Wie gut das iPhone 14 Pro von Apple wirklich? Apple

▷ iPhone 14 Pro im Test

Apple iPhone 14 Pro im Test Wie gut ist das iPhone 14 Pro wirklich?

Always-On-Display, ein neues Bedienungsfeld, bessere Kameras. Apples neustes Top-Smartphone hat einiges zu bieten. Für wen sich Kauf oder Umstieg auf das iPhone 14 Pro lohnt. Plus: Wie Fotografen und Videofilmer davon profitieren

Apple hat wie gewohnt im Herbst seine neuen Smartphones vorgestellt. Neben dem iPhone 14, einer größeren Version davon (iPhone 14 Plus), gibt es auch neue Modelle der Pro-Reihe, die mit den Android-Geräten von Google und Samsung zu den besten Smartphones auf dem Markt zählen. Wir haben das wichtigste Modell, das iPhone 14 Pro, 2 Wochen getestet und verraten, für wen sich Anschaffung oder Umstieg lohnt – und wer mit anderen Geräten besser bedient ist.

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Das iPhone 14 Pro gibt es mit 128, 256, 512 GB und 1 TB Speicher in den Farben Schwarz, Silber, Gold und Dunkellila ab 1.299 Euro. Hier kannst du es bestellen.

Eines ist sicher: Das iPhone 14 Pro ist ein super verarbeitetes Smartphone mit beeindruckenden Funktionen. Allerdings: Wer braucht wirklich das beste oder hellste Display, den schnellsten Chip und immer größere (und schwerere) Kameralinsen? Fakt ist, die Rechenleistung von Top-Smartphones wie dem iPhone 14 Pro, können nicht einmal die aufwendigsten Handy-Games ausreizen. Da aber Smartphone-Kameras in Verbindung mit der im Hintergrund arbeitenden Software immer effektiver System- und Digitalkameras ersetzen können, werden die Top-Modelle der Hersteller immer interessanter für Hobby- und Profifotografen, bzw. -Videofilmer. Das iPhone 14 Pro wird mit seinen neuen Features und Hardware-Updates daher besonders Fotofans und Videokünstler begeistern können.

Übrigens: Um dein iPhone zu schützen, solltest du das passende Case verwenden. Hier kannst du ein Case aus Leder, oder ein Case aus Silikon wählen.

IPhone 13 Pro (links) und 14 Pro im Vergleich: Das iPhone 14 Pro ist etwas schwerer, auch die 3 Linsen sind größer geworden
Marco Demuth
IPhone 13 Pro (links) und 14 Pro im Vergleich: Das iPhone 14 Pro ist etwas schwerer, auch die 3 Linsen sind größer geworden

Was ist neu beim iPhone 14 Pro? Was sind die Unterschiede zum Vorgänger?

Die auffälligste Neuerung ist vermutlich das Always-On-Display. Im Standby-Modus zeigt der Sperrbildschirm des Telefons jetzt Infos wie Uhrzeit, Mitteilungen und andere selbst wählbare Widgets an, nur eben abgedunkelt. Ein Feature, dass es bei Android-Handys schon länger gibt. Der Unterschied: Das iPhone zeigt alles an, was auch dem Sperrbildschirm landet – auch das Hintergrundbild. Wen das nervt, der kann das Feature auch deaktivieren.

Zweite Neuerung: die so genannte "Dynamic Island", mit der Apple aus einem störenden Designkompromiss ein Feature macht. Seit dem iPhone X gibt es eine dunkle Aussparung oben im Display für die Frontkamera. Jetzt wird daraus eine pillenförmige, schwarze "Insel", in der um die Frontkamera herum Benachrichtigungen und Infos zu aktiven Apps angezeigt werden, wie etwa vom Musikplayer, einem laufenden Timer, Face-ID oder auch bei Telefongesprächen. Die Insel ist damit eine neue Bedienungsfläche geworden, die sich in der Größe anpasst und auch Schnellzugang zu Apps ermöglicht. Momentan funktioniert das nur mit Apple-Anwendungen, Drittanbieter können das zukünftig aber auch nutzen. Allerdings ist die Insel – ähnlich wie vorher die Aussparung oben – beim Videoschauen im Vollbildformat immer noch im Weg. Aber sie stört weniger und ist tatsächlich ein praktisches Feature, das ich gerne nutze.

Mit der Dynamic Island hat Apple aus einem störenden Designkompromiss ein Feature macht
Apple
Mit der Dynamic Island hat Apple aus einem störenden Designkompromiss ein Feature macht

Weitere neue Features:

  • Das Display hat weiter eine variable Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz, was für eine flüssigere und klarere Darstellung beim Spielen und Scrollen sorgt. Neu ist die Helligkeit: Mit 2000 Nits ist das 14 Pro doppelt so hell wie sein Vorgänger und selbst bei starker Sonneneinstrahlung perfekt abzulesen.
  • Drinnen steckt ein neuer Chip, der A16 Bionic, der schneller als die gesamte Konkurrenz sein soll. Aber: Im Alltag oder selbst bei aufwendig grafisch produzierten Games werdet ihr den Unterscheid nicht bemerken.
  • Eine automatische Unfallerkennung registriert einen Autounfall und kann dann einen Notruf absetzen.

Das iPhone 14 Pro ist minimal schwerer (jetzt 206 g) als sein Vorgänger (203 g) – zum Vergleich: Das 12 Pro wog noch knapp 190 g. Es ist vor Wasser und Staub geschützt (IP68-zerfitiziert) und unterstützt bargeldloses Bezahlen via NFC-Chip. Entsperren kannst du das Smartphone per Code oder einer biometrischen Gesichtserkennung (FaceID). Auf der Rückseite befinden sich Magnete, damit das passende Qi-Ladegerät automatisch die optimale Position findet. Die Akkuleistung ist auf dem gleichen Niveau wie beim iPhone 13 Pro, eine Ladung soll für 20 Stunden Videostreaming, oder für bis zu 75 Stunden Audiowiedergabe reichen. 30 Minuten Ladezeit bringen 50 Prozent Power. Die vermutlich interessantesten Neuerungen liegen aber in den Kameras:

Wie gut sind die Kameras im iPhone 14 Pro?

Das iPhone 14 Pro kommt wie gewohnt mit 4 Linsen: eine Frontkamera und eine Dreifach-Kamera auf der Rückseite:

  • Die Haupt-Weitwinkellinse hat eine optische Bildstabilisierung und erstmals einen 48-Megapixel-Sensor (Blende f/1.78).
  • Die Ultraweitwinkellinse bietet weiterhin 12 Megapixel, allerdings mit größerem Sensor und einer f/2.2-Blende.
  • Die Telezoom-Linse kommt ebenfalls mit 12 Megapixeln und einem optischen Bildstabilisator, was gegen Verwackler hilft (Blende: f/2.8).
  • Die Frontkamera bietet weiterhin 12 MP, allerdings mit einer lichtstärkeren Blende (f/1.9) und einem Autofokus, der für schärfere Bilder sorgt.

Die Hauptweitwinkellinse des iPhone 14 Pro bekommt erstmalig einen 48-Megapixel-Sensor – bei Android-Handys nichts Neues. Dort sind teilweise schon 108 MP integriert. Allerdings bringen viele Pixel nicht automatisch bessere Bilder, der Sensor muss die vielen Daten auch verarbeiten können. Daher ist die Qualität der 12-MP-Linsen bei Apple meist trotzdem deutlich besser als von vielen Konkurrenz-Kamerasystemen mit mehr Megapixeln. Fakt ist: Die neue Hauptkamera des iPhone 14 Pro knipst Fotos mit mehr Details im Vergleich zum 13 Pro. Das merkt man deutlich bei Aufnahmen in schwierigeren Lichtverhältnissen und natürlich, wenn man hineinzoomt.

Standardmäßig sind die Fotos übrigens trotzdem nur 12 MP. Denn Apple fasst via so genanntem "Pixel Binning" mehrere Pixel zusammen, um bei niedriger Auflösung bessere Bilder zu erzeugen. Tipp: Das ganze Potenzial des 48-MP-Sensors bekommst du, wenn du im ProRAW-Format fotografierst (lässt sich oben rechts im Foto-Display einschalten). Das Format ist perfekt für Nachbearbeitungen am Rechner – deine Bilder werden damit deutlich schärfer und detailreicher. Aber: RAW-Bilder brauchen viel Speicherplatz.

Makro-Fotos. Die Funktion schaltet sich automatisch ein, sobald man das iPhone auf wenige Zentimeter dem Objekt nähert
Apple
Makro-Fotos. Die Funktion schaltet sich automatisch ein, sobald man das iPhone auf wenige Zentimeter dem Objekt nähert

Die Ultraweitwinkelkamera hat auch einen größeren Sensor bekommen. Wichtigstes Feature der Linse: Makro-Fotos. Die Funktion schaltet sich automatisch ein, sobald ich das iPhone auf wenige Zentimeter dem Objekt nähere. Praktisch: Ich brauche also für die Makro-Fotografie keine zusätzlichen Linsen oder Aufsätze mehr. Die Makrofotos sind zwar nicht mit Profiaufnahmen zu vergleichen, sehen aber nahezu immer gut aus.

Das Tele hat weiterhin einen 3x-Zoom und jetzt eine optische Bildstabilisierung, die gegen Verwackeln hilft. Neu beim Fotografieren ist auch ein 2x-Zoom, der digital über die Hauptkamera erzeugt wird, aber sehr gute Bilder liefert.

Im Test machte vor allem die neue 48-MP-Hauptkamera in der Nacht und bei wenig Licht deutlich detailreichere und hellere Bilder als das Vorgängermodell. Das iPhone 14 Pro holt hier einiges aus der Dunkelheit heraus.

Klar gibt es Smartphones, die mit besseren Kameras (mehr Brennweite bzw. optischen Zoom und Lichtstärke) aufwarten. Der große Vorteil des iPhones 14 Pro liegt aber auch in der Software bzw. der Künstlichen Intelligenz (KI), die im Hintergrund die Bilder bearbeitet.

Welche Fotofunktionen gibt es und wie gut funktionieren sie?

Die neuen Kameras des iPhone 14 Pro knipsen Bilder mit höherer Auflösung und mehr Details, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Das liegt einerseits am größeren Sensor, aber auch an der KI, die im Hintergrund arbeitet. Eine HDR-Funktion verbessert ganz automatisch die Belichtung der Fotos, insbesondere sehr dunkle und helle Bereiche. Das von Apple "Deep Fusion" genannte Feature optimiert Belichtung, Bildrauschen und erhöht die Details im Bild – auch ganz automatisch. Neu ist der sogenannte "Photogenic Engine", eine weitere KI-gestützte Bearbeitung eurer Bilder, die gerade bei schlechtem Licht trotzdem für bessere Aufnahmen sorgen soll. Wie genau das funktioniert, verrät Apple nicht. Aber Fakt ist, dass es funktioniert. Fotos im Dunkeln sind mit dem iPhone 14 Pro beeindruckend.

Wie gut ist das iPhone bei Videoaufnahmen? Welche Videofunktionen gibt es?

Seit dem 13 Pro gibt es den Kinomodus. Dieser aus Filmen bekannte Effekt fokussiert Gesichter oder Objekte und lässt den Rest unscharf erscheinen. Und der Fokus lässt sich verändern, entweder manuell per Tippen oder durch künstliche Intelligenz, zum Beispiel wenn eine Person den Kopf zu einer anderen Person dreht, wird automatisch auf diese scharfgestellt. Super: Ich kann den Fokus nicht nur während des Filmens, sondern auch später über die Fotos- oder die iMovie-App ändern. Den Kinomodus gibt's jetzt auch in 4K. Aber: Dafür brauchst du ein iPhone mit mindestens 256 GB Speicherplatz.

Mit dem neuen "Actionmodus" in der Kamera-App werden Videoaufnahmen deutlich besser stabilisiert
Apple
Mit dem neuen "Actionmodus" in der Kamera-App werden Videoaufnahmen deutlich besser stabilisiert

Nachteile: 8k gibt es bei Apple nicht, und ich kann das Video-Seitenverhältnis nicht von 16:9 ändern. Aber: Mit dem neuen "Actionmodus" in der Kamera-App werden wacklige Videoaufnahmen deutlich besser stabilisiert. Im Test funktionierte das erstaunlich gut und kann sogar mit Gimbals (motorisierten Aufhängungen gegen Erschütterungen) und Action-Cams mithalten.

Welche weiteren Funktionen gibt es für Fotografen?

Seit dem iPhone 13 Pro gibt es "Photographic Styles", aus denen ich beim Fotografieren wählen kann. Diese Profile sind Voreinstellungen, die ich wählen kann, bevor ich ein Foto knipse. Sie unterscheiden sich in Kontrast und Farbtemperatur, um z.B. Gelbstiche bei dunklen Aufnahmen mit Kunstlicht zu vermeiden. Vorteil: Die aufwendige Nachbearbeitung entfällt.

Das iPhone Pro kann Bilder im RAW-Format aufnehmen (Apple nennt das ProRaw). Mit diesem Format (DNG statt JPG) kannst du die Rohdaten eines Bildes verändern (Farbprofil, Tiefenebenen), es individuell bearbeiten, und zwar bevor es von Apples Fotosoftware automatisch bearbeitet und komprimiert wird.

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Fazit: Für wen ist das iPhone 14 Pro geeignet?

Das iPhone 14 Pro gehört mit einigen wenigen Android-Alternativen, wie etwa dem Samsung Galaxy S22 Ultra und dem Google Pixel 7 Pro, zu den Top-Smartphones auf dem Markt. Die neuen Features (Always-On-Display und Dynamic Island) machen Spaß. Der Prozessor ist ultraschnell, alles läuft flüssig und fix. Normale Nutzer:innen werden das aber wahrscheinlich kaum feststellen und sind mit älteren iPhone-Modellen völlig zufrieden.

Wer viel und gerne fotografiert, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen, wird die lichtstarken Objektive, die KI-basierten Überarbeitungen, die sehr guten Nachbearbeitungs-Optionen und auch den Makro-Modus zu schätzen wissen. Videoaufnahmen mit dem neuen Actionmodus sind wirklich beeindruckend. Auch das Nachbearbeiten von Filmen läuft auf dem Smartphone in Bruchteilen von Sekunden. Heißt: Der Kauf lohnt sich also nur für diejenigen, die mit dem iPhone viel und gerne fotografieren und Filme drehen. Für Bilder und Videos bei normalen Lichtverhältnissen, die man in sozialen Medien teilt, reichen ältere Modelle.

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