Der Jahresanfang ist der perfekte Zeitpunkt für einen Neustart. Anstatt dich mit Radikaldiäten, Dry January und überambitionierten Trainingsplänen zu überfordern, lohnt es sich einen klaren Reset zu machen.
Warum ist ein Fitness-Check sinnvoller als Diät-Vorsätze?
Gerade nach den Feiertagen, wenn die ärztlichen Routineuntersuchungen anstehen, bietet ein Fitness-Check die Chance, den eigenen Körper wirklich zu verstehen. Statt blind mit einer Diät oder einem Trainingsprogramm zu beginnen, erfährst du, wie es um dein Herz, deinen Kreislauf und deine Blutwerte wirklich steht – und wo deine Stärken und Schwachstellen liegen. Diese Fakten schaffen eine objektive Grundlage für dein Training 2026 und helfen dir, Fortschritte messbar zu machen. So wird aus dem unkonkreten Vorsatz "Ich will fitter werden" ein klarer, realistischer und motivierender Plan.
Wo kann ich einen Fitness-Check machen?
Für einen Fitness-Check gibt es mehrere gute Anlaufstellen: von der kostenlosen Basisuntersuchung bis hin zur professionellen Leistungsdiagnostik.
Hausarzt / Internist
- Allgemeiner Gesundheits-Check-up inkl. Blutbild, Blutdruck, Herz-Kreislauf-System
- Kosten: Kassenleistung für Versicherte ab 35 Jahren alle drei Jahre, Zusatzleistungen ca. 20–80 €.
Sportmediziner
- Detaillierte Analyse inklusive Ruhe-EKG, Belastungstests, Körperfettmessung, Laktatdiagnostik.
- Kosten: meist privat, Zuschuss von Krankenkasse möglich, ca. 120–250 €.
Leistungsdiagnostik-Studio
- Belastungs-EKG, Blutdruckmessung, Laktatdiagnostik, Kraftdiagnostik, Beweglichkeitsanalyse, Analyse von Körperfett und Muskelmasse, Lungenfunktionsuntersuchung.
- Kosten: je nach Paket 150–350 €.
Fitnessstudios / Premium-Gyms
- Einfachere Checks: Messung der Körperzusammensetzung, Muskelanalyse, Krafttests.
- Kosten: oft im Mitgliedsbeitrag enthalten oder 20-50 €.
Tipp: Je genauer die Daten, desto präziser kannst du dein Training planen. Für Männer ab 30 ist die Kombi aus Blutwerten und Leistungsdiagnostik ideal.
Diese Fitnesswerte solltest du kennen
Ein Fitness-Check liefert dir Daten zu deiner aktuellen Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Diese Werte solltest du im Blick behalten:
1. Blutwerte
- Blutfette (LDL/HDL): zeigen dein Herz-Kreislauf-Risiko
- Triglyceride: Hinweis auf Fettstoffwechsel und Ernährung
- Blutzucker / HbA1c: wichtig für Stoffwechsel und Diabetesrisiko
- Leberwerte (GOT/GPT): relevant nach Alkoholkonsum, Stress und Feiertagen
- Vitamin D (optional): beeinflusst das Immunsystem, die Stimmung und Leistung
2. Kreislauf & Herz
- Blutdruck: bei Männern über 30 häufig erhöht
- Ruhepuls: niedriger Ruhepuls als Indikator für deine Grundfitness
- HRV (Herzfrequenzvariabilität): zeigt Stresslevel & Erholung
- EKG / Belastungs-EKG: erkennt Herzrhythmus und Leistungsfähigkeit
3. Kraft, Ausdauer und Körperzusammensetzung
- Grip-Strength-Test: misst die Kraft der Unterarmmuskulatur, Marker für Gesamtfitness
- VO₂max- oder Laktatdiagnostik: zeigt, wie viel Sauerstoff der Körper bei maximaler Anstrengung aufnehmen kann, misst somit deine Ausdauerleistungsfähigkeit
- Körperfettanteil & viszerales Fett: wichtiger als das Körpergewicht
- Muskelmasse: zeigt Trainingserfolge und Kraftpotenzial
Tipp: Konzentriere dich auf Werte, die sich über einen längeren Trainingszeitraum gut verfolgen lassen, z.B. Ruhepuls, VO₂max, Körperfett, Kraftwerte und relevante Blutmarker. Sie zeigen dir am deutlichsten, ob dein Training wirkt.
So hilft dir der Fitness-Check bei deinem Training
Mit den erhobenen Daten hast du eine klare Standortbestimmung und die perfekte Grundlage für ein effektives Trainingsjahr. Werte wie Ruhepuls, VO₂max, Körperfett und Muskelmasse lassen sich mit Wearables oder Fitness-Apps verfolgen. So siehst du sofort, ob dein Training wirkt oder du nachjustieren solltest. In Kombination mit einer Leistungsdiagnostik erhältst du zudem individuelle Trainingsbereiche (z. B. Pulszonen oder Laktatschwellen). Damit kannst du deutlich gezielter und effizienter trainieren als nach Gefühl.

Wenn du deine Werte kennst, lässt sich dein Training datengetrieben optimieren und du kannst dir Übungen aussuchen, die zu deinem Fitnesslevel passen.
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Fitness-Check
Bereits ab 30 Jahren, da ab diesem Alter erste Risikofaktoren wie erhöhter Blutdruck, steigender Stress und nachlassende Regeneration auftreten können.
Ein großer Check einmal pro Jahr zeigt dir Trainingserfolge und Defizite. Kraftwerte, Körperfett und Ruhepuls kannst du dagegen alle paar Monate oder Wochen selbst tracken.
Ja, wenn du gezielter trainieren, Überlastung vermeiden oder eine Leistungsstagnation durchbrechen willst. Mit deinen persönlichen Trainingsbereichen (z.B. Pulsbereich) weißt du genau, welche Intensität für dich am besten ist, statt nur nach Gefühl zu trainieren.





