Haarpflege für Männer: Schuppen erfolgreich bekämpfen

Gegen Schuppen brauchen Männer viel Disziplin in der Haarpflege
Alle 28 Tage erneuert sich die Kopfhaut. Passiert das schneller, drohen lästige Schuppen

Beenden Sie das weiße Geriesel von Ihrem Kopf mit diesen Tipps gegen lästige Haar-Schuppen

Ein schneeweißer Flokati auf dem Fußboden in Ihrem Wohnzimmer: Damit liegen Sie erstens absolut im Trend und zweitens ist er ideal fürs Probeliegen mit der Traumfrau. Aber ein weißer Teppich auf den Schultern – bitte nicht! Zwar ist an Schuppen noch kein Mensch gestorben, doch die fiesen Flocken sind alles andere als eine Augenweide und für ihren Besitzer mitunter recht peinlich.

Die Ursachen für fettige und trockene Schuppen

Ob man nun unter den fettigen (Pityriasis steadoides) oder den trockenen Kopfschuppen (Pityriasis simplex) leidet, verantwortlich ist in beiden Fällen eine überfleißige Kopfhaut. Normalerweise erneuert sich der Skalp etwa alle 28 Tage. Entgleist dieser Prozess (und das passiert bei immerhin fast 40 Prozent aller Männer), geschieht das wesentlich schneller, manchmal in lediglich fünf Tagen. Dann kommt es zu Verhornungen. Das bedeutet, dass Hautzellen zu kleinen Plättchen verklumpen, die dann als unangenehme Kopfschuppen auf Hemd, Sakko oder Pullover rieseln. Häufig verursacht dieser Vorgang auch noch Juckreiz auf der Kopfhaut.

Die überschnelle Kopfhauterneuerung kann ganz verschiedene Ursachen haben: Vitaminmangel, zu viel Stress, Pilzbefall, Veranlagung, große Hitze, Anwendung verkehrter Pflege- und Styling-Produkte. Aber auch die männlichen Hormone können die Fett- und Schuppenbildung im Haar beschleunigen, da sie die Talgdrüsen auf der Kopfhaut zu erhöhter Produktion anregen.

Unsere besten Tipps gegen Schuppen

In leichten Fällen helfen milde Haar-Shampoos mit hydratisierenden und rückfettenden Substanzen wie Harnstoff (Urea), Shea-Butter oder Glycerin. Auch Panthenol, Hafer-Extrakt oder Kamille besänftigen eine strapazierte Kopfhaut und wirken Juckreiz entgegen.

Wenn’s dagegen vom Kopf heftig rieselt, spricht man von vermehrtem Talgfluss oder Seborrhöe. Elendes Ergebnis: Die abgestorbenen Hautzellen verkleben zu Schuppen und bleiben auf der Haut haften, bis sie nicht mehr richtig atmen kann und zu kribbeln beginnt. Ursache für den Juckreiz ist oft der 'Malessezia furfur', ein zur natürlichen Hautflora gehörender Hefepilz, dessen Population explodieren und zur Zellabschilferung führen kann. Bei der Behandlung geht es also vordergündig darum, Fett zu reduzieren.

Als Ölstopper eignen sich Haar-Shampoos mit Teebaumöl. Nach ungefähr vier bis sechs Wochen Anti-Schuppen-Behandlung müsste sich der Zustand der Kopfhaut deutlich gebessert haben. Falls nicht, sollten Sie zu einem Hautarzt gehen – es könnte eine Schuppenflechte, Neurodermitis oder ein allergisches Ekzem als Ursachen dahinter stecken.

Manchmal wirken auch alte Hausrezepte gegen Kopfschuppen kleine Wunder. Naturmediziner Dr. Jörg Zittlau aus Bremen rät, gegen die übermäßige Fett- und Schuppenbildung Hamamelis- oder (Cystus-)Rosenwasser (gibt es in Apotheken) auf die Kopfhaut zu träufeln. Sogar Apfelessig beugt Schuppen durch Säurezufuhr vor. Vermischen Sie je eine Tasse Essig und Wasser und massieren Sie den Mix zwischen den Haarwäschen gründlich in die Kopfhaut ein. Er fördert die Durchblutung und stillt den Juckreiz. Ideal bei trockenen Schuppen ist Erdnuss- oder Olivenöl. Massieren Sie es in die Kopfhaut ein und lassen Sie es über Nacht einwirken, morgens gründlich auswaschen. Wer sich Teebaumöl-Shampoo selber machen (und dabei Geld sparen) möchte, sollte es einmal mit folgendem Rezept versuchen: Mixen Sie 60 Tropfen Teebaumöl mit 100 Millilitern pH-neutralem Shampoo und shamponieren Sie wie gewohnt – aber hoffnungsvoller.

So wirken Anti-Schuppen-Shampoos am besten

Gegen Schuppen gibt es gute Anti-Schuppen-Shampoos und –Spülungen speziell für Männerhaare. Medizinische Anti-Schuppen-Produkte bei extremer Schuppenbildung enthalten Salicylsäure oder Kortison, die den Säureschutzmantel der Kopfhaut neu aufbauen.
Es muss aber nicht immer sofort das medizinische Anti-Schuppen-Shampoo vom Hausarzt sein. Oft reicht auch schon eines dem Drogeriemarktregal aus. Probieren Sie verschiedene aus. Diese Shampoos können Sie bis zu 4 Wochen bedenkenlos anwenden. Tipp: Lassen Sie sie etwa 2 Minuten lang einwirken, damit die Inhaltstoffe sich voll entfalten können.
Bringt ein Anti-Schuppen-Shampoo keinen Erfolg, probieren Sie das nächste. Die Wirkstoffe schlagen bei jeder Kopfhaut anders an. Nur eines haben sie alle gemein: Man muss sie absolut konsequent benutzen!

Die besten Haarpflege-Tipps bei Schuppen

Wenn Männer sich zudem an diese Haarpflege-Regeln halten, bekommen sie ihr Schuppenproblem schnelle wieder in den Griff:

  • Bevor Sie Ihre Haare waschen, bürsten Sie es sorgfältig durch oder kämmen Sie es mit einem feien Kamm. Das lockert die kleinen Schüppchen in den Haaren und sie lassen sich anschließend leichter auswaschen.
  • Massieren und rubbeln Sie nicht unnötig auf dem Kopf herum, wenn Sie Ihre Haare waschen. Und spülen Sie extrem gut und gründlich nach – je länger Sie Ihre Haare spülen, desto besser.
  • Föhnen Sie Ihre Haare nicht zu heiß – das trocknet die Kopfhaut aus.
  • Benutzen Sie möglichst wenige Styling-Produkte und achten Sie darauf, dass sie nur in die Haare und nicht auf die Kopfhaut gelangen. Vor allem alkoholhaltige Styling-Produkte sollten Sie meiden, da sie die Kopfhaut austrocknen und sämtliche Schuppen-Symptome auslösen können.
  • Vergessen Sie nicht, Kamm und Bürste bei Schuppen häufiger und sorgfältiger zu waschen. Am besten, Sie machen das bei jeder Haarwäsche gleich mit. Dann können sich Pilze und Bakterien nicht einnisten. Mit normalem Shampoo oder Feinwaschmittel geht das schnell und gründlich.

Fazit: Wenn Ihre Kopfhaut Symptome trockener oder fettiger Schuppen zeigt, ist das kein Grund zur Panik. Alle Menschen haben Schuppen, denn unsere Kopfhaut erneuert sich sich im 4-Wochen-Rhythmus. Beschleuigt sich dieser Vorgang, drohen trockene oder fettige Kopfschuppen in den Haaren. Nur in den seltensten Fällen steckt als Ursache tatsächlich eine Schuppenflechte oder Neurodermitis dahinter. Alles was Sie brauchen ist konsequentes Handeln: Probieren Sie geduldig verschiedene Anti-Schuppen-Mittel durch, bis Sie das für Ihre Kopfhaut optimale gefunden haben. Und dann benutzen Sie es regelmäßig!

Stellt sich nach etwa sechs Wochen konsequenter und richtiger Pflege ein sichtbarer Erfolg ein, können Sie mit dem Intensivprogramm eine Weile pausieren und wieder ein normales Shampoo und Ihre üblichen Styling-Produkte benutzen. Hat die Anti-Schuppen-Therapie angeschlagen, reicht es, das Mittel 1 Mal pro Woche anzuwenden, um einen Rückfall zu vermeiden.

>>>  Die besten Haarpflege-Tipps bei trockenen und fettigen Haaren

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