Kurz, intensiv und richtig anstrengend – HIIT-Workouts haben es in sich. In Intervallen aus hoher Intensität und kurzen Pausen kommt man hier schnell in Schwitzen. Doch das Workout kann noch mehr, als dich aus der Puste bringen: Laut einer Studie ist HIIT eine hocheffektive Strategie, um Altern aktiv zu gestalten. Je früher du damit startest, desto mehr profitierst du im Alter von besserer Ausdauer, mehr Muskelmasse und einem klaren Verstand. Wir haben alle Details.
Studie zeigt: HIIT pusht Ausdauer und Gehirnleistung
Diese Studie hat untersucht, wie sich High Intensity Interval Training (HIIT) und Continuous Aerobic Training (CAT), also moderates Ausdauertraining am Stück, bei älteren Menschen zwischen 60 und 85 Jahren auf folgende Bereiche auswirken:
- Herz-Kreislauf-Fitness
- Muskelkraft
- Kognition
- psychische Gesundheit
- Lebensqualität und Sturzrisiko
Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Effekte des HIIT-Trainings waren durchweg positiv. Die VO₂max hat sich um 15 bis 20 Prozent verbessert, die Muskelkraft um 12 Prozent. Bei Kognition und psychischer Gesundheit wurde ein Zuwachs von 10 bis 15 Prozent verzeichnet und das Sturzrisiko ist dank besserer Balance und Koordination um 23 Prozent gesunken.
Das bedeutet im Klartext: HIIT verbessert nicht nur die Ausdauer, sondern auch die Gehirnleistung – besonders das Gedächtnis und kognitive Prozesse. Wer also schon heute Intervalle ins Training einbaut, trainiert sein Zukunfts-Gehirn.
HIIT vs. Klassische Ausdauer: Was ist besser?
Bedeuten die Ergebnisse der Studie, dass klassische Cardio aus dem Trainingsplan gestrichen wird? Nein. HIIT ist überlegen, wenn es um Maximalfitness, Muskelkraft und kognitive Leistungsfähigkeit geht. Die Studie zeigt aber auch, dass klassisches Ausdauertraining wie zügiges Gehen, Radfahren oder Joggen die mentale Gesundheit und Stimmung stabil verbessert und depressive Symptome um bis zu 10 Prozent reduziert. Obendrein ist diese Form der Ausdauer langfristig durchführbar und ideal als Einstieg für Anfänger oder Menschen mit Krankheiten oder Verletzungen.
HIIT vs. Ausdauertraining: So stark sind die Effekte im Alter
So kombinierst du HIIT und Krafttraining für einen langfristigen Effekt
Wer im Alter fit sein will, muss dafür nicht später mehr trainieren, sondern jetzt schlau an sein Workout herangehen. Vor allem die Kombination aus HIIT und Krafttraining sorgt für starke Muskeln, einen hohen VO₂max, besseres Gleichgewicht und schärferes Denken im Alter. Unsere Empfehlung für dein Training:
- 2× pro Woche Krafttraining (Ganzkörper, Grundübungen).
- 1 bis 2× pro Woche Intervalle (z. B. 10 bis 20 Minuten HIIT auf dem Fahrrad, Laufband, Rudergerät) – angepasst an den eigenen Fitnessstand.
- Dazwischen: lockere Ausdauereinheiten für Regeneration und Kopf.
Merke: Wer heute HIIT-Intervalle und Hanteltraining in seinen Alltag baut, trainiert nicht nur für den nächsten Sommer – sondern für sein zukünftiges Ich mit 60, 70 und 80.
Die häufigsten Fragen zum Longevity Training
Je früher, desto besser. Studien zeigen zwar starke Effekte bei älteren Menschen, doch wer bereits in jungen oder mittleren Jahren mit HIIT beginnt, baut eine deutlich größere körperliche und mentale Reserve fürs Alter auf.
Ja – wenn es angepasst wird. Kürzere Intervalle, geringere Intensität und gelenkschonende Geräte wie Fahrrad oder Ruderergometer machen HIIT auch für Einsteiger sicher und effektiv.
Für echte Longevity nicht. HIIT verbessert Ausdauer und Gehirnleistung, Krafttraining schützt vor Muskelabbau, Instabilität und Verletzungen. Erst die Kombination sorgt für langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit.





