Plyo statt Endlos-Cardio: Wie explosive Sprünge Sprint und Kraft bei Männern verbessern

Plyometrics für mehr Power
Plyo statt Endlos-Cardio: Wie explosive Sprünge Sprint und Kraft bei Männern verbessern

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.02.2026
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Explosive Sprünge für bessere Sprints und Kraft
Foto: gettyimages/O2O Creative

Wenn du beim Zählen deiner Laufkilometer und bei langen Cardio-Einheiten innerlich gähnst, ist es Zeit für ein Update. Was du brauchst, ist mehr Explosivität in deiner Trainingsroutine. Plyometrisches Training liefert dir Tempo, Kraft und Spaß in deutlich weniger Zeit.

Plyometrisches Training: Der Turbo für Power und Sprint

Plyometrics sind kurze, kraftvolle Bewegungen wie Sprungkniebeugen oder Box Jumps. Das Ziel: maximale Muskelkontraktion in sehr kurzer Zeit. Du trainierst damit nicht Ausdauer im klassischen Sinn, sondern Schnellkraft, Bodenkontaktzeiten und Power – exakt die Zutaten, die du für Sprints und funktionelle Stärke brauchst. Und ja, die Wissenschaft hat dazu ein paar gute Nachrichten.

Was die Forschung zu Plyo sagt

Eine aktuelle Studie untersuchte die Effekte eines 10-wöchigen Plyometrie-Trainings auf Sprintleistung und Kraftentwicklung bei Footballspielern. Das Ergebnis: Die Spieler zeigten signifikante Verbesserungen bei 5- und 30-Meter Sprints, sowie bei der Reaktivkraft.

Die Studienautoren zeigen zudem, dass selbst moderate Plyo-Umfänge deutliche Effekte bringen können – besonders, wenn sie regelmäßig in kurzen Trainingseinheiten integriert werden. Die Verbesserungen waren demnach schon nach wenigen Wochen sichtbar.

Überraschend: Die Trainingseinheiten waren nicht übermäßig lang. Genau das macht Plyometrics so attraktiv – du bekommst viel Effekt mit wenig Zeitinvest. Damit eignet es sich bestens als Ergänzung für Krafttraining, Teamsport oder Lauftraining.

So setzt du Plyo-Training sinnvoll um

Ziel laut Studienlage: Lieber kurz und präzise statt lang und zäh trainieren. Als Richtwert: 2-mal pro Woche, jeweils 15 Minuten Plyo einplanen. Starte jede Einheit nach einem gründlichen Warm-up. Danach 2 bis 3 Trainingsblöcke à 4 Minuten, 1 Minute Pause zwischen den Blöcken.

4 Ideen für deinen Plyo-Trainingsblock

  1. Sprungkniebeugen: Kombiniert die klassische Kniebeuge mit einem Sprung: 30 bis 40 Sekunden.
  2. Box Jumps: 5 bis 8 saubere Wiederholungen auf einen Block springen, mit beiden Beinen landen.
  3. Lateral Bounds: Seitliche, schnelle Sprünge von einem Bein auf das andere, bei denen du dich explosiv zur Seite abstößt und kontrolliert landest. 30 bis 40 Sekunden, dann pausieren.
  4. Split Jumps: Du springst in der Ausfallschritt-Position explosiv nach oben und wechselst in der Luft die Beine. 10 bis 12 Wiederholungen pro Seite.

Wichtig: Technik geht vor Tempo, achte auf eine saubere Ausführung und starte mit geringen bis mittleren Sprunghöhen. Diese Prinzipien reduzieren das Verletzungsrisiko und erhöhen den Trainingseffekt.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Plyometrics

Fazit