Penis-Probleme: Diese 16 Penis-Beschwerden sollten Sie nicht ignorieren

Wenn der Penis schmerzt oder gar schlapp macht, werden auch harte Kerle weich
Jeder Dritte hatte bereits mindestens einmal Stress mit seinem besten Stück

Wenn der Penis schmerzt oder gar schlapp macht, werden auch harte Kerle weich. Unsere User haben uns ihre drängendsten Probleme geschildert. Wie Ihr bester Freund schnell wieder fit wird

Stress mit dem besten Kumpel will keiner. Man kennt sich schließlich schon seit der Geburt. Doch einer Online-Umfrage von Men’s Health zufolge hatte jeder Dritte bereits mindestens einmal Stress mit seinem besten Stück, etwa: Schmerzen beim Wasserlassen, Ablagerungen unter der Vorhaut oder eitrige Pickel in der Intimregion. Kein Wunder, denn trotz seiner gelegentlichen Härte ist der Penis ein echtes Sensibelchen und reagiert äußerst empfindlich, sowohl auf Wasch- als auch auf Sex-Orgien. Was bei welchem Befund zu tun ist, erklären unsere Experten.

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1. Unangenehmes Brennen beim Wasserlassen

31% der Umfrage-Teilnehmer gestanden, dass sie schon ein unangenehmes Brennen beim Wasserlassen verspürten. "So etwas deutet auf eine Harnröhrenentzündung oder einen Harnwegsinfekt hin“, so Dr. Wolfgang Bühmann, Urologe aus Sylt.

Was tun? Lassen Sie vom Arzt Ihren Urin untersuchen, bei Bedarf verschreibt er Ihnen ein Antibiotikum. 3 bis 5 Tage danach sollte alles wieder in Ordnung sein. „Verhüten Sie so lange mit einem Kondom.“

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2. Pickel am Penis

28% sind eitrige Pickel auf dem besten Freund nicht fremd. Mögliche Ursache: Die entstehen durch entzündete Talgdrüsen. "Überall da, wo wir Haare haben, können durch verstopfte Talgdrüsen und Haarbälge Pickel entstehen – also auch am Penisschaft. Rasuren im Intimbereich reizen die Haut zusätzlich und können die Talgdrüsen-Entzündung anfeuern", erklärt Dr. Tobias Pottek, Chefarzt der Urologie im Asklepios-Westklinikum Hamburg.

Was tun? Sind sie nach 3 Tagen nicht von alleine verschwunden oder schmerzen sie, gehen Sie zum Arzt. Pickel nicht ausdrücken! Sonst können Bakterien eindringen, die schlimmstenfalls zum Abszess und dann zu einer Lymphknotenentzündung in der Leiste führen. "Pflegen Sie Ihren Penis mit parfümfreier und tendenziell saurer Seife mit einem pH-Wert von 5“, empfiehlt Pottek. „Dann wird der Säureschutzmantel Ihrer Haut nicht angegriffen. Bei schwerwiegenderen Problemen sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen."

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3. Gelblich weiße Ablagerungen unter der Vorhaut (Smegma)

25% der Kerle bemerkten schon einmal schmierige, gelblich weiße Ablagerungen unter der Vorhaut. Mögliche Ursache: "Im Normalfall handelt es sich um Smegma", so Pottek. "Die talgige Substanz hat eine wichtige Funktion: Sie lässt die Verschiebung zwischen dem inneren und äußeren Vorhautblatt zu. Dennoch sollten Sie diese Ansammlung von Urin, Hautschuppen und Sperma täglich abwaschen, weil sie sonst vergärt, übel riecht und Entzündungen hervorrufen kann." Die oft als "Eichelkäse" bezeichnete Absonderung steht im Verdacht, Penis- und Gebärmutterhalskrebs zu begünstigen.

Was tun? "Ziehen Sie beim Duschen vorsichtig die Vorhaut zurück und waschen Sie Smegma ab. Wer empfindliche Haut hat, benutzt eine pH-neutrale Waschlotion", empfiehlt Pottek. Entfernt man das Smegma nicht, könnte es zu Entzündungen an Eichel und Vorhaut kommen.

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Schmerzhafte Rötungen und wunde Stellen am Penis entstehen durch mechanische Reizung

4. Vorhaut und Eichel sind wund

23% aller Leser kennen Probleme mit schmerzhaften Rötungen und wunden Stellen an Eichel und Penis. Diese so genannten Arrosionen entstehen durch mechanische Reizung wie etwa bei der Selbstbefriedigung. Oder: Nach dem Sex ist eine Allergie gegen ein chemisches Verhütungsmittel (Schaumpräparate, Gels oder Scheidenzäpfchen) Ihrer Partnerin oder gegen das Kondom wahrscheinlich. Allerdings können auch ungewöhnliche Sexualpraktiken das Kardinalstück des Penis strapazieren.

Was tun? Wichtig ist es zunächst, die Ursache zu vermeiden – also Finger weg! Stelle mit Kamillentee reinigen und danach mit Heilsalbe eincremen. Steigen Sie um auf ein anderes Verhütungsmittel oder in ein anderes Kondom. In Apotheken und gut sortierten Sexshops sind latexfreie Naturdarmkondome erhältlich. Kondom-Allergien oder Unverträglichkeiten können durch folgende Substanzen verursacht werden: Latexproteine, Silikonöle, Spermizide (Nonoxynol-9) und Vulkanisierungsbeschleuniger (1,3-Diphenylguanidin). ProFamilia-RFSU- Kondome enthalten kein 1,3-Diphenylguanidin. Die meisten Kondome in Deutschland sind spermizidfrei (Kennzeichnung lesen!).

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5. Feigwarzen am Penis

19% haben bereits nähere Bekanntschaft mit  kleinen Warzen am Penisschaft oder an der Eichel gemacht. "Entweder handelt es sich hierbei um harmlose und nicht ansteckende Hornzipfel oder um gefährliche Feigwarzen, die bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen können", erklärt der Hamburger Urologe. Feigwarzen entstehen durch Viren, die beim Sex übertragen werden.

Was tun? "Eine sichere Unterscheidung kann nur durch den Urologen oder einen Hautarzt erfolgen", sagt Pottek. Und während es sich bei den Hornzipfeln um eine rein kosmetische Angelegenheit handelt, müssen die Verursacher der Feigwarzen, die humanen Papillomaviren (HPV), konsequent behandelt werden. "Mittel der Wahl sind hier zum einen immunstimulierende Medikamente, damit die körpereigene Abwehr diese Viren bekämpft, zum anderen wachstumshemmende Arzneien, die das Absterben der Feigwarzen herbeiführen", so Pottek. Wie bei Herpes ist bisher keine vollständige Heilung möglich. Betroffene sollten regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen. Bis sie weg sind, sollten Sie beim Sex allerdings besser Gummi geben.

6. Juckende Vorhaut

15% aller Kerle litten schon einmal für längere Zeit an einer juckenden Vorhaut. Häufigste Ursachen: Viren, Bakterien oder Pilze, deren Vorkommen am Penis zwar völlig normal ist, die aber Beschwerden bereiten, wenn Ihr Immunsystem nicht ganz intakt ist. Auch eine Allergie könnte der Grund sein, weiß der Experte.

Was tun? Von allein hört dieser Juckreiz nicht auf. Ihr Hausarzt muss ihnen etwas verschreiben, damit es abklingt.

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7. Brennen an der Eichel

14% verspürten schon mal ein längeres Brennen an der Eichel.  Experte Bühmann: "So eine Entzündung geht meistens mit Rötungen einher und wird durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht."

Was tun? Wenden Sie sich damit an einen Urologen. Er sollte nach einer Untersuchung einschätzen können, wodurch genau die Entzündung hervorgerufen wurde, und wird Ihnen entsprechende Medikamente verschreiben. Sind Sie betroffen, sollten Sie beim Sex unbedingt ein Kondom benutzen, um eine Ansteckung zu verhindern.

8. Ihr Penis ist krumm

Im erigierten Zustand sind nur wenige Penisse gerade. "Die meisten weisen eine mehr oder weniger ausgeprägte Krümmung auf", beruhigt Urologe Pottek. 10% der Männer hatten in ihrem Leben bereits eine zeitweise Verkrümmung des Penis (also kein angeborenes Problem). Auslöser ist eine Bindegewebsverhärtung der Schwellkörper. "Die Krankheit schreitet langsam voran und tritt meist bei Diabetikern oder bei Männern ab dem 50. Lebensjahr auf", so Dr Bühmann, Pressesprecher vom Berufsverband der Deutschen Urologen. Gefährlich ist das nicht.

Was tun? Wenn die Verkrümmung so stark ist (90 Grad nach oben sind möglich), dass Schmerzen bei einer Erektion auftreten oder Sex nicht mehr möglich ist, muss operiert werden. Dabei wird das verhärtete Gewebe meist entfernt. Verkrümmt sich Ihr sonst gerader Penis beim Liebesspiel schmerzhaft, ist vermutlich das Vorhautbändchen zu kurz. Es sollte chirurgisch durchtrennt werden. "Nur 2 Prozent aller Männer leiden tatsächlich unter krankhafter Verkrümmung, dem so genannten Morbus Peyronie. Dann ist der Penis um etwa 50 bis 90 Grad verkrümmt. Diese Schwellkörper-Fehlbildung wird operativ behoben, der zu lange Schwellkörper wird gekürzt", so Experte Pottek.

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9. Juckende Blasen (Herpes)

Mögliche Ursache: Herpes genitalis – diese Infektion zählt zu den weltweit verbreitetsten Geschlechtskrankheiten, da etwa 90 Prozent aller Menschen Herpes-Viren in sich tragen. Und diese können nicht nur, wie Typ 1, an den Lippen ausbrechen, sondern auch am Penis.

Was tun? "Suchen Sie Ihren Hausarzt auf, damit er Ihnen ein Anti-Viren-Präparat mit einem speziellen Wirkstoff verschreiben kann. Und verzichten Sie auf Sex, bis es abgeklungen ist“, empfiehlt Pottek. Waschen Sie sich jedes Mal gründlich die Hände, wenn Sie die Bläschen beziehungsweise die nässenden Geschwüre berührt haben. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, da die Viren ein Leben lang im Körper ruhen und jederzeit aktiv werden können, etwa durch Stress, Sonne oder Ekel. Wer mehr als 6-mal im Jahr mit Herpes zu kämpfen hat, sollte mit dem Arzt über die dauerhafte Einnahme eines Medikamentes sprechen.

Ob krumm, wund oder juckend: Penis-Probleme gibt es viele
Im erigierten Zustand sind nur wenige Penisse gerade

10. Heftige Schmerzen beim Orgasmus

Mögliche Ursache: "Das weist auf eine Prostata-Entzündung hin", so Pottek. Übeltäter sind in vielen Fällen beim Geschlechtsverkehr übertragene Darmbakterien oder Chlamydien, die durch die Harnröhre in die Prostata wandern.

Was tun? Suchen Sie unbedingt den Urologen auf! Eine unbehandelte Prostata-Entzündung kann Potenzprobleme auslösen. Der Arzt wird die Vorsteherdrüse auf Schwellungen und Vergrößerungen abtasten, Prostata-Sekret, Urin und Sperma auf Bakterien untersuchen und gegebenenfalls ein Antibiotikum verschreiben.

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11. Kein Samenerguss beim Sex

Mögliche Ursache: Das Problem kann unterschiedliche Ursachen haben. So könnte etwa eine Tumor-Erkrankung dahinterstecken. Oder Ejakulationen werden nach innen fehlgeleitet. Auch Stress (im Job, in der Beziehung) kommt als Ursache in Frage. Experten vermuten, dass ungefähr jeder 10. Mann unter Orgasmusstörungen wie dem trockenen Höhepunkt leidet.

Was tun? Auch in diesem Fall sollte dringend ein Facharzt aufgesucht werden. Dann können Entspannungstechniken (etwa Yoga) hilfreich sein, in schwierigeren Fällen ein Psychologe.

12. Ausfluss aus dem Penis

Mögliche Ursache: "Kommt zum Ausfluss einer weiß-gelben Flüssigkeit ein Brennen beim Wasserlassen, haben Sie vermutlich Gonorrhöe, also einen Tripper", so Pottek. Betroffen von dieser Geschlechtskrankheit sind meist Männer, die ungeschützten Sex mit oft wechselnden Partnerinnen haben.

Was tun? Kondome schützen zuverlässig. Im Ansteckungsfall verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. "Aus zwei Gründen ist die medikamentöse Behandlung wichtig. Zum einen können die Bakterien ansonsten in die Prostata und die Nebenhoden wandern und dort langfristig schwere Erkrankungen auslösen. Zum anderen springen die Gonokokken unbehandelt von einem Sex-Partner zum anderen", so Pottek. Bleiben Sie bis zur Heilung sexuell abstinent und informieren Sie unbedingt all Ihre Sex-Partnerinnen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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13. Die Eichel juckt und brennt

Mögliche Ursache: "Die Symptome sprechen für eine Eichel-Entzündung", sagt Pottek. "Sie kann etwa durch übertriebene Körper­hygiene ausgelöst werden, wenn das Glied zu oft und mit reizenden Reinigungsmitteln gewaschen wird. Diese trocknen die Haut aus und stören dadurch die Barrierefunktion der Hornschicht. Möglich ist auch eine Infektion mit Erregern durch ungeschützten Sex", sagt der Experte.

Was tun? "Reden Sie mit Ihrem Hautarzt oder Urologen über das Problem. Nichtinfektiöse Entzündungen reagieren rasch und nachhaltig auf Cortisonsalben. Sind sexuell übertragbare Erreger die Übeltäter, hilft ein Antibiotikum. Wichtig: Ihre Partnerin sollte mitbehandelt werden, um den Ping-Pong-Effekt – ständige gegenseitige Neuinfektion – zu unterbinden! Der Betroffene sollte seine Intimpflege auf ein normales Maß beschränken", rät der Urologe.

14. Ihre Vorhaut lässt sich nicht zurückziehen (Phimose)

Mögliche Ursache: eine Vorhautverengung (Phimose). Weil sich diese jedoch nach dem 5. Lebensjahr zumeist von selbst zurückbildet (ansonsten operativ behoben wird), könnte es sich um eine erworbene Phimose handeln. Die kann auf Verletzungen beim Masturbieren beruhen, aber auch durch die Zuckerkrankheit ausgelöst werden: Ein Diabetes schwächt das Immunsystem und begünstigt Entzündungen der Eichel oder der Vorhaut, und die daraus resultierenden Narben verstärken die Phimose.

Was tun? "Bei einer leichten Vorhautverengung hat sich die nichtoperative Behandlung durchgesetzt. Dabei wird die Vorhaut nach dem Auftragen cortisonhaltiger Creme ganz vorsichtig verschoben und gedehnt. In schweren Fällen hilft eine Beschneidung", sagt Urologe Pottek.

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15. Ständiger Harndrang

Mögliche Ursache: "Ist außerdem die Penisspitze gerötet, liegt wahrscheinlich eine Harnröhren-Entzündung vor. Sie wird oft beim ungeschützten Geschlechtsverkehr durch Erreger übertragen. Auch Unverträglichkeit von Verhütungs- oder Gleitmitteln ist möglich", so Pottek.

Was tun? "Suchen Sie einen Urologen auf. Ein Abstrich aus der Harnröhre in Verbindung mit einer Urin-Untersuchung bringt eine sichere Diagnose. In den meisten Fällen genügt die Gabe eines Antibiotikums, das die Bakterien abtötet. Auch hier sollte die Partnerin zwingend mitbehandelt werden", sagt der Urologe.

Überlastung (Stress), aber auch Versagensängste führen nicht selten zu Erektionsproblemen
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16. Beim Geschlechtsverkehr wird Ihr Penis schlaff (Erektionsstörung)

Mögliche Ursache: Überlastung (Stress), aber auch Versagensängste führen nicht selten zu Erektionsproblemen. Diese können allerdings auch Symptome einer Grunderkrankung wie Durchblutungsstörungen oder Diabetes sein.

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Was tun? Horchen Sie in sich hinein: Setzen Sie sich sexuell unter Druck? Haben Sie zurzeit einfach nicht den Kopf frei für Sex? Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin und versuchen Sie, die Belastung abzubauen, am besten durch Ausdauersport. Sie sind relaxt, aber Ihr Kumpel macht trotzdem schlapp? Pottek: "In dem Fall sprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt, damit er Krankheiten ausschließen kann." 

Fazit: Penisprobleme nicht totschweigen

Penis-Sorgen treiben allein in Deutschland Millionen Männer um. Leider gibt es viel zu viele, die Penisprobleme tabuisieren und totschweigen. Die Kombination aus Penispein und männlicher Arztmuffel-Mentalität ist unter Umständen tödlich. Lesen Sie unsere Tipps und gehen Sie im Zweifelsfall immer zum Arzt, um Schlimmeres zu vermeiden.

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