Drei, zwei, eins, los! Am 28. März 2026 feierte die Garmin Berlin Mile ihre Premiere als neue Laufveranstaltung – im Vorfeld des Berliner Halbmarathons. Über eine Distanz von exakt 1609 Metern – also einer klassischen englischen Meile – startet das Rennen am Lustgarten vor dem Berliner Dom, führt entlang der Prachtstraße Unter den Linden und endet kurz hinter dem Brandenburger Tor.
Eine Strecke, die Felix Kroos noch gut in Erinnerung hat. Als er vor rund zwei Jahren seinen ersten Marathon in Berlin lief, bildete genau dieser Abschnitt das große Finale. Damals absolvierte er die 42,195 Kilometer in 4 Stunden und 28 Minuten. „Die letzten Meter waren durchaus schmerzhaft“, erzählt er, „aber hinter der Ziellinie waren die Strapazen fast sofort vergessen.“

Dieses Mal ist alles anders. Nicht nur wegen der deutlich kürzeren Distanz – auch das Teilnehmerfeld ist ein anderes. Natürlich gibt es auch hier einige Läuferinnen und Läufer, die am nächsten Tag den Halbmarathon bestreiten und die Meile als lockeres Warm-up nutzen. Und klar: Ein paar Ambitionierte sind ebenfalls dabei, die wissen wollen, wie schnell sie auf dieser kurzen Strecke wirklich sind.
Doch als der Startschuss fällt und ich für meine persönliche Zeitmessung auf meinen Garmin Forerunner 970 drücke, wird schnell klar: Die meisten sind aus einem anderen Grund hier. Sie wollen Rennluft schnuppern, die ausgelassene Stimmung entlang der Strecke aufsaugen und Teil einer wachsenden Community sein, die Laufen nicht als Leistungsbeweis, sondern als Lifestyle versteht. Keine Zielzeit, kein Druck – just for fun.
So sieht es auch Felix: „Heute laufe ich nicht gegen andere, sondern mit dem Moment. Atmosphäre, Publikum und das eigene Tempo sind wichtiger als sportliche Ziele. Die Meile fühlt sich nicht wie ein Wettkampf an, sondern wie Teilnahme. Wie Teil einer Bewegung zu sein.“
Und diese Bewegung ist bunt: Junge und Ältere, kleine Gruppen, Familien mit Kindern – alle sind dabei. Viele laufen gemeinsam, lachen, feuern sich an. Und vielleicht entdeckt der eine oder die andere dabei sogar die eigene Begeisterung für längere Distanzen. Fünf Kilometer. Zehn Kilometer. Wer weiß? Denn beim Laufen passiert mehr als nur Bewegung. Nicht nur die Beine arbeiten – auch im Kopf setzt sich etwas in Gang. Felix kennt das nur zu gut: Die Entscheidung, einen Marathon zu laufen, fiel bei ihm einst während eines Halbmarathons.
Dass wir heute gemeinsam nebeneinander laufen, ist für ihn übrigens eher die Ausnahme. Normalerweise ist er allein unterwegs – ohne Musik, ohne Ablenkung. Nur er und sein Garmin Forerunner 970, der nicht nur Schritte zählt, die Kalorienzufuhr analysiert und die Herzfrequenz misst, sondern auch Schlafqualität und Stresslevel im Blick behält – fast wie ein digitaler Trainingsbuddy.

Während wir laufen, sprechen wir noch über seinen wöchentlichen Podcast („Einfach mal luppen“), seine beiden kleinen Kinder (drei und fünf Jahre alt) und die Pläne seiner Familie, von Berlin nach Bremen zu ziehen. Und dann laufen wir auch schon durch das imposante Brandenburger Tor und überqueren kurz darauf die Ziellinie. Erst ein paar Minuten später fällt mir auf, dass ich vergessen habe, meine Zeit auf der Garmin zu stoppen. Aber heute spielt das keine Rolle. Denn bei dieser Meile geht es nicht um Sekunden. Sondern um das Gefühl, Teil von etwas zu sein.





