In eigener Sache
Die Men’s-Health-Siegel
Welches Bier ist das Beste? Wir haben eine Umfrage gestartet und das ist das Ergebnis. Hakan Tanak / Shutterstock.com

Biersorten im Vergleich – mit und ohne Alkohol

Bier-Vergleich Das ist das beste Bier für Männer

Men’s Health hat über 3300 Personen zu über 600 Biersorten mit und ohne Alkohol befragt. Welche Sorten am besten schmecken, erfrischen oder am preiswertesten sind

Die nächste Runde geht auf uns. Denn hier ist garantiert für jeden die richtige Sorte dabei. Knapp 92 Liter Bier hat jeder Deutsche im Schnitt im Jahr 2021 getrunken. Damit sind nur die Tschechen (135 l) und die Österreicher (100 l) trinkfreudiger als wir. Laut dem Deutschen Brauer-Bund gibt es rund 1500 Braustätten, die zusammen rund 7000 verschiedene Biere herstellen. Da dies schon eine unfassbar große Menge bedeutet, haben wir uns in dieser Befragung auf nationale und regionale Biere beschränkt und den internationalen Markt ausgeklammert. Die Auswahl ist auch so schon riesig.

Das Pils ist deutschlandweit auf der Beliebtheitsskala auf dem ersten Platz, jedoch gibt es viele regionale Eigenheiten. Im norddeutschen Raum hat Pils nahezu keine Konkurrenz, doch im Rheinland wird viel Kölsch und Alt-Bier getrunken. In Sachsen ist das Schwarzbier sehr beliebt, in Baden-Württemberg stehen Export und Kristallweizen in der Gunst weit oben und die Bayern lieben ihr Weizen und Helles. Um jeder Region so gerecht wie möglich zu werden, haben wir zwei verschiedene Studien durchgeführt: für nationale und für regionale Marken.

So gesund ist alkoholfreies Bier

Besonders für Sportler ist alkoholfreies Bier wegen seiner isotonischen Wirkung immer attraktiver geworden. Isotonisch bedeutet, dass es den Anforderungen des Körpers bestmöglich entspricht und annähernd die gleichen osmotischen Druckverhältnisse wie das menschliche Blut aufweist. Der Wasser- und Mineralstoffhaushalt wird so besonders schnell nach Belastungen aufgefüllt, da die gelösten Stoffe nicht erst in ihrer Konzentration vom Körper ausgeglichen werden müssen und sie sofort resorbiert werden können und somit direkt ins Blut übergehen.

Mineral- oder Leitungswasser ist im Vergleich übrigens hypotonisch. Es wird noch schneller in den Dünndarm aufgenommen als isotonische Flüssigkeiten, da die Konzentration an gelösten Teilchen geringer ist als die des Blutes. Der Nachteil ist aber, dass es nur wenige Mineralien und gar keine Energie liefert. Es eignet sich also nur, wenn du deinem Körper möglichst schnell Flüssigkeit zuführen möchtest, wie zum Beispiel direkt während der Belastung. Willst du deinen Organismus aber gleichzeitig mit Mikronährstoffen versorgen, sind isotonische Getränke besser geeignet. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören Kohlenhydrate in Form von Zucker, Vitamine (A, C, B6, B9, B12), Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Natrium. Unter der Bezeichnung alkoholfrei dürfen übrigens tatsächlich bis zu 0,5 Prozent Restalkohol enthalten sein. Die Menge ist in der Regel sehr gering, aber gerade für Sportler kann es einen Unterschied machen. Wer also wirklich auch auf diese Restmenge verzichten möchte, orientiert sich an der Angabe 0,0 Prozent, die in der Regel prominent auf dem Label zu finden ist.

So wurde gewählt

In den Tabellen findest du jeweils eine Bewertung in den Kategorien Geschmack, Erfrischung und Preis / Leistung. Die Befragten konnten auf einer Skala von 1-10 wählen, wobei 10 der beste Wert war. Das Gesamtergebnis am Ende der Spalte wurde aus dem Mittelwert über die drei Kriterien über alle Bewertungen ermittelt und wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit als Sternchen dargestellt. Die Noten 4 oder gar 5 Sterne (die Höchstnote) insgesamt oder in einer der drei Kategorien wurde anhand des "Positivbereichs", also des Bereichs vom Durchschnittswert bis zum Wert der jeweils besten Marke, ermittelt. Marken, deren Ergebnis mindestens 30 Prozent des Positivbereichs erreicht, bekommen 4 Sterne. 50 Prozent waren dagegen für die Höchstnote 5 Sterne notwendig (siehe Grafik). Biermarken, bei denen die einzelnen Bewertungen stark schwankten, wurden nicht berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es Biersorten, die von Befragten zwar positiv bewertet, aber verhältnismäßig selten genannt wurden und aus ebendiesem Grund im Endergebnis und in den Tabellen keine Berücksichtigung finden konnten. Somit bilden alle unsere Bestenlisten ausschließlich Marken ab, die hinreichend oft genannt und bewertet wurden. Die Erwähnung in einer der Tabellen steht in diesem Sinne für ein klares und positives Votum. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Qualität der Biere, die in unseren Listen nicht aufgeführt sind, angezweifelt wird. Alkoholfreies Bier nach dem Sport kann dabei helfen, schneller zu regenerieren. Entscheidend für die Qualität ist dabei der Gehalt an enthaltenen Elektrolyten.

So haben wir getestet

Die Studie "Beliebteste Biere in Deutschland" wurde gemeinsam mit unserem Partner Globis Consulting auf Basis einer fundierten Methodik ermittelt: In der nationalen Teilstudie wurden 274 Biermarken der großen Brauereien untersucht. In der Teilstudie regionale Biere wurden 330 Biermarken größerer regionaler Brauereien untersucht. Basis der Studie war eine Befragung unter mehr als 3.300 Biertrinkern. Die Befragten sollten ihnen bekannte Biere nach drei Kriterien bewerten: Geschmack, Erfrischung und Preis / Leistung. Die Bewertung erfolgte auf einer Skala von 1 bis 10; 10 war der beste Wert. Das Gesamtergebnis für ein Bier wurde aus dem Mittelwert über die drei Kriterien über alle Bewertungen ermittelt. Die Befragung fand im April 2022 statt. Die ausgezeichneten Marken haben die Möglichkeit, für ihre Außendarstellung ein Men’s-Health-Siegel zu erwerben – in den Kategorien "Gesamt", "Erfrischung", "Geschmack2 und "Preis/Leistung".

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Die besten nationalen Biere​ - hier als PDF herunterladen0,06 MByte
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Die besten regionalen Biere - hier als PDF herunterladen0,06 MByte

Was ist das Besondere an Bier?

Zum Feierabend, am Wochenende oder Grillabend darf es abseits vom Sport auch gern mal ein kühles Blondes mit ein paar Umdrehungen sein. Doch was steckt eigentlich im beliebten Kaltgetränk drin? Wasser ist der Hauptbestandteil aller Biere. Historisch gesehen sind unterschiedliche Bierstile nämlich erst entstanden, weil das Wasser in bestimmten Regionen eine spezielle Beschaffenheit hatte. Das beste Beispiel dafür ist das gute alte Pils, das aus der tschechischen Stadt Pilsen stammt, wo zum Bierbrauen besonders weiche und mineralstoffarme Quellwässer genutzt werden.

Im englischen Burton upon Trent, wo das Burton Pale Ale gebraut wird, ist das Wasser besonders hart, da es durch Sandstein mit hohem Gipsgehalt gefiltert wird. Die Beschaffenheit des Bodens ist also von entscheidender Bedeutung, weil sie für die Konzentration von gelösten Salzen und von Härtebildnern wie Calcium, Kalium, Magnesium und Karbonaten im Wasser verantwortlich ist. So kann die chemische Zusammensetzung des Wassers etwa die Aktivität von Enzymen unterstützen oder hemmen, sie beeinflusst die Aktivität der Hefe und kann sogar auf die Bitternis des Hopfens einwirken.

Generell kann man sagen, dass die Basis für helle, hopfenbetonte Biere in der Regel weiches Wasser ist, härteres wird dagegen für dunkle und vollere Biere eingesetzt. Malz, das den Charakter eines Bieres formt, stammt meistens aus Gerste und Weizen, manchmal kommen auch Dinkel und Roggen zum Einsatz. Entscheidend für die Färbung des Bieres ist die Temperatur beim Darren (Dörren) des Getreides: Mit steigender Gradzahl wird es dunkler. Malz liefert die Stärke, die nötig ist, um Alkohol zu erzeugen. Übers Malz entstehen aber auch Farben und Aromen im Bier. Hopfen sorgt schließlich für das spezifische Aroma, den herben sowie bitteren Geschmack und erhöht die Haltbarkeit des Bieres. Hopfen sichert außerdem eine stabile Schaumkrone, die dafür sorgt, dass die Aromen sowie die Kohlensäure nach dem Ausschenken nicht zu schnell verpuffen. Hefe – die im Deutschen Reinheitsgebot übrigens nicht erwähnt wird, weil man damals schlicht noch nichts von ihrer Existenz wusste – macht aus dem Malzzucker letztlich Kohlensäure, und Alkohol und übernimmt somit den wichtigsten Part am Brauvorgang.

In deutsches Bier dürfen ausschließlich Wasser, Hopfen, Malz (und Hefe) – So schreibt es das Reinheitsgebot seit 1516 vor. Trotzdem gibt es über 7000 verschiedene Biere. In unseren Tabellen findest du die in Deutschland beliebtesten Biermarken.

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