5 Gründe, öfter Erdnussbutter zu löffeln

Darum sollten Sie öfter mal Erdnussbutter löffeln
2 Esslöffel Erdnussmus pro Tag dürfen Sie sich guten Gewissens täglich gönnen

Ob als Snack vor dem Training oder kleines Betthupferl: Erdnussbutter sollte in keiner Männer-Küche fehlen. Wir verraten, warum der Brotaufstrich besser als sein Ruf ist

Erdnussbutter gehört in den USA auf nahezu jeden Frühstückstisch. Ziemlich clever, denn die Creme hat zahlreiche gesundheitliche Benefits. Das Problem: Klassischerweise essen die Amerikaner ihre geliebte Peanutbutter in Kombination mit Marmelade auf weißem Toast, wodurch alle Vorteile fast direkt wieder verpuffen.

Wir sagen Ihnen, welche Inhaltsstoffe Erdnussbutter so gesund machen und warum Sie sie ruhig täglich löffeln können. Zunächst klären wir die Frage, was der Unterschied zwischen Erdnussbutter und Erdnussmus ist. 

Was ist der Unterschied zwischen Erdnussmus und Erdnussbutter?

Rein rechtlich gesehen gibt es zwischen Erdnussmus und Erdnussbutter keinen Unterschied – zumindest nicht in Deutschland. In den USA hingegen muss die typische "Peanutbutter" zu mindestens 90 Prozent aus Erdnüssen bestehen. Den Rest machen zugesetzte Öle (wie Palmöl), Salz oder Zucker aus, wodurch die Butter cremig bleibt und sich die festen Bestandteile nicht vom Erdnussöl trennen.

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In der EU gibt es bezüglich der Namensgebung keine Regelung. Die Bezeichnung "Butter" dürfen jedoch nur Milcherzeugnisse tragen. Daher weichen viele Hersteller hierzulande auf andere Begriffe aus, wie Erdnussmus oder Erdnusscreme. Gesetzliche Regelungen, was genau Produkte mit diesen Namen enthalten dürfen oder ob Zusätze und dergleichen erlaubt sind, gibt es nicht.

Was macht eine gute Erdnussbutter aus?

Erdnussmus wird oft als eine Art gesunde Erdnussbutter vermarktet, die keinerlei Zusatzstoffe enthält und nur aus Erdnüssen besteht. Auf ein Produkt mit dem Namen Peanutbutter kann dies allerdings auch zutreffen, lassen Sie sich von der Bezeichnung also nicht direkt abschrecken. 

Erdnüsse Erdnussbutter Proteine
1 Teelöffel Erdnussbutter vor dem Training liefert schnelle Energie

Ein Blick auf die Zutatenliste ist beim Kauf von Erdnussmus beziehungsweise -butter also immer Pflicht. Enthält das Produkt Zucker, Palmöl, Salz oder sogar E-Nummern? Dann Finger weg! Die Erdnusscreme Ihrer Wahl sollte zu 100 Prozent aus Erdnüssen bestehen.

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5 Gründe, regelmäßig Erdnussmus zu löffeln

Nüsse sind gesund. Allerdings sind Erdnüsse gar keine Nüsse. Botanisch gesehen zählen sie nämlich zu den Hülsenfrüchten. Doch auch die haben Vorteile:

1. Gesunder Fettlieferant

Erdnussbutter ist eine echte Kalorienbombe (rund 600 kcal auf 100 Gramm) mit entsprechend hohem Fettgehalt, der bei durchschnittlich 50 Gramm pro 100 Gramm liegt. Ungesund ist sie deswegen aber noch lange nicht. Denn es handelt sich größtenteils um gesunde, ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken.

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2. Pflanzliche Proteinquelle

Genau wie echte Nüsse liefern auch Erdnüsse jede Menge hochwertiges, pflanzliches Protein – um die 30 Gramm pro 100 Gramm Mus. Das ist vor allem für Vegetarier und Veganer interessant, die ihren Proteinbedarf (größtenteils) nicht über tierische Eiweißquellen decken können. Darüber hinaus sättigt Eiweiß langanhaltend.

Der perfekte Sattmacher-Snack für zwischendurch: Dippen Sie Apfelspalten in Erdnussbutter. Die Kombination aus Ballaststoffen und Eiweiß lässt Heißhunger keine Chance.

Gesunder Snack: Apfel mit Nussmus
Perfekter Snack: Obst mit Erdnussmus

3. Laktosefrei und glutenfrei

Erdnussbutter ist in idealer Snack für Veganer. Damit ist sie natürlich auch laktosefrei. Auch Menschen, die an Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit leiden, können Peanutbutter genießen, denn sie ist glutenfrei.

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4. Passt zu vielen Rezepten

Erdnussmus können Sie nicht nur pur direkt aus dem Glas löffeln, sondern auch als Brotaufstrich, als Müsli-Topping, im Smoothie oder zum Kochen verwenden. Vor allem Saucen werden mit einem Klecks Mus perfekt abgerundet. Das Erdnuss-Aroma passt auch hervorragend zu asiatischen oder indischen Rezepten.

5. Vitamin- und Mineralstoffbombe

Neben gesunden Fetten und hochwertigen Eiweißen liefert Erdnussbutter auch eine ganze Reihe an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Darunter Vitamin E, welches antioxidativ wirkt und im Körper den Job einer Art "Zellschutz-Polizei" übernimmt. Es schützt die Körperzellen vor schädlichen freien Radikalen und beugt somit auch der Hautalterung vor.

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Erdnussmus ist zudem reich an Magnesium (rund 50 Milligramm pro 100 Gramm) und Kalium (um die 600 Milligramm pro 100 Gramm). Die beiden Mineralstoffe sind vor allem für Sportler wichtig, denn sie regulieren die An- und Entspannung unserer Muskulatur.

Erdnussmus enthält zwar mächtig viele Kalorien, doch wer die buttrige Creme in Maßen snackt (2 Esslöffel pro Tag reichen völlig) tut sich und seinem Körper etwas richtig Gutes.