Krebs gehört zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Wenn du dich fragst, was du zu deinem Schutz tun kannst, haben wir eine gute Nachricht für dich: Vorbeugen muss nicht kompliziert sein. Schon Hausarbeit oder Spaziergänge senken dein Risiko.
Kleine Bewegungen, große Wirkung
Du musst kein Leistungssportler sein, um deine Gesundheit zu verbessern. Eine prospektive Kohortenstudie der National Institutes of Health (NIH) und der Universität Oxford zeigt: Schon mehr Schritte im Alltag – egal ob beim Gehen, Einkaufen oder bei der Hausarbeit – können das Risiko für bestimmte Krebsarten senken. Entscheidend ist dabei nicht das Tempo, sondern die Gesamtzahl der Schritte.
Die Studienergebnisse – für dich zusammengefasst
Die Forscherinnen und Forscher werteten Daten von über 85.000 Erwachsenen aus Großbritannien aus. Das Ergebnis:
- 7.000 Schritte pro Tag 11 % geringeres Krebsrisiko.
- 9.000 Schritte pro Tag 16 % geringeres Krebsrisiko.
- Ab 9.000 Schritten stagnierte der Effekt.
- Das Tempo der Schritte spielte keine Rolle – entscheidend war die Gesamtzahl.
- Personen mit der höchsten täglichen Aktivität hatten insgesamt ein 26 % geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken, als die am wenigsten Aktiven.
Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung dazu: "Die NIH-Studie ergibt, dass die Anzahl täglicher Schritte für das Krebsrisiko wichtiger sein kann als die Intensität der Aktivität."
Warum geringe Intensität so effektiv ist
Schon regelmäßiges Gehen wirkt wie ein kleiner Motor für deinen Stoffwechsel: Die Blutzirkulation kommt in Schwung, Sauerstoff und Nährstoffe erreichen die Zellen schneller, und gleichzeitig sinken entzündungsfördernde Marker im Blut. Das bedeutet, dass selbst kurze Spaziergänge oder alltägliche Wege einen messbaren Beitrag zur Gesundheit leisten können. Darüber hinaus beeinflusst Bewegung das hormonelle Gleichgewicht. Körperliche Aktivität reguliert Hormone, die mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung stehen. So trägt selbst leichte Aktivität dazu bei, dass dein Körper in Balance bleibt und langfristig widerstandsfähiger wird. Ein weiterer Vorteil: Die Alltagstauglichkeit. Weil die Intensität keine Rolle spielt, lässt sich Bewegung mühelos in den Tagesablauf integrieren – ob du die Treppe statt den Aufzug nimmst, beim Telefonieren ein paar Schritte gehst oder Hausarbeit erledigst: Jede dieser kleinen Bewegungen entfaltet ihre Wirkung.
Infobox: Schritte und Krebsrisiko5.000 Schritte/Tag Basisrisiko
7.000 Schritte/Tag 11 % geringeres Risiko
9.000 Schritte/Tag 16 % geringeres Risiko
Ab 9.000 Schritte kein weiterer Effekt
FAQ: Die häufigsten Fragen zu Bewegung und Krebsprävention
Schon das Erreichen von 7.000 Schritten pro Tag kann das Krebsrisiko um 11 % senken. Der optimale Effekt wird bei 9.000 Schritten (16 % geringeres Risiko) erreicht.
Nein. Laut Studienlage ist die Gesamtanzahl der Schritte wichtiger als das Tempo. Selbst leichte Alltagsaktivitäten (Hausarbeit, Treppensteigen) erzielen einen messbaren, schützenden Effekt.
Regelmäßiges Gehen verbessert die Blutzirkulation, versorgt die Zellen besser mit Sauerstoff und senkt entzündungsfördernde Marker im Blut. Zudem hilft es, das hormonelle Gleichgewicht zu regulieren, was die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten erhöht.





