Front Squats sind effektiv für deinen Muskelaufbau und sorgen für mehr Stabilität und Körperkontrolle.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
- MET-Wert: 6–8
- Hauptregion: Beine
- Equipment: Langhantel
Was sind Front Squats und warum sind Frontkniebeugen so effektiv?
Die Frontkniebeuge (englisch: Front Squat) ist eine Variante der klassischen Kniebeuge, bei der die Langhantel auf den vorderen Schultern ruht. Im Gegensatz zur Back Squat-Position liegt die Hantel nicht auf dem oberen Rücken, sondern wird vor dem Körper gehalten, was den Schwerpunkt nach vorne verlagert.
Dadurch wird der Quadrizeps stärker beansprucht und die Core-Muskulatur (vor allem die Bauchmuskeln) muss intensiv arbeiten, um den Oberkörper aufrecht zu stabilisieren.
Front Squats sind nicht nur ein hervorragendes Beintraining, sondern auch eine funktionelle Ganzkörperübung. Sie erfordern Beweglichkeit in den Schultern, Handgelenken und Sprunggelenken, sowie eine starke Core-Aktivierung.
Die Übung wird gerne von Gewichthebern, CrossFit-Athleten und Kraftsportlern eingesetzt, weil sie nicht nur Kraft aufbaut, sondern auch die Mobilität fördert.
Die Frontkniebeuge gehört zu den effektivsten Beinübungen überhaupt. Sie fordert den ganzen Körper, verbessert die Haltung und baut funktionelle Kraft auf.
Front Squats: Diese Muskeln werden beansprucht

Bei Frontkniebeugen liegt der Schwerpunkt vorne auf den Schultern. Das verändert die Statik, fordert den Quadrizeps stärker und zwingt den Core, aufrecht und stabil zu bleiben. So sehen die Front Squat Muskeln im Detail aus:
Primäre Muskelgruppen
- Quadrizeps (vordere Oberschenkel) – Hauptantrieb bei der Kniestreckung; in Frontkniebeugen stärker betont als bei Back Squats.
- Gluteus maximus (Gesäß) – liefert Power in der Hüftstreckung, besonders aus der Tiefe.
- Adduktor magnus (Innenseite Oberschenkel) – unterstützt Hüftstreckung und stabile Kniebahn.
Sekundäre Muskelgruppen
- Core (Gerade/Schräge Bauchmuskeln, Rückenstrecker) – hält den Oberkörper aufrecht, stabilisiert die Frontkniebeuge.
- Oberer Rücken (Trapez, Rhomboiden) und vordere Schulter – sichern die Rack-Position der Hantel.
- Waden (Soleus/Gastrocnemius) – sorgen für Balance und Bodenkontakt.
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Frontkniebeugen sind energieintensiv, weil viele große Muskelgruppen gleichzeitig arbeiten.
- MET-Wert: 6-8 (je nach Gewicht und Tempo).
- Kalorienverbrauch: Bei moderatem Tempo und Gewicht: ca. 70-90 kcal pro 10 Minuten, bei hoher Intensität / schwerem Gewicht: ca. 100-120 kcal pro 10 Minuten.
Funktionale Alltagsvorteile
Frontkniebeugen sind nicht nur für den Muskelaufbau im Gym relevant, sie haben einen direkten Nutzen im Alltag. Durch die aufrechte Haltung und den hohen Core-Einsatz trainierst du nicht nur deine Beine, sondern auch die Rumpfstabilität. Diese Kombination macht dich belastbarer in ganz normalen Situationen.
- Mehr Stabilität und Kraft: Wenn du schwere Einkäufe trägst, aus der Hocke aufstehst oder Kinder hochhebst, die Bewegungsmuster sind vergleichbar mit Front Squats. Dein Core bleibt stark, deine Wirbelsäule geschüzt.
- Gesunde Haltung: Ein aufrechter Oberkörper wird durch diese Übung trainiert. Das wirkt Rückenschmerzen entgegen und sorgt für eine stabile Wirbelsäule, auch bei langem Sitzen.
- Starke Beine: Durch die aufrechte Haltung liegt der Fokus auf dem Quadrizeps – für kräftige und definierte Oberschenkel.
- Bessere Beweglichkeit: Front Squats erfordern und fördern Mobilität in Hüfte, Sprunggelenken und Schultergelenken.
- Perfekter Übertrag: Ideal für Sportarten, bei denen Sprungkraft und Explosivität gefragt sind.
- Rückenschonend: Im Gegensatz zur Back Squat Variante wird bei der Frontkniebeuge der Rücken weniger stark belastet, was die Übung für viele Sportler gesünder macht. Besonders bei Problemen im unteren Rücken kann sie eine sinnvolle Alternative sein.
Kurz gesagt: Jede Wiederholung verbessert nicht nur deine Kraft im Gym, sondern macht dich fitter für echte Herausforderungen außerhalb.
Nachteile der Frontkniebeuge
Die Frontkniebeuge ist technisch anspruchsvoll und verlangt eine sehr gute Beweglichkeit in Sprunggelenken, Hüfte und Schultergürtel. Wird sie unsauber ausgeführt, kann sie zu starker Belastung der Handgelenke und des unteren Rückens führen.
Besonders häufig: Ein Einknicken des Oberkörpers nach vorne oder ein Verlust der Ellenbogenposition, wodurch die Stange instabil wird. Das führt nicht nur zu Kontrollverlust, sondern kann auch die Wirbelsäule überlasten.
Männer mit eingeschränkter Schulter- oder Handgelenksbeweglichkeit haben oft Schwierigkeiten, die Stange korrekt zu halten, was zu schmerzhaften Fehlhaltungen führen kann. Auch ein zu enger Stand oder zu tiefes Absenken kann die Kniegelenke überfordern. Deshalb sollte die Frontkniebeuge nur mit sauberer Technik und progressiv gesteigertem Gewicht ausgeführt werden.
Die richtige Ausführung der Frontkniebeuge
Die Frontkniebeuge erfordert Technik und Körperspannung, um Verletzungen zu vermeiden und den vollen Trainingseffekt zu erzielen.
Wichtig zu beachten
- Die Langhantel liegt in der Front-Rack-Position auf deinen vorderen Schultern, nicht auf den Armen.
- Deine Ellenbogen zeigen nach vorn und bleiben hoch, damit die Stange nicht abrutscht.
- Spanne den Core fest an, atme tief in den Bauch.
- Gehe so tief, bis die Oberschenkel mindestens parallel zum Boden sind oder tiefer, wenn deine Mobilität es erlaubt.
- Der Oberkörper bleibt aufrecht, die Ellenbogen hoch, die Brust stolz.
- Atme beim Hochdrücken aus und beim Absenken ein.
Dos und Don’ts bei Front Squats
Viele machen Fehler, die den Trainingseffekt schmälern oder sogar zu Verletzungen führen. Halte dich an diese Regeln:
Die häufigsten Fehler und deren Lösung
Frontkniebeugen gehören zu den besten Übungen für Beine und Rumpf, aber kleine Technikfehler können schnell den Effekt mindern oder zu Verletzungen führen. Einer der häufigsten Fehler ist ein runder Rücken, der entsteht, wenn die Brust nicht aufrecht bleibt. Dadurch wird der Druck auf die Wirbelsäule erhöht und der Rumpf arbeitet nicht optimal. Ein weiterer Klassiker sind Ellenbogen, die absinken, dadurch kippt die Hantel nach vorne und bringt dich aus der Balance.
Auch die Knieposition ist kritisch: Fallen die Knie nach innen, steigt die Belastung auf die Gelenke. Manche Athleten neigen zudem dazu, zu viel Gewicht zu wählen, bevor die Technik sicher sitzt. Das führt oft zu verkürzter Bewegungsamplitude, was den Trainingseffekt deutlich reduziert. Achte außerdem darauf, dass du die Atmung kontrollierst. Wer während der Bewegung die Luft verliert, verliert auch Stabilität.
Checkliste für Anfänger
Damit deine Frontkniebeuge sicher und effektiv wird, sind diese Punkte entscheidend:
- Griff und Position: Die Langhantel muss fest auf den vorderen Schultern liegen, Ellenbogen hoch, damit sie nicht nach vorne kippt.
- Core-Spannung: Bauch und unterer Rücken fest anspannen, um Stabilität zu garantieren.
- Tiefe kontrollieren: Geh so tief, dass die Oberschenkel mindestens parallel zum Boden sind – ideal ist die vollständige Bewegungsamplitude.
- Knie- und Fußposition: Knie folgen der Fußlinie, nicht nach innen fallen lassen. Füße leicht nach außen drehen für mehr Stabilität.
- Blickrichtung: Geradeaus schauen, nicht nach unten. Das hilft, die Brust aufrecht zu halten.
- Atmung nutzen: Vor der Abwärtsbewegung tief einatmen, Spannung halten, beim Hochkommen ausatmen.
- Langsam steigern: Beginne mit moderatem Gewicht und erhöhe erst, wenn die Technik perfekt sitzt.
Front-Squats-Varianten für deinen Trainingsplan
Diese Übung ist extrem vielseitig. Je nach Ziel, Ausrüstung und Trainingsort kannst du sie anpassen, um Abwechslung und neue Reize zu setzen:
- Klassische Frontkniebeuge mit Langhantel: Standardvariante im Gym, perfekt für Muskel- und Kraftaufbau.
- Front Squat mit Kurzhanteln oder Kettlebells: Ideal für zu Hause oder wenn keine Langhantel verfügbar ist. Zwei Kurzhanteln oder eine Kettlebell in der Front-Rack-Position funktionieren hervorragend.
- Zercher Squat: Die Hantel wird in der Armbeuge gehalten, fordert Core und Oberkörper zusätzlich.
- Front Squat mit Pausen (Pause Squat): In der tiefsten Position 2–3 Sekunden halten, um Kraft und Stabilität zu verbessern.
- Tempo Front Squat: Langsames Absenken (z. B. 4 Sekunden) erhöht die Spannung und macht die Übung intensiver.
Übungen für zu Hause: Front Squats ohne Langhantel
Auch ohne Studio kannst du den Front Squat trainieren:
- Goblet Squat: Halte eine Kettlebell oder Kurzhantel vor der Brust und führe die gleiche Bewegung aus wie beim Front Squat.
- Bodyweight Front Squat: Arme vor der Brust verschränkt, Fokus auf Technik und Core-Spannung.
- Rucksack-Frontkniebeuge: Packe einen Rucksack mit Büchern oder Wasserflaschen und halte ihn wie eine Langhantel in Front-Rack-Position.
- Front Squat mit Widerstandsbändern: Band unter die Füße legen, Enden vor der Brust halten – perfekte Alternative, wenn wenig Platz ist.
Diese Varianten sind ideal, um die Technik zu perfektionieren und Kraft aufzubauen, auch ohne schweres Equipment.
Front Squat Progressionsweg
Frontkniebeugen erfordern Technik, Kraft und Mobilität. Wer hier zu schnell zu viel Gewicht auflegt, riskiert Verletzungen und schlechte Gewohnheiten. Deshalb ist ein klarer Progressionsplan wichtig. Starte mit der perfekten Form, bevor du die Intensität erhöhst.
Level 1 – Anfänger
- Technik lernen: Beginne ohne Langhantel, z. B. mit Goblet Squats (Kurzhantel oder Kettlebell vor der Brust).
- Mobilität checken: Sprunggelenke, Hüfte und Handgelenke geschmeidig machen.
- Ziel: 3 Sätze à 12–15 saubere Wiederholungen, Fokus auf Rumpf-Spannung und aufrechte Haltung.
Level 2 – Fortgeschritten
- Langhantel ins Spiel bringen: Leichtes Gewicht, perfekte Rack-Position (Hantel auf den vorderen Schultern, Ellenbogen hoch).
- Tiefe kontrollieren: Mindestens bis zur Parallele, besser tiefer, wenn Beweglichkeit passt.
- Variationen einbauen: Pausen-Squats oder Tempo-Squats für mehr Spannung.
Level 3 – Profi
- Schweres Gewicht: Progressiv steigern, aber niemals auf Kosten der Technik.
- Komplexe Varianten: Front Squats aus dem Rack mit schweren Lasten oder Kombinationen wie Front Squat und Push Press.
- Leistung dokumentieren: Gewicht, Wiederholungen und Technik regelmäßig tracken.
FAQ: Alles, was du über Front Squats wissen musst
2 bis 3-mal pro Woche sind optimal, mit mindestens 48 Stunden Pause zwischen den Einheiten.
- Kraftaufbau: 4–6 Wiederholungen mit schwerem Gewicht.
- Muskelaufbau: 8–12 Wiederholungen, moderates Gewicht.
- Technik und Ausdauer: 12–15 Wiederholungen mit leichtem Gewicht.
Beide haben ihre Vorteile. Front Squats belasten den Core stärker und sind gelenkschonender für den unteren Rücken, während Back Squats höhere Lasten zulassen.
Ja! Goblet Squats oder Kurzhantel-Varianten sind perfekte Alternativen.
Standard: Clean-Griff mit Ellenbogen hoch. Alternativen: Cross-Grip oder Front Rack mit Schlaufen für mehr Komfort.
Meist sinken die Ellenbogen ab oder der Core ist nicht aktiv genug. Übe die Rack-Position und stärke den Rumpf.





