5 Getränke, die Sie niemals vor dem Training trinken sollten

6 Getränke No-gos vor dem Training
Um beim Workout Bestleistungen abzuliefern, müssen Sie vor dem Sport viel trinken. Aber natürlich nicht irgendwas ...

Um beim Training nicht schlapp zu machen, sollten Sie Ihre Flüssigkeitsspeicher vor dem Sport auftanken. Doch Achtung: Nicht jedes Getränk ist dafür gleich gut geeignet. Diese 6 Drinks sind echte No gos vor dem Workout

Damit unsere Muskeln optimal arbeiten (und wachsen!) können, brauchen wir nicht nur reichlich Eiweiß, sondern auch ausreichend Flüssigkeit. Nur mit dem richtigen "Treibstoff" im Blut kann die Muskulatur mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden und der intensiven Belastung beim Sport standhalten.

Doch es gibt auch Getränke, die Ihren Erfolg beim Sport mit wenigen Schlucke zunichtemachen können – vor allem, wenn Sie sie vor dem Training runterkippen. Dann sorgen sie nämlich dafür, dass Sie sich vollgestopft, kraft- und antriebslos fühlen. Keine guten Voraussetzungen für das nächste Workout, oder?

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Damit Sie Ihr Training reibungslos absolvieren können, sollten Sie die Finger von dieses 5 Anti-Sportdrinks lassen:

1. Wasser mit Kohlensäure

Wer vor dem Sport zu Mineralwasser mit viel Kohlensäure greift, belastet seinen Magen unnötig. Wer die Kohlensäure nicht gewöhnt ist, reagiert darauf nämlich häufig mit fiesen Blähungen, ständigem Aufstoßen und einem nervigen Blähbauch, da der Magen gereizt und gedehnt wird. Greifen Sie vor und während des Krafttrainings oder der Laufrunde lieber zu Mineralwasser ohne Kohlensäure.

2. Softdrinks und Säfte

Unverdünnte Fruchtsäfte, Frucht-Smoothies und Softdrinks sind – nicht nur aufgrund Ihres oft hohen Kaloriengehalts – als Pre-Workout-Drink völlig ungeeignet. Das hat gleich mehrere Gründe:

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Noch ein Glas Saft vor dem Training runterkippen? Keine gute Idee!

a) Sie sind hyperton: Hypertone Getränke werden vom Körper nur langsam resorbiert, da sie – im Gegensatz zu isotonischen Getränken – eine höhere Konzentration an gelösten Teilchen als unser Blutplasma besitzen. Der Körper muss diesen Zustand erstmal ausgleichen und verdünnt Saft & Co., indem er dem Blut Wasser entzieht. Dadurch haben wir mehr Durst und müssen den Wasserverlust wieder ausgleichen.

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b) Sie enthalten oft viel Fruktose: Säfte und Smoothies enthalten jede Menge Fruktose, also Fruchtzucker. Das schmeckt schön süß, doch der Darm tut sich leider verdammt schwer damit, große Mengen an Fruktose zu verdauen. Unser Körper ist auf Fruktose im Grunde nämlich gar nicht angewiesen und muss ihn erstmal in Glukose umwandeln, damit wir es zur Energiegewinnung nutzen können. Das dauert – und in der Zwischenzeit belastet der Fruchtzucker die Verdauung und macht uns träge und satt.

3. Milch oder Milch-Mix-Getränke

Milch vor dem Sport zu trinken ist keine gute Idee. Ein mit Milch angerührter Proteinshake ist NACH dem Training oder nach dem Aufstehen sinnvoll, aber nicht direkt vor Ihrem nächsten Workout. Warum? Milch enthält sowohl Kohlenhydrate, wie den Milchzucker Laktose, als auch Fett und Eiweiß. Dementsprechend lange braucht Ihr Magen-Darm-Trakt, um alle wichtigen Nährstoffe aus der Milch zu ziehen und zu verdauen. Für die Verdauung der Milch verbraucht der Körper zusätzliche Energie, welche dann nicht für das Training zur Verfügung steht.

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4. Sportgetränke

Hä? Sportdrinks sind nicht für Sportler geeignet? Jein. Viele der sogenannten „Sportgetränke“ im Handel sind nämlich einfach nur versteckte Zuckerbomben – und die müssen Sie sich vor dem Workout wirklich nicht zu reinziehen. Der anschließende Energie-Kick wird nämlich am Ende des Workouts in einer Energie-Krise enden. 

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Sportgetränke enthalten oft haufenweise Zucker und den können Sie beim Training nicht gebrauchen

Nach dem Training macht nur für echte Leistungssportler Sinn, zu solchen (hochwertigen!) Sportgetränken zu greifen. Der Zucker geht schnell ins Blut und lädt die leeren Glukosespeicher wieder auf. Sportdrinks enthalten zudem wichtige Mineralstoffe und sind in der Regel isoton. Isotonische Sportgetränke werden besonders gut vom Körper aufgenommen, da sie die gleiche Konzentration an gelösten Teilchen wie unser Blutplasma haben. 

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Doch die müssen Sie nicht teuer kaufen, vor allem nicht als Freizeitsportler: Eine Schorle aus Mineralwasser und Apfelsaft im Verhältnis 3:1 ist der beste und günstigste Iso-Drink überhaupt.

5. Energy-Drinks

Mehr Energie fürs Training dank Energy-Drinks – klingt erst einmal einleuchtend. In der Theorie ja, in der Praxis funktioniert das allerdings nur bedingt. Den Energieschub gibt es durch den rasanten Ansteig des Blutzuckerspiegels. Kein Wunder bei der Menge Zucker, die in so einer Dose steckt. Lange hält der Kick jedoch nicht an, denn Ihr Blutzuckerspiegel stürzt nach kurzer Zeit wieder in den Keller und ist meist noch niedriger als zuvor. Zurück bleiben Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Zeit für die nächste Dose. Teufelskreis.

Sie brauchen aber den Koffein-Kick, um sich optimal aufs Workout zu fokussieren? Dann trinken Sie doch einen Espresso oder Kaffee vor dem Training, das ist viel gesünder (und günstiger!). In den Dosen steckt aber noch viel mehr – allerdings nicht viel Gutes: Anregende Stoffe wie Taurin, Inosit und Glucuronolacton können – vor allem in Verbindung mit Sport – zu Herzrhythmusstörungen, Krämpfen und sogar Nierenversagen führen. 

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Als Durstlöscher während des Sports fallen Energy-Drinks definitiv durch. Auch als Post-Workout-Getränk sind sie nicht geeignet, denn nach dem Sport wollen Ihre mit Proteinen und nicht mit Zucker versorgt werden.

6. Alkohol

Ein Bierchen direkt vor dem Gym wird wohl kaum einer von Ihnen zischen. Doch auch wenn das letzte Glas schon ein paar Stunden zurück liegt, kann das noch (negative) Auswirkungen auf Ihre sportliche Leistungsfähigkeit haben. Alkohol ist kein guter Trainingspartner, denn der Restalkohol im Blut beeinträchtigt immer noch Ihre Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit. Wer verkatert trainiert, erreicht seine Belastungsgrenze außerdem viel schneller als sonst. 

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Auch den Muskelaufbau kann Alkohol hemmen. Der Grund: Der Abbau des Nervengifts hat für Ihre Leber Prio 1 – alles andere ist im Grunde erstmal unwichtig. Dabei kann dann die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu kurz kommen und so das Muskelwachstum gehemmt werden. Wer gerade in einer Trainings- und sogar Wettkampfvorbereitung steckt, sollte in dieser Zeit Alkohol meiden.

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Fazit: Das beste Getränk vor dem Training ist ….

Wasser. Das kommt jetzt vermutlich wenig überraschend, aber Wasser ist in Sachen Sportgetränke nun mal die unangefochtene Nummer 1. Wer vor dem Training jedoch zum falschen Flüssigtreibstoff greift, wird mit Leistungseinbußen rechnen müssen. Ihnen ist Wasser pur zu langweilig? Dann peppen Sie es mit Zitronen- oder Gurkenscheiben geschmacklich auf.

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