Kennst du das? Anfang des Jahres bist du voller Motivation im Gym, doch nach einigen Wochen verliert das Training seinen Reiz und andere Aufgaben drängen sich in den Vordergrund. Manchmal gibst du dein Ziel sogar auf.
"Grund für das Scheitern eines Vorhabens ist meist mangelnde Disziplin", erklärt Fitness-Blogger und Content-Creator Flo Buchholz (@flow_bu). Die gute Nachricht: "Man kann sich die Disziplin antrainieren." Wie das klappt, liest du hier.
Motivation für Einsteiger: Flos sportliche Anfänge
Selbst Flo, der für viele heute ein sportliches Vorbild ist, hatte Zeiten, in denen er eine Veränderung aus einem inneren Antrieb angehen musste. Als Jugendlicher hatte er zwar jahrelang Fußball im Verein gespielt, aber irgendwann fühlte er sich nicht mehr wohl in seinem Körper: "Ich wurde plötzlich moppeliger, war aber gleichzeitig dünn."
Flo war damals 18 Jahre alt. Seine Freunde trainierten früher schon im Fitness-Studio. Der Tag, an dem er sie das erste Mal zum Training begleitete, änderte alles: "Mich hat das Trainingsfieber gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen". Anders als im Verein, war es ihm im Studio möglich, das Training so einzuteilen, wie es ihm passte. "Das kam mir sehr entgegen. Außerdem habe ich schnell körperliche Veränderungen gesehen. Das hat mich motiviert, dranzubleiben".

Ausreden sind die größten Hindernisse für dein sportliches Ziel
Flo gibt als Diplom-Sport- und Gesundheitstrainer auch beruflich sein Wissen an Sportler weiter. "Ich habe keine Zeit. Das ist die häufigste Ausrede, die Menschen nutzen, um keinen Sport zu machen. Stattdessen sitzen sie aber abends 2 Stunden auf der Couch", sagt er. "Jeder findet am Tag Zeit für Sport: Man kann vor oder nach der Arbeit gehen. Die meisten Fitness-Studios haben 24 Stunden geöffnet. Wenn man es wirklich will, findet man einen Weg", sagt Florian. Andere schieben das Training gerne auf. "Sobald zum Beispiel ein Anruf von der Mutter oder etwas anderes dazwischenkommt, nehmen sie es als willkommene Ausrede". Das Training rückt immer weiter nach hinten und wird schließlich auf den nächstbesten Tag verschoben. Flo plädiert darauf, Prioritäten zu setzen.
Die 10 besten Motivations-Tipps von Flo: So erreichst du deine sportlichen Ziele
1. Das Wichtigste zuerst
Erledige dein Training, bevor du dich um andere Verpflichtungen kümmerst. Dann hast du dein Soll für den Tag getan und kannst entspannt den Rest des Tages frei gestalten und abends auch das Abendessen mit deinen Freunden genießen.
2. Umwege vermeiden
Wenn du deine Tasche schon gepackt im Auto liegen hast, musst du nach der Arbeit nicht erst nach Hause fahren. Dort setzt du dich vielleicht erst einmal hin und fällst in ein Loch. Sei also vorbereitet.
3. Trainingszeiten blocken
Indem du dir täglich die Zeit fürs Training einplanst, kommst du nicht in Versuchung, dir andere Termine zu legen. Wenn du zum Beispiel bis 16 Uhr arbeitest, hast du erst ab 19 Uhr Zeit. Denn dazwischen machst du Sport, duschst und isst etwas.
4. Hol dir Verstärkung
Indem du dich mit einem Trainingspartner verabredest, widerstehst du der Versuchung, das Training ausfallen zu lassen. Ihr könnt euch auch gegenseitig dazu motivieren, an den Zielen festzuhalten. Sozialer Druck erhöht die Motivation.
5. Lass dich motivieren
Motivationssprüche oder -videos im Internet können helfen, negative Gedanken über Bord zu werfen und motiviert ins nächste Training zu starten.
6. Gib was auf die Ohren
Gerade wenn man keinen Trainingspartner hat, ist gute Musik wichtig. Sie kann einen aus einem Motivationsloch herausholen und zu Höchstleistungen pushen. Ich höre beim Training zum Beispiel am liebsten Deutsch-Rap und Hip-Hop.
7. Hör auf deinen Rhythmus
Es gibt Typen, die besser abends, andere, die besser morgens trainieren können. Ich persönlich trainiere am liebsten morgens. Wenn ich wüsste, ich müsste immer abends trainieren, hätte ich keine große Motivation. Ich will morgens meinen Kaffee trinken und dann trainieren. Wenn du eher der Abend-Typ bist, verdirbst du dir den Spaß, wenn du dich immer dazu zwingst, morgens zu trainieren.
8. Arbeite mit Visionsbildern
Wo siehst du dich in 6 Monaten? Es ist sinnvoll, dass du dir ein Bild davon machst, was du erreichen willst. Vielleicht möchtest du die Form, die du vor 2 Jahren hattest, dieses Jahr schlagen. Ein so konkretes Ziel kann bei der Stange halten.
9. Fotografiere dich
Wenn man sich jeden Tag im Spiegel sieht, sieht man unter Umständen irgendwann nicht mehr, wie stark man wirklich ist. Man kann Selbstzweifel bekommen. Fotos können dagegenwirken. Sie zeigen objektiv, wie es um deine Form steht. Meist unterschätzt man sich nämlich.
10. Mach einfach weiter
Ich kann mir manchmal auch Besseres vorstellen, als morgens gleich um 6 Uhr zum Sport zu gehen. Aber wenn ich weiß, dass ich sonst kaum Zeit fürs Training finde, mache ich es eben einfach. Wenn man es trotzdem durchzieht, fühlt man sich danach umso besser.
So bleibt deine Motivation das ganze Jahr über stark
Viele starten das Jahr voller Energie und guter Vorsätze – doch schon nach wenigen Wochen sinkt die Motivation oft rapide. Damit das nicht passiert, geht es nicht nur um kurzfristige Motivation, sondern um Routinen, die dich langfristig antreiben.
Ein Schlüssel dafür ist die Kombination aus kleinen, erreichbaren Zielen und positiven Ritualen. Statt dich auf große Veränderungen zu stürzen, plane überschaubare Trainingseinheiten und feiere jeden Fortschritt – egal wie klein. Visualisiere außerdem regelmäßig, wie du in sechs Monaten aussehen oder dich fühlen willst. Dieses Bild wirkt wie ein innerer Antrieb, der dich immer wieder zurück auf die Trainingsfläche bringt.
Routine entsteht auch durch Planung: Lege feste Trainingszeiten fest, packe deine Sporttasche schon vorher und plane deine Mahlzeiten mit ein. So reduzierst du Hindernisse und kannst leichter konsequent bleiben. Ein Trainingspartner oder eine Community kann zusätzlich motivieren, da sozialer Druck und gegenseitige Unterstützung deine Disziplin stärken. Und vergiss nicht die Freude am Training! Passe deine Einheiten deinem Rhythmus an, wähle Musik, die dich pusht, und setze auf abwechslungsreiche Übungen. Kleine Belohnungen nach dem Training helfen ebenfalls, dass du langfristig am Ball bleibst.
Kurz gesagt: Motivation allein reicht selten. Wer es schafft, Disziplin in den Alltag zu integrieren und Routinen bewusst aufzubauen, kann Training und Fitness zur Selbstverständlichkeit machen – wie Zähneputzen. So bleibt das Sportziel auch nach Wochen und Monaten erreichbar, und jeder Erfolg wird zur Motivation für den nächsten Schritt.
FAQ – Motivation & Training dauerhaft stärken
Setze dir kleine, erreichbare Ziele, plane feste Trainingszeiten und feiere jeden Fortschritt. Routine und positive Rituale helfen, die Motivation langfristig zu halten.
Pack deine Tasche vorher, blocke Trainingszeiten und setze Prioritäten. Ein Trainingspartner oder eine Community kann zusätzlich motivieren.
Achte auf deinen persönlichen Rhythmus: Manche trainieren morgens besser, andere abends. Passe dein Training an deine Vorlieben an, um Motivation zu sichern.





