So schlagen sich die Airpods 3 im Sporttest Ball-Ammarit-KN / Shutterstock.com

So schlagen sich die Airpods 3 im Sporttest

Apples Airpods 3 im Test So schlagen sich die Airpods 3 im Sporttest

Apples beliebte, kabellose Kopfhörer haben ein Update bekommen. Eignen sich die Airpods der 3. Generation auch zum Sport? Wir haben den Test gemacht

Apples Airpods gehören zu den meist verkauften True-Wireless-Kopfhörern. Das letzte Modell, die Airpods 2, sind allerdings schon 2,5 Jahre alt. Mit der dritten Generation hat Apple Ende 2021 endlich einen Nachfolger auf den Markt gebracht. Wir haben die Airpods 3 vier Wochen getestet, im Alltag und beim Sport.

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Was ist neu bei den Airpods 3?

Hauptsächlich das Design: Die neuen Airpods sehen aus wie eine Mischung aus den alten Airpods 2 (ab 132,99 €) und Apples In-Ear-Kopfhörern, den Airpods Pro. Aber: Die Version 3 hat keine Gummidichtungen, die wie beim Pro-Modell in den Gehörgang gesteckt werden. Sie hängen wie Version 2 locker in der Ohrmuschel, die Abschottung gegen Außengeräusche ist daher nicht sonderlich hoch. Features wie aktive Geräuschunterdrückung (ANC, Active-Noise-Cancelling) und den Geräusche-durchlassenden Transparenzmodus gibt es bei den Airpods 3 nicht. Immerhin: Bei Akkulaufzeit und Sound gibt es Neuerungen.

Mit der dritten Generation hat Apple Ende 2021 endlich einen Nachfolger der Airpods auf den Markt gebracht
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Mit der dritten Generation hat Apple Ende 2021 endlich einen Nachfolger der Airpods auf den Markt gebracht

Wie lange hält der Akku?

Etwa 6 Stunden. 10 Minuten Ladezeit im Case bringen Strom für fast drei weitere Stunden. Mit dem Case (das auch kabellos aufgeladen werden kann) kommst du auf 30 Stunden Abspielpower.

Wie ist der Sound?

Die Airpods 3 klingen sehr gut. Der Sound ist ausgewogen mit etwas mehr Bass als bei den Vorgängern. Apples "Adaptive EQ"-Feature passt über nach innen gerichtete Mikrofone Klang in den Ohren etwas an und regelt auch den Bass nach. Allerdings sind die Kopfhörer in sehr lauter Umgebung nicht zu empfehlen, sie lassen einfach sehr viele Geräusche durch. Die Soundqualität beim Telefonieren ist sehr gut.

Welche Features gibt es?

Die Airpods 3 sind Ipx4-zertiziert, also gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt. Sport ist damit also kein Problem. Zusätzlich kann ich jetzt die so genannte 3D-Audio-Funktion aktivieren. Der Klang scheint dann nicht mehr im Kopf zu entstehen, sondern wird sozusagen rund um den Nutzer aufgebaut, wirkt dadurch räumlicher. Als Zusatzfeature gibt es ein dynamisches Headtracking: Über die Beschleunigungssensoren in den Kopfhörern folgt der Sound der Kopfbewegung. Drehe ich also den Kopf nach rechts, wandert der Klang in den linken Airpod, bleibt aber stets relativ zum Abspielgerät. Das ist bei Videos, Filmen und Games ganz nett, beim Musikhörern aber eher irritierend.

Vorteile von Apple-Geräte: Sie verbinden sich automatisch untereinander
Apple
Vorteile von Apple-Geräte: Sie verbinden sich automatisch untereinander

Mit den Airpods kann ich problemlos zwischen einzelnen Geräten hin und herwechseln (leider nur bei Apple-Geräten). Die Kopfhörer sind zudem einzeln nutzbar. Top: Die Musik stoppt, wenn ich sie aus den Ohren nehme und startet wieder, wenn ich sie erneut einsetze. Nicht so top: Weder der Equalizer noch die Bedienungsbefehle der Airpods kann ich anpassen. Die Airpods 3 lassen sich (falls aktiviert) über die "Wo ist?"-App von Apple finden. Der linke und der rechte Kopfhörer können auch einzeln geortet werden.

Wie ist die Bedienung?

Anders als beim Vorgänger werden die Airpods 3 jetzt mit Drucksensoren in den Stielen bedient (wie bei der Pro-Version). Drücke ich einmal, startet oder pausiert die Musik, wird ein Anruf angenommen oder beendet. Drücke ich zweimal springt die Wiedergabe einen Titel weiter, bei dreimal einen Titel zurück. Durch langes Drücken wird der Sprachassistent Siri aktiviert. Die Lautstärke ist nicht an den Kopfhörern steuerbar.

Wie ist der Tragekomfort?

Die neuen Airpods sitzen bequem, drücken nicht. Allerdings sind es keine echten In-Ears. Heißt: Sie hängen lediglich an der Ohrmuschel, können daher leicht rausfallen. Da es nur eine Größe und keine Silikon-Tips gibt, gilt das, was bereits für die Airpods 2 galt: Ob sie gut halten, hängt von der Form deiner Ohrmuscheln ab. Vermutlich sitzen sie bei vielen Menschen recht sicher, bei anderen werden sie leichter rausrutschen.

Apples Airpod-Modelle im Vergleich: Airpods 2 (links), Airpods 3 (Mitte), Airpods Pro (rechts)
Marco Demuth
Apples Airpod-Modelle im Vergleich: Airpods 2 (links), Airpods 3 (Mitte), Airpods Pro (rechts)

Wie gut funktionieren die Airpods 3 beim Sport?

Da die Airpods 3 mit je 4,28 Gramm sehr leicht sind und nur locker an der Ohrmuschel baumeln, merke ich diese kaum. Durch das offene Design nehme ich auch ohne Transparenzmodus viele Außengeräusche wahr. Das hat durchaus Vorteile, etwa beim Laufen im Straßenverkehr. Allerdings hat Apples Design auch Schattenseiten: Denn je nach Ohrform sitzen die Airpods mal gut und mal schlecht. Bei mir halten sie eher schlecht. Aus meinem rechten Ohr rutscht der Stöpsel immer wieder raus. Hinzu kommt, dass das Material sehr glatt ist. Schweiß begünstigt das Rausrutschen daher sogar. Immerhin fallen die Airpods nie plötzlich aus dem Ohr, sie gleiten eher langsam raus. Beim Laufen musste ich daher immer ein wenig nachjustieren. Für schnelle oder explosive Fitness-Moves (Burpees), Überkopf-Übungen und Sprints sind die Airpods 3 nicht gut geeignet. Selbst bei Liegestützen rutschen sie irgendwann raus. Fürs Laufen und Radfahren funktionieren sie gut. Abhilfe schaffen nur Gummiaufsätze wie diese hier. Allerdings muss man die immer wieder abnehmen, da sie nicht mit in den Ladecase passen.

Fazit: für Sportler, die keine In-Ears mögen

Die Airpods 3 sind empfehlenswert für diejenigen, die keine In-Ears mögen, aber trotzdem auf guten Sound stehen. Wer mit In-Ears gut zurecht kommt, sollte sich eher die Airpods Pro zulegen. Diese liegen preislich aktuell nur knapp über den Airpods 3 und bieten jede Menge mehr Zusatzfeatures (super ANC, Transparenzmodus, besserer Halt). Für Sportler gilt: Wenn deine Ohren die richtige Form haben, sitzen die Airpods 3 gut. Ohne zusätzliche Gummihalterungen eignen sie sich zum Laufen, Radfahren und für Übungen, die keine schnellen oder Überkopf-Bewegungen erfordern.

Sport-Eigenschaften: 🏆🏆🏆

Akkulaufzeit: 🏆🏆🏆

Sound: 🏆🏆🏆🏆

Tragekomfort: 🏆🏆🏆🏆

Extras: 🏆🏆

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So haben wir getestet:

Bei dem hier vorgestellten Kopfhörer testen wir nicht nur die Bedienung, die Handhabung und die Zusatzfunktionen. Das Modell haben wir im Alltag und vor allem beim Sport unter die Lupe genommen. Wichtig sind uns folgende Kriterien:

Handhabung und Bedienung: Wie einfach lassen sich die Kopfhörer bedienen? Was kann ich alles einstellen? Wie aufwendig ist die Verbindung mit dem Smartphone oder einem anderem Mobilgerät?

Komfort beim Tragen und beim Sport (Workout, Laufen, Radfahren): Sitzen die In-Ears bequem oder drücken sie? Passen sie auf möglichst verschiedene Ohren? Sind sie überhaupt zum Sport geeignet, und: Bleiben sie auch beim Workout sicher im Ohr?

Features: Was bietet der Kopfhörer für Zusatzfunktionen? Kann ich den Sound beeinflussen? Kann ich Außengeräusche ranholen? Gibt es Noise-Cancellation?

Sound: Wie klingt der Kopfhörer bei Musik, Podcast oder beim Telefonieren? Ist der Sound ausgewogen, basslastig, klar oder zu dünn?

Akkuleistung: Wie lange kann ich ohne Aufladen Musik hören? Wie schnell lädt der Kopfhörer auf und wie viel Power hat der Akkucase?

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