Was tun, wenn der Bart juckt?

Was tun, wenn der Bart juckt?
Juckende Bärte sind extrem nervend! Mit gekonnter Pflege Ihrer Kinnfrisur müssen Sie aber nicht zum Rasierer greifen

Es gibt kaum etwas Nervenderes als einen juckenden Bart. Bevor Sie zum Rasierer greifen, hier die besten Tipps für einen entspannten Bartwuchs

Ja, Ihre Bartfrisur sieht lässig aus und ist voll angesagt. Aber Fakt ist: Ihr cooler Bart ist auch ein Schlachtfeld für Bakterien. Wir haben uns das Elend in einer Petrischale mal näher angesehen und verraten Ihnen, was genau für juckende Bärte verantwortlich ist. Und geben Tipps, wie Sie Ihre Kinnfrisur in einen geschmeidigen Bart über sich wohlig anfühlender Haut verwandeln – ohne zum Rasierer zu greifen.

Wenn der Bart juckt: Bakterien-Zufuhr einschränken

Ihre Hände bieten Bakterien die allerbesten Transportbedingungen. Wann immer Sie an Ihren Barthaaren herumfummeln, schleusen Sie genau die Mikroben ein, mit denen Sie vorher auf der Toilette, im Bus oder beim Einkaufen in Kontakt gekommen sind. "Immer wenn Sie mit Ihren Fingern durch Ihren Bart fahren, werden Bakterien und Pilze übertragen", sagt Dermatologe Joshua Zeichner. Ab einem gewissen Zeitpunkt wird Ihr Bart dann zur Brutstätte von Bakterien. Deshalb: Behalten Sie Ihre Hände im Griff. Wenn Sie Ihren juckenden Bart anfassen, dann nur, um ihn zu reinigen.

Regelmäßig ölen, um Juckreiz zu verhindern

"Hautschuppen, die sich täglich in den Barthaaren verfangen, tragen ebenfalls wesentlich zum gefürchteten Juckreiz bei", sagt Richard Tucker, Bartexperte im Londoner Szene-Barbershop Ruffians, "Männer sollten auf Ihre Bartpflege achten und Ihren Bart regelmäßig waschen, dann bekommt man das Problem in den Griff." Aber Achtung: Waschen bedeutet nicht, den Bart mit Duschgel unter der Dusche zu bearbeiten. Investieren Sie in ein richtiges Bart-Shampoo. Duschgels entfetten das Haar, machen es strohig und kratzig. Kein Problem für den 3-Tage-Bart, wohl aber für den Vollbart. Auch Bartöl und eine Bartbürste lohnen sich für längere Bärte: Sie bringen die Haare nicht nur zum Glänzen, sondern pflegen, beleben und besänftigen gleichzeitig die Gesichtshaut.

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So bändigen Sie krause Barthaare 

Vor allem krause, unregelmäßig gewachsene Barthaare bieten Mikroorganismen eine gute Vorlage. "Im schlimmsten Fall verursachen in den Haarbiegungen gefangene Bakterien Infektionen", sagt Zeichner,  "Lockiges und verdrehtes Barthaar kann zudem in Richtung Haut wachsen und dort eine Pseudo-Follikulitis verursachen." Eine 'Pseudofolliculitis barbae', so der dermatologische Fachjargon, ist eine durch Barthaare verursachte Reizung der Haut, die in Kombination mit Bakterien Juckreiz, eingewachsene Barthaare und Entzündungen auslösen kann. Neigen Sie dazu, sollten Sie eine Bartroutine entwickeln, die ein gerades Barthaar-Wachstum fördert.

Barbier Tucker rät: "Waschen Sie Ihren Bart jeden zweiten oder dritten Tag. Nicht öfter, sonst verliert er seine Elastizität und kurbelt die Ölproduktion unnötig an. Föhnen Sie ihn bei maximal mittlerer Hitze trocken, so entspannen und glätten sich die Barthaare." Männer mit Vollbart sollten sich eine Bartbürste zulegen. Sie verhindert, dass die Haare sich ineinander verfangen und glättet sie. Sulfatfreie Bartreinigungs-Produkte und Aloe Vera haltige Feuchtigkeitscremes mindern zudem Bartstacheln.  Auch sollten Sie Bart-Styling-Produkte wohldosiert benutzen. "In zu viel Öl im Bart können sich Bakterien und Schmutzpartikel leicht festsetzen", sagt Tucker.

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Bartkanten scharf abhobeln

Männer, die in der Bartzone häufig unter Juckreiz leiden, sollten ihre Trimm- und Rasur-Routine so sanft wie möglich gestalten. "Elektro-Rasierer können Hautirritationen und schlimmstenfalls auch Infektionen auslösen, da sie schwerer zu reinigen sind", sagt Tucker, "Barbiere empfehlen, sich um den Bart herum nass zu rasieren." Rasierhobel sind für Bartträger erste Wahl. "Sie schneiden das Haar scharf ab, ohne an der Haarwurzel zu ziehen." Okay, sie sind in der Regel etwas teurer als Standart-Rasierer. Aber richtige Bart-Tools tragen – ebenso wie die richtige Bartpflege – dazu bei, dass Ihr Bart nicht nur lässig aussieht, sondern sich auch so anfühlt.

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