allem die Mittel aus dem Internet nur Vitamine und Mineralstoffe, dessen Wirkung gegen Erektionsprobleme aber nicht bestätigt ist. Falls Sie ein Potenzmittel ausprobieren und kaufen möchten, sollten Sie zunächst einen Arzt um Rat fragen. Bei einer Behandlung, kann Ihnen gesagt werden, welche Potenzpille die richtige für Sie ist. Es ist nachgewiesen, dass Medikamente wie Viagra, Levitra oder Cialis die Potenz langfristig steigern können – diese Pillen sind aber nur mit einem Rezept vom Arzt erhältlich.

Fazit: Natur- statt rezeptfreie Potenzmittel 

Für wen der Griff nach Viagra und Co. noch zu früh erscheint, der kann es zuerst mit Naturmitteln wie Gingko und Yohimbin und mit einen der aphrodisierenden Lebensmittel versuchen. Von rezeptfreien Potenzmitteln ist aber abzuraten: Denn diese sind meist voller leerer Versprechen. Unterstützend können natürliche Potenzmittel durchaus ihre Wirkung entfalten, bei langanhaltenden Erektionsproblemen sollten Sie aber dann doch lieber zum Arzt.