Darum sollten Sie KEINE rohen Eier essen

Rohe Eier zu essen ist nicht gesund
Der Körper braucht zwar reichlich Eiweiß, aber keine rohen Eier.

Sie glauben, rohe Eier à la Rocky Balboa zu schlürfen begünstigt den Muskelaufbau? Wir verraten, was an diesem Mythos wirklich dran ist

Eier sind eines der besten Lebensmittel für den Muskelaufbau, denn sie liefern neben reichlich Eiweiß kaum Kohlenhydrate und zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Das gilt sowohl für gekochte als auch für rohe Eier. Wobei weich gekochte Eier viel besser verdaulich sind als rohe, da die Proteine denaturiert  (bereits aufgespalten, aber nicht zerstört) wurden und so besonders einfach von unserem Körper aufgenommen werden können. Hart gekochte Eier sind hingegen schlechter verdaulich, da durch das längere Erhitzen wieder verstärkt neue Bindungen geknüpft werden und die Struktur fester wird.

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Doch welche Variante ist gesünder, roh oder gekocht? Die Antwort ist eindeutig: Rohe Eier zu essen, hat keine Vorteile – sondern birgt sogar Risiken.

So gefährlich sind ungekochte Eier

Rohe Eier sind nicht gesünder als gekochte
Nase zu und durch? Braten Sie sich lieber ein leckeres Rührei.

Rohe Eier zu essen, ist gleich in mehrfacher Hinsicht ungünstig: Zum einen enthält ungekochtes Eiklar die Substanz Avidin und die kann in größeren Mengen Verdauungsprobleme, Übelkeit und Hautprobleme verursachen. Beim Kochen wird das Avidin zerstört. Außerdem bindet Avidin das reichlich im Eigelb vorkommende Vitamin B7 (Biotin), das vor allem für gesunde Haut, Haare und Nägel von Bedeutung ist, und verhindert dessen Aufnahme im Darm.

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Wenn Sie von Tiramisu Magenkrämpfe und Durchfall bekommen, liegt das allerdings eher weniger am Avidin als an den Salmonellen, die sich in (oder auf der Schale von) rohen Eiern und damit auch in der italienischen Köstlichkeit tummeln können.

Der richtige Umgang mit rohen Eiern

Wenn Sie aber für Ihren Nachtisch nur solche Eier roh verwenden, deren Schale intakt ist und die weniger als eine Woche alt sind, ist alles in Ordnung. Denn so lange haben die Eier einen Eigenschutz, der die Vermehrung von Salmonellen verhindert. Außerdem wichtig: Verputzen Sie die Speisen mit Frischei möglichst rasch und transportieren Sie sich nicht noch stundenlang von A nach B. 

Übrigens: Sowohl der Nährstoff- als auch der Vitamingehalt von Eier hängen eng mit der Haltung, beziehungsweise Fütterung der Hühner zusammen. Das erkennt man auch an der (härteren) Schale und der Farbe des Eigelbs, welche viel blasser ist, wenn die Eier aus Massentierhaltung stammen. Kaufen Sie daher immer Bio-Ware von freilaufenden Hühner.

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Rohe Eier zu essen, hat für Sie im Grunde keinerlei Vorteile. Warum sollten Sie sich dann der Gefahr einer möglichen Salmonellen-Infektion aussetzen? Wenn Sie Eier nicht zu lange kochen oder braten, profitieren Sie am besten vom Top-Eiweißlieferanten.