Ist häufige Selbstbefriedigung nun gesund oder schädlich? George Rudy / Shutterstock.com

Masturbieren Ist häufige Selbstbefriedigung gesund oder schädlich?

Viele Männer sind verunsichert: Ist Masturbation gesund oder ist häufige Selbstbefriedigung schädlich für den Organismus? Diese Fakten über Solo-Sex sollte jeder Mann kennen

"Wer nicht das Bedürfnis nach Selbstbefriedigung spürt, der hat ein Problem", sagt der Biologe Robert Pollack von der Columbia Universität. Denn mit Hilfe von Solo-Sex kann man zum Beispiel ganz hervorragend Stress abbauen und außerdem nebenbei das Immunsystem stärken. Wie du vom Masturbieren darüber hinaus noch profitierst, erfährst du hier:

Welche Vorteile hat Masturbieren?

Die Zeiten, in denen heranwachsenden Männern erzählt wurde, Masturbieren mache blind, dumm oder ließe Haare an den Händen wachsen, sind glücklicherweise längst vorbei. Aber es kommt noch besser: Wir erzählen dir, dass Selbstbefriedigung gesund und normal ist. Und dabei können wir uns im Gegensatz zu den eben erzählten Märchen auch noch auf handfeste wissenschaftliche Fakten berufen.

Zunächst einmal lässt sich bestätigen, was sowieso die meisten Kerle denken: Fast 100 Prozent aller Männer, so eine Men's-Health-Umfrage, masturbieren. Gut so! Denn nicht nur die Befriedigung macht das Masturbieren zu einem schönen Zeitvertreib: Wer (regelmäßig) masturbiert, darf auf folgende Nebeneffekte hoffen: 

  1. Frisches Sperma: Ja, auch deine Spermien können schlecht werden. Und das schon nach etwa 3 bis 4 Tagen. Beim Masturbieren schaffst du also Platz für neue Samen.
  2. Weniger Stress: Masturbieren baut Stress ab und stärkt auch das Immunsystem. Übertreiben solltest du es jedoch nicht. Laut Wissenschaftlern sind 3 bis 5 Hand-Jobs pro Woche ideal.
  3. Länger hart: Impotent vom Masturbieren? Nee, im Gegenteil! Wer regelmäßig Hand anlegt, trainiert seine Standfestigkeit. Außerdem erhöht Masturbieren den Testosteronspiegel. Darüber hinaus kann es dir helfen, eigene Fantasien zu entdecken, die dann den Sex mit deiner Liebsten beflügeln können.

Wie beeinflusst Selbstbefriedigung mein Sexleben?

Die Erkenntnis, dass Selbstbefriedigung gesund sei, musste lange gegen Vorurteile kämpfen. Heute blickt man glücklicherweise anders auf das Thema Selbstbefriedigung: Männer, die Lust an Solo-Sex haben, tun nicht nur Gutes für ihre Gesundheit, sondern verbessern auch den Sex mit der Liebsten. Selbstbefriedigung in einer Beziehung sollte also kein Tabu sein. Und offenbar ist es das auch nicht:  Im Schnitt masturbieren deutsche Männer übrigens 4,9-mal pro Woche.

Es gibt gute Gründe, warum Sie öfter mal Hand anlegen sollten
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Vom regelmäßigen Masturbieren profitiert auch der Sex mit der Partnerin

Aber es gibt noch mehr gute Gründe, warum du öfter mal Hand anlegen solltest. Klar, dass es Spaß macht, müssen wir dir nicht sagen. Aber mit welchen Tipps Solo-Sex noch besser wird und warum du dich selbstbefriedigen solltest, können wir dir verraten:

  • Selbstbefriedigung kann deinen Sex besser machen: Nur wenn du deinen Körper richtig kennst, kannst du auch deiner Liebsten mitteilen, was du dir wünschst. Und eine effektive Möglichkeit, deinen Körper kennenzulernen, ist: Selbstbefriedigung. Außerdem kannst du beim Masturbieren auch (neue) Fantasien entdecken und auch die sind anregend für den Sex zu zweit. Und da natürlich auch Frauen sich selbstbefriedigen, hast du hier die Möglichkeit, deine Partnerin ganz neu kennenzulernen und dein Wissen über den weiblichen Körper zu erweitern.
  • Beim Selbstbefriedigen kannst du lernen, deinen Orgasmus hinauszuzögern: Bei der Start-Stopp-Technik stimulierst du deinen Penis bis zu dem Punkt, an dem du gerade noch die Ejakulation verhindern kannst. Letzteres wiederholst du 3- bis 4-mal (beim letzten Mal mit Orgasmus). Mit dieser Übung lernst du auch beim Sex deinen Orgasmus zu kontrollieren.
  • Selbstbefriedigung ist auf verschiedenste Weise gesund: Es ist gut für deine Prostata, deine Potenz und natürlich dein Wohlbefinden. Außerdem verbesserst du, wenn du dich regelmäßig selbstbefriedigst, auch die Qualität deiner Spermien.    
  • Masturbieren macht fit: Der Hormonschub beim Selbstbefriedigen hat viele positive Effekte. Einer davon ist der Aufbau neuer Muskelmasse, der durch das Plus an Testosteron angeregt wird. Außerdem heizt du den Kalorienverbrauch beim Onanieren an – im Schnitt werden bis zu 150 Kalorien verbraucht.
Masturbatoren im Vergleich
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Laut Wissenschaftlern sind 3 bis 5 Hand-Jobs pro Woche ideal

Wie oft ist Masturbieren gesund? 

Wissenschaftler fordern: Legt endlich mehr Hand an. Denn Solo-Sex trainiert nicht nur Prostata und Potenz: Masturbation ist auch gut für Muskeln, Hormone und Gehirn.

Dass man durch häufiges Onanieren seine Potenz verliert, ist ungefähr genauso wahr wie das spontane Erblinden durch Selbstbefriedigung, vor dem dich deine Oma früher gewarnt hat. Im Gegenteil. Der Urologe Dr. Jörn Witt aus Münster schließt nicht aus, dass es einen Trainingseffekt gibt: je öfter, desto härter. "Wer früh im Leben damit anfängt, ist im Alter länger sexuell aktiv", bestätigt Biologe Pollack.

Je öfter, desto besser gilt allerdings nicht unbegrenzt. Männerarzt Haydar Karatepe aus Frankfurt am Main warnt: "Das führt zur Vereinsamung." Und das wäre absolut schade, denn Psychologen sind überzeugt, dass die Beschäftigung mit sich selbst den Sex mit dem Partner verbessern kann. Denn wie, wenn nicht durch Selbstbefriedigung, soll man ohne Stress die eigenen Vorlieben herausfinden und anschließend gegenüber dem Partner äußern? Deine Sorge, dass Masturbieren schädlich ist, scheint also unbegründet zu sein.

Wie beeinflusst Onanieren die Lust auf Sex?

Paradox, aber wahr: Masturbation verstärkt die Lust auf Sex noch. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen klar, dass nach dem Masturbieren der Testosteronspiegel im Körper deutlich ansteigt. Und die gesteigerte Produktion des Männerhormons bewirkt wiederum, dass man weitaus mehr Lust auf Sex verspürt – eine ideale Wechselwirkung.

Selbstbefriedigung kann auch bei medizinischen Diagnosen helfen. Wer beim Sex mit Frauen öfters unter Potenzproblemen leidet, aber auf sich allein gestellt keine Schwierigkeiten hat, der kann beispielsweise physiologische Faktoren wie Gefäßerkrankungen als Ursache schon mal ausschließen.

7 Anzeichen für gesundes Sperma
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Sperma wird normalerweise nach drei, vier Tagen schlecht

Hat Selbstbefriedigung Einfluss auf die Sperma-Qualität?

Wenn du frisches Erbgut willst, musst du altes erst einmal loswerden. Raten mal wie? Genau: durch Masturbation. "Sperma wird normalerweise nach drei, vier Tagen schlecht", sagt der britische Evolutionsbiologe Robin Baker. Mittels Selbstbefriedigung wird man altes Sperma los und neues, fruchtbareres Material kann nachrücken.

Und das bitte regelmäßig. Denn absterbende Rest-Spermien schädigen durch ihre giftigen Zerfallsprodukte auch frisch produzierte, top-fitte Kollegen. "Spätestens bereits nach acht bis zehn Tagen ist Sperma endgültig hinüber", so der Hamburger Fortpflanzungsexperte Dr. Gerd Bispink.

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Mehr Muskeln durchs Masturbieren? 

Der Hormonschub beim Masturbieren unterstützt automatisch den Aufbau zusätzlicher Muskelmasse. Testosteron gibt einem Mann mehr Durchsetzungskraft und Zuversicht bei Stress im Beruf und in der Partnerschaft. Für viele Männer werden teure und langwierige Hormonersatzbehandlungen unnötig, wenn sie sich stattdessen genüsslich ihrem eigenen Körper hingeben würden. Regelmäßiger Sex mit der Partnerin wirkt sich zwar ähnlich günstig auf den Hormonhaushalt aus, ist aber nicht immer und überall zu bekommen. Der eigene Penis steht dir hingegen rund um die Uhr zur kostenfreien Verfügung.

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Selbstbefriedigung ist zudem das perfekte Unterarmtraining – eine Muskelgruppe, die beim üblichen Workout meist zu kurz kommt. Vorteilhaft ist es natürlich auch, nicht immer mit der gleichen Hand zu masturbieren, damit kein Ungleichgewicht entsteht. Bizeps, Trizeps und Schultermuskulatur des Arbeitsarms werden beim Solo-Sex ebenfalls stark beansprucht. Inwieweit du die übrigen Körpermuskeln einsetzen, hängt von der Stellung ab. Ideales Training für den Waschbrettbauch ist zum Beispiel, auf dem Rücken zu liegen, den Oberkörper zum leichten Crunch anzuheben.

Masturbation: Man fühlt sich entspannt und häufig besser danach
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Masturbation: Man fühlt sich entspannt und häufig besser danach

Hilft Masturbation gegen frühzeitigen Samenerguss?

Urologe Witt hält große Stücke auf Selbstbefriedigung, wenn es um die Behandlung bei frühzeitigem Samenerguss geht. So hältst du länger durch: Einige Wochen lang sollten Betroffene sich alle zwei bis drei Tage bis kurz vor dem Orgasmus stimulieren, gerne auch zusammen mit der Partnerin. Danach ein paar Minuten Pause einlegen und das Ganze wiederholen. Erst nach mehreren Warmlaufphasen ist der Orgasmus erlaubt. Diese Behandlung hat eine hohe Erfolgsquote, sie wirkt als eine Art Anti-Schlaff-Tablette.

Mit der gleichen Technik kannst du auch multiple Orgasmen trainieren. Dadurch, dass der Mann die Ejakulation immer wieder hinauszögert, laufen die Orgasmen zuerst nur im Kopf ab. Das kann mitunter schon ein stundenlanges Spiel werden.

Schlafe ich besser nach der Masturbation?

Onanieren wirkt nicht nur als Anti-Schlaff-Tablette, es ist auch besser als jede Schlaf-Tablette. Es hilft dem Gehirn, vom Alltagsstress abzuschalten. Der Frankfurter Männerarzt Dr. Haydar Karatepe: "Man fühlt sich entspannt und häufig besser danach." Es ist eine Möglichkeit, auf angenehme Art und Weise Dampf abzulassen. Anschließend schlafen Männer wie die Murmeltiere.

Nicht nur Ihr Schlaf, Hirn und Sexleben profitieren von der Masturbation, auch Ihre Prostata
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Beim Masturbieren wird die Prostata ordentlich durchgespült

Wird die Prostata durch Masturbation gesünder?

Auch die Prostata profitiert von regelmäßiger "Durchspülung": "Es gibt Hinweise, dass sich die Beschwerden einer chronischen, nicht-bakteriellen Prostata-Entzündung durch regelmäßige Selbstbefriedigung bessern", sagt Urologe Witt. Regelmäßig heißt in diesem Fall: Du solltest mindestens zweimal pro Woche Hand an dich legen. "Durch mehrfache Ejakulationen wird die Prostata besser durchblutet, das Sekret bleibt in Bewegung. Infekte können sich dann nicht so leicht festsetzen", ergänzt Experte Karatepe.

Von der Selbstbefriedigung profitieren nicht nur deine Gesundheit, dein Sexleben und deine Fortpflanzungsfähigkeit. Pro Hand-Job gehen zudem 150 Kalorien flöten. Etwa so viel wie bei 15 Minuten Schwimmen oder zwei Kilometern Laufen. Er unterstützt jede Diät und lässt jede Wampe schmelzen. Und nicht nur das. Wer Masturbation häufiger praktiziert, darf mit einem spürbaren Trainingseffekt, vor allem für das Herz-Kreislauf-System rechnen. Ein ausgiebiger Solo-Sex trainiert die Pumpe so wie Treppensteigen über mehrere Stockwerke. Überzeugt? Dann tu dir selbst häufiger mal etwas Gutes!

Etwa 600 Männer erkranken jedes Jahr in Deutschland an Peniskrebs
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