4 Gründe, öfter Süßkartoffeln statt Kartoffeln zu essen

4 Gründe, öfter Süßkartoffeln zu essen
Warum Süßkartoffeln viel öfter auf Ihrem Teller landen sollten und was sie so gesund macht

Unter der unscheinbaren Schale verbirgt sich ein wahres Power-Food: Wir verraten, warum Süßkartoffel viel öfter auf Ihrem Teller landen sollten und was sie so gesund macht

Ob Süßkartoffelpommes, -chips oder -suppe: Süßkartoffeln – auch Batate genannt – sind der beste Beweis dafür, dass gesundes Essen auch lecker schmecken kann. Aber haben die bunten Knollen tatsächlich bessere Nährwerte und einen höheren Vitamingehalt als normale Kartoffeln? Kann man sie auch roh essen und sind sie vielleicht sogar Low Carb? Wir klären alle Fragen rund um das Thema Süßkartoffeln. 

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Nährwerte im Check: Kartoffel versus Süßkartoffel 

Die Süßkartoffel wird gern als die "kleine Schwester" der Kartoffel bezeichnet, doch eigentlich haben die beiden Gemüsearten nicht viel mehr als den Namen gemeinsam. Sie wachsen zwar beide in der Erde, wobei Süßkartoffel allerdings zu den sogenannten Windengewächsen und Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen gehören. Auch in Hinblick auf die Nährwerte und den Vitamin- und Mineralstoffgehalt gibt es Unterschiede, wie die Tabelle verdeutlicht.

pro 100 gSüßkartoffel (roh)Kartoffel (roh)
Kalorien 108 kcal 68 kcal
Kohlenhydrate24 g14,8 g
Ballaststoffe3,1 g2,1 g
Protein1,6 g 2 g
Fett0,6 g 0,1 g
Kalium 400 mg 411 mg 
Calcium 25 mg6 mg
Magnesium 19 mg20 mg
Eisen0,8 mg0,4 mg
Vitamin A1300 µg1 µg
Vitamin E0,3 mg0,05 mg
Vitamin C 30 mg17 mg
Biotin 4,3 µg0,4 µg
Folsäure12 µg22 µg

4 Gründe, warum Süßkartoffeln so gesund sind

Die Knollen liefern sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei keine als klarer Sieger hervorgeht. Die Süßkartoffel punktet eindeutig mit einem hohem Gehalt an Calcium, Biotin sowie den Vitaminen A, E und C. Die Tabelle verdeutlicht aber auch, dass Süßkartoffeln weder kalorienärmer sind, noch enthalten Sie weniger Kohlenhydrate als normale Kartoffeln. Warum also gelten sie als gesunde Alternative? 

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Abnehmen mit Süßkartoffel-Pommes? Ja, das geht!

1. Süßkartoffeln helfen beim Abnehmen

Kohlenhydrate sind ungesund und machen dick? Nicht zwingend, denn sowohl die Quantität, als auch auf die Qualität ist hier entscheidend. Fakt ist: Wer generell zu viele Carbs isst, legt damit tatsächlich die Basis für Übergewicht, denn überschüssige Kohlenhydrate, die nicht direkt verbraucht werden oder nicht mehr in die Glykogenspeicher passen, werden am Ende in Fettsäuren umgewandelt und im Fettgewebe eingelagert.  

Daher: Versorgen Sie Ihren Körper vor allem mit guten, komplexen Kohlenhydraten. Die stecken nicht nur in Vollkornbrot und Hülsenfrüchten, sondern auch in Süßkartoffeln.

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Das Besondere an langkettigen Carbs: Damit die Glucosebausteine in Energie umgewandelt werden können, muss die komplexe Molekülstruktur von Ihrem Körper mühselig aufgespalten werden. Das sorgt dafür, dass das Sättigungsgefühl lange anhält, daher sind Süßkartoffeln ideal zum Abnehmen.

Übrigens: Süßkartoffeln gehören nicht zu den Low-Carb-Lebensmitteln, sie enthalten sogar mehr Kohlenhydrate als Kartoffeln.

2. Süßkartoffeln haben einen niedrigen Glyx

Süßkartoffeln enthalten nicht nur mehr Kohlenhydrate als herkömmliche Kartoffeln, sie liefern auch mehr Kalorien (siehe Tabelle oben). Gesund und sättigend sind sie trotzdem, denn sie haben einen viel niedrigeren Glyx-Wert. Glyx ist die Abkürzung für glykämischer Index und der spielt beim Abnehmen eine große Rolle. Der glykämische Index gibt an, wie schnell der Zucker aus einem Lebensmittel ins Blut abgegeben wird. Je langsamer das passiert, umso gleichmäßiger bleibt der Blutzuckerspiegel und unterliegt keinen heftigen Schwankungen. Heißhunger hat bei Süßkartoffeln also kaum eine Chance.

High Carb: Süßkartoffeln enthalten viele gesunde Carbs
Beta-Carotin verleiht Süßkartoffeln ihre typische Farbe

3. Süßkartoffeln enthalten viel Beta-Carotin

Beta-Carotin ist ein natürlicher Pflanzenfarbstoff, der Süßkartoffeln nicht nur die orange Farbe verleiht. Der Körper kann Beta-Carotin zudem in Vitamin A umwandeln und das verbessert die Sehkraft. Außerdem ist das Carotinoid am Zellwachstum beteiligt und besitzt eine antioxidative Wirkung. Das heißt, es schützt Ihre Zellen vor schädlichen freien Radikalen, was dem Alterungsprozess vorbeugt und sich unter anderem positiv auf Ihr Hautbild auswirkt.

4. Süßkartoffel-Rezepte sind sehr abwechslungsreich

Ob als Pommes, Püree, Backkartoffel oder Zutat in Kuchen (wie herzhaften Thunfisch-Muffins) oder Desserts – es gibt kaum etwas, was Sie mit den Knollen nicht anstellen können. Zudem sind sie vegan, als auch gluten- und laktosefrei und sogar paleo-konform. Sie können Süßkartoffeln sowohl als Beilage zu Fisch, Fleisch oder anderem Gemüse servieren oder ihnen die "Hauptrolle" auf dem Teller überlassen, zum Beispiel als riesige Ofenkartoffel mit allerlei Toppings.

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Gewusst? Sie können Süßkartoffeln theoretisch sogar roh essen, denn sie enthalten im Gegensatz zu normalen, rohen Kartoffeln nicht den schwach giftigen Stoff Solanin.

Süßkartoffeln sind weder kalorienarm noch Low Carb, trotzdem sind sie perfekt zum Abnehmen. Auch für Sportler sind die Knollen eine gute Wahl, da Sie nach einem Süßkartoffel-Gericht genügend Power fürs nächste Workout haben.